Überalterung: Sozialkosten steigen um 550 Millionen pro Jahr

11. August 2011, 08:31

Trotzdem keine signifikante Steigerung der Sozialquote zu erwarten

Wien - Die zunehmende Überalterung der Gesellschaft verursacht der öffentlichen Hand Mehrkosten von über einer halben Milliarde Euro pro Jahr. Diese Berechnung präsentierte Hans Steiner, der Leiter der sozialpolitischen Grundsatzabteilung im Sozialministerium, bei einem Journalisten-Seminar. Trotz des steigenden demografischen Drucks rechnet der Experte aber nicht mit einer signifikanten Steigerung der Sozialquote, also des Anteils der Sozialausgaben an der Wirtschaftsleistung.

Die öffentlichen Ausgaben für einen Menschen, der 65 Jahre oder älter ist, liegen bei mehr als 32.000 Euro inklusive Pensions- und Gesundheitsleistungen pro Kopf. Sie sind damit etwa sechsmal höher als für eine jüngere Personen. Zudem wird laut Prognose der Statistik Austria der Anteil der über 65-Jährigen bis 2030 von 17,5 auf 23,8 Prozent der Gesamtbevölkerung oder um 680.000 Personen steigen. Aus diesen Gründen betragen die zusätzlichen Mehraufwendungen für die Sozial- und Gesundheitssysteme durchschnittlich rund 550 Millionen Euro pro Jahr.

Sozialquote gleichbleibend

Trotzdem erwartet der Experte aber keinen dramatischen Anstieg der Sozialquote. Dieser Anteil der Sozialausgaben am BIP lag bis 2008 meist zwischen 28 und 29 Prozent und ist dann durch die Wirtschaftskrise 2009 auf 30,8 Prozent geklettert. Für 2010 wird wieder ein leichter Rückgang auf 30,5 Prozent oder 86,8 Milliarden Euro erwartet. Bei einem angenommenen BIP-Wachstum um jährlich zwei Prozent (zwischen 1995 und 2008 lag es bei jährlich 2,4 Prozent) und unter der Bedingung, dass die altersspezifischen Sozialausgaben pro Kopf im gleichen Ausmaß wie seit 1995 weiter wachsen, wird die Sozialquote den Berechnungen Steiners zufolge auf 32,6 Prozent steigen.

Dass sich die Sozialquote trotz der Alterung der Gesellschaft nicht stärker erhöhen wird, begründet der Experte vor allem damit, dass zwar die Zahl der Bezieher von Sozialleistungen steigt, die Leistungen selbst aber pro Kopf geringer steigen als die Wirtschaftsleistung. So sind etwa die Pensionsanpassungen seit 1995 mit 24 Prozent nur rund halb so hoch ausgefallen wie das BIP-Wachstum (53 Prozent). Die Anpassung des Pflegegeldes hat in diesem Zeitraum überhaupt nur zehn Prozent betragen. Und die altersbedingen jährlichen Mehrkosten von rund 550 Millionen Euro entsprachen bisher nur etwa einem Zehntel des BIP-Wachstums. (APA)

 

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Posting 1 bis 25 von 111
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Moondancer
00
23.8.2011, 07:52
...sparen beim Pflegegeld über die Hintertür..

ja, ja, das Pflegegeld..da wird jetzt gespart, weil die Stunden, unter deren Berücksichtigung es ausbezahlt wird, 2011 angehoben werden...aber natürlich steigen dann die Aufwendungen net so stark, wenn ausgabenseitig beim zu Pflegenden gespart wird...

Otto Ottinger
 
10
14.8.2011, 12:49
social is a weaselword

Hans-Georg Peitl
01
14.8.2011, 10:04
Die Lösung

Anheben der Mindestsicherung auf netto EUR 1000,-.

Einheitspension auf Basis der Mindestsicherung und die Schaffung von "Ausgleichsjobs für Mindestpensionisten".

Das sind Jobs, wo man sich auf Studenbasis Geld dazu verdienen kann, welches als Nettozahlungen erfolgt.

Da sie für den Unternehmer deutlich günstiger kommen, werden damit auch Personen in höherem Alter interessant.

Wenn ein Pensionssystem nicht mehr haltbar ist, dann muss man nach Alternativen suchen, bevor es Menschen gibt, die letztendlich leer ausgehen, weil das System zusammenbricht.

Euer

Pastor Hans-Georg Peitl
Bundespressesprecher der
Österreichischen Bürgerpartei
http://www.oebp.at
http://jachwe.wordpress.com

sonne-licht
 
10
15.8.2011, 11:20
ich merke sie haben noch nie in einem betrieb gearbeitet

dann würden sie wissen das vollzeitbeschäftigung
gerade im arbeitsverhältnis immer seltener ist.

diese steuervergüngstigungen nehmen sich schon tausende von betrieben heraus, der wehrmutstropfen von vielen arbeitern ist dann die nachzahlung beim jahresausgleich wenns über die dazuverdienstgrenze kommen.

sie sollten sich mal am finanzamt erkundigen wieviele dann von älteren teilzeitarbeitern zu schuldnern werden bzw. nicht mehr arbeiten, weil die steuerreformen arbeiten verhindert bzw. das geld wieder wegnimmt!

Plato
00
14.8.2011, 06:37
Die Loesung: schlag nach bei Huxley: Brave New World :-(

Zusaetzlich gesetzliches Verbot von Blutdrucksenkern !
Rentabilitaet hat Prioritaet !

Alfred Fux
07
13.8.2011, 16:19
Es gibt keine "Überalterung"

nur die Sorge, dass sich Unternehmer plötzlich um Mitarbeiter bemühen müssten um welche zu bekommen. Je mehr Menschen in Pension gehen, desto besser für die Nachkommen. NIedrige Löhne sind nur möglich, wenn es ein Überangebot an Arbeitskräften gibt. Es wird Zeit, dass dieses Überangebot verschwindet. Abgesehen davon leisten die Menschen heute zehnmal soviel wie in den 1960ern. Mit einem vernünftigen Steuersystem und weniger Gier wäre es überhaupt kein Problem, mit einer Million Arbeitskräften 7 Millionen zu ernähren. Schon lange leben 40% der Bevölkerung von Transferleistungen. Arbeiten ist kein Naturgesetz.

Jahn Petrov
02
13.8.2011, 12:40

550 Millionen sind doch ein Klacks gegen den Schaden den uns die verbrecherische Schüssel Regierung eingebracht hat.
Und die Sozialausgaben sind im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung in den letzten 20 Jahren gesunken, die Überschüsse daraus wurden direkt den Reichen in den Hintern geblasen siehe Gruppenbesteuerung Körperschaftssteuer Stiftungsbesteuerung Steuer auf Grund u. Boden etc....

sloatvie
00
13.8.2011, 11:51

Wen wundert es eigentlich? Vor Kurzem war hier ein Bericht darüber, wie wenige Frauen keine Lust haben Mütter zu werden und auch wie wenige Männer Lust haben Väter zu werden. Wenn die gesamtgesellschaftliche Entwicklung sich weiter so entwickelt, werden wir auf Zuwanderung angewiesen sein um zu überleben.

Vielleicht machen sich aber die Extremisten von welcher Seite auch immer ein paar Gedanken darüber? Es sind schlicht und einfach demographische und somit Überlebensgedanken, die Einzug halten sollten! Vielleicht auch ein möglicher Weg vom Geschlechterkampf zum GeschlechterSPIEL?

anyuser
 
29
12.8.2011, 20:08
grauslich, die ständige altenhetze in diesem mistblatt

am liebsten würden die eliten die alten
nicht mehr ausbeutbaren töten.
hier wird abscheuliche altenhetze betrieben.
das der totale menschenhass der hier propagiert wird.

Gemma Austria
132
12.8.2011, 14:24
Überalterung kein Wunder!

Jährlich werden mehr junge Menschen gewaltsam umgebracht, als geboren. Und die Politik freut sich angesichts dieses Massakers über Wählerstimmen der "Damen" denen ihr Bauch wichtiger ist, als neues Leben.

Wolfgang Erhart.
03
12.8.2011, 14:37
Gewaltsam umgebracht?

Eine kurze Suche hat ergeben, dass wir 2006 in Österreich ca. 76.000 Geburten hatten. Die Mordstatistik kenn' ich jetzt nicht, aber wenn sie in Österreich im Jahr über 76.000 Leute erschlagen würden, hätt' ich davon gehört, glaub ich. Jetzt nur mal so schnell gesch(l)ossen.

Wolfgang Erhart.
05
12.8.2011, 13:40
Altersgrenze muss her

Wir brauchen eine gesetzliche Quote, die es den Mesnchen untersagt, älter als 60 Jahre alt zu werden. Wer gegen dieses Gesetz verstößt, wird des Landes verwiesen. Dazu bauen wir die "Betreuungsstelle Ost", ehemals Flüchtlingslager Traiskirchen, aus. Da kommt einfach ein zweiter Trakt hin. Den nennen wir "Graufuchszentrum Auf Wiedersehen", wobei "wiedersehen" kleingeschrieben wird. Positiver Nebeneffekt der ganzen Sache von dem alle Österreicher profitieren: Wir können das Rentenalter auf 60 Jahre senken. Die Renten sind aber an einen Wohnort innerhalb Österreichs gebunden.

Und das Gebühren Info Service wird mit der Auffindung straffälliger 60jähriger beauftragt. Also quasi die Gesamtheit der ORF-Zuschauer. So machma das!

Carlos Clementin
12
12.8.2011, 13:19
Was nützt

- mehr junge Leut, wenn die auch keine Arbeit bekommen, um einzuzahlen
- Höheres Pesnionsalter, wenn die dann statt Pension auf AMS gehen und dort ALG bekommen
Sollte man einmal die Menge an möglicher Arbeitstechnischer Sozialleistungseinzahlung der anzahl der Empfänger gegenrechnen.
(Also Abgaben der vorhandenen Arbeitsplätze - Anzahl Bezieher)
Hier ist der Fehler - es kommen zu wenig Abgaben rein- weniger Arbeit und viel mehr Maschinen..

MASCHINENSTEUER - JETZT !

Munis
43
12.8.2011, 12:21
DINKs müssen mehr zum gesellschaftlichen Wohl beitragen...

Die armen DINKs behaupten immer wieder wie viel Steuer sie doch bezahlen und dass sie ja eh die Familien finanzieren. Das ist FALSCH. Als Familienvater zahle ich mindestens genausoviel Steuer, zwar weniger Lohnsteuer aber wir MÜSSEN mehr konsumieren - also zahle ich mehr USt. Mws.und dgl. Meine Frau erzieht die Kinder und kann nicht arbeiten aber sie hat trotzdem einen round the clock job, der aber nicht bezahlt wird - trotzdem tragen wir zum Generationenvertrag bei ein DINK Manager Ehepaar nichts. Da der Job meiner Frau leider nicht bezahlt wird können wir weniger Einkommenssteuer zahlen, ist doch logisch. Zudem wollen DINKs eine höhere Pension, weil sie mehr verdienen (können). Wir als Familie können aber nicht so viel verdienen aus den o

EdwinTheMan
12
14.8.2011, 19:06

Frau arbeiten schicken. Künftig Verhüten. Vor Kinderwunsch einfach nachrechnen, ob der gewünschte Lebensstandard gehalten werden kann. Eigenverantwortung wahrnehmen.

kriesch
01
14.8.2011, 11:47

warum musst du bitte mehr konsumieren?! - DINKs zahlen viel mehr Steuern als du; u. bezüglich USt; glaubst du die ernähren sich nur von Brot und Wasser?

Enassus
 
10
15.8.2011, 14:02
Ein DINK

braucht nur für sich selbst sorgen. Kleiner Wohnung, weniger Energieverbrauch, weniger Nahrungsmittelverbrauch, weniger Bekleidungsverbrauch, weniger Kosmetikartikelverbrauch, usw.

Weniger Verbrauch = weniger Mwst

Alexander Patjomkin
03
12.8.2011, 11:59
Das ist das Ergebnis der jahrzehntenlangen politischen Fehlarbeit.

Es ist ein Jammer, das Politiker, die langfristig gesehen in vielen Fällen leider wesentlich grössere Schaden anrichten können, als jeder Verbrecher; nicht zur Rechenschaft gezogen werden können, ganz im Gegenteil, trotz Fehlleistungen, geniessen sie fürstliche Pensionen.

thinkabout1
08
12.8.2011, 11:21
Schreckgespenst Unfinanzierbarkeit

Mit der Hiobsbotschaft, daß die Pensionen nicht mehr finanzierbar sein werden, wurde schon vor 30 Jahren mein Vater geschreckt (Er hat es allerdings nicht sehr belastet, weil er sich schon knapp über 60 verabschiedet hat).

Allerdings gab es seither immer noch genug Geld, um damit diverse Hochstapler, Abcasher und "Leistungsträger" im ausreichenden Ausmaß einzudecken.

Bevor man beginnt Junge und Alte gegeneinander auszuspielen, sollte man schon solche Dinge in die Diskussion einbringen, wie z.B. die Abfangjäger, die hauptsächlich verbratene Milliarden waren, um diverse Säckel aufzufüllen.

sonne-licht
 
20
12.8.2011, 10:44
reden sie mit den alten

dann erfahren sie, daß die meisten auch nur zwanzig jahre einer arbeit nachgingen und welche die durchgehend beschäftigt waren nicht die mehrheit waren.

ansätze wären zu ergründen was alles auch an witwenpensionen und vermögen weitervererbt wurde und wieviele von den alten was für die jungen heutzutage noch über haben.

die realität sieht anders aus als es uns immer vom system statistiken vorgegaukelt wird um ja nicht etwas unternehmen zu müssen.

es kann nicht sein, daß sich viele menschen hinter dem datenschutzgesetz verstecken um ja nicht als schmarotzer zu gelten.

reden sie mit menschen dann erfahren sie wer wirklich was geleistet hat in der gesellschaft.

sonne-licht
 
50
12.8.2011, 10:37
ungerechtigkeiten in der ungleichen behandlung

- beamten sind fast unkündbar,
- ... bekommen mehr pension,
- ... dürfen im alter in der pension mehr
dazuverdienen als € 365,-- keine grenzen gesetzt,
- ... haben fast naarenfreiheit und sind
unangreifbar und schädigen damit viele antragsteller
weil sie nur nach laune gewähren oder blokieren

solange es keine einheitlichkeit und gleiche behandlung im system gibt und die privilegien nicht sofort eingestellt werden, wird es am ende für keinen österreicher mehr geld geben für die alterversorgung sondern nur noch essensgutscheine!

mythos das alte männer viel eingezahlt haben, die waren genau so jahrelang im krankenstand oder arbeitslos wie die jungen heutzutage, jedoch keiner macht sich die mühe fakten zu ergründen

inness robins
11
12.8.2011, 10:35
Amerika

Schon an den Flughäfen wird man von über 65 jährigen zu den Gates gelotst, bei McDonald wird in dem Alter geputzt und serviert und die 80 jährigen Ladeninhaber bedienen erstaunlich gut. Bei uns gehört durchgegriffen-beginnend bei den Frühpensionisten!

Helicopterman
02
12.8.2011, 12:37
Als ich das alles

und noch einiges mehr vor gut 20 Jahren in den USA das erste Mal gesehen habe war ich schockiert und dachte noch glücklicherweise ist so etwas bei uns kaum möglich. Wie sich die Zeiten ändern, leider kaum zum Guten.

DarwinsHammer
73
12.8.2011, 10:27
Schon die Hälfte

des geldes das den Unis fehlt. Aber hier wird nie gespart. Gerontokratie vom Feinsten. Danke SPÖ.

Der Waehlerwille
 
03
12.8.2011, 10:05
das problem ist ja weder die "überalterung" noch die geringer nachkommende Jugend.

Denn die Kosten für Pensionen würden auch steigen wenn 100mal so viel Kinder in die Welt gesetzt würden ..

Wir haben so und so viele Pensionisten und das kostet so und so viel geld. Unanhängig von der Altersstruktur der Bevölkerung.

Das einzige "Problem" könnte somit sein, dass die Menschen einfach nicht mit 60(+/-) sterben um dem Staat die Pensionszahlungen zu ersparen ..

.. wie kann man nur.

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