Rund 1,8 Milliarden US-Dollar Staatshilfe für angeschlagene Geldinstitute
Lagos - Nigeria verstaatlicht drei weitere angeschlagene Banken
und stützt sie mit Milliarden-Summen. Die staatliche Bad-Bank werde der Afribank
und der Bank PHB umgerechnet jeweils rund 1,3 Milliarden Euro und der Spring
Bank eine halbe Milliarde Euro zur Verfügung stellen, teilte Nigerias staatliche
Vermögensverwaltungs-Gesellschaft AMCON am Samstag mit. Bereits am Montag würden
entsprechende Anleihen ausgegeben. Nach der Rekapitalisierung werde man nach
neuen Investoren Ausschau halten.
Es ist nicht die erste Geldspritze für die drei Geldhäuser. Bereits 2009
hatte der Staat die schwächelnde Finanzbranche mit rund 2,8 Milliarden Euro
gestützt. Damals stellten die Institute wegen ihrer schlechten
Kapitalausstattung eine Gefahr für die zweitgrößte Volkswirtschaft Afrikas
südlich der Sahara dar. Die Banken waren zu stark am Kapital- und am Ölmarkt
engagiert und litten unter Missmanagement, was den Sektor in der Finanzkrise zum
Wanken brachte. (APA/Reuters)