Desktop-Computing

Microsoft streicht Linux von Windows-Konkurrenz-Liste

13. August 2011, 13:18
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    Das offene Betriebssystem wird von Microsoft nicht mehr als ernstzunehmende Bedrohung für Windows gesehen.

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    Auszug aus Microsofts Bericht an die US-Börsenaufsichtsbehörde SEC.

Bei Servern und Embedded Systemen bleibt Linux "ernsthafte Bedrohung"

Microsoft sieht das quelloffene Betriebssystem Linux offensichtlich nicht mehr als ernstzunehmende Konkurrenz für Windows im Sektor des Desktop-Computing. Dies verkündete Wes Miller, Forschungsanalyst der Firma Directions on Microsoft, via Twitter. Ergänzend dazu veröffentlichte er eine Grafik, die auf den Unterschied von zwei Jahresberichten aufmerksam machen soll. Sie ist Teil des Berichts, den Microsoft der US-Börsenaufsichtsbehörde Securities and Exchange Commission (SEC) vorgelegt hat.

Desktop-Konkurrenten bleiben Apple und Google

Während im vergangenen Jahr Apple, Google und Linux als Bedrohung gelistet wurden, hat das offene Betriebssystem die Liste der starken Wettbewerber in diesem Jahr verlassen. Wobei Googles Desktop-Betriebssystem Chrome OS und das freie Chromium OS abgeleitete Programme von Gentoo Linux sind.

Wettbewerbsposition im Serverbereich

Linux bleibe allerdings im Bereich Server und Embedded-Systemen ein ernstzunehmender Konkurrent. Grund dafür, so wird in den SEC-Dokumenten argumentiert, sei, dass die meisten PC-Hersteller Server-Hardware für Linux anbieten und an dessen Entwicklung beteiligt seien. "Der Markt mit Embedded Systemen wird unter zahlreichen Unternehmen aufgeteilt. Bedeutende Konkurrenten sind IBM, Intel sowie Konzerne wie Metrowerks und Montavista mit Linux-Versionen", so Microsoft.

Marktanteile

NetApplications zufolge sitzt Linux derzeit auf 0,93 Prozent Marktanteilen im Desktop-Segment. Hingegen konnte Apples Mac OS X im Juli seinen Marktanteil um 0,6 Prozent auf 5,61 Prozent erhöhen. (ez, derStandard.at, 13. August 2011)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 276
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R. Lexer
01
30.8.2011, 21:22

So schlecht ist die Unity-Oberfläche nun auch wieder nicht. ;)

Martin Wildam
21
17.8.2011, 00:54
Jetzt wird es mir klar,

MS konzentriert sich in Zukunft mehr auf die Spielekonsolen - kein Wunder, daß da Linux weniger als Konkurrenz gesehen wird.

Schlafsackerl
11
16.8.2011, 16:37
Der "Desktop" ist tot...

...oder zumindest in 10 Jahren ;)

ghostworld
01
16.8.2011, 17:00

Der Desktop wird sich weiterentwickeln, aber unabhängig von Betriebssystemen. Letztere werden immer unwichtiger werden und irgendwann werden die Menschen vergessen, ob sie nun mit Safari unter iOS/Mach, mit dem Internet Explorer unter Windows/NT oder mit Firefox auf einem GNU/Linux-System browsen.

Zitronenbaum
11
17.8.2011, 09:55

Meine Mutter kennt jetzt schon den Unterschied zwischen Windows und Linux nicht ... :DD

F G
10
16.8.2011, 16:25
Beschäftige mich derzeit mit powershell

die Anleihen bei Linux und Python sind unübersehbar, auf Linux wird auch in der Dokumentation ausdrücklich hingewiesen. Scheint derzeit eine Abrüstungsphase im laufen zu sein.

Martin Wildam
00
17.8.2011, 00:44
Ist in Arbeit

http://ipython.org/

aleph null
10
16.8.2011, 16:55
Ich finde es schade, dass Linux noch immer die angestaubte Bourne-Shell verwendet

Python als systemweite Scriptsprache gefiele mir viel besser. Für Python gibt es eine ausgezeichnete Dokumentation, der Code ist gut lesbar und es gibt schöne Entwicklungsumgebungen. Für die Bourne-Shell gibt es nix - gerade einmal vim und emacs.

ghostworld
02
16.8.2011, 16:49

Linux ist ein Kernel, Python eine Skriptsprache und Powershell eine Shell. Aber alles hat irgendwie mit Computern zu tun.

aleph null
00
16.8.2011, 17:45
Python hat auch eine Shell

ghostworld
00
16.8.2011, 20:43

Manche Shells haben auch eine Skriptsprache.

aleph null
30
16.8.2011, 16:24
Ich verwende seit 15 Jahren Linux und habe mich auch schon einigemale über dies und das geärgert

Zuletzt versuchte ich sogar ein Windows7 zu installieren. Der Windowinstaller kennt sich überhaupt nicht mehr aus, wenn man 3 oder 4 Plattenlaufwerke im PC eingebaut hat. Um zu installieren, musste ich erst den PC aufschrauben, die anderen Platten abstecken, Win installieren, Platten wieder anstecken, master-boot-record neu schreiben, bis es endlich ging. Praktisch, nicht wahr?

Jetzt habe ich Win endlich installiert, und zwar für die Kinder, denn ich brauche Windows so dringend wie einen Kropf. Sollen sich die Buben herumärgern, wenn wieder irgendein komischer Prozess (meisten system) wieder einmal 98% der CPU benötigt, wie unlängst geschehen :-)

Martin Wildam
22
17.8.2011, 00:53
Kinder und Server

Warum sollen sich Deine Kinder mit Windows rumärgern? Gibt doch auch genügend Spiele für Linux (siehe zB http://www.playonlinux.com/).

Und das mit den 98% CPU-Auslastung, das passiert mir auch auf Windows-Servern im Echtbetrieb, wo zig User über die Performance fluchen (die letzten ca 5 Mal auf den tollen neuen Windows 2008r2-Systemen...).

Verschone Deine Kinder doch von dem Schrott...

Zitronenbaum
10
17.8.2011, 09:54

Vielleicht müssen die ja von der Schule aus mit MS-Software arbeiten? /: Bei mir war Textverarbeitung auch nur in MS Word. Und natürlich gabs auch diese komischen Publishersachen. Und Publisher kennt Dateiformate von älteren Publisherversionen nicht.

Aber gut, ich schätze OpenOffice und LibreOffice können das auch. Vielleicht wollen die Kids ja Spiele spielen, die leider nicht auf Linx gehen? D:

aleph null
10
17.8.2011, 20:31
Genau so ist es

Die Kids wollen FIFA11 spielen, und die gibt es nur für Windows und Spielekonsolen.

Immerhin haben aber meine Kids die Robustheit der Linuxinstallationen schätzen gelernt. Windows wird so ca. 1x/Jahr neu installiert. Da hat mein Linuxserver ein höheres uptime :-)

grandw
01
30.8.2011, 15:08

Wenn man damit umgehen kann, setzt man auch ein Windows nur einmal auf.

Martin Wildam
00
17.8.2011, 14:00
Wartung?

Wenn meine Kinder mal in die Schule kommen, werde ich mich sicher nicht von der Schule dazu nötigen lassen, ein Sicherheitsloch von der Größe einer Windows-Maschine in mein Netz zu reissen. Und wer bitte soll denn diese Maschine warten? - Ich habe keine Lust, hinter meinen Kindern Viren wegzuräumen oder mühsam für diverse Anwendungen extra Updates zu installieren.
Hausübungen können die Lehrer dann als PDF oder OD* bekommen. OpenOffice/LibreOffice können sich ja auch die Windosen-User installieren, sollte also kein Lehrer ein Problem haben damit.
Abgesehen davon: Meine Frau ist auch Lehrerin und arbeitet wie ich nur unter Linux.

schweinebucht
00
19.8.2011, 09:17
Leider gibts nicht allzu viele solche lehrer

jetzt sind wir schon 2! :)

Nur unterrichte ich nicht informatik und die, die's tun unterrichte MS office! #fail

Martin Wildam
00
19.8.2011, 09:40
Schulausbildung

Ich habe eine EDV-HTL gemacht und wir haben damals MSDOS/Windows, Unix und auch BS2000 gelernt. Dieselbe Schule ist jetzt ein M$-Shop. X-|

Damals (so um 1990 herum) waren die noch offen, obwohl es jetzt viel wichtiger wäre, diese Offenheit zu haben, wo sich Linux doch mittlerweile in fast jedem größeren Betrieb zumindest auf Serverseite durchgesetzt hat (wenngleich meistens nur zusätzlich zu den Windows-Servern). Als Firewall und als Host für Virtualisierung ist das Quasi-Standard, so wie Windows am Client halt.

ghostworld
31
16.8.2011, 15:11

Android-Linux streicht Windows-Phone-7 von der Liste der ernstzunehmenden Konkurrenten.

Al Cohole
00
16.8.2011, 14:50
Sehr kurzsichtig

Wo doch 2012 das Jahr des Linux-Desktops wird.
Oder war's 2011?
Oder 2010?

Martin Wildam
11
17.8.2011, 00:56
Bei mir war es 2009,

denn seitdem kommt bei mir nirgends mehr Windows drauf - nein auch nicht im Büro - auch wenn ich derzeit der einzige unter ca 140 bin.

schweinebucht
00
19.8.2011, 09:19
all the same!

Gebe aber zu, auch noch mit dem mac zu arbeiten.

Mathias
 
11
16.8.2011, 11:14
NetApplications zufolge sitzt Linux derzeit auf 0,93 Prozent Marktanteilen im Desktop-Segment. Hingegen konnte Apples Mac OS X im Juli seinen Marktanteil um 0,6 Prozent auf 5,61 Prozent erhöhen.

Hauptproblem Nr. 1 sind immer noch die Software Anbieter!

Mitte der 90er Jahre wurde doch in etlichen Branchen im großen Stil von Macintosh und Unix (Workstation) auf Windows (NT 4.0) umgeschwenkt.

CAD sei jetzt ein Stichwort.

Photoshop war eine der wenigen kommerziellen Anwendungen, die noch auf Apple geblieben ist.

Würde die systemunabhängige Programmierung überall forciert werden, dann wäre auch das Thema schon lange Geschichte.

Nur leider wurden seit den 90er Jahren an den Software-Design-Schulen/Unis alles andere als richtige Programmierer "herangezüchtet".

Das Problem ist hausgemacht ...

Martin Wildam
00
17.8.2011, 00:58
Ja, es sind die ignoranten Software-Hersteller

Die letzten beiden befragten Kunden haben mir gesteckt, daß es die Software-Hersteller sind, die Windows als Basis verlangen, sie hätten eh lieber die freie Wahl bzw Linux.

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