KDE5: Startschuss für die nächste Desktop-Generation

  • Im Rahmen eines Vortrags am Desktop Summit verkündete man am Sonntag die Pläne für KDE Frameworks 5.
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    foto: andreas proschofsky

    Im Rahmen eines Vortrags am Desktop Summit verkündete man am Sonntag die Pläne für KDE Frameworks 5.

Überarbeitung der Plattform zunächst im Fokus - KDE Framework 5 will modularisieren, aber große Brüche vermeiden

In den letzten Monaten hat es sich schon über den einen oder anderen Blog-Eintrag angekündigt, im Rahmen des derzeit in Berlin laufenden Desktop Summit macht man es aber nun offiziell: Das KDE-Projekt macht sich zu einer neuen Generation der eigenen Software auf, mit dem KDE Framework 5.0 will man den Desktop nicht zuletzt auf eine flexiblere Basis stellen.

Ziele

Basierend auf dem bereits in Entwicklung befindlichen Qt5 will man sich dabei auf Modularität, eine klare - und vereinfachte - Plattform sowie eine gesteigerte Code-Qualität konzentrieren. Oberstes Ziel sei es bessere Tools zur Anwendungsentwicklung zu kreieren, nicht zuletzt um sie Qt-EntwicklerInnen jenseits von KDE schmackhafter zu machen, so Aaron Seigo, einer der Kernentwickler des Projekts in einem Blog-Eintrag.

Modular

Die Modularisierung demonstrierte man im zugehörigen Vortrag anhand eines Diagramms. Es gelte zunächst einmal darum die Abhängigkeiten zwischen den einzelnen Modulen anzupassen bzw. überhaupt erst zu definieren. Dazu sollen zunächst einmal die Git-Repositories neu sortiert werden, die Einzelbestandteile später auch in separaten Paketen veröffentlicht werden - statt wie bisher als monolithische "kdelibs".

Überlegungen

Große Umbrüche - wie sie etwa mit dem Umstieg auf Qt4 einhergegangen sind - soll es hingegen nicht geben. Allerdings will man einige der bisher benutzten Services hinterfragen - so soll etwa KWallet ersetzt werden - und überlegen, welche der KDE-Technologien besser in Qt selbst untergebracht wären.

Parallel

Parallel zu den Arbeiten an KDE Framework 5 soll die Entwicklung der bestehenden Anwendungen ungestört auf der Version 4 der Plattform weitergehen. Erst wenn die neuen Frameworks in einem ausreichend ausgereiften Zustand sind, werde man damit beginnen, die eigenen Anwendungen zu portieren. Auf diese Weise will man verhindern, dass die Anwendungsentwicklung von den Umbauten an den Bibliotheken behindert wird. Eine Konsequenz dieser Herangehensweise ist allerdings, dass das kommende KDE 4.8 auf den bestehenden kdelibs 4.7 basieren wird.

Evolutionär

Seigo betont, dass sich dieser Ansatz grundlegend von der Herangehensweise an KDE4 unterscheide. Statt großen Brüchen - samt all den damit verbundenen Problemen - setze man dieses mal auf evolutionäre Verbesserungen. Für viele EntwicklerInnen sollten sich die nötigen Änderungen an ihrer Software denn auch in engen Grenzen halten.

KDE5?

Das resultierende Ergebnis will man derzeit lieber noch nicht als KDE5 bezeichnen, wie Seigo rasch zu betonen bemüht ist. Nicht zuletzt eben, weil KDE eine Community sei, solch großen Entscheidungen müsse man also gemeinsam treffen. Aus dem selben Grund gibt es bisher noch keinen fixen Zeitplan für KDE Frameworks 5.

Ablauf

Gegenüber den WebStandard lässt Seigo aber dann zumindest einen gewissen Rahmen durchblicken: So wolle man die Release möglichst nah an die Freigabe von Qt5 halten. Insofern werde ein konkreter Termin auch davon abhängen, ob man bei Qt die bisherigen Zeitvorstellungen halten könne. Auf jeden Fall soll es aber eine erste Version bereits kommendes Jahr geben. (Andreas Proschofsky aus Berlin, derStandard.at, 08.08.11)

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Warum integriert man den Firefox nicht besser? Ist denn der Konquerer oder rekonq wirklich so toll? Bisher hatte ich ja nicht den Eindruck...

Die KDE "Basis" Qt entwickelt sich in Richtung "Mobile Einheiten"

Umbauten, die am KDE geplant sind, sollen dafür sorgen, dass KDE modularer wird und ganz nebenbei darauf vorbereitet in der Zukunft auch mit Wayland zu laufen.

Wenn das nicht gemacht wird, ist KDE über kurz oder lang tot.

Das Stichwort heißt "Plasma Active":

http://www.golem.de/1108/85534.html

Das, was man hier sieht macht die Entwicklungsrichtung deutlich.

Es gefällt mir sehr. In jeder Hinsicht. Alleine die Tatsache, dass sich eine freie Oberfläche bildet, die auf allen Systemen laufen kann ist irgendwie faszinierend. Umso mehr, weil ich gerade mit Qt herumexperimentiere und jeden Tag auf's neue positiv überrascht bin, was es alles kann.

Qt Creator steckt noch in den Kinderschuhen, die sind aber niiieedlich... ;)

plasma active find ich ja schon ziemlich gut.

die performance aber in dem video lässt dermassen zu wünschen übrig dass es völlig konkurrenzUnfähig ist..

(damit mein ich nicht die optischen effekte - die ja sehr smooth laufen sondern die ladezeiten)

ist das wetab so schwach oder woran liegt das??

ist das wetab so schwach oder woran liegt das??

Ich schätze, hier spielt alles zusammen. Das, was wir auf dem Video sehen, ist eine "Machbarkeitsstudie". Es ist nicht mal ein "Alpha-Stadium". WeTab war meines Wissens nie ein "Performance-Wunder". Dass es langsam ist und ruckelt wurde von Anfang an bemängelt. Ob es an den Komponenten, Treibern oder dem System selbst liegt, ist schwer zu sagen. Höchstwahrscheinlich von allem ein Wenig.

Ich würde von diesem Demo in Sachen Leistung auf keinen Fall auf das künftige Produkt schließen. Hier handelt es sich bestimmt um eine mit "heißen Nadel" gestrickte Adaption der Desktop-Variante.

Kann ich nur zustimmen, das eine sehr frühe Testversion, in der gerade einmal ein paar Monate Arbeit stecken. Zu so einem Zeitpunkt hat Performance üblicherweise noch keinen großen Stellenwert in der Entwicklung.

http://blog.martin-graesslin.com/blog/2011... -was-text/

erste ergbnisse auf wayland... also es tut sich ja viel bei der kde basis wovon wir in zukunft noch profitieren werden... ich frage mich nur ob denn jemals ein status erreicht wird an dem man dann nichts komplett neues ultrageiles implementieren muss und man sich auf das ausmerzen von "1000 paper cuts" konzentrieren kann....

Es wird mangels Kapazitäten einfach zu langsam entwickelt...

Und daran wird sich weder bei Gnome, noch bei KDE in absehbarer Zeit nichts ändern.

Das ist etwas, was ich schon seit Jahren beobachte: es werden viel zu viele (redundante) Projekte gleichzeitig entwickelt. Daher läuft es zu langsam: so langsam, dass zum Zeitpunkt, wo das Projekt oder Applikation einen "reifen" Stand erreicht hat, die Änderungen an der "Basis", die in dieser Zeit entstanden sind dazu zwingen, es wieder umzubauen.

Linux-Versionsnummern sprechen Bände: egal, wie gut die Applikationen funktionieren, aber wenn sie über ein halbes Jahrzehnt in einer 0.x-Version daher kommen, heißt es nur eins: die Schöpfer halten es für unfertig.

Diesen Status würde ich mir auch für einige Zeit wünschen....

Bugfixing für KDE 4

Bitte, bitte, liebe KDE-Entwickler, vergesst bei dieser Neuentwicklung nicht auf ein wirklich fundiertes Bugfixing von KDE 4!

Hoffentlich wird's diesmal nicht auch so ein fail wie KDE 4.0. Aber immerhin haben's die Entwickler nun selbst eingesehen, das gibt Hoffnung.

Ich hatte auch gehofft, dass mit KDE Wallet schon früher was passiert, das Ding ist ja ohne PAM-Integration unmöglich.

haha .. kennst du den thread im kde bugtracker bez. PAM in kwallet integrieren?

Nein, hat der leicht Unterhaltungswert?

Sehr gut.

KDE 4 war grosse Scheisse.

So wie auch GNOME 3.

Das war 2x Windows Millenium Edition.

KDE 4 weil sie gross rumposaunt haben wie geil alles wird, danach unzählige Bugs hatten. Und Gnome 3 weil sie aktiv die Anwender weiter verblöden.

Aber wissen Sie, was das Witzigste überhaupt ist:

Unter fast jedem Beitrag von User >NONE< findet sich eine Antwort von User >Gefährliches Halbwissen<.

NONE äußert sich wenigstens zum Thema, wenngleich auch wiederholt. Aber was ist nochmal Ihre Agenda?

Dass User >NONE< KDE und GNOME nicht mag, dass erschließt sich dem geneigten Leser auch ohne das Überstülpen von Pseudo-Phrasen wie "Ich-Botschaft"

Ihr dürft aber beide gerne weitermachen. Wollte Sie nur wissen lassen, dass es ungemein amüsiert, wenn jemand einen anderen mit Regelmäßigkeit der Wiederholung zeiht.

Ich respektiere Ihre Meinung...

wenngleich ich in keinem einzigen Punkt mit Ihnen übereinstimme.

Das war keine Meinung, sondern eine Tatsachenfeststellung.

Dass Sie NONE hinterherdackeln und Wiederholung anmahnen ist ein Faktum (kann man ja an Hand der Postings nachlesen). Da gibt es nichts mit dem man nicht übereinstimmen könnte, ebenso wenig wie die Feststellung, dass Sie das tun eine Meinung ist.

Es ist anmaßend zu glauben, dass die eigene Meinung einer Tatsachenfeststellung entspricht.

Sie müssen aufhören, die Lieblings-GUIs der TU-Dropouts zu beleidgen!

Das Geflenne dieser Heulsusen in den Antworten zu Ihrem Posting ist ja nicht mehr auszuhalten =D

Danke, also das musste ja wirklich einmal gesagt werden ....

Du solltest aufhören Gnome 3 zu benutzen.

sag mal, ist einer der KDE-entwickler ein ex von dir oder hat dich nicht rangelassen? ;oP

Was kann Gnome dafür, wenn du verblödest?

Also die Leidenschaft, mit der du deine inhaltsleeren Postings über jeden Artikel hinweg kopierst, lässt irgendwo vermuten, dass du ein persönliches Problem mit irgendeinem Entwickler hast.

Bitte trag das mit dem aus und lass uns damit in Ruhe.

Sie schon wieder...

Haben Sie sonst nichts zu tun?

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