Blutampulle von Wojtyla soll durch Mexiko getragen werden
Vatikan/Mexiko-Stadt - Eine Reliquie mit Blut des verstorbenen
Papstes Johannes Paul II. soll vier Wochen lang durch Mexiko getragen werden, um
den Frieden in dem von Bandenkämpfen geplagten Land zu stärken. Die mexikanische
Bischofskonferenz habe den Vatikan um eine Ampulle mit dem Blut des Papstes
gebeten, berichtete Radio Vatikan am Mittwoch. Demnach soll die Reliquie
kommenden Mittwoch in Mexiko eintreffen, bevor sie in das Marienheiligtum von
Guadalupe gebracht wird.
Nach Angaben des Radiosenders soll die Reliquie zusammen mit einer Statue des
Papstes vom 25. August an durch die Diözesen des Landes reisen. Die Prozession
solle den Frieden stärken, erklärten die mexikanischen Bischöfe. In Mexiko tobt
seit Jahren ein blutiger Drogenkrieg. Seitdem Präsident Felipe Calderón nach
seinem Amtsantritt im Dezember 2006 eine groß angelegte Militäroffensive gegen
die rivalisierenden Drogenbanden ausrief, wurden nach Angaben der Behörden
landesweit mehr als 41.000 Menschen getötet.
Karol Wojtyla war als Papst fünf Mal nach Mexiko gereist. Kurz vor seinem Tod
2005 waren ihm fünf Ampullen mit Blut entnommen worden. Seitdem er im Mai von
seinem Nachfolger Benedikt XVI. seliggesprochen wurde, gelten diese Ampullen als
Reliquien, die von den Gläubigen verehrt werden dürfen. (APA)