Bisher 53 Patienten wegen FSME im Spital

Zahlen laut Virologen durchaus im für Österreich üblichen Bereich - Zecken bis 1.500 Meter Seehöhe zuhause

Wien - Die Zecken haben noch immer Saison: Die Zahl der FSME-Erkrankungen hat sich bis vergangenen Freitag (5. August) auf 53 erhöht. Die Bundesländer-Rangliste führt derzeit Oberösterreich mit 19 ins Spital aufgenommenen Personen an. "Die Zahlen bedeuten keinen 'Ausreißer'. Wir haben in Österreich von Jahr zu Jahr etwa 50 bis 100 Erkrankte, die ins Spital müssen", sagte Franz X. Heinz, Chef des Departments für Virologie der Medizinischen Universität Wien.

Für die Bundesländer-Auswertung der FSME-Statistik ist jeweils das Krankenhaus (Ort) Ausschlag gebend, in welches der Betroffene eingeliefert wird. Das bedeutet nicht, dass der an Frühsommer-Meningo-Enzephalitis Erkrankte sich auch im selben Bundesland infiziert hat. Jedenfalls wurden in diesem Jahr zwei Patienten in Wien, einer in Niederösterreich und gar 19 in Oberösterreich behandelt, wo es in der Folge auch einen Todesfall gegeben hat. Im Burgenland gab es bisher einen Patienten, elf in der Steiermark, jeweils drei in Kärnten und in Salzburg, acht in Tirol und fünf in Vorarlberg. Der jüngste Erkrankte war ein Baby im ersten Lebensjahr, der älteste über 80. Ein Patient ist bereits an den Folgen der Zeckenkrankheit verstorben.

Impfschutz

Michael Kunze, Leiter des Instituts für Sozialmedizin der Medizinischen Universität Wien, erklärte Mitte Juli: "Gerade in der Sommerzeit ist es wichtig, auf den Impfschutz zu achten. Zecken gibt es in allen Bundesländern Österreichs - auch in den Bergen bis 1.500 Meter Seehöhe. Das Wetter, die Mobilität und das Freizeitverhalten der Österreicher erhöhen das Risiko. Nur die Impfung schützt verlässlich."

In Österreich wurden laut den Fachleuten vom Institut für Virologie der MedUni Wien im vergangenen Jahr insgesamt 63 Fälle der "Zeckenkrankheit" registriert. Ein Patient starb vergangenes Jahr an der heimtückischen Virus-Infektion. Die Sterblichkeit im Rahmen der Erkrankung liegt bei 0,5 bis ein Prozent. Je älter die Betroffenen, desto schwerwiegender sind häufig die Komplikationen. Bevor es die hoch wirksame Impfung gab, wurden in Österreich Jahr für Jahr 300 bis 700 FSME-Erkrankungen registriert. (APA)

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