Hungersnot in Ostafrika

Erstes UNHCR-Flugzeug bringt Hilfslieferung nach Mogadischu

9. August 2011, 13:30

Erste Landung nach fünf Jahren - Trotz Gefechten in Mogadischu 31 Tonnen Hilfsmaterial nach Somalia gebracht

Mogadischu/Genf/Berlin - In Somalias Hauptstadt Mogadischu ist nach dem Rückzug der Al-Shabaab-Miliz erstmals seit fünf Jahren wieder ein Flugzeug des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR gelandet. Das am Montag eingetroffene UNHCR-Flugzeug habe mehr als 31 Tonnen Hilfsmaterial an Bord zur Versorgung der Hungernden, teilte die Organisation in Genf mit. Auch nach dem Rückzug der radikal-islamischen Miliz kam es in der Nacht zum Montag in Mogadischu zu vereinzelten Feuergefechten.

Das UNHCR-Flugzeug transportierte vor allem Material für Unterkünfte sowie Decken, Wasserkanister und Küchenutensilien. Weitere Flüge sind für Donnerstag und kommende Woche vorgesehen. Bisher hatte die UN ihre Hilfsgüter auf dem See- und Landweg in das von Hungersnot und Bürgerkrieg geplagte Land gebracht. Ende Juli hatte bereits das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (UN World Food Programm) damit begonnen, die Notleidenden in Somalia aus der Luft zu versorgen.

Weitere Spenden notwendig

Das UNHCR verwies darauf, dass es bisher nur 45 Prozent der Gelder zur Verfügung hat, die für das Notstandsgebiet dringend benötigt würden. Die Bundesregierung stockte ihre Hilfe am Montag für die Hungernden am Horn von Afrika um weitere 2,5 Millionen Euro auf. Insgesamt stellt Deutschland in diesem Jahr damit 33,5 Millionen Euro direkt und weitere 32 Millionen über die Europäische Union für die Bekämpfung der Hungersnot in Somalia, Äthiopien und Kenia zur Verfügung. Der Beauftragte für humanitäre Hilfe im Auswärtigen Amt, Markus Löning, rief zu weiteren Spenden für die Menschen in Afrika auf.

Der Rückzug der islamistischen Kräfte aus Mogadischu bedeutet kaum ein Ende der Kampfhandlungen. Zwar forderte der somalische Militärsprecher Abdikarim Yousuf Dhaga Badan die Rebellen auf, endgültig den Kampf aufzugeben. Die Miliz verkündete dagegen, dass der Rückzug am Wochenende lediglich eine "neue Taktik" sei im Kampf gegen die Regierung und für die "Befreiung des Landes von den Andersgläubigen". Die Zentralregierung betonte, dass inzwischen somalische Truppen die Hauptstadt kontrollierten. Sie werden von Friedenstruppen der Afrikanischen Union unterstützt.

Keine funktionierende Zentralregierung

Die Rebellen, die auch Beziehungen zur Terrororganisation Al-Kaida haben, kämpfen für einen islamischen Gottesstaat am Horn von Afrika und einen weltweiten Jihad. Sie kontrollieren weite Teile des Landes vor allem im Zentrum und im Süden, wo deshalb kaum Hilfe für die Hungernden hinkommt.

Ungefähr 100.000 Somalis haben sich in den vergangenen zwei Monaten in die Hauptstadt geflüchtet, wo bereits etwa 370.000 Flüchtlinge leben. Mehr als 800 000 Somalis fanden in den Nachbarstaaten Kenia und Äthiopien Zuflucht. In Somalia, das besonders hart von der derzeitigen Dürrekatastrophe betroffen ist, gibt es seit 20 Jahren keine funktionierende Zentralregierung mehr. (APA)

Dr Stänkerer
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Werbung, Werbung und Werbung

UNHCR finanziert sich grossteils aus Spenden die fuer Somalia, Afghanistan, Darfur geben werden. Natuerlich helfen andere UN Organisationen auch. Aber UNHCR hat die schnelleren Pressesprecher.
An Bord des Flugzeuges sitzt (statt zweier Reis-Saecke) auch ein UNHCR-Fotograf, der die Aktion fuer die UNHCR Webseite festhaelt. Das ringt mehr spendedn. Damit sind die USD 6000-10.000.- Monatsgehaelter der UNHCR Leute, gesichert, die ja auch USD 2000-3000 im Monat fuer iher Villen im Dienstort Nairobi zahlen muessen.
Und manchmal muessen ein paar tausen hungrige Kinder 3 Std mit dem Essen warten, bis der UNHCR Direktor gelandet ist - fuer's Gruppenbild beim Essen fassen.
WFP macht's uebrigens genauso.

Bürger Europas
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Lieber Herr Stänkerer,

was ist Ihre Empfehlung? Was sind Ihre Alternativen?

Zu jeder Spendensammlung gehört Werbeaufwand. Gut wollen ist halt noch lange nicht gut getan. Wenn Sie die Leute nicht ansprechen, werde sie Ihnen kein Geld geben! Dazu gehören z.B. auch Fotos.
Ihren Ausführungen entnehme ich, dass die UNHCR diesbzgl. sehr professionell arbeitet. Das unterstütze ich gern.

Und wenn gute Leute gutes Geld verdienen, habe ich auch nichts dagegen. Egal für wen sie arbeiten.
Den Hungernden in Afria ist nicht damit geholfen, dass einige Hilfsorganisationen nur Idealisten beschäftigen.

imho falsch!
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ja, das ist schon schiarch...

genauso wie die tatsache, dass die kanaillen nur first oder business class fliegen... (übrigens auch auf der kurzstrecke).

Wolfgang Lederbauer1
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...Menschen, die aus den dürreplagten Regionen Somalias in die Hauptstadt fliehen...

Brunnen ( innerhalb weniger Tage bis 50 m Tiefe und mehr ) haben wir erarbeitet. Nun müßte eine intensive Forschungs- und Entwicklungsphase beginnen und sofort Testprojekte errichtet werden.

Bedauerlicherweise war die weitere Forschung und Entwicklung dieser wichtigen Projekte durch die Vorgangsweise des Rechnungshofs bisher nicht möglich.

http://so-for-humanity.com2000.at SFH-0231, SFH-1151, SFH-1159 etc.

Wolfgang Lederbauer1
00
...Menschen, die aus den dürreplagten Regionen Somalias in die Hauptstadt fliehen...

Teil 1:

Wie könnte man dieser armen Bevölkerung helfen?

Durch innovative und wirtschaftliche Lösungen. zB.:

- Vorgefertigte, rasch zu errichtende, gegen Hitze gedämmte Hauselemente

- Vorgefertigte, rasch aufzustellende spezielle Zelte, die mit Öfen kombiniert sind.

- Rasch zu errichtende Brunnen

- Schutz gegen Hochwasser

etc.

http://so-for-humanity.com2000.at SFH-0231, SFH-1151, SFH-1159 etc.

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