Standardsituation

Die Flügel brechen in der Mitte ab

Analyse | Tom Schaffer, 11. August 2011, 05:04
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    grafik: derstandard.at/ballverliebt.eu

    In der ersten Hälfte stand dem slowakischen 4-2-3-1 ein 4-4-1-1  Österreichs entgegen.

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    Während Constantini sein System veränderte (hier die Version ab der 60. Minute), spielten die Slowaken auch nach ihren sechs Wechseln immer noch in derselben Grundordnung.

Die Slowakei trat in Klagenfurt nur im Schongang auf und brachte Öster­reich-Coach Constantini damit ans Ende seines Lateins - Eine Taktikanalayse

Das Ergebnis blendet manchmal über die tatsächliche Leistung hinweg. Auch das 1:2, das Österreich gestern gegen die Slowakei einstecken musste, sieht auf den ersten Blick nicht dramatisch aus. Doch dass Niederlagen nicht dauerhaft und gegen jeden als Fortschritt verkauft werden können, dürfte langsam jedem einleuchten. Insofern wäre der folgende Text schwieriger zu argumentieren gewesen, hätte Martin Harnik eine seiner Chancen ins Tor gesetzt. Dafür, dass er das nicht gemacht hat, kann Dietmar Constantini natürlich nichts - aber hätte Harnik sie gemacht und Österreich womöglich gewonnen, dann könnte der Trainer eben auch nichts dafür.

Österreich startete zum dritten Mal in Folge mit einem 4-4-1-1. Durfte gegen Deutschland noch Erwin Hoffer die Solospitze spielen und gegen Lettland Roman Kienast von Beginn weg starten, bekam gegen die Slowakei Marc Janko den Vorzug. Die Aufstellung des Gegners war auch schnell als ein gewöhnlicheres 4-2-3-1 zu entlarven. Zahlreiche Akteure der erfolgreichen WM 2010 fehlten aus verschiedenen Gründen. Andere, wie Starkapitän Marek Hamsik spielten auf anderen Positionen als in Südafrika. Dort hatte der Napoli-Spieler oft in der Zentrale agiert, in Klagenfurt startete er hingegen auf er rechten Flanke.

Österreichs Flügel einfach gestutzt

Dort beschäftigte er Christian Fuchs und hemmte damit dessen Offensivkapazitäten, ebenso wie Vladimir Weiss das auf der anderen Seite mit Florian Klein machte. Nur in wenigen Situationen konnten die beiden sich nach vorne orientieren und Flanken schlagen - und fast immer wurde es dann auch gefährlich. Fuchs legte Martin Harnik den von Mucha parierten Kopfball auf (34.) und brachte einen Ball zur Mitte, den niemand attackierte (41.), Klein war beim Anschlusstor von Erwin Hoffer in der zweiten Hälfte einmal weit genug mitgekommen (62.).

Die Präsenz der beiden starken slowakischen Flügel genügten ansonsten, um das österreichische Flankenspiel zu kastrieren und Janko vorne zu isolieren. Zusätzlich zu deren Stärke hatte das österreichische System nämlich ein strukturelles Problem: Die zwei Mittelfeldspieler Julian Baumgartlinger und Stefan Kulovits waren gegen Jez, Guede und Kucka permanent in Unterzahl. Das zwang die Außenspieler David Alaba und Zlatko Junuzovic dazu, in dieser kritischen Zone auszuhelfen. Die Wege für sie zum Flankenspiel waren deshalb weit. Janko hing dadurch in der Luft und wurde nicht gemäß seiner Stärken bedient. Alles was er zu sehen bekam, waren hohe Bälle von weit hinten, die er technisch schwierig auf umstehende Mitspieler weiterleiten sollte. Die einzige Flanke, die für ihn verwertbar gewesen wäre, köpfelte Kopfballmonster Hoffer ihm vor der Nase ins Tor, als dieser sich schön von seinem Gegenspieler lösen konnte, weil Harnik diesen im Strafraum am kurzen Eck für den Bruchteil einer Sekunde beunruhigte.

Tore als Folge des Problems

Als weiterer negativer Nebeneffekt der vielen zentralen Defensivarbeit der österreichischen Mittelfeld-Außenspieler, waren auch die slowakischen Außenverteidiger kaum hinten gebunden und konnten im Angriff als Anspielstationen und Helfer agieren. Beide Gegentore fielen über diese Schwächen der Österreicher.

Bei Tor Nummer 1 (21.) - kurz nachdem die Slowaken zum ersten Mal einen Gang zulegten - arbeitete sich der rechte Außenverteidiger Pekarik so lange an der Seitenlinie vor, bis er eine Ecke erzwingen konnte (bei der Aleksandar Dragovic dann ein Kopfballduell verlor).

Bei Tor Nummer 2 (30.) musste Junuzovic so weit links aushelfen, dass für den entscheidenden Vorstoß über Cech und Weiss auf der linken Seite schlussendlich viel Zeit und Platz blieb (wobei ich die Abseitsposition für unübersehbar und schade halte, aber denke, dass die Aktion auch ohne sie funktioniert hätte).

Damit hatten die Gäste ihre Schuldigkeit in diesem Spiel auch schon getan und verlagerten sich eher darauf, defensiv gut zu stehen. Nur vereinzelte Vorstöße über Hamsik deuteten immer wieder an, dass sie schon anders könnten. Geglänzt haben aber auch sie am Mittwochabend nicht - auch weil die Notwendigkeit nicht bestand. 

Ballbesitz ohne Wirkung und nachhaltige Philosophie

Österreich hatte den Ballbesitz für sich - viel davon. Schon in den ersten 15 Minuten zeigte das TV-Insert einen 62-prozentigen Anteil an. Bis dahin (wie nahezu über die gesamte Spielzeit) konnten die Österreicher daraus aber keine Chancen erzeugen. Alle Gefahrensituationen entsprangen herausragenden Einzelaktionen von Harnik und Alaba (11., 37., 38.) - meist nach durch überzeugendes Pressing im Mittelfeld eingeleiteten Kontern. Wieder einmal erwies sich das ÖFB-Team dank der Qualität der einzelnen Spieler als in der Reaktion durchaus gefährlich, im eigenen Agieren gegen geordnete Gegner aber als komplett planlos.

Auf das gegen Deutschland und Lettland zur neuen Maxime erhobene Kurzpassspiel, wurde nun wieder völlig verzichtet. Bei den wenigen Versuchen zeigte sich auch, dass Laufwege weiterhin nicht wirklich abgestimmt erscheinen und Kombinationen deshalb nicht flüssig oder genau genug gespielt werden können. Auch fehlte zumeist mindestens eine alternative Anspielstation für den ballführenden Spieler, was die Versuche sehr ausrechenbar machte. Da einige viel versprechenden Ansätze eines Kurzpassspiels Constantini in den vergangenen beiden Spielen den Job rettete, muss man nach der Richtung fragen, in welche er die Mannschaft entwickeln möchte - im 21. Spiel seiner Amtszeit ein unerträglicher Zustand.

Keine Reaktion auf die Unterzahl im Zentrum

Die Spieleröffnung konnte natürlich nicht über das zahlenmäßig benachteiligte zentrale Mittelfeld stattfinden. Dafür ist Kulovits - wie schon hier beschrieben - einfach kreativ zu limitiert und Baumgartlinger kann das ohne zumindest einen Helfer nicht aufziehen. Dazu war auch seine Rolle zu wenig ausgeklügelt. Um aus der Tiefe heraus zu verteilen, ließ er sich nicht weit genug zurückfallen. Um vorne auszuhelfen musste er zu weit hinter Kulovits agieren. Dementsprechend war es keine schlechte Idee von Constantini, Alaba zur Pause an die Stelle von Kulovits zu stellen und diesen durch den Flankendribbler Daniel Royer zu ersetzen. Endlich waren zwei defensiv verlässliche, aber auch offensiv vielseitige Spieler im tiefen Mittelfeld zu finden.

Als ergänzende Maßnahme hätte es aber Sinn ergeben, das österreichische System in ein echtes 4-2-3-1 umzubauen - etwa den rechts vergeudeten und auch wenig inszenierten Junzovic vor die beiden Zentralen zu ziehen und Royer und Harnik über die Seiten kommen zu lassen um Janko zu bedienen. Constantini hingegen beließ die Mitte unterbesetzt (und die Flügel zu weit an den Seiten um den tiefer stehenden Baumgartlinger und den höher agierenden David Alaba zu unterstützen - und so war dort auch mit diesen beiden Spielern kein Durchkommen). Zudem veränderten die Slowaken ihre Besetzung und beorderten Hamsik nun gegen Alaba zur Mitte.

Vorgegaukeltes Risiko

Das Spiel eröffnete weiterhin die Innenverteidigung, die im defensiven Mittelfeld aus besagten Gründen keine Anspielstation fand, während Fuchs und Klein an den Seiten schneller unter Druck gesetzt wurden. Meist waren hohe Bälle in die Spitze angesagt (und wenig überraschend nie von Erfolg gekrönt). Nach zehn Minuten in der zweiten Hälfte wollte das ÖFB-Coachingteam offensichtlich mehr erzwingen. Aber statt auf die Probleme auf dem Feld zu reagieren, brachte Constantini seine gewohnte "Risikovariante" - also einen zweiten Stürmen, der das System in ein simples 4-4-2 verändert (siehe das zweite Bild links). Ein solches könnte man allerdings problemlos auch von Anfang an spielen, weil sich das tatsächliche Risiko in Grenzen hält.

Hoffer kam in diesem Fall für Junuzovic, um neben Janko zu stürmen, Harnik ging auf die rechte Seite. Damit wurde war das zentrale Mittelfeld endgültig ausgehöhlt, weil nun auch Harniks dortige Hilfsdienste und seine temporeichen Läufe aus der Tiefe wegfielen und das defensive Mittelfeld der Slowaken noch weniger Probleme hatte, Aktionen aus dieser Zone zu unterbinden.

Da die Slowaken ohnehin tief standen, gab es auch keine Räume um Hoffers Schnelligkeit auszuspielen, und an den Seiten fehlte es ebenfalls an Untersützung um Bälle von dort zur Mitte zu schlagen. Und so behielt Österreich zwar Ballbesitz, konnte aber selbst dann keine Chancen erzwingen, als man selbst das Spiel noch äußerst ernst nahm, die Slowaken aber schon die für Freundschaftsspiele üblichen Wechsel (sechs Stück) tätigten und ansonsten keine große Lust mehr hatten, sich in diesem Spiel noch gröber weh zu tun (was etwa ab der 70. Minute der Fall war).

Wieder hinkt die Coachingleistung den Spielern hinterher

Während das Ergebnis gegen einen (wenn auch personell stark veränderten) WM-Achtelfinalisten kein Grund zur Scham wäre, muss man die Leistung schlichtweg als unzureichend abtun. Dabei kann man keinem einzelnen Spieler die Schuld zuweisen, muss nicht über das mangelnde Engagement der Mannschaft klagen und kann sich auch nicht auf einen übermächtigen, hungrigen Gegner in Hochform rausreden. Es bleibt rein nach dem Ausschlussprinzip eine schwache Leistung des Trainerteams übrig, das diese Niederlage und die Harmlosigkeit im Versuch sie abzuwenden verschuldete.

Wieder änderte sich die generelle Spielanlage (und zwar nicht zum besseren). Wieder wurde auch im Rückstand systematisch nicht viel riskiert (sondern erst dann auf das umgestellt, was man von Beginn weg tun sollte). Wieder wurde auf offensichtliche Problemzonen am Feld nicht reagiert (sondern die Zonen aufgegeben). Wieder setzte es eine Niederlage gegen einen Gegner in Reichweite (der sich kein Bein ausriss).

Wie oft darf das Team Constantini-Zsak sich das in den Augen des ÖFB noch leisten? (tsc, derStandard.at, 11.8.2011)

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w. indelweich
11
17.8.2011, 08:13
RAUS mit DiCo

jede sekunde mehr im amt von diesem selbstherrlichen taktikfremden hundstrainer ist eine zuviel.
anstatt jetzt schon einen neuen coach einzustellen, der in den restlichen partien der EM-quali noch mit dem team arbeiten kann, um dann für die WM-quali gerüstet zu sein, wird auf diese chance verzichtet
shame on you, öfb

Der Kluge
00
16.8.2011, 13:58

Abschlussschwacher Sturm, spielerisch beschränktes Mittelfeld und Fehleranfällige Verteidigung.

[Cotton]
01
14.8.2011, 11:54
DiCo kann hier was lernen

Man kann nur hoffen, dass DiCo auf standard.at aktiv ist, denn vielleicht bemerkt er bei den Spielanalysen, dass er einiges verbessern könnte.
Es ist schade: früher hatten wir nicht das beste Spielermaterial, nun haben wir einige gute Spieler, jedoch einen Trainer, der in Sachen Taktik einfach viel zu limitiert ist. Wenn der ÖFB nicht aufpasst, zieht Jahr um Jahr durchs Land und man hat das Potenzial durch diesen Trainer nicht annähernd ausgeschöpft. Viel besser wäre, jetzt DiCo schon rauszuschmeißen, sich um einen guten Trainer zu bemühen und die restliche EM-Quali bereits als Vorbereitung zur WM-Quali zu sehen, die Ende 2012 starten wird. Für die EM qualifizieren wir uns sowieso nicht mehr, also wozu noch länger warten???

Fernando Castro
02
14.8.2011, 09:32
Zsak-Constantini brechen in der Mitte ab.

Und reißen das Team mit in den Abgrund.

nachti19
00
14.8.2011, 04:03

.. sind (ok, keine große Erkenntnis), kämpfen. Deutschland wird eher unerreicht bleiben. So, ich hoffe man verzeiht mir die von mir gezählten vier Fehler meines Romans (ab dem zweiten Satz).
Noch ein Nachwort zu Tom Schaffer: Was sie hier geschrieben haben ist in der Tat eine fachliche Analyse, welche in Ländern wie den Niederlanden, in Engalnd, Deutschland, Spanien, Italien, Tschechien ... so gut wie nach jedem (zumindest) Länderspiel gemacht werden, bei uns leider nicht wirklich in dieser Art ... Weiter so!

nachti19
00
14.8.2011, 03:43

.. die effizientesten Spieler zu finden und er muss diesen Spielern auch die Aufgaben klar zuordnen, damit sie am besten ihre Qualitäten ausspielen. Und ich bin auch der Meinung, dass es dafür einen international renommierten Trainer braucht. Ich fände zum Beispiel einen Guus Hiddink dafür prädestiniert. Slowakeis Teamchef hat richtig erkannt: "Österreich war das technisch bessere Team, wir dafür organisierter". Conclusio: Unser Team würde jetzt schon viel weiter vorne stehen, würde es neben der fehlenden Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor auch ein organisiertes System und Taktik geben. Dann werden wir auch in der nächsten Quali ernsthaft (nicht nur bis zum vierten Spiel) um den zweiten Platz mit Schweden und Irland, die nicht zu unterschätzen..

nachti19
00
14.8.2011, 03:08

... einen Hoffer, der mit seiner Quirligkeit äußerst brauchbar ist, einen A.I., der für das NT wieder ein Thema sein sollte, viele gute Defensivspieler wie Pogatetz, Schiemer, Stranzl, Dragovic, Prödl, Scharner usw. .. Auch ein Leitgeb oder Jantscher könnte unserem Team in guter Form wirklich weiterhelfen. Jedenfalls haben wir genügend Spieler, die die oft engagierte, gute Optik auch endlich mal in Resultate ummünzen könnte. Dazu fehlt es aber definitiv an System. Ich kann auch dem User "C. raus, irgendwer rein" nur zustimmen, es wirkt tatsächlich so, als würde sich unser Team am Feld eher selbst organisieren. Ein Trainer ist eben neben der Aufgabe, die Spieler zu nominieren, dazu da, auch die passende Taktik und das passende System für ..

nachti19
00
14.8.2011, 02:54

.. dafür ist er aber einer der torgefährlichsten Strafraumstürmer der Welt. Ich habe es auch so empfunden, dass die einzige brauchbare Flanke Richtung Janko die von Hoffers super Kopfballtor war, ansonsten konnte er nur den Ballverteiler spielen. Mit C. Fuchs z.B. haben wir das, was man unter einem modernen Außenverteidiger versteht. Er ist immer für offensive Vostöße gut und schlägt sehr gute Flanken (für Janko ideal). Dazu haben wir einen Arbeiter im MF wie Baumgartlinger, den jedes Team brauchen kann, einen Alaba, der aus dem MF die Bälle gut verteilen kann, einen Harnik, ein Spieler, der sehr effizient über die Seite kommt, auch ein Arnautovic wäre ein sehr guter Flügelspieler, würde er endlich auch die richtige Einstellung haben, ...

nachti19
00
14.8.2011, 02:26
Also was Tom Schaffer hier schreibt ist eine qualitative, fachliche Fußballanalyse

Ich kann den Worten in diesem Artikel fast gänzlich nur zustimmen. Unser Nationalteam hat mit Sicherheit das "materielle" Potential, wenn nicht sogar zurzeit das bessere, wie beispielsweise die Schweiz, die 36 Plätze vor uns in der FIFA-Weltrangliste zu finden ist. Uns fehlt ganz einfach das passende System. Zum Beispiel Janko: Ich verstehe nicht, warum ein Herbert Prohaska ständig seine Laufwege ("Bewegungsradius") kritisiert und nicht verstehen kann, warum er nicht derartig trifft wie bei Twente oder Salzburg. Bei genannten Klubs spielt Janko nicht anders wie beim Team, der Unterschied liegt ganz klar darin, dass er nicht so bedient wird wie bei den Klubs. Er wird nie ein Solo von der Mittellinie aus starten und so ein Tor erzielen, ..

Constantini raus - Irgendwer rein
00
13.8.2011, 23:15
wer a bissi ahnung vom kicken hat

der hat auch gemerkt dass sich die mannschaft A-N-D-A-U-E-R-N-D selbst organisiert.
Wobei dabei muss man gar kein Fußballer sein, es hat auch gereicht den ORF so laut aufzudrehen dass die Nachbarn klopfen denn man konnte teilweise hören wie sie sich zubrüllen wer wohin laufen soll, wer wo kreuzen soll etc.

Der Trainer sagt die Grundaufstellung und die Mannschaft organisiert sich selber.
Das ist auch ganz normal beim Fußball...also... bei mir... in der Hobbytruppe jedenfalls

Der Neisseer
00
13.8.2011, 19:28
Ich stell mir gerade Folgendes vor:

- beim 0:1 trifft der Ball um einen Zentimeter weiter außen, der Ball springt Gratzei NICHT so blöd auf den Rücken/Hinterkopf, landet nicht im Tor, Gratzei arrettiert ihn.
- beim 0:2 klappt genau "unsere taktisch schlechte" Verteidigung gegen die Taktik der Slowaken (sie kamen ja immer wieder über diesen Weg) in Form der Abseitsfalle neuerlich, der Schiedsrichter sieht aber das Abseits (ich verstehe die Bemerkung nicht, daß es "auch sonst" geklappt hätte?)
- Harnik schließt sein Solo mit Tor ab, oder Alaba, beide scheitern um ein paar Dezimeter
- Die Slowaken müssen nun ihre Taktik völlig ändern, Österreich kann ganz anders spielen, alles geht einen ganz anderen Weg ...

Weiß also nicht, weiß also nicht, was ich von obigem Text halten soll.

Tom Schaffer
01
14.8.2011, 13:13

Einen unglücklichen Spielverlauf kann man ab und zu mal bejammern. Aber nicht dauernd und über Jahre. Dass Harniks Tor nach einem Solo nichts, aber auch gar nichts, mit Constantinis Arbeit zu tun gehabt hätte, hätte aber auch dann gestimmt.

Wie ich schon eingangs sagte: Wenn man das hier glücklich 3:0 gewinnt, wärs schwer gewesen, die Kritik verständlich zu machen. Sie hätte aber trotzdem noch gegolten.

Markus9990
41
12.8.2011, 22:19

Spitzen-Analyse (wie immer). Danke Tom.
Man kannn nur hoffen, dass sich auch div. Oefb-Verantwortliche und österr. Trainer die Wichtigkeit derartiger Analysen erkennen, sich Zeit nehmen jene zu lesen und daraus lernen. Hoffentlich werden wir in Zukunft weiterhin davon lesen können.
Tom, falls Du das lesen solltest... mich würde interessieren, welchen österr. Fußballtrainer Deiner Meinung nach am ehesten auch derartige Analysen anstellt bzw. in seine Arbeit mit einfliessen lässt ?

Tom Schaffer
42
12.8.2011, 22:37

Das müsste man die Trainer fragen. Ich hoffe doch, dass das hier keinen Proficoach überrascht, was ich hier schreibe. ;)

Frizzl
10
13.8.2011, 04:47

Ist eine Politikerantwort. Mich würde auch interessieren, wem du in Österreich den Teamchefposten zutrauen würdest - und warum.

Tom Schaffer
32
13.8.2011, 11:48

Im Moment niemandem. Fürs Nationalteam braucht es einen Coach, der schon im Ausland in einer Topp-Liga gearbeitet hat und dort in den letzten Jahren mit seiner Arbeit aufgezeigt hat. Das erfüllt kein heimischer Trainer.

Frizzl
00
13.8.2011, 13:06

Das werden Pepi Hickersberger, Alfred Riedl und Ralph Hassenhüttl (Adi Pinter hab ich ein wenig aus den Augen verloren) aber gar nicht gerne hören:)

Ich frage mich, welcher ernstzunehmende ausländische Trainer (Daum, nein danke) nach Österreich kommen würde - nicht einmal so wegen der Fußballer, das Team hätte schon Potential, aber sich mit dem ÖFB und den Landesfürsten auseinandersetzen zu müssen, ist zum Davonlaufen.

Tom Schaffer
11
13.8.2011, 13:17

houllier und slomka hättens wohl gemacht. auch ein hodgson wär vor sowas nicht davongelaufen. man wird schon leute finden, wenn man will. ich erwarte mir ja nicht gleich einen klopp. ;)

ich versteh dich
00
12.8.2011, 20:54

Es bräuchte eben einen ÖFB Präsidenten der Ahnung vom Spiel hat um zu erkennen, daß sein Coach der mit abstand schwächste von allen europäischen Fußball-Nationalteams ist.

Celtic Glasgow
00
12.8.2011, 20:12
Nachfolger

Constantini ist rücktrittsreif. Das war schon vorauszusehen. Nach der 0:2 Pleite gegen Belgien hätte es Konsequenzen geben müssen.
Was Constantini macht ist nur Bla Bla und blöde Sprüche à la Krankl klopfen.
Der ÖFB sollte eine würdigen Nachfolger finden aber bitte nicht Herzog oder Zsak. Letzterer bringt nicht mal einen ordentlichen Satz im TV heraus.

Harri
31
12.8.2011, 18:21

Würdn nicht so viele Austrianer die Mannschaft verderben, hätt ma eh haushoch gwonnen!

P.S.: Forza RAPID!

Quargelbrot
01
12.8.2011, 23:31

Du wirkst befreit.

Vom Denken befreit und vom Turnen befreit.

wassis anderer Nick
00
12.8.2011, 19:26
Sie dürften ja von Fußball noch weniger verstehen

als es Brain Zsak oder der geile Didi tun, herzlichen Glückwunsch, ich gebe ihnen echte Chance auf die Nachfolge vom Skilehrer

ETom
00
12.8.2011, 18:48

Soviele? Wieviele warens denn

BeachBuddy
01
12.8.2011, 16:31

DiCo braucht keine Taktik, dafür braucht er Tictac wenn er sich bei seiner Ablöse den Mund fusselig redet.

ÖFB: besorgts endlich einen riichtigen Trainer!

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