Themenspektrum reicht von "Schloss Hubertus" über Menasses Grenzerkundung bis zu Abgründen der Kirche
Wien - Sechs neue Fernsehprojekte wird der Wiener Filmfonds mit insgesamt 580.000 Euro fördern, wie am Mittwoch bei der dritten Sitzung 2011entschieden wurde: vier Spiel- und zwei Dokumentarfilme.
So wird sich der Schriftsteller Robert Menasse auf den Weg entlang der Grenzen Österreichs machen und mit "Grenzfälle" ein Road-Movie vorlegen. Regisseur des dokumentarischen Wanderfilms ist Kurt Langbein.
Bei der zweiten geförderten Doku geht hingegen Fritz Kalteis einem sehr katholischen Thema nach, dem "Zölibat". Katholisches bietet auch der Spielfilmbereich, wo Andreas Prochaska als Regisseur der Fortsetzung seines Erfolges "Spuren des Bösen" am Start steht. Produziert wird "Racheengel" von der Aichholzer Film, wobei im neuen Fall der Ermittler Richard Brock (Heino Ferch) und Vera Angerer (Nina Proll), so die Ankündigung, ein blutiges Geiseldrama tief in die Abgründe der Kirche führt.
Ulli Bree ("Vier Frauen und ein Todesfall") schließt sich mit Gabriel Castaneda Senn zusammen, um mit "Meine Tochter, ihr Freund und ich" eine romantische Komödie für MR Film zu erstellen, wobei die Perspektive einer Mutter in einer "Menage a Quatre" im Fokus steht.
Im Thriller "Bei Einbruch der Dunkelheit" werden eine blinde Frau und ein kleiner Bub in einem Katz-und-Maus-Spiel gejagt, wobei unter anderen Fritz Karl als Darsteller verpflichtet wurde.
Schließlich werden sich noch Friedrich von Thun und Xaver Hutter auf "Schloss Hubertus" einfinden, um in einem überfälligen Wiedersehen alte Familienbande zu knüpfen.
Zwei Sitzungen sind dieses Jahr noch ausständig: Am 30. August endet die Einreichfrist für den für 2011 letzten Förderungstermin im Bereich "Kino", am 7. November der für den Bereich "TV". (APA)