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Das Dirndl erlebt einen wahren Boom - nun ist ein neues Buch über das frühere Arbeitskleid erschienen
Verena Weiss hilft Kundinnen passende Farben und Kleidung zu finden - mit Gewinnspiel
Die meisten Fahrradhelme sind die Erfindung von Leuten, deren Sinn für Ästhetik erst an zweiter Stelle kommt - Warum es (noch) keine hübschen Fahrradhelme gibt
Die Mode hat das Fahrrad als cooles Accessoire vereinnahmt: Couture-Häuser bringen eigene Bikes auf den Markt, Models strampeln sich durch Werbestrecken - Aber auch immer mehr Designer widmen sich eigenen Fahrradkollektionen
So etwas wie eine Originaltracht gibt es nicht: Davon ist Susanne Bisovsky überzeugt. Die österreichische Designerin betreibt mit Trachtenelementen ein gefinkeltes Spiel. Diese Schwerpunktausgabe ist mit Filmstills aus einem Bisovsky-Kurzfilm bebildert
Kosmetikhersteller sind dieses Frühjahr unisono auf eine Farbe gekommen: Blau - Vor allem rund um die Augen schillert es von Kobalt- bis Azurblau
Zur Eröffnung der Filmfestspiele mit "Der große Gatsby" schritten die Stars über einen nassen Roten Teppich
Dirndl und Lederhose erlebten in den vergangenen Jahren einen regelrechten Boom. Volkskundlerin Elsbeth Wallnöfer und Schauspieler Miguel Herz-Kestranek über die Geschichtsvergessenheit des Phänomens
Wolle ist wie Wein: Es gibt gute Jahrgänge und schlechte - Was das für Stoffproduzenten bedeutet, erklärt Paolo Zegna
Die beste Wolle kommt aus Australien - Statt auf Quantität wird auf das Verfeinern der Merinofaser gesetzt - Stephan Hilpold hat sich umgesehen
Für Körperbehaarung vom Kopf abwärts geht der Trend ganz klar in Richtung Tabula rasa. Das war nicht immer so
Im Reich der schlanken Körper und glitzernden Roben herrscht Lachverbot: Die Models auf den Laufstegen lassen die Mundwinkel hängen
Die Stars feierten beim diesjährigen Met-Ball nietenbesetzt die Eröffnung der Ausstellung "Punk: Chaos to Couture"
Ein Anzug von Brioni ist der Rolls-Royce der Männermode - Zur Eröffnung der ersten Boutique in Österreich sprach Bianca Lang mit dem Designer der Marke
Rund 100 DesignerInnen präsentierten beim elften Modepalast ihre Produkte
Wer schwitzt, soll es geruchlos machen. Dafür wurden Deodorants erfunden. Wer, wie, wann und warum? Ein olfaktorischer Überblick aus der Gerücheküche
Ob im "Tatort" oder bei "Inglourious Basterds": Ohne Stuntmen wie Tom Hanslmaier ginge es auf dem Bildschirm gemächlicher zu - Fürs Rondo schlüpfte er in die neue Männermode
Was sagt das Fußkleid über seinen Träger aus? Kuratorin und Kunsthistorikerin Eva Marko im Interview über Schuhe als Zeichen der Macht
Die Königin strahlte in leuchtendem Blau, die adeligen Gäste erschienen fast durchgängig in hellen Farben
Richtiges Rasieren ist eine Kunst, die man lernen kann - Aber um das zu verstehen, müssten viele Männer erst einmal erkennen, dass Rasieren eine Kunst ist
Junge und Frauen greifen deutlich häufiger zum Deo als Männer und Ältere
Die Gebrüder Stitch haben mit ihren in Wien gefertigten Maßjeans für Aufsehen in der Szene gesorgt - In ihrem "Hosenlabor" arbeiten sie aber auch nach sehr hohen Standards der Nachhaltigkeit
Bis das erste Parfum des Modeduos Wendy&Jim in Serie ging, hat es etwas gedauert - Das Ergebnis ist dafür umso stimmiger, findet Anne Feldkamp
In der Neuinszenierung des "Liliom" spielen die beiden ein Freundinnenpaar - Bei uns haben sich die Burgtheater-Schauspielerinnen Mavie Hörbiger und Katharina Lorenz in verschiedene Moderollen geworfen
Kaum eine Berühmtheit, die er nicht vor der Linse hatte - Seit mehr als 30 Jahren prägt Michel Comte die Celebrity- und Modefotografie - Cordula Reyer traf den Schweizer Fotografen
Von der Messe in Basel hat man sich zurückgezogen, und auch sonst geht die Schmuckmanufaktur Wellendorff einen eigenständigen Weg
Das "Dirndl" war nichts anderes als ein Kleid mit einer Schürze. Um das Kleid zu schonen und nicht ständig waschen zu müssen, trug man oben eine (auskochbare) Bluse (urspr. ein langes Hemd, eine Pfoat), und eben die Schürze (Arbeitsschütze). Frauen mussten früher bekanntlich viel und schmutzig arbeiten! Die "Tracht" mit besseren Stoffen war eine reine Festtagstracht für Wohlhabendere.
Mit der Erfindung der Waschmaschine und leistbare Kleidung sowie der Trend hin zu weniger schmutzigen Arbeiten in Beruf und Haushalt kann man sich natürlich auch anders anziehen.
Die geografisch nächsten, die außer uns ÖsterreicherInnen die Agrarklamotten früherer Jahrhunderte als außerhalb geschlossener Folkloreveranstaltungen salonfähig betrachten, sind die BewohnerInnen der Landstriche zwischen - ich sag mal - Amman und Dhaka, vulgo Mittlerer Osten. Und vielleicht die Schotten.
Erst mal: auf die Idee, Rock + Mieder oder Weste bzw. Kleid mit Schürze und Hemd zu kombinieren, kam man bekanntlich in der gesamten nördlichen Hemissphäre bis nach China und den nahen Osten. Die einzigen Unterschiede sind dabei die Farben und Stoffen und ob man die Schürze ständig trägt oder wirklich nur zur jeweilgen Arbeit. Denn es war in Wahrheit nur die Alltagskleidung der Frauen! Am Hof eben (meist) ohne Schürze, dafür aber aus Seide und Damast, getragen.
Die Lederhose ist die haltbarere Variante der bürgerlichen Stoffhose, die man nicht mal waschen muss. Die Adeligen trugen sie nur aus Seide oder Samt. Da man meist Stiefel trug (außer Haus oder zum Reiten), war die Hose halblang, mit Strümpfen. Im Haus trug man Halbschuhe.
Leuten wie Ihnen gönne ich diesen Trend von ganzem Herzen. In einer Zeit in der alles toll ist das fremd und exotisch ist, besinnt sich ausgerechnet die Jugend auf alte Traditionen. Dirndl, Lederhosen und lange verwaiste Trachtenvereine spriessen aus dem Boden.
Die ersten Mädels, die mit Dirndl in Wien in die Disco gehen habe ich auch schon getroffen. Nicht einmal im weltofffenen Wien können sich die Damen diesem Trend entziehen. Vielleicht liegts auch daran, dass die Kleider einfach toll aussehen?
..., das machen auch die Damen etwa im weltoffenen London so, die sich dem Trend zur Burka nicht entziehen können. Besinnen sich halt auf ihre Wurzeln. So wie unsere Trachtenpärchen.
Im Ernst: Mir macht das irgendwie Bauchgrimmen, dieses ganze Traditionswischiwaschi.
Also, mir gehen definitiv die "echten" Details an den ultramodernen Massendirndln billigster Machart ab. Die haben Reißverschlüsse hint, seitlich und voran. Durchgängig glänzende Stoffe, die eher für eine Sari taugen und schwarze Einheitsröcke. Und erst der Schnitt. Na, ihr könnt´s des meinetwegen Dirndl nennen, aber a Gwand is des nimmer.
Es wird halt schnell sehr kitschig.
Es gibt Geschäfte, die auf traditionelle Trachten, dh. Dirndl, die sich noch auf einen Herkunftsort zurückführen lassen spezialisiert sind, zB Tostmann.
Schaut supa aus und ist nicht so überkitschig, wie die Bilder, die in dieser Ansichtssache vorkommen.
Wieso ist es peinlich, wenn Wienerinnen traditionelle Trachten tragen?
Es findet ja auch niemand was dabei, dass die Arbeitskleidung von Kuhhirten sich mittlerweile zu einem quer über alle Kontinente und quer durch alle Schichten gerne getragenen Kleidungsstück entwickelt hat.
Das Tragen von Kleidung aus einem fremden Kulturkeis (Aussee) könnte doch auch als Lob gesehen werden.
;-)
Dirndl waren die Alltagskleidung der gesamten Gesellschaft bis hin A. 20. Jhd., es war einfach ein Kleid bzw Rock+Mieder, dazu warme Weste (bzw. Rückentuch) und Arbeitsschütze (bei Bedarf). Und darunter trug man ein Hemd, bei besseren was das ein Spitzenhemd (eine Bluse).
Da Frauen damals Hüte zu tragen hatten, kam es irgendwann zu regional und ständisch bevorzugten Hüten, Farben und Stoffen. Während die normale "Tracht" der Männer, nämlich Hose, Jacke, Hemd, Tuch (daraus wurden später Fliege und Krawatte!) und Gilet sich einfach zum Anzug weiter entwickelten und die Lederhose (weil Arbeitshose der Schwerarbeiter, vor der Erfindung der Jeans) für Bürger aus der Mode kam.
Abgesehen davon, dass es den ewigen Streit um das "echte" Dirndl gibt, finde ich es sehr erfreulich, dass Österreich in Bezug auf die Weiterentwicklung des ländlichen Alpenkleides mit Designern wie Lena Hoschek, Tanja Pflaum (Ploom) und Gabriela Urabl (Dirndlherz) wirklich eigenständige Wege geht. Leicht betrübt bin ich darüber, dass für das offizielle Wiesndirndl für die 1. Wiener Wiesn (Farben: Rot-Weiß-Braun) ein deutscher Trachtenhersteller bemüht werden musste: http://dirndl-mode.com/auf-zur-w... esn-fieber
Dirndlanteil auf x-beliebigem Volksfest im Salzburger Land:
2005: Ca. 10% (Meist angehörge von Vereinen)
2008: ca: 30%
2009: ca: 40%
2010: ca: 60%
2011: ca: 80% (Mit frechen Damenlederhosen fast 90% Trachtanteil)
2012: Das Dirndl kommt nach Wien!
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