Verpflichtendes Kindergartenjahr beim VfGH angefochten

13. August 2011, 11:05
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    foto: apa/schneider

    Seit September des Vorjahres müssen alle Fünfjährigen mindestens 16 Stunden an vier Tagen pro Woche in eine Betreuungseinrichtung.

Wiener Mutter erachtet sich im "Recht auf Achtung des elterlichen Erziehungsrechtes" verletzt

Wien - Das vor einem Jahr eingeführte verpflichtende Kindergartenjahr wird vom Verfassungsgerichtshof (VfGH) geprüft. Eine Wiener Mutter hat die Kindergartenpflicht für Fünfjährige vor den VfGH gebracht. Sie erachtet ihr "Recht auf Achtung des elterlichen Erziehungsrechtes" verletzt. Der Gerichtshof hat ein Vorverfahren eingeleitet. Wann mit einer Entscheidung zu rechnen ist, kann VfGH-Sprecher Christian Neuwirth derzeit noch nicht abschätzen. Ein ähnlicher Antrag liegt auch aus der Steiermark vor.

Das "Recht auf Achtung des elterlichen Erziehungsrechtes" ist im Artikel 2 des Ersten Zusatzprotokolles zur Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) verankert. Außerdem argumentiert die Wiener Mutter einer Tochter auch mit dem "Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens".

Der verpflichtende Kindergartenbesuch im Jahr vor Schuleintritt wurde in allen Bundesländern - mit jeweils eigenen Gesetzen - mit Herbst 2010 eingeführt. Seit September des Vorjahres müssen alle Fünfjährigen mindestens 16 Stunden an vier Tagen pro Woche in eine Betreuungseinrichtung. Schon seit Herbst 2009 ist der Kindergarten für diese Altersgruppe kostenlos. (APA)

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Jan Sommer
00
14.11.2011, 18:32
Den Grüninnen ist auch das noch zu wenig staatlicher Eingriff!

Die wollen jetzt 2 Jahre Zwangskindergarten haben!

Marx, Lenin, Stalin und Mao schauts oba, was eure "Grünen" AnhängerInnen schon mit Kleinkindern erzwingen wollen !
js

blub7
30
17.8.2011, 21:02
bei so einer mutter...

...wird das kind wohl nie eine chance haben, sich auch für die norm entscheiden zu können (ich schreibe explizit nicht "müssen")

hallo hallo101
05
16.8.2011, 10:29
ich bin gegen zwang

wer will kann, soll und darf ja. aber wer alternative wege gehen will, soll das auch dürfen. es ist früh genug wenn der staat ab 6 jahren die erziehungshohheit übernimmt...davor: let everybody decide for themselves.

absurdistanerin
00
16.8.2011, 23:27

wer alternative Wegen gehen will, darf das auch: http://www.wien.gv.at/menschen/... g-kiga.pdf

Daisy Lord
01
16.8.2011, 13:17

Für Kinder, die nicht Deutsch als Muttersprache haben, ist es für den Schulerfolg nicht günstig, wenn sie erst mit 6 Jahren in der ersten Volksschulklasse mit der Fremdsprache Deutsch konfrontiert sind. Es gibt in Wien jedes Jahr erste Volsschulklassen, wo von 25 Kindern bis zu 20 kein Wort Deutsch sprechen - da ist es doch gut, wenn sie schon im Kindergarten waren und zumindest rudimentäre Deutschkenntnisse haben. Ich glaube nicht, dass die Erziehungshoheit der Eltern damit unterwandert wird.

hagane
12
17.8.2011, 09:28
wenn sie erst mit 6 Jahren in der ersten Volksschulklasse mit der Fremdsprache Deutsch konfrontiert sind

stimmt. der kindergarten hilft da aber auch nichts, weil sie untereinander in ihrer eigenen sprache sprechen weil die gruppengrößen viel zu groß sind um dem entgegen zu halten.
wenn nicht zu hause in der familie deutsch gesprochen wird hilft auch ein kindergarten rein gar nichts.
noch absurder ist dann aus diesem schwachen grund einen kindergartenzwang für alle zu machen.

hallo hallo101
03
16.8.2011, 16:03

aber mein kind hat keine sprachprobleme...dann sollte es am besten verpflichtende sprachtests geben...alle zwangszubeglücken finde ich einfach nicht richtig.

Tethys
11
16.8.2011, 13:08
erziehungshohheit

Die "Erziehungshoheit". Aha.

Was soll das sein?

Und sterben die Eltern, sobald das Kind zur Schule geht?

Und was genau wird einem Kind denn so furchtbares in der Schule beigebracht, das so völlig konträr zu den Ansichten der Eltern steht?

hallo hallo101
02
16.8.2011, 16:04

ich verstehe nicht warum sie wollen, dass alle MÜSSEN? tut es ihnen denn weh, wenn sie ihr kind schon früher in den kindergarten bringen und ich eben nicht?

Tethys
31
17.8.2011, 08:40

Sie haben keine der Fragen beantwortet und unterstellen mir auch noch etwas, das ich nie gesagt habe.

Ist mühsam so zu diskutieren.

Shirin Maier
12
17.8.2011, 13:43
es hat auch niemand behauptet, dass in der schule "furchtbares" beigebracht wird...

die frage, ob die eltern mit eintritt des kindes in die schule sterben, kann ja wohl nicht ernst gemeint sein.

wenn sie keine antworten auf ihre fragen kriegen, liegt das am inhalt ihrer fragen. sie müssen also nicht pampig werden.

Tethys
20
18.8.2011, 08:44

Pampig? Na wenn Sie meinen, dass es pampig ist, zu erwarten, dass eine gestellte Frage auch beantwortet wird, dann bitte.

Die Frage was "Erziehungshoheit" ist und warum diese an die Schule abgegeben wird und v.a. wie konkret das aussieht, ist NOCH IMMER unbeantwortet. Kommt wenigstens von Ihnen ein Argument dazu oder auch nicht?

hallo hallo101
00
17.8.2011, 20:40

danke

Tethys
20
18.8.2011, 08:44

Die Frage ist noch immer unbeantwortet.

Spucks
00
18.8.2011, 15:02

Erziehungshoheit: Wer über die Erziehung seines Kindes bestimmt.

Tethys
10
18.8.2011, 15:19

Und die geht verloren, wenn das Kind in die Schule bekommt? Kümmern sich Eltern ab diesem Zeitpunkt nicht mehr um ihre Kinder? Stellen sie die Erziehung ein? Ziehen sie sich komplett zurück? Ist das Kind 24 stunden in der Schule?

Spucks
03
18.8.2011, 15:24

Das kommt ja nicht von mir, ich habe nur den Begriff erklärt (so wie ich ihn verstehe).
Aber ja, man gibt viel von seiner "Erziehungshoheit" ab, da es die Schule bzw. den Kindergarten einen Dreck interessiert wie man sein Kind erzogen sehen möchte. Wenn man Glück hat, kann man einen Kindergarten oder eine Schule wählen, die den eigenen Vorstellungen entspricht, oder zumindest nahe kommt, aber diese Möglichkeit gibt es häufig nicht.

ilrio xxxxx
 
23
16.8.2011, 10:06
kindergarten schadet doch keinem kind.

kinder brauche abwechslung und gleichaltrige spielgefährten. vielleicht haben eher die mütter berührungsängste mit migrantenkinder.

hagane
02
17.8.2011, 09:32

kindergarten schadet gewiss nicht.
aber jedes kind ist anders und für manche ist ein späteres eintreten in den kindergarten vorteilhafter, für manche ein früheres.
deswegen ist ein genereller zwang ab einem bestimmten alter grundlegend anzufechten.

Denker9
01
17.8.2011, 12:15

Richtig! Und auch der Schulbesuchsbeginn sollte altersflexibler sein!

exile in mainstream
04
16.8.2011, 08:56

würde sich wohl zu sehr langweilen wenn das kind im kindergarten ist

The Chaos Path
52
16.8.2011, 08:49

gluckenmütter sind doch die besten mütter^^ sozialisation sucks!

will gar nicht wissen, wie diese kinder dann im erwachsenenalter sind...

ricko
136
15.8.2011, 17:08
Danke, die 2 Mütter haben mir die Arbeit abgenommen zum VfGH zu wandern.

Nur ein totalitärer Staat erlaubt sich so signifikant in die Erziehung einzugreifen.

Zu dem Hauptargument, der sozialen Erfahrung: Wer tatsächlich glaubt, nur im Kindergarten mit Gleichaltrigen beisammen sein zu können, muss zwangsweise - weil so eingeschränkt denkend - aus groß-urbanen Gebieten kommen.

Die Fortsetzung mit fortschreitenden Alter ist dann ein auf die Volks- und Mittelschule (usw) fokussierter Freundeskreis, der später noch von Kollegen ergänzt wird. Der Partner wird anschließend meist aus der Angst abgelehnt zu werden aus jenem Kreise erwählt und man wundert sich mit 40, was im Leben schief gelaufen ist.

Eine Bekannte, Beziehungstrainerin, verdient sich so in W eine goldene Nase.

Fazit: Kindergarten != Sozialisierung

absurdistanerin
01
16.8.2011, 23:23

was ist so schlimm daran, dass ein Kind 4 Stunden am Tag eine andere Umgebung kennenlernt, als die zuhause?
Ach ja, ich vergaß, das Kind könnte ja Toleranz gegenüber anderen (sei es Sprache, soziale Herkunft,...) entwickeln, wenn es schon in frühen Jahren über seinen Tellerrand hinausblicken darf.
Und dann stehen in der 1.Klasse Kinder, die auf einmal überfordert sind mit einer Großgruppe (Klasse), die es nicht kennt und mit dem Umstand, plötzlich von der Familie getrennt zu sein.
Nicht nur für die sprachliche Entwicklung hat mindestens 1 Jahr Kindergarten positive Auswirkungen

Tethys
02
16.8.2011, 13:09

"Die Fortsetzung mit fortschreitenden Alter ist dann ein auf die Volks- und Mittelschule (usw) fokussierter Freundeskreis, der später noch von Kollegen ergänzt wird. Der Partner wird anschließend meist aus der Angst abgelehnt zu werden aus jenem Kreise erwählt und man wundert sich mit 40, was im Leben schief gelaufen ist. "

Die Alternative: Einsiedlerleben!

Oder reicht doch Psychotherapie?

Probieren Sie's doch einfach aus!

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