Keine Förderung

Studentenheime werden empfindlich teurer

8. August 2011, 14:28

Wissenschaftsminsterium streicht Förderungen für Neubauten und Sanierungen - Heimbetreiber rechnen mit einer Steigerung der Mieten um bis zu dreißig Prozent

Wohnen in Studentenheimen wird in der nächsten Zeit empfindlich teuer. Durch die Streichung der Förderungen für Neubauten und Sanierungen des Wissenschaftsministeriums sehen sich die Betreiber von Studentenheimen dazu gezwungen, die Mieten zu erhöhen. Bernhard Tschrepitsch von der Akademikerhilfe rechnete in einem Gespräch mit der APA mit einer Erhöhung von bis zu 30 Prozent. In einer Aussendung des Salzburger Studentenwerkes heißt es, dass die Mieten von 300 auf 360 Euro erhöht werden müssen, falls die Streichung der Förderungen tatsächlich schlagend werden. ÖH und Heimbetreiber sehen deshalb einen "dringenden Handlungsbedarf der Politik".

Bisher hat das Wissenschaftsministerium Neubauten von Studentenheimen mit bis zu 15.000 Euro pro Heimplatz gefördert, bei Sanierungen wurden bis zu 11.000 Euro zugeschossen. Dieses Geld wird nun wegfallen.

1000 Euro mehr pro Jahr

"Wir befürchten eine Steigerung der Heimkosten um bis zu 1000 Euro im Jahr. Damit wird Wohnen für viele Studierende unleistbar", erklärt ÖH-Generalsekretär Peter Grabuschnig. Rund zehn Prozent der Studierenden würden in Heime leben, heißt es in der Aussendung. "Bisher war das Wohnen im Heim für Studierende rund 25 Prozent günstiger als ein Zimmer in einer WG. Sollten die Kosten für Heimzimmer jedoch um 60 Euro oder mehr im Monat steigen, wird für viele Studierende das Wohnen am Studienort nur mehr schwer finanzierbar", befürchtet die stellvertretende ÖH-Vorsitzende Angelika Gruber.

"Schaden für Standort"

Georg Leitinger von Salzburger Studentenwerk glaubt, dass die Heime im Falle einer Streichung der Förderungen nicht mehr saniert werden können. "Das heißt, sie werden in desolatem Zustand weitergeführt oder müssen ganz zusperren", so Leitinger. Eine Miete von 360 Euro pro Zimmer sei nicht mehr für sozial verträglich. Leitinger sieht in den Sparplänen der Regierung einen Schaden für den Universitätsstandort. "In ganz Europa wird studentisches Wohnen vom Staat gefördert, außer von Österreich." 

Wissenschaftsminister Töchterle hielt in eine Stellungnahme im Mai an der Streichung der Förderung fest. Er wolle stattdessen sozial bedürftige Studenten direkt unterstützen. (red, derStandard.at, 8.8.2011)

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Posting 1 bis 25 von 68
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Hosenträgerträger
00
10.8.2011, 11:09
Ich glaub ich frag einfach mal bei der Kirche

Immerhin zahl ich Kirchensteuer und bin aus dem gefährlichen Alter heraußen. Vielleicht tun ja die was für bedürftige (Studenten).

Angelika70
00

Hm. Stieftöchterl bewohnt mit einer Freundin eine kleine Mietwohung (55m2) und das ist für beide billiger als ein Studentenheim. Privatsphäre und Lernruhe inklusive.

pfeffernelke
20
10.8.2011, 09:39

Gratuliere ;) Ihre Stieftochter kann rechnen. Wenn ich mir manche Studenten anschau frag ich mich auch, warum sich die so ausnützen lassen. Jede Mietwohnung die man zu zweit bewohnt ist billiger, als ein Heim. Aber so weit denken die meisten wohl nicht.

ninette
00
10.8.2011, 13:28

Sorry, aber das ist eine Verallgemeinerung, die so einfach nicht stimmt. In Ibk etwa, wo ich den Wohnungsmarkt relativ gut kenne, sind Zimmer in 2er/3er-WGs oft empfindlich teurer als ein Heimplatz.

pfeffernelke
80
Zimmer Zimmer Zimmer

Ist es als Student eigentlich verboten eine Wohnung zu besitzen? Es gibt 30 m2 um 300 Euro oder sogar noch weniger. Rechtzeitig bei der Gemeindewohnung anmelden oder eine Genossenschaftswohnung nehmen. Die gibts auch mit 8000 Euro Beitrag und den kann man mit der Miete zurück zahlen. Ich versteh nicht, warum soviele für 10 m² 300 Euro bezahlen. Wofür? Es gibt wirklich genug kleine Wohnung.

Georg G
00
17.8.2011, 09:15

Wenn man keine ahnung hat, einfach mal die goschn halten. So schauts aus.

Got Your Nose!
01
15.8.2011, 20:35

wo gibts die? nichtda, wo ich wohn.

anna b
02
Gemeindewohnung

Die meisten Studierenden brauchen deshalb eine eigene Unterkunft, weil die Eltern eben nicht am Studienort wohnen. Um sich überhaupt für eine Gemeindewohnung anmelden zu können, z.B. in Wien, muss man aber schon mind. 2 Jahre in Wien mit Hauptwohnsitz gemeldet sein. Wie soll das gehen?

Angelika70
00

Ich suche für meine zweite Tochter eine kleine Wohnung in Wien, ca. 40m2 um maximal 400.- warm, keine Ablöse, kein Sanierungsbedarf.
Wunschbezirke: alles ausser Transdanubien und 1100 sowie 1110.

Bitte um ihre ernstgemeinten Angebote!

pfeffernelke
20
10.8.2011, 09:38

Man muss ja nicht sofort dort hin. Aber man darf ja ruhig nach ein paar Jahren in die Gemeindewohnung ziehen. Es gibt genug Studenten, die auch noch im 10 Semester in den WGs wohnen

fizcaraldo
01

8000€ hat ja jeder Student einfach so frei zur Verfügung und braucht sie bis zum Ende des Studiums auch nicht. In welcher Welt lebst du eigentlich?

pfeffernelke
00
10.8.2011, 09:37

Ich sagte gerade, die 8000 Euro kann man als Darlehen bezahlen. Zusätzlich zur Miete. Ob ich jetzt 300 Euro für das Heim oder für die eigene Wohnung bezahle ist doch wohl schon egal.

Buck Rodgers
06

und schlafen tuns am nackerten Boden? Strom, Gas, Heizung und Internet brauchens wohl auch nicht.

Mal ganz abgesehen davon, dass man ziemlich lange auf eine Genossenschaftswohnung warten muss.

Heimpreise sind all-inklusiv. Ihre weit hergeholten Angaben entsprechen einer kalten Wohnung im Keller mit einer Matratze am Boden.

bloodynoob
02

können sie mir sagen in welcher stadt sie solche preise gesehen haben, währe froh um eine billige wohnung

Taschenkalender
01
Der Pöbel soll bloß nicht studieren

dann nehmen die ja am Ende noch den Kindern der Reichen den Arbeitsplatz weg..

Außerdem kann man Dumme leichter verar§schen..so gesehen ist die ÖVP am richtigen Weg

und jedem ists wuascht, weil er will ja eh die "sozial bedürftigen direkt fördern"..

Wenn in zehn Jahren dann die Akademiker ausgehen dann hat´s wieder keiner kommen sehn..

Angiv fast stedsangivelse
30

"In ganz Europa wird studentisches Wohnen vom Staat gefördert, außer von Österreich."

Und darum zahlt man für Uni-eigene Heime und Wohnungen in Kopenhagen >500€ für ein Mini-Zimmer?

Angiv fast stedsangivelse
01

Und was genau ist die Gegenleistung für die bis zu 30% Teuerung?
Man bekommt ja meistens irgend ein besch... 10m2 Zimmer (eventuell auch zu 2.) und das für 300€. Und dafür darf man sich noch mit 10-20 Anderen die Küche teilen, etc.

rasenmähermann
08

Und Stück für Stück wird alles was das Studieren finanziell tragbar gemacht hat weggesäbelt.
Freifahrt ist ja eh schon lange Tot. Familienbeihilfe gibts nur noch für den Bachelor. Die Zuschüsse zu den Studentenheimen und zur Krankenversicherung werden gestrichen.

Der, der es besser weiß
00

Aber dann werde ich zum Tagespendler.

linksextremer kampfposter, von der öh bezahlter
03
Dann zieh' ich eben um - in den Hörsaal!

lumbricus
02

Hier könnt ihr Save HausDöbling unterstützen:

http://www.hausdoebling.at/index.php... 71&lang=en

der gärtner
06
Töchterle [...] wolle stattdessen sozial bedürftige Studenten direkt unterstützen.

ja klar.

und während die streichung der förderung fix ist,

ist diese direkte förderung von bedürftigen immer noch
...nur ein wunsch.

metalwoman
20

Richtig günstig wohnen kann man bei manchen Verbindungen im eigenen Haus. Aber dafür zahlt man einen anderen Preis...

Got Your Nose!
05

da miet ich mir vorher einen zeltplatz.

Hoher Standard
50
"In ganz Europa wird studentisches Wohnen vom Staat gefördert, außer von Österreich."

Man muss aber auch dazu sagen, dass im europäischen Ausland trotz staatlicher Förderung Preise >100€/Woche durchaus normal sind und deshalb 360€/Monat noch immer vergleichsweise günstig sind.

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