Auch Innsbruck und Salzburg können sich Einstellung von Studienrichtungen vorstellen
Der Vize-Rektor der Uni Wien, Heinz Engls, hat in einem Interview mit dem Standard damit gedroht, einzelne Studienfächer einzustellen, sollte das Budget nicht erhöht werden. "So kann es nicht weitergehen", heißt es auch von der Uni Innsbruck. Sollten die Verhandlungen mit Wissenschaftsminster Karlheinz Töchterle (ÖVP) im Herbst nicht erfolgreich sein, werde man sich verschiedene Szenarien überlegen - unter anderem die Streichung von Studienfächern oder das Nichtnachbesetzen von Stellen.
Ähnlich ist es bei der Uni Salzburg: Der dortige Vizerektor Rudolf Mosler betont, wenn alles erschöpft sei, müsse man Studieneinrichtungen zusperren. Konkrete Überlegungen gebe es aber noch nicht. Sinnvoller hält Mosler ein österreichweites Planungssystem für Studienrichtungen. "Da ist das Ministerium im Verzug. Das hätte man schon vor zehn Jahren machen müssen", kritisiert der Vizerektor.
Versäumnisse sieht auch Wolfgang Schütz, Rektor der Medizinuni Wien: "Die Politiker mögen die Universitäten nicht - ohne Belege dafür zu haben - kritisieren, sondern ihnen unendlich dankbar sein, dass sie trotz allem noch funktionieren." (red, DER STANDARD, Printausgabe, 13./14./15.8.2011)