Aufnahmeverfahren für Sportstudien können ab dem Wintersemester auch von Behinderten absolviert werden
Ab dem Wintersemester 2011/12 ist es auch für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen oder Hör- und Sehbehinderungen möglich, die Aufnahmeprüfung für Sportstudien an der Universität Innsbruck zu machen. "Die Interessenten werden im Rahmen der allgemeinen Eignungsprüfungen getestet. Prüfungsteile, die aufgrund bestimmter Behinderungen erschwert oder gar nicht zu bewältigen sind, werden angepasst oder können ganz ausgelassen werden", erklärt Werner Nachbauer, Dekan der Fakultät für Psychologie und Sportwissenschaft in einer Aussendung. Dies würde aber nicht bedeuten, dass die Prüfung deshalb leichter werde. Vielmehr werden im Gegenzug bestimmte Kompensationsleistungen gefordert.
"In den vergangenen Jahren hatten wir immer wieder Anfragen von Studieninteressierten mit unterschiedlichen Behinderungen", so Nachbauer. Bisher mussten alle Interessenten nach Wien verwiesen werden. Dies wird sich nun ändern. Das Aufnahmeverfahren wurde gemeinsam mit dem Österreichischen Skiverband und dem Österreichischen Behindertensportverband entwickelt.
Test wird individuell zugeschnitten
"Natürlich gibt es standardisierte Behinderungen, für die auch ein standardisiertes Verfahren möglich wäre; das ist aber nicht die Regel. Ein auf die jeweils individuelle Behinderung zugeschnittener Test ist daher die beste Lösung und in Österreich auch eine einmalige und einzigartige", erklärt Michael Knaus, Obmann des Sportfördervereins für Behindertenskilauf.
Die nächste Prüfung für das Wintersemester finden am 13. und 14 September 2011 statt. (red, derStandard.at, 9.8.2011)