Preisspiegel von Re/Max: Österreicher investierten im ersten Halbjahr 8,3 Milliarden Euro in Immobilien
Wien - Heimische Immobilien haben sich im ersten Halbjahr weiter verteuert. Insbesondere bei Eigentumswohnungen in Salzburg, Niederösterreich, Oberösterreich und Wien gab es deutliche Preissteigerungen, teilte das Maklernetzwerk Re/Max am Mittwoch mit. "Die Devise Grundbuch statt Sparbuch ist weiterhin im Trend", so Anton Nenning, Managing Direktor von Remax Austria.
Wien wertmäßig vorne
Den neuen Zahlen zufolge, die auf der Auswertung von Grundbuchdaten basieren, wurden 45.528 Immobilienkäufe zwischen Jänner und Juni 2011 vorgenommen. Das waren um 0,35 Prozent oder 162 mehr als im Vorjahresvergleichszeitraum.
Insgesamt investierten die Österreicher im Halbjahr 8,3 Milliarden Euro in Immobilien. Wien liegt mit mehr als 2,31 Mrd. Euro oder 28 Prozent der Kaufsummen wieder klar voran, gefolgt von Niederösterreich (16,7 Prozent), Oberösterreich (13,5), Steiermark (11,0), Tirol (10,4) und Salzburg (9,1). Schlusslichter waren größenbedingt Vorarlberg (5,8), Kärnten (3,7) und das Burgenland (1,8).
Die relativ meisten Immobilienkäufe wurden allerdings in Niederösterreich registriert, nämlich 10.630, gefolgt von Wien mit 7.539, Oberösterreich mit 6.747 und der Steiermark mit 6.274.
Eigentumswohnungen um 7,5 Prozent teurer
16.927 Wohnungen wechselten in Österreich um durchschnittlich 136.761 Euro den Eigentümer. Die Wertsteigerung von 7,5 Prozent liegt damit deutlich über der des Vorjahres von 4,5 Prozent. Die Zahl der gekauften Wohnungen zeigt nach dem Vorjahresboom von 18,5 Prozent im Jahresvergleich einen leichten Rückgang von 0,8 Prozent.
Auch Grundstücke erfreuten sich weiter großer Beliebtheit: 10.789 Grundstücke im Gesamtwert von 1,2 Mrd. Euro wurden im ersten Halbjahr gehandelt. Damit stieg die Transaktionsanzahl gegenüber dem Rekordjahr 2010 um weitere 1,3 Prozent, während der Gesamtwert um 1,6 Prozent sank.
Salzburg überholt Tirol
Das West-Ost-Gefälle bleibt, allerdings gibt es laut Re/Max massive Verschiebungen in den Bundesländern. Salzburg hat mit Wohnungspreisen von 176.301 Euro eine einmalige Steigerungsrate von 15,6 Prozent zu verzeichnen und überholt somit Tirol mit Wohnungspreisen von 166.200 Euro (+4,1 Prozent).
Am Zinshausmarkt kam es im Vergleich zum ersten Halbjahr 2010 zu einem regelrechten Einbruch. Auslöser ist laut Re/Max das fehlende Angebot. Während im ersten Halbjahr 2010 noch 405 Zinshäuser im Wert von über 740 Mio. Euro gehandelt wurden, waren es in den ersten sechs Monaten des Jahres 2011 lediglich 234 Zinshäuser im Wert von 442 Mio. Euro. (red/APA)