Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate

Solche Giftköder wurden zwar noch nicht gefunden, werden aber von der Plattform giftwarkarte.info verwendet, um auf die Problematik hinzuweisen.
Es ist der Alptraum eines jeden Hundebesitzers: Der geliebte Vierbeiner sammelt beim Gassigehen ein vermeintliches Leckerli vom Boden auf, das von einem Hundehasser vergiftet wurde. Frisst der Hund den Köder, kann dies tödlich für ihn enden.
"Es gibt in letzter Zeit definitiv ein verstärktes Aufkommen von Giftködern in Ballungszentren, wie zum Beispiel Wien, Graz oder Linz", sagt Michael Hillinger. Er ist Mitinitiator der Initiative "giftwarnkarte.info". Diese ist im Mai 2011 aus einer Facebook-Gruppe entstanden, zu der sich besorgte Hundehalter zusammengeschlossen haben, um sich gegenseitig vor ausgelegten Giftködern zu warnen.
Auch Johanna Stadler, Geschäftsführerin von Vier Pfoten Österreich, kann diese Beobachtungen bestätigen. "Der Hass gegen Heim- und Haustiere wächst auf jeden Fall an."
Mobile Giftwarnkarte über Smartphone
"Als wir gemerkt haben, dass es immer mehr besorgte Hundebesitzer gibt, haben wir eine Karte angefertigt, auf welcher die Gefahrenzonen gekennzeichnet sind", erzählt Hillinger. Hundehalter können nun auf Google Maps melden und nachsehen, wo Gifte und Köder ausgelegt wurden. Die Giftwarnkarte gibt es auch als App für sämtliche Smartphones. Damit kann man unterwegs prüfen, wo eine Gefahr für Vierbeiner besteht.
"Eine meiner größten Befürchtungen ist, dass irgendwann ein Kleinkind einen Giftköder schluckt. Nicht auszudenken, was dann los ist", skizziert Hillinger ein noch dramatischeres Szenario. Darum wolle man nicht nur Hundebesitzer, sondern auch Eltern von Kleinkindern mit derartigen Meldungen warnen.
Warnungen werden überprüft
"Die meisten Meldungen erreichen uns über Facebook und Twitter", erklärt Hillinger. Die eingehenden Warnungen würden aber vor der Veröffentlichung noch von Mitarbeitern der Initiative überprüft. Dabei werde auch immer bei der Polizei und dem Veterinäramt nachgefragt, ob eine Anzeige vorliege.
Zudem arbeitet die Initiative mit Tierärzten zusammen, die mit Rat und Tat zur Seite stehen. Die Zusammenarbeit mit der Polizei und den Behörden funktioniere hingegen noch nicht nach Wunsch, wie auch Vier-Pfoten-Geschäftsführerin Stadler bestätigt: Bisher sei nur wenig bis gar keine Unterstützung angeboten worden.
Auf der Website giftwarkarte.info wird aber nicht nur vor Giftködern gewarnt, sondern auch auf Gefahren hingewiesen, die im Haushaltsbereich lauern: So könnten etwa unachtsam ausgelegte Pestizide oder Insektizide ebenfalls schädlich für Haustiere sein. Vorsicht sei im Umgang mit Schneckenkorn oder Rattengift geboten. Obwohl Schneckengift als ungefährlich für Haustiere gekennzeichnet sei, könne der Verzehr für ein Haustier tödlich enden. Auch bei Rattengift drohe Ähnliches: zum Beispiel wenn das Gift aus einer Rattenbox auf den Boden falle und Hunde durch den süßlichen Duft angelockt würden.
Tipps für Hundehalter
Um mögliche Gefahrenquellen zu minimieren, werden Hundebesitzer dazu aufgefordert, ihrem Vierbeiner in Gebieten bei bereits bestehender Giftköderwarnung unbedingt einen Beißkorb anzulegen. Zudem sollten Herrchen und Frauchen bei Spaziergängen ihren Hund stets im Auge behalten. Schnappt der Hund etwas vom Boden auf, sollte man nicht gleich mit einem strengen "Aus!" drohen, sondern dem Hund andere Nahrung zum Tausch anbieten. Dieses Verhalten würde jedoch Übung erfordern, so Hillinger. Und im Falle eines Vergiftungsverdachts sollte man als Hundebesitzer umgehend einen Tierarzt aufsuchen und den Vorfall bei einer Behörde melden.
Giftköder seien keine Einzelfälle
Die Anzahl der Meldungen zeige laut Hillinger, dass es sich bei Giftködern nicht um einzelne Fälle handle. Seit Mai verzeichnet die Plattform bereits über 170.000 Zugriffe und es werden immer mehr. Pro Monat werden ungefähr 15 bis 20 Meldungen veröffentlicht.
Wobei die Initiative mittlerweile auch länderübergreifend arbeitet. Tierfreunde aus Deutschland und der Schweiz geben ebenfalls Meldungen bekannt. Hillinger vermutet, dass die Dunkelziffer viel höher sei. Darum appelliert er, die Behörden bei jedem Giftköderfund zu verständigen.
Nur selten Anzeigen
Allerdings würden sich Hundebesitzer nur selten an die Polizei wenden: "Es gibt fallweise Anzeigen. Das sind aber nur Einzelfälle. Es ist nicht so, dass es einen Täterkreis gäbe, der zu untersuchen wäre", sagt Camellia Anssari, Pressesprecherin der Bundespolizeidirektion Wien.
Josef Ferber, stellvertretender Leiter des Veterinäramts Wien (MA 60), gibt im Gespräch mit derStandard.at an, dass ihm kein Fall einer gezielten bösartigen Vergiftung bekannt sei. Man habe viele Plätze untersucht, aber bisher keine Anzeichen für präparierte Köder gefunden.
Die Tierschutzorganisation Vier Pfoten hingegen habe andere Erfahrungen gemacht, wie Geschäftsführerin Stadler versichert: "Wir haben selbst Köder gesucht und auch welche gefunden. Diese lassen wir dann im Labor testen. 99% der verdächtigen Funde sind leider tatsächlich vergiftet."
Tierquälerei als Sachbeschädigung
"Die Tierfeinde schlagen willkürlich und ohne Vorwarnung zu. Sie haben keinen Respekt vor dem Leben", vermutet Hillinger. Was die Hundefeinde dazu bewege, Giftköder auszulegen, wisse er aber nicht. "Wenn Hundehalter den Kot ihrer Tiere nicht wegräumen, ist die Bevölkerung klarerweise verärgert. Ein Problem sehe ich auch in der medialen Berichterstattung über Hunde. Da werden oft die Emotionen hochgetrieben. Ich würde mir auf jeden Fall mehr aufklärende Artikel wünschen", so Hillinger.
Diese Entwicklung kann auch Johanna Stadler bestätigen: "Durch die Diskussion und Medienberichterstattung über Listenhunde (vulgo Kampfhunde Anm.) ist die Angst vor Hunden sicher gesteigert worden." Jedoch seien auch die Hundebesitzer gefordert, so Stadler: "Man sollte sich vorher genau überlegen, was es heißt, einen Hund zu halten."
Ein weiteres Problem sieht Hillinger darin, dass Tiere laut Gesetz als Sache und nicht als Lebewesen gelten. Ein Anschlag auf ein Tier wird juristisch als Sachbeschädigung behandelt. "Wenn man die Gesetzeslage ändern würde, hätten die Tierfeinde aus Angst vor höheren Strafen wohl mehr Skrupel", so Hillinger. (Elisabeth Mittendorfer, derStandard.at, 11.8.2011)
Link
Gleichstellung und Öffnung der Ehe für Lesben und Schwule können nicht über die weiter massiven Vorurteile gegen Homosexuelle hinwegtäuschen – wie eine EU-weite Umfrage zeigt
Der Grazer Armenpfarrer Wolfgang Pucher widerspricht dem Wiener Sozialpädagogen Norbert Ceipek, der behauptete, dass Kinderbettelei für Roma-Clanchefs ein "Geschäftsmodell" darstelle
Vier ehemalige Badener Schüler holen einen Teil der jüdischen Geschichte der Stadt virtuell in die Gegenwart zurück. Dieses Kapitel des Kurorts findet sich noch kaum im Stadtbild wieder
Weltweit friedliche Versammlungen, nur in Georgien kam es zu Zusammenstößen
Seit Ende April war die Schauspielerin in vorsorglicher Behandlung
500 Kilometer südwestlich von Buenos Aires versank 1985 ein Kurort im Salzsee - 2009 wurde er wieder freigegeben
Interkulturelles Leben zwischen gönnerhafter Vernachlässigung und neuer Praxisform - eine Analyse
Kameras in 21 Bussen und 15 Variobahnen aktiv - Daten werden bis zu 120 Stunden gespeichert
Als Milica Petrovic 1990 von Serbien nach Österreich ging, mussten sie und ihr Mann einen Koffer auf Kredit kaufen. Heute fühlt sich Milica als Wienerin. Die Geschichte einer Heimatsuche.
Die Bruji haben mit ihrem Gedröhne einst den burgenlandkroatischen Kammerton A verändert. Die Burgenlandroma leisten als jüngste Volksgruppe Aufbauarbeit an ihrer beinahe vernichteten Kultur
Zehn Fakten, die Sie über Dänemarks Hauptstadt noch nicht wussten
ÖBB gibt Polizei Zugriff auf Server, Wiener Linien geben jährlich 2000 Kopien weiter
Wie können Jugendliche die Spirale aus Wut und Aggression verlassen? Im Neurologischen Zentrum am Rosenhügel versucht man die jungen Patienten mit einem Antiaggressionstraining dabei zu unterstützen
LH Peter Kaiser verspricht: Missstände im Asylheim Felsenkeller werden abgestellt
Ein Gespräch über den Alltag der Menschen, die noch immer Weltkriegsbomben entschärfen
Unterhalt 21 Millionen teures Boot sei mit Sparzwängen des Lands nicht zu vereinbaren
"Der Sündenfall unserer Spezies liegt in der Abkehr von der Tradition der Verehrung des Weiblichen": Naomi Wolf, US-Star-Publizistin, ruft in ihrem jüngsten Buch zu einer neuen sexuellen Revolution auf
Er habe damals nicht verstanden, dass es sexueller Missbrauch war
Technikfolgenabschätzer Johann Čas über Missbrauch, Tendenzen und Folgen der anwachsenden Videoüberwachung
Auf der Website "Yes we do" werden Projekte vorgestellt, die nachhaltig wirken
In Wien wurde für die gesellschaftliche, ökologische und medizinische Anerkennung von Cannabis demonstriert
Kriminalamt weist Stögers Vorwürfe zu neuen Stoffen zurück - Minister legt nach
In dem serbischen Dorf Zarožje wird heute versucht, die Geschichte über den Müller Sava Savanović zu vermarkten
wahllos zu vergiften halte trotz Ihrer einwände für überzogen.
ebenso denke ich das menschen die vergiftete köder für hunde verstreuen auch im weiteren nicht ganz dicht sind und nicht nur für hunde eine gefahr darstellen.
Zitat:
"In Wien müssen Hunde an öffentlichen Orten - das sind etwa Straßen und Plätze, aber auch öffentlich zugängliche Teile von Häusern, Höfen oder Lokalen - einen um den Fang geschlossenen Maulkorb tragen oder an der Leine geführt werden. In öffentlich zugänglichen Parks und auf gekennzeichneten Lagerwiesen müssen Hunde immer an die Leine. Maulkorbpflicht herrscht an öffentlichen Orten, wo "üblicherweise" viele Menschen anzutreffen sind, etwa in öffentlichen Verkehrsmitteln, in Restaurants oder bei Veranstaltungen."
Danke für die Aufklärung. Im Zuge der Gefahr die gerade herrscht würde ich meinem Hund dann wohl einfach einen Maulkorb anlegen, bevor er so etwas frißt. Leine reicht wohl nicht aus.
Vor kurzem gab es eine Doku im ORF die einige sehr uneinsichtige Hundebesitzer zeigt. Eine Dame bekommt alle paar Tage einen Strafzettel da sie ihren Hund nie an der Leine führt. Aus Prinzip nicht, sie zahlt lieber.
Die Nachbarn meiner Freundin hatten einen Hund, der zuerst ihren eigenen Sohn ins Gesicht biss - war ihnen egal. 3 Tage später Biss er meine Freundin in den Fuß. Jedesmal grundlos (kleine Kinder damals). Erst als der Vater fuchsteufelswild und tobend zum Nachbarn ging und drohte, gaben sie den Hund her.
Es gibt leider IMMER uneinsichtige Halter.
Die Nachbarn meiner Freundin hatten einen Hund, der zuerst ihren eigenen Sohn ins Gesicht biss - war ihnen egal. 3 Tage später Biss er meine Freundin in den Fuß. Jedesmal grundlos (kleine Kinder damals).
Darf ich fragen wie alt sie sind bzw. wie alt ihr "Freundin" ist - am Besten geben sie mal ihr Adresse bekannt - ich werde ihnen mal die Polizei vorbeischicken!
Wenn sich die HundehalterInnen daran halten würden, würde ihr Hund keinen Giftköder fressen können.
Wenn die HundehalterInnen dann noch das Sackerl für das Gackerl mitführen und verwenden würden, gäbe es auch keine Giftköder.
Die Henne- oder Ei-Frage kann in diesem Fall ganz klar beantwortet werden.
Weil offensichtlich die meisten Hundehalter ihre Viecherl "vermenschlicht" haben. Und was man bei Menschen nicht tut, das tut man auch ned bei seinem vermenschlichten Hunderl. Krank.
Auch wenn das nicht immer leicht ist. Trotzdem geht es nicht an, die Kinder jetzt "vor den Karren der Hunde zu spannen". Wo gerade Hunde immer wieder Kinder VERLETZEN.
Warum oben von "Haus- und Heintieren" gesprochen wird ist unvertsändlich, es geht hier nur um HUNDE, um Tiere, welche die Stadt verkoten und oft - wenn auch aufgrund unfähiger Halter - Kinder schwerst verletzen. Solche Tiere nennt man gemeinhin Schädlinge und es hat sich seit langem bewährt schädliche Tiere wie Ratten oder manche Insekten zu vergiften.
Die Idee mit der Rasierklinge in der Wurst ist zwar verlockend, weil einfach zu bekommen, aber einfach unmenschlich brutal.
Schädling: Der Ausdruck „Schädling“ ist eine Kollektivbezeichnung für Organismen, die den wirtschaftlichen Erfolg des Menschen schmälern, sei es als Zerstörer von Kulturpflanzen, als Nahrungskonkurrent oder durch Zerstörung von Bauwerken (Wiki)
Giftköder auslegen ... pfuiii. Und warum wird das gutgeheißen mit diesen verblödeten Argumenten? Da müssten Autos, Menschen, Priester, ..... auch verboten werden.
Und da die Vergifterei ja nichts gezieltes ist: "Kollateralschaden" ist ja wurscht, oder?
das ist kein widerspruch, wie immer dargestellt wird. und kinder die mit haustieren aufwachsen entwickeln weitaus höhere soziale fähigkeiten...
und wieviele hundeattacken gibt es denn tatsächlich? da ist eine hysterie entstanden, die nicht wirklich gerechtfertigt ist und ich bin es leid, mich als hundehalter immer verteidigen zu müssen!!!
aber offenbar ist die sympathie vieler leute mit den hundevergiftern sehr gross - was mich sehr erschreckt und am zivilisatorischen stand in diesem land zweifeln lässt!!!
Eingegrabener Kot im Sandkasten ist das Werk von streunenden Katzen. Hunde graben normalerweise ihr "Geschäft" nicht ein.
Und die Spielplätze in den Wiener Parks sind meist eh umzäunt, von daher sicher für Hundehalter eh unattraktiv (vor allem weil die meisten eh gleich daneben die Hundezone haben).
Heute Tiere, morgen "lärmende" Kinder ...
Ich wäre dafür, daß Hundebesitzer, die den Hundekot liegen lassen, sowieso härter bestraft gehören! Das sage ich als Hundebesitzer!
Wie stellt man denn fest, ob ein verdächtiges Stück tatsächlich vergiftet ist? Gibt es auch Tips, wie man Giftköder erkennen kann?
Ich hoffe die Karte wird bald zuverlässig und aktuell sein. Dann kann ich einfach sehen, wo ich mit Kindern oder zum Laufen unterwegs sein kann, ohne von einem frei laufenden Hund attakiert zu werden.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.