Fehlsichtigkeit

Ich geh dann mal schnell Augen lasern

10. August 2011, 10:12

Nicht jede Fehlsichtigkeit lässt sich mit dem Laser korrigieren

Berlin - Seit mehr als 25 Jahren können Augenärzte Fehlsichtigkeiten mit einem Laser korrigieren. Trotz aller Erfahrung handelt es sich dabei um einen operativen Eingriff, der auch Risiken birgt. Patienten sollten sich deshalb in Zentren behandeln lassen, die eine geprüfte Qualität bei der Diagnostik und Behandlung nachweisen können, betont die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) im Vorfeld ihres Jahreskongresses.

Die Lasertherapie von Fehlsichtigkeiten ist ein Schwerpunkt des Kongresses. In jeder größeren Stadt bieten Laserzentren heute eine Korrektur von Kurz- oder Weitsichtigkeit an. Auch Hornhautverkrümmungen lassen sich so beheben. Die Behandlung dauert weniger als eine halbe Stunde. Dennoch sei die Laserbehandlung kein Verfahren, dem man sich "mal schnell" unterziehen könne, sagt Augenspezialist Thomas Kohnen, 1. Vorsitzender der Kommission Refraktive Chirurgie. "Trotz aller Routine und Sicherheit handelt es sich um eine Operation", betont Kohnen. Denn wie bei jeder Operation gebe es Risiken, auch wenn diese bei der Laserbehandlung sehr gering seien - sofern alle Standards eingehalten werden.

Nicht jede Fehlsichtigkeit ist Laser-tauglich

Die Standards betreffen die Hygiene im Operationsraum, die genutzten Geräte und die Ausbildung des Augenarztes. Gesetzliche Regelungen für Laseroperationen gibt es nicht. Entscheidend für den Erfolg des Eingriffs ist auch die richtige Auswahl der Patienten. Nicht jede Fehlsichtigkeit lässt sich mit dem Laser korrigieren. Behandelbar sind Kurzsichtigkeiten bis etwa -8 bis -10 Dioptrien, Weitsichtigkeiten bis circa +3 bis +4 Dioptrien und Hornhautverkrümmungen bis etwa 5 Dioptrien, so die DOG. Neben diesen Grenzwerten spielen auch die Pupillengröße sowie die Dicke und Beschaffenheit der Hornhaut eine Rolle. Der Chirurg sollte seine Patienten zudem nicht nur über Laserverfahren aufklären. "Nicht für jeden Fehlsichtigen ist dies die beste Wahl", betont Kohnen. Viele Patienten seien mit der Implantation von Kunstlinsen zusätzlich zur oder als Ersatz der natürlichen Augenlinse besser beraten. Bei anderen scheide ein refraktiver Eingriff ganz aus. (red)

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Zitronenbaum
00
31.8.2011, 08:50

Ich gebe zu vor so etwas zu viel Angst zu haben. /: Immerhin wird einem da erstmal die Hornhaut aufgelesert, das ganze aufgeklappt und dann dort mit dem Laser draufherumgelasert ("ach was!").
Klingt gruselig. /:

Na ja gut, bei -1,75 Dioptrin kann ich mich eh nicht beschweren.

Soft Werker
00
12.8.2011, 04:13
Kann mir das bitte jemand beantworten:

Ich bin stark kurzsichtig (nein, nicht so stark, dass die Brillengläser wie der Boden einer alten Colaflasche aussehen, aber relativ stark halt) und Mitte 40.

Angenommen, ich würde mich so einer Laser-Prozedur unterziehen: Ist dann garantiert, dass ich ohne Brille herumlaufen kann oder brauch' ich erst recht wieder eine Brille, nämlich eine LESEBRILLE, aufgrund der einsetzenden Alterssichtigkeit? (Derzeit brauch' ich keine Lesebrille, ganz im Gegenteil: Ich ertappe mich immer wieder dabei, zum Lesen die Brille abzunehmen, weil sich dann Kurzsichtigkeit und Alterssichtigkeit perfekt ausgleichen.)

Ich habe so den leisen Verdacht, dass eine Laser-Operation bei Menschen in der 2. Lebenshälfte hinausgeschmissenes Geld wäre. Kommentar?

Helicopterman
00
12.8.2011, 06:53
Ich war kurzsichtig,

habe mich vor 5 Jahren lasern lassen und benötige nun altersbedingt seit 1 1/2 Jahren eine Lesebrille, vor der OP ging es mir genau wie Ihnen (gute Nah-, dafür aber eingeschränkte Weitsicht). Mich persönlich stört aber die Lesebrille kaum, da ich sie nur gelegentlich (beim Lesen kleiner Buchstaben, bei schlechtem Licht bzw. am Bildschirm brauche), dafür aber bei allen übrigen Aktivitäten völlig ohne Brille auskomme, die ich früher ständig tragen mußte.

Grantscherben
01
11.8.2011, 14:00

Hab meine Hornhautverkr.(etwa 2 Diop.) vor einem Jahr lasern lassen mit der Lasekmethode. Das rechte Auge wurde prima, das Linke weniger gut. Dieser Eingriff ist nicht ohne, mind. 2 Wochen sollte man danach in Krankenstand bzw. Urlaub gehen .. man muß monatelang mehrmals täglich eintröpfeln.
Auch jetzt nach über einem Jahr sind die Augen am Morgen meist sehr trocken. Öffnet man die Augen wird panikartig eine Träne rausgedrück, das fühlt sich an wie ein Stich. Das linke Auge neigt noch immer zum Doppeltsehen. Vor allem bei weißer Schrift auf schwarzem Grund oder beim Teletextlesen ist das nicht angenehm. Es ist besser als am Anfang aber noch immer vorhanden.
Nochmal eine OP zur evntl. Nachkorrektur?: eher nein als ja.

geordie
12
11.8.2011, 08:51

ich bin stark kurzsichtig (-9), und obwohl das Brille-und Kontaktlinsentragen die Lebensqualitaet in vielen Situationen einschraenkt, wuerde ich nie und nimmer so eine OP ueber mich ergehen lassen. Erstens einmal sind meine Dioptrien sehr hoch und damit auch das Risiko fuer Komplikationen erhoeht, und zweitens kann mir niemand einreden, dass das Verfahren voellig sicher ist. Was weiss man schon ueber Langzeitfolgen? Erst seit 25 Jahren gibt es diese Verfahren, daher hat man noch keine wirklichen Langzeit-Erfahrungswerte (also ueber die gesamte Lebensspanne eines Menschen). Ich bin jetzt 30, was also passiert mit meinen gelaserten Augen, wenn ich 60,70 oder 80 Jahre bin? No thanks, das Risiko einer solchen OP will ich einfach nicht eingehen.

Spiritus
00
12.8.2011, 10:01

Als ich (Mitte 20, -3) mich über die Laserkorrektur bei meinem Augenarzt erkundigt habe, hat dieser davon abgeraten und gemeint, er würde jungen Patienten generell abraten, da man über Langzeitfolgen noch nicht genügend wüsste.

Bonair
21
11.8.2011, 11:15
Ich bin jetzt 30, was also passiert mit meinen gelaserten Augen, wenn ich 60,70 oder 80 Jahre bin?

Halten Sie mich für einen Pessimisten, aber mit 80 werden bei -9dpt gelaserte Augen nicht ihr größtes Problem sein. Da wird sich die Netzhaut wahrscheinlich lange vorher zu Wort gemeldet haben.

Naphtali
00
11.8.2011, 15:49

Mit Ihrer einfühlsamen Art erinnern Sie mich an eine seinerzeitige Augenärztin von mir ("da werden's dann schön schaun, wenn's nix mehr sehn", hat die Dame angesichts meines Augendrucks gemeint).

geordie
00
11.8.2011, 11:47

ja, das Risiko von Netzhautabloesungen kenn ich natuerlich bei meinen Dioptrien. Und mit den moeglichen Komplikationen einer Laser-OP moechte ich nicht noch ein zusaetzliches Problem haben.

slacker
40
11.8.2011, 10:59
schisser!

geordie
00
11.8.2011, 11:44

lieber kritischer Patient und Schisser als den Goettern in weiss alles unhinterfragt zu glauben.

krikri
00
11.8.2011, 01:37

nach wieviel jahren tonsillenentfernung ist man draufgekommen, dass es nachteile für das immunsystem bringt?

Helicopterman
00
11.8.2011, 10:49
Das ist ein Äpfel-Birnen-Vergleich.

Welche Langzeitfolgen könnten denn durch eine erfolgreiche und völlig verheilte Augenhornhautkorrektur überhaupt entstehen? Mein Augenarzt hat beispielsweise bei einer umfassenden Untersuchung 3 Monate nach der OP festgestellt, dass die Hornhaut beider Augen völlig verheilt war und nicht einmal mehr OP- bedingte Narben vorhanden waren. Ich könnte mir also beim besten Willen in diesem Fall keine Ursache vorstellen die zu irgendwelchen Problemen führen könnte. Falls Jemand über entsprechende Infos verfügen sollte bitte ich um Aufklärung.

Helicopterman
24
10.8.2011, 12:01
Ich habe meine Entscheidung,

mir vor ein paar Jahren die Augen lasern zu lassen, bisher keine Sekunde bereut, im Gegenteil. Zuvor war ich aufgrund einer Kurzsichtigkeit gezwungen, ständig eine Brille zu tragen. Kontaktlinsen kamen für mich aufgrund meiner hohen Augenempfindlichkeit nicht in Frage, außerdem wäre mir das Handling zu umständlich gewesen. Seither führe ich ein neues Leben: keine anlaufende oder schmutzige Brille mehr und vor allem ein uneingeschränktes Sichtfeld, nun kann ich wesentlich besser und weiter sehen als jemals zuvor mit Brille. Daher kann ich diesen Schritt persönlich jedem, bei dem es medizinisch möglich ist, nur empfehlen.

Zwei Und Vierzig
21
10.8.2011, 15:50
Kann ich bestätigen. Auch ich bereue meinen Eingriff in keinster Weise

Vor 6 Jahre im Iran durchgeführt. Hatte in etwa 4,75 Dioptrien und eine leichte Hornhautverkrümmung.

Meine Fehlsichtigkeit wurde auf 99,7% korrigiert.

Ich habe das Gefühl, dass Staaten wie Türkei und auch der Iran bei solchen Eingriffe weit mehr Erfahrung und Routine haben, als Europäische Staaten - und die Eingriffe auch überaus Professionell gemacht werden.

Helmut _FL
02
11.8.2011, 08:26
Stimmt. War in Istanbul

und Geräte, Ärzte und das Umfeld sind wesentlich besser und moderner als in unseren Breiten. Hatte direkten Vergleich mit Leuten die es in A, D oder Ungarn gemacht haben.

always confused
00
10.8.2011, 13:05

wo, wenn ich fragen darf, haben sie es machen lassen und wieviel dioptrien hatten sie voher bzw jetzt?

Helicopterman
10
10.8.2011, 14:18
Ich hatte

1,5 und 1,75 Dioptrien mir einer Hornhautverkrümmung am linken Auge, die wurde mitkorrigiert. Die OP habe ich in Istanbul machen lassen, www.Lasertravel bietet da gute Konditionen und die Betreuung bzw. der medizinische Background war überaus professionell. Die OP hat mich vor 5 Jahren für beide Augen € 1.000,- gekostet, bei uns wärs damals das 3 - 4fache gewesen.

linuxforeverlinux
00
10.8.2011, 12:54

wie siehts mit ghosting aus?
wie stark hat sich die sehfähigkeit in der zeit wieder zurückverändert seitdem sie sich "lasern" haben lassen?

Helicopterman
20
10.8.2011, 14:27

Meine Weitsehkraft hat sich seit 5 Jahren in keiner Weise verändert, Ghosting war nicht mal ansatzweise vorhanden. Seit 1 1/2 Jahren benötige ich nun eine Lesebrille, das ist aber normale altersbedingte Weitsichtigkeit und ich wurde schon bei der OP vor 5 Jahren darauf hingewiesen dass sich dies irgendwann bei nun "gesunden" Augen und meinem Alter einstellen würde.

HLAB27
54
10.8.2011, 14:54

versteckte werbung kann man auch professioneller verstecken als so !!! jeder der sich mit dem thema genauer beschäftigt wird die finger von einer laser-op lassen. die risiken sind einfach zu groß. schlimmster fall in deutschland ist eine 26-jährige die nach der op erblindet ist. erst kürzlich habe ich einen bericht gelesen, wo ein augenarzt vor den spätfolgen des lasik warnt ("die hornhaut ist für einen solchen eingriff nicht gemacht" spätfolgen wie ein sehr früh auftretender katarakt werden zu wenig beachtet etc)

Helicopterman
02
11.8.2011, 07:01
Da ich in keinster Weise

an irgendeiner Augenklinik oder ähnlichem beteiligt bin habe ich nicht den geringsten Grund für irgendjemanden hier Werbung zu machen oder etwas zu beschönigen. Ich habe nur wahrheitsgetreu geschildert wie es mir persönlich mit dem Lasern gegangen ist. Dass es auch gelegentlich zu Problemen kommen kann streite ich deshalb nicht ab, in meinem Fall gab es aber nicht das Geringste.

linuxforeverlinux
02
10.8.2011, 14:52

ok, danke!
viele berichten nämlich über ghosting bzw soll sich nach bereits 2 jahren wieder eine langsam beginnende sehschwäche einsetzen u wenn die dann wieder richtig stark wird, dann passiert es vielen patienten, dass sie ihre kontaktlinsen nicht mehr verwenden können, weil ja die hornhaut eine kleine narbe aufweist, was bei mir ganz schlecht wäre! ( 7 dioptrien )

harri678
01
11.8.2011, 07:28

Nach meinem Wissensstand sind Sie mit 7 Diopt. schon sehr nahe an der oberen Grenze des Empfohlenen, da spielen schon Faktoren wie Dicke der Hornhaut mit. Zumindest ist das bei mir der Fall warum ich nicht gelasert werden kann.

Am besten lassen Sie sich direkt in einer Augenklinik beraten. Es gibt auch andere Verfahren, wie z.B. Linsenimplantation, und jedes hat seine Vor- und Nachteile.

yomellamo
410
10.8.2011, 11:16
interessant ist doch,

dass sich kein augenarzt die augen lasern laesst...

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