Drei Banken verstaatlicht

6. August 2011, 18:12

Rund 1,8 Milliarden US-Dollar Staatshilfe für angeschlagene Geldinstitute

Lagos - Nigeria verstaatlicht drei weitere angeschlagene Banken und stützt sie mit Milliarden-Summen. Die staatliche Bad-Bank werde der Afribank und der Bank PHB umgerechnet jeweils rund 1,3 Milliarden Euro und der Spring Bank eine halbe Milliarde Euro zur Verfügung stellen, teilte Nigerias staatliche Vermögensverwaltungs-Gesellschaft AMCON am Samstag mit. Bereits am Montag würden entsprechende Anleihen ausgegeben. Nach der Rekapitalisierung werde man nach neuen Investoren Ausschau halten.

Es ist nicht die erste Geldspritze für die drei Geldhäuser. Bereits 2009 hatte der Staat die schwächelnde Finanzbranche mit rund 2,8 Milliarden Euro gestützt. Damals stellten die Institute wegen ihrer schlechten Kapitalausstattung eine Gefahr für die zweitgrößte Volkswirtschaft Afrikas südlich der Sahara dar. Die Banken waren zu stark am Kapital- und am Ölmarkt engagiert und litten unter Missmanagement, was den Sektor in der Finanzkrise zum Wanken brachte. (APA/Reuters)

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