Erste Testversion

GStreamer 1.0: Freies Multimedia-Framework wird erwachsen

Andreas Proschofsky, 6. August 2011, 08:18
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    grafik: gstreamer

Neue Serie soll bessere Hardwarebeschleunigung und allgemein erhöhte Performance bringen

Auch wenn das Multimedia-Framework GStreamer längst zu einem fixen Bestandteil im Linux-Umfeld geworden ist - zunächst bei GNOME und mittlerweile zumindest optional auch bei KDE - zur Veröffentlichung der großen Version 1.0 hat man sich bisher nicht durchringen können. Statt dessen pflegt man nun schon gute 5 Jahre lang die 0.10-Serie, dies soll nun aber ein Ende haben: Mit der Veröffentlichung von GStreamer 0.11 bringt Hersteller Collabora - passend zum gerade in Berlin startenden Desktop Summit -  eine erste Testversion einer neuen Generation des Frameworks, die schlussendlich in der Freigabe von GStreamer 1.0 münden soll.

Beschleunigung

Dabei nutzt man die Chance mit der Binärkompatibilität zu brechen, um einige Änderungen an der Architektur der eigenen Software vorzunehmen. Wie Entwickler Christian Schaller in einem Blog-Eintrag herausstreicht, will man damit vor allem die Hardwarebeschleunigung aktueller Systeme besser ausnutzen, also etwa VAAPI oder VDPAU unterstützen. Gerade im mobilen Bereich soll es über die Nutzung von Harware-Codecs wie OpenMax IL deutliche Performancezugewinne geben.

Kooperation

Auch sonst habe man für GStreamer 1.0 einen besonderen Schwerpunkt auf die Verbesserung der Performance gelegt. Dies soll sich in allen Anwendungen bemerkbar machen, besonders aber in komplexen Programmen wie dem Video-Editor PiTiVi. Zu den konkreten Neuerungen gehört etwa eine vollständig neugestaltete Pufferverwaltung. Die Entwicklung der neuen Release sei nicht zuletzt in Zusammenarbeit mit Hardwarepartnern wie Texas Instruments entstanden.

Anpassung

Der Bruch mit der API-Kompatibilität bedeutet natürlich auch, dass EntwicklerInnen ihre GStreamer-nutzenden Programme anpassen müssen. Allerdings kann die neue Generation der Software parallel zur bestehenden Serie installiert werden - wie es ja auch schon beim Wechsel von GStreamer 0.8 zu 0.10 der Fall war.

Download

GStreamer 0.11.0 kann ab sofort von der Seite des Projekts heruntergeladen werden. Einen fixen Zeitplan für die Freigabe der Version 1.0 nennt man zwar noch nicht, spricht aber immerhin von "später dieses Jahr". (apo, derStandard.at, 06.08.11)

Der Lustige
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Mplayer

Weiss jemand eigentlich warum fast jede Distribution und jede Desktopumgebung usw. seinen eigenen Player entwickelt? Wieso nimt man nicht ein Open Source Projekt her, dass bereits sehr gut ausgearbeitet ist (besser als vlc) wie zb. den MPlayer und entwickelt diesen dann gemeinsam? Ich kann verstehen das jeder andere Bedürfnisse hat und Qt und GTK+ sich deutlich unetrscheiden, aber inzwischen ist es echt eine unüberschaubare Menge geworden, vielleicht kann gStreamer da ja abhilfe schaffen.

Herman Toothrot
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naja. gstreamer ist ein framework. frontends gibts einen haufen dafür
http://gstreamer.freedesktop.org/apps/

und was gehts dir? einheitliche gui oder ein gemeinsame basis? gstreamer löst "nur" zweiteres.

Der Lustige
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Einheitlichkeit

Danke für den Link, wusste gar nicht das so viele Anwendungen gstreamer verwenden. Mir gings eh um die einheitliche Basis, die GUIs definieren sich ja über Qt oder GTK+,... wie zuvor erwähnt. Ich meinte nur das es bereits sehr gute Player gibt, die weit mehr können und nicht so viel Unterstützung erhalten, vielleicht liegt das allgemein an der Eigenbrötlerei im FOSS Bereich, wer weiss ^^

achwasweissdennich
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24.8.2011, 08:49

Das ist doch wie mit allen anderem auch in der Open-Source-Welt. Viele meinen ja auch, dass es nur eine Linux-Distribution geben sollte, und nicht zig verschiedene. KDE/Gnome/XFCE/Unity/... oder Firefox/Chrome/Konquerer/Rekonq/... Das ist halt der Preis der Freiheit.

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