Wiener Wissenschafter

HIV-Antikörper aus Pflanzen als Vaginalgel

09. August 2011 11:51
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    Foto: apa/daniel karmann

    Die Blätter der Pflanzen produzieren die gewünschten Proteine

Phase-I-Tests an um die zehn gesunden Probanden - Antikörper aus gentechnisch veränderten Tabakpflanzen

Wien/London - Anti-HIV-Antikörper in einem Gel als mögliche Aids-Prophylaxe: In London startete jetzt eine Verträglichkeitsprüfung (Klinische Phase-I) an um die zehn gesunden Probanden, in der vor allem die Verträglichkeit geprüft werden soll. Neu: Die Antikörper kommen aus gentechnisch veränderten Tabakpflanzen, die an der Universität für Bodenkultur in Wien stammen. An sich könnten gentechnisch veränderte Pflanzen wertvolle Inhaltsstoffe für Medikamente produzieren. Jetzt kommen Antikörper, die in Pflanzen hergestellt wurden, erstmals auch in Europa in die klinische Testphase - als Vaginalgel. Die zuständige britische Behörde gab die Zustimmung.

"Bei dem Antikörper handelt es sich um einen HIV-neutralisierenden Antikörper, der ursprünglich am Department für Biotechnologie der BOKU Wien (Arbeitsgruppe Renate Kunert) in Zusammenarbeit mit dem österreichischen Biotech-Unternehmen Polymun Scientific GmbH entwickelt wurde", hieß es in einer Aussendung der BOKU in Wien.

Gentechnisch veränderte Tabakpflanzen

Die Sache kommt nicht von ungefähr: Der österreichische und BOKU-Gentechnik-Pionier hermann Katinger beschäftigt sich mit seinem Team seit vielen Jahren mit Anti-HIV-Antikörpern. Polymun Scientific ist ein "Spin-Off"-Unternehmen, das federführend von seinem Sohn betrieben wird. Jedenfalls gelang es den Wissenschaftern, die Antikörper jetzt in genetisch veränderten Tabakpflanzen in einer Qualität zu produzieren, die auch die Erprobung am Menschen erlaubt. Die Produktion von passenden Proteinen in Pflanzen sollte jedenfalls einfacher und preisgünstiger sein als in Zellkulturen.

Um Tabakpflanzen in Antikörper-Fabriken zu verwandeln, wurden an der Technischen Hochschule Aachen in Deutschland im Forscherteam von Eva Stöger (mittlerweile BOKU, Wien) jene Gene eingeschleust, die dafür sorgen, dass die Blätter der Pflanzen die gewünschten Proteine herstellen. Die Tabakpflanzen wurden dann in Glashäusern angebaut und in einer lizensierten Anlage des Fraunhofer-Instituts für Molekularbiologie und Angewandte Ökologie in Aachen verarbeitet. Eva Stöger: "Die klinische Studie läuft am St. George's Hospital in London. Es handelt sich um zehn freiwillige Patienten."

Mit dem klinischen Test geht auch das EU-Projekt Pharma-Planta in die letzte Phase: Seit 2004 entwickeln 30 Partner aus Universitäten und Industrie einen Produktionsprozess für rekombinante pharmazeutische Proteine aus modifizierten Pflanzen. Von der Universität für Bodenkultur Wien sind gleich vier Forschungsgruppen (jene von Eva Stöger, Renate Kunert, Herta Steinkellner und Friedrich Altmann) an der Zusammenarbeit beteiligt. (APA)

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Posting 1 bis 25 von 27
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molekühl
10.08.2011 17:25

Früher hat man gesagt "Eine Raucherin küssen ist wie einen Aschenbecher ausschlecken".
Das weitet sich jetzt offenbar aus.

gebt den stevia frei
10.08.2011 19:10

RaucherIn!

betwixt
10.08.2011 07:57
Bitte liebes Lektorat

nochmal durchsehen!

Bertha von Suttner verabschiedet sich
09.08.2011 19:51
Behandlung, vielleicht sogar Heilung von AIDS per Melissentinktur

OK, vielleicht liest das ja jetzt wer, der davon geheilt werden kann: Ich schlage nach der Lektüre folgender Referenz erfolgreich Melissentinktur zur Behandlung, Linderung und vielleicht sogar Heilung (nicht ewigen "Therapie") von AIDS vor:

"Yamasaki, et al. (Biol Pharm Bull. 1998:21:829-833) found that lemon balm extract was highly effective in inhibiting HIV-1 infection." wörtliches Zitat aus: Klatz, Ronald, Dr., und Goldman, Robert, Dr.: The new Anti-Aging Revolution, Laguna Beach, Cali. 2003, Basic Health Publications, Seite 308.

Unter "lemon balm extract" ist die alkoholische Tinktur aus getrockneten Zitornenmelisseblättern zu verstehen, die bei uns in Apotheken als rezeptpflichtige Medikation gegen Herpes erhältlich ist.

krikri
11.08.2011 01:48
ad bertha von ...

für leute wie sie wird es in alle ewigkeit keine heilung geben....

Bertha von Suttner verabschiedet sich
09.08.2011 19:58
Zusatz zur Melissentinktur

möchte dazu noch nachtragen: Die österreichischen Ärzte sind meiner Erfahrung nach weitestgehend sogar über die Heilwirkung der Melissentinktur bei Herpes (alle Arten) uninformiert, obwohl die Tinktur offizinal ist. (Alte Problematik - Naturheilkunde nix gut).

Die Tinktur ist ungefährlich (Melisse, eben!), aber: um erfolgreich zu wirken, empfiehlt sich, drei Wochen lang mind. je ein Teelöffel standardisierte Tinktur einnehmen, am besten zwischen den Mahlzeiten.

Am Besten selbst ansetzen und ausprobieren, 100 Gram getr. Melisseblätter aus dem Teegeschäft in 600 ml Weinbrand für 14 Tage, besser bis zu ein Monat. Abseihen, fertig.

Kann nichts schaden, könnte aber nicht nur für Herpes-Patienten die Lösung sein!

positiv
09.08.2011 22:43
schwachsinn!

bei mir wurde im jänner eine hiv-infektion diagnostiziert und ich vertraue der schulmedizin. ich lasse mich sicher nicht mit melisse gegen hiv behandeln. sie verunsichern die leute nur. unglaublich.

presumption of innocence
10.08.2011 19:03
dann nimm MMS!

Jim Humble hat damit die Viren erledigt

tiggerle
10.08.2011 14:38

der/die vorposter/in schreibt von melisse gegen HSV/Herpes ... etwas ganz anderes, als sie verstanden haben. allerdings fraglich, warum man 3 wochen etwas nehmen sollte, wenn in dieser zeit dann die fieberblasen sowieso weg sind :D

Bertha von Suttner verabschiedet sich
10.08.2011 21:43
Erfahrungswert

die drei-Wochen-Empfehlung basiert auf einem Erfahrungswert.

Zarathustra
10.08.2011 14:30

Halte das zwar ebenfalls für Schwachsinn, aber es sagt ja niemand, dass sie die schulmedizinische Behandlung mit dieser Alternativkur abbrechen müssen.

positiv
10.08.2011 20:57

Zitat "Behandlung, vielleicht sogar Heilung von AIDS per Melissentinktur"

Bertha von Suttner verabschiedet sich
10.08.2011 21:42
Glaubenskrieg und Profitsituation

Wenn Sie an die Schulmedizin glauben wollen, dann ist das Ihre Entscheidung, aber eines steht offiziell fest: Die Schulmedizin hat keine Heilung für AIDS anzubieten, und erfrecht sich ob ihrer eigenen Unzulänglichkeit gleichzeitig zu proklamieren, dass AIDS unheilbar sei. Wenn Sie die jüngere Geschichte der Pharmazeutischen Industrie ansehen, so werden Sie erkennen, dass für akute Erkrankungen hervorragende Heilmittel, aber für chronische Erkrankungen nur "Therapien auf Lebenszeit" offeriert werden, was dazu führt, dass die etwa zehn pharmazeutischen Konzerne der Fortune 500 zusammen mehr Ertrag/Profit "erwirtschaften" als alle 490 anderen zusammen. Information darüber ist ja heute leicht verfügbar. Aber bitte. Jedem das seine.

Toeris
12.08.2011 00:48

Das mit: verabschiedet sich - gibt Hoffnung

marty fink
10.08.2011 23:26
Hmmm...

Jetzt mal Nägel mit Köpfen:
-Her mit den Beweisen für ihre Behauptungen!
-Das mit den Fortune 500 würde ich auch gern schwarz auf weiß sehen...haben's die letzte Rangliste selbst gecheckt?
Nein?
Hätten sie tun sollen...steht's um ihre medizinischen Kenntnisse auch so gut?

Andreeeas
10.08.2011 23:20

Wenn es eine Heilung für eine chronische Erkrankung gibt, dann ist es ja keine chronische Erkrankung mehr. Dass für chronische Erkrankungen nur "Therapien auf Lebenszeit" angeboten werden, ist eine "nona"-Aussage.

Und ich habe noch nie gehört, dass AIDS unheilbar sein, ohne das Wort "zur Zeit" dabei zu hören.

Godesberg
10.08.2011 22:21

Hmm, ist eine chronische Krankheit noch chronisch wenn man sie heilen kann?

Wenn es eine Heilung mit einer alternativen Methode gibt, belege man sie, hole sich den Nobelpreis ab und freue sich auf ein Leben als Milliardär. Aber offenbar ist man da zu bescheiden.

01052004
09.08.2011 19:49
ich bin ja nicht grad der große genderfreak. aber

vaginalgel gehört doch eher zu probandInnen. oder hab ich da wissenschaftliche neuentdeckungen verpennt???

biodiesel - das moderne lampenpetroleum
10.08.2011 00:01

schwule werden bestimmt auch davon profitieren, aber das darf man ja den religiösen nicht vorher sagen und für die ist immer die frau für die vorsorge zuständig.

Andreeeas
10.08.2011 23:21

Solange es Vaginalgel heißt, bezweifle ich den Nutzen für Schwule.

wizenstain
09.08.2011 14:09
Phase-I-Tests an um die zehn gesunden Probanden

wieviel verdienen diese Probanden?
wer macht das freiwillig?

Schmutziger Kojote
09.08.2011 14:38
Wieso?

Hier geht es lediglich um einen Verträglichkeits-Test, und um nichts anderes.

wizenstain
09.08.2011 17:40
auch das stell ich mir nicht lustig vor

rudolf schladming
10.08.2011 14:03

ein bekannter von mir hat einmal an einem test für ein neues medikament (schmerztherapie für krebspatienten) teilgenommen und ~600,- euro bekommen für 2 tage und eine übernachtung im krankenhaus.

agent provokateur
09.08.2011 13:08
"...Anti-HIV-Antikörper..."

ob das gescheit ist?

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