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Dörfler vor seiner Zeugenaussage beim Scheuch-Prozess am 2. August. Ein paar Stunden später war in der FPK einiges anders.
Klagenfurt - Langsam dürfte es auch Landeshauptmann Gerhard Dörfler zu viel werden. Am Donnerstag rückte er erstmals von seinem erstinstanzlich wegen Korruption verurteilten Parteichef Uwe Scheuch ab. Dieser hatte sich zuletzt in einem kärntenweiten Schreiben auf Landes-Briefpapier an die Kärntner Bevölkerung gewandt und erneut Attacken gegen die Justiz geritten. Dörfler zu Scheuchs Aktion, die angeblich aus FPK-Mitteln finanziert wurde: "Gewisse Publikationen in schriftlicher Form sind überflüssig."
Dörflers "Ordnungsruf"
Zuvor hatte Dörfler auch schon seiner Partei einen "Ordnungsruf" erteilt. So warnte er seine aufgebrachten Parteimitglieder vor verbaler Aggression und rief alle im Lande zur "Mäßigung" auf. Die Morddrohungen gegen Richter Christian Liebhauser-Karl sieht Dörfler allerdings lockerer: "Das sind doch keine Morddrohungen. Ich habe selber schon solche zu Hause erhalten. Ich hab das nie als reale Bedrohung gesehen. Das wird nur medial aufgebauscht." Den Leserbrief von Scheuchs Fahrer, der den Richter "verflucht" hatte, bezeichnet Dörfler als "unerträglich". Eine "Landeskrise" wegen Scheuch gebe es aber nicht, sagt der Kärntner Landeschef.
Am Donnerstag fand die erste (außerordentliche) Regierungssitzung nach dem Scheuch-Urteil und der Sistierung der blau-schwarzen Koalition statt. Da in Kärnten nun das freie Spiel der Kräfte herrscht, wurden einzelne Projekte wechselweise mit der ÖVP oder der SPÖ beschlossen. So etwa kam die ÖVP der FPK bei einem ihrer Lieblingsprojekte, dem Neubau des Aussichtsturms am Pyramidenkogel entgegen. Die SPÖ wiederum stimmte für ein Hotelprojekt aus ihren Reihen.
SP-Chef Peter Kaiser fordert erneut den Rücktritt von Scheuch: "Kärnten ist das erste Land, wo ein erstinstanzlich verurteilter Landesrat nicht zurücktritt." Die außerordentliche Regierungssitzung habe nur dem "Überspielen der Causa Scheuch" gedient, in dessen "Geiselhaft" sich Kärnten jetzt befände. Scheuch nahm an der Regierungssitzung teil. Die ÖVP ortet eine "Packelei" zwischen FPK und SPÖ. (stein, STANDARD-Printausgabe, 12.8.2011)
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ebenso wie haider ist auch er überall und beinahe rund um die uhr unterwegs. den arbeiter, angestellten, lehrling etc. kann er sogar direkt beinahe besser ansprechen als es ein haider tat. die landestankstellen mit dem billigen sprit boomen weiterhin - dörfler ist immer wieder persönlich dort anwesend und trägt dabei gerne seine bekannte "asfinag-arbeitermondur".
auch die ortstafellösung wird ihm nicht übel genommen.
sein grösstes plus ist aber weiterhin die opposition.
man hört und sieht von der opposition einfach nichts. auch keinerlei ideen, vorschläge, null - nada!
somit kann ich mir nicht vorstellen das dörfler abgewählt wird - im gegenteil. er macht in der tat die beste "öffentlichkeitsarbeit" von allen kärntner parteien.
Mag schon stimmen. Weil das Wahlvolk eben so dumm ist, dass Hände schütteln, Schulter klopfen und in der "Asfinag-Arbeitermontur" zu erscheinen mehr zählt, als in der Regierung ein ausgeglichenes Budget und ein gutes Wirtschaftswachstum samt niedriger Arbeitslosenquote zu erreichen.
Da könnten es so manche Kärntner Pensionen oder Privatquartiervermieter gut gebrauchen, nehmen aber zB prinzipiell keine Urlauber für eine Nacht, weil sie da zu viel Arbeit mit dem Betten überziehen haben. Und schon daran erkennt man ja die Weitsichtigkeit in Sachen Wirtschaft...
Unsa Uwe schrieb in "seinem" Brief, er wende sich an (...) 580.000 Kärntnarinnen und Kärntna. Im Jänna 2011 hot Kärntn oba nur rund 559.000 Einwohna ghobt. Jetza is da Uwe a dem Londeshauptmonn Dörfla schon unheimlich. Dörfla is a Lichtle aufgongan: Da Mölltola Uwe muas in knopp siebn Monat 21.000 Russen eingebürgat hobn.
ohne werbung machen zu wollen. aber wer das scheuch interview auf krone online liest, kann sehen, dass der kerl politisch geschichte ist. und schön langsam wirds ihm selber auch klar. der versucht nur mehr eine unbedingte haftstrafe abzuwenden und das restliche geld aus seinem politischen trümmerhaufen zu saugen.
aber bald wird ein guter tag für kärnten und österreich und der gauner ist zumindest politisch geschichte!
Darum würde ich nicht ewig jemanden was nachtragen, wenn er sich bessert. Ist auch wenig stringent, immer etwas kritisieren und fordern, wird der Forderung stattgeben, wieder von vorne beginnen, weil er/sie ja vor dem Meinungsumschwung dies oder das gesagt hat.
So kommen wir nicht weiter - das zeugt eher von Parteiposting
Posting unter der Prämisse zu verstehen, dass er/sie es ernst meint. Zum Fall Dörfler als solches bin ich ja ohnehin nicht eingegangen. Damit habe ich mich, um ehrlich zu sein, nicht nicht befasst. In diesem südlichen Grenzland würde es ohnehin einer gründlichen Strukturreform bedürfen. Habe das an anderer Stelle hier im Forum bereits geschrieben.
Ein interessanter Ansatz ... "Parteiposting", weil ich einfach nicht bereit bin permanente opportunistische Meinungsänderungen zu goutieren? Es ist mir egal zu welcher Partei er gehört ... aber aus manchem Lager hört man solch populistisch - opportunistische Meinungsänderung übertrieben oft ....
Grundsätzlich ist es bei uns allen so, dass eine Meinungsänderung ein Prozess ist, der nicht von heute auf morgen geht.
Im ersten moment war doch für alle FPK scheuch relexartig "unschuldig" weil es auch so laut geschrien wurde. Langsam (aber hoffentlich sicher) setzt sich auch in der FPK die meinung durch, dass Scheuch moralisch und nicht de jure zurücktreten sollte.
diese meinungsändeurngen allgemein bei politikern sollte man goutieren, weil man damit meinungsänderungen zulässt. wenn man aber so ein verhalten dem jenigen politiker auch noch vorhält, dann generiert man noch grössere Sturschädel.
Standhaftigkeit sollte nicht zu grössten Tugend erhoben werden.
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