Neue Spielregeln für das Bankensystem

Kommentar der anderen | 5. August 2011, 17:44

Der Markt ist völlig außer Kontrolle geraten. Statt noch schnelleren Computer-Tradings ist eine Rückbesinnung auf die Kernfunktion der Banken nötiger denn je - Von Wilfried Stadler

Sieben "Ver-Rückungen" zur Geldkrise.

1. Das goldene Kalb

Nachdem sie noch am Freitag davor ein ausgezeichnetes Rating der Stufe A genossen hatte, war die Investmentbank Lehman Brothers am Montag, dem 15. September 2008, insolvent. Dieses Ereignis markierte den Beginn der kritischen Phase der größten Finanzmarktkrise seit den Dreißigerjahren. Am selben Abend erzielte das in Kunstharz gegossene Goldene Kalb des britischen Künstlers Damien Hirst bei Sotheby's einen Rekordauktionspreis von 10,5 Millionen Pfund.

Zwei Jahre später, im September 2010, ging bei Sotheby's wieder eine Moderne-Auktion über die Bühne. Zur Versteigerung standen die Kunstwerke aus der Moderne-Sammlung des insolventen Bankhauses Lehman, deren Erlös die Insolvenzmasse zur Befriedigung der Gläubigeransprüche auffetten sollte. Darunter auch ein Werk von Damien Hirst. Diesmal jedoch fand sich kein Käufer.

2. High-Frequency-Trading

Dow Jones, jenes Medienunternehmen, in dessen Eigentum auch das Wall Street Journal steht, bietet seit kurzem einen neuen Finanznachrichtendienst an. Er nennt sich Lexicon und richtet sich an eine Zielgruppe, die nicht an Analysen oder Hintergrundinformationen interessiert ist, sondern nur an nacktem, sekundenaktuellem Zahlenmaterial. Zielgruppe und Abonnenten von Lexicon sind nämlich nicht eigenverantwortlich handelnde Personen, sondern Algorithmen, multidimensionale Rechenprogramme zur Optimierung von Veranlagungsentscheidungen. Im Rahmen ihrer einprogrammierten Logik treffen sie ihre Entscheidungen ohne weiteren menschlichen Eingriff. High-Frequency-Trading oder Algo-Trading nennt sich diese Form des Börsenhandels ohne direkten menschlichen Zugriff.

Zur Gewährleistung ultrakurzer Übertragungsgeschwindigkeiten sind die so gedanken- wie bedenkenlosen Investitionsroboter auf teuer angemieteten Flächen in unmittelbarer Nähe zu den Computerzentren der großen Börsen untergebracht.

Was diese hyperleistungsfähigen Systeme treiben, kommt einem automatisierten Insider-Trading gleich. Es führt zu Marktverzerrungen und stellt mit hoher Wahrscheinlichkeit sogar ein Sicherheitsrisiko für das gesamte Finanzsystem dar. Durch ihre Blitz-orders greifen sie in gerade laufende Handelsvorgänge von Konkurrenten ein, um von Preisinformationen zu profitieren, ohne am gehandelten Titel selbst interessiert zu sein. Heute laufen bereits mehr als 60 Prozent des an US-Börsen getätigten Handelsvolumens über derartige Systeme.

3. Hexensabbat

Den "veloziferischen Charakter" einer sich immer stärker beschleunigenden Zeit beklagte schon Johann Wolfgang von Goethe. Seine schöpferische Wortverbindung von Geschwindigkeit (velocitas) und dem Teufel (Luzifer) entstand am Beginn der Moderne, zu den Anfängen der Industriegesellschaft.

"Hexensabbat" - nicht zufällig eine faustische Assoziation - nennen Börsenhändler jene meist vierteljährlichen Verfallstage, an denen mehrere wichtige Indizes hektische Kaufs- oder Verkaufsaktionen auslösen. Die Kursausschläge an solchen Tagen sind oft sehr hoch. Die Ursache dafür liegt jedoch nicht in wesentlichen Nachrichten über Unternehmen oder über die Konjunkturentwicklung, sondern im Ablauf bestimmter Fristen, zu denen Spekulanten sich zur Einlösung von Optionen oder zur Realisierung von Terminkontrakten verpflichtet haben.

4. Die Welt der Schattenbanken

Dem immer detaillierter und kasuistischer regulierten Bankensystem steht ein bis heute praktisch unreguliertes und unkontrolliertes Finanzgeschehen in den sogenannten Schattenbanken gegenüber. Diese Finanzierungsgesellschaften sind meist in Steueroasen angesiedelt und rechtlich so konstruiert, dass pro forma kein direkter bilanzieller Zusammenhang mit den Banken besteht, von denen sie initiiert wurden.

Im Sommer 2008, also noch vor dem Höhepunkt der Finanzkrise, betrug das Gesamtvolumen aller Schattenbanken etwa 20 Billionen Dollar - beinahe das Doppelte der kumulierten Bilanzsumme aller Banken, die damals bei 11 Billionen Dollar lag. Und noch heute, bei einem auf 13 Billionen Dollar angestiegenen Gesamtumfang aller Bankenbilanzen, ist das auf 16 Billionen "geschrumpfte" Reich der Schattenbanken deutlich größer als das im Zentrum der Aufmerksamkeit der Kontrollbehörden stehende offizielle Bankensystem.

Obwohl mittlerweile unbestritten ist, dass die letztlich zur Krise führende, unkontrollierte Kreditgeldschöpfung hier ihren Ausgang nahm, bleiben die längst überfälligen Konsequenzen im Regulierungssystem bis heute aus.

5. Augenblickserfolge durch Kreditexpansion

Hinter dem Anspruch der Banken- und Finanzbranche, die bestbezahlten Manager und Mitarbeiter zu haben, steht die Behauptung, dort würde die höchste Wertschöpfung erzielt. Erstaunlicherweise bleibt diese Lebenslüge seitens der Vertreter der "Realwirtschaft", die sich mit Produkten und Dienstleistungen am Markt behaupten müssen, meist unwidersprochen.

Die Krise hat mit nicht zu überbietender Deutlichkeit gezeigt, dass ein sehr großer Teil der Bankengewinne der Vorjahre innerhalb kürzester Zeit durch drastische Verluste ausgelöscht wurde. Offensichtlich gab es in den Jahren davor aus dem Finanzsystem kaum reelle Wertschöpfung, sondern lediglich eine Serie von Augenblickserfolgen. Diese verdankten sich vor allem der Ausweitung der Verschuldungsspielräume und einer extremen Expansion neuen, durch Kredite geschaffenen Buchgeldes.

Langsam erst zeichnen sich die Konturen einer neuen Finanzmarktökonomie ab, die sich von der Illusion verabschiedet, die Finanzmärkte seien jene mit der perfekten Konkurrenz. Kritische Ökonomen der London School of Economics stellten kürzlich die Gegenthese auf: Kapitalmärkte stabilisierten sich im Unterschied zu den Märkten der Realwirtschaft schon deshalb nicht von selbst, weil sie durch falsche Anreizsysteme vorübergehend Überschussrenditen erzielen können. Sie entzögen dadurch der Unternehmerwirtschaft Wertschöpfungschancen. Der vor dem Ausbruch der Krise innerhalb eines Jahrzehnts von etwa 15 auf mehr als 40 Prozent gestiegene Anteil der Banken an den Gesamtgewinnen der größten amerikanischen Unternehmen sei dafür der beste Beweis.

6: Ein wirksames Containment gegen Finanzmarktschocks

Die Finanzbranche konzentriert sich bisher auf die Abwehr und Umgehung strengerer Regeln, statt aktiv am Aufbau eines gegen Krisen resistenten Finanzsystems mitzuwirken. Und das, obwohl der Internationale Währungsfonds die Summe der direkten staatlichen Hilfen für das Bankensystem der am stärksten betroffenen Volkswirtschaften mittlerweile auf 1,5 Billionen Dollar schätzt, von denen erst etwa ein Viertel im Aufschwung wieder zurückgeholt werden konnte.

Dabei sind die Konstruktionsmerkmale eines wirkungsvollen "Containments" für ein globalisiertes Finanzsystem, das immer noch nach regionalen Regeln spielt, gar kein Mirakel. Vor allem mehr "echtes" Eigenkapital - ohne die immer noch tolerierte Verwässerung durch sogenannte "Risikogewichtung" - brächte jene Stabilität, auf die Unternehmen und Steuerzahler ein Recht haben.

7. Verlorenes Vorbild und eine neue Vorrangregel

Die Finanzkrise hat zur höchsten je im OECD-Raum gemessenen Staatsverschuldung geführt. Die überall zur gleichen Zeit erforderliche Konsolidierung der Budgets wird über viele Jahre stark dämpfend auf das Wachstum wirken - mit den entsprechenden Folgen für die Arbeitsmärkte und eine umso schleppendere Entschuldung. Die latente Unsicherheit über die Weiterentwicklung der angegriffenen Gemeinschaftswährung dämpft die Investitionslust der Unternehmen. Niemand will sich darauf verlassen, dass der Ausgleich auf Dauer aus den derzeit boomenden asiatischen Volkswirtschaften und anderen Schwellenländern kommt.

Die Zeiten, in denen das angloamerikanische Kapitalmarktsystem als vorbildlich galt und von den internationalen Institutionen als Standard gegenüber den "Emerging Markets" durchgesetzt wurde, sind wohl vorbei. Ökonomen aus asiatischen Staaten fordern mit wachsendem Selbstbewusstsein die USA und Europa auf, möglichst vor der eigenen Tür zu kehren und endlich die richtigen Konsequenzen aus dem Scheitern ihres geradezu orthodoxen Glaubens an Finanzmarkteffizienz und Selbstregulierung zu ziehen.

Tatsächlich führt kein Weg daran vorbei, das Bankensystem unter Verzicht auf allzu temporeiche, überkomplexe Finanzinnovationen auf seine Kernfunktionen zurückzuführen und gewöhnliche Marktschwankungen durch kluge Spielregeln wirksam abzufedern, statt sie durch falsche Anreize noch zu verstärken. Nur eine eindeutige Vorrangregel, die Wertschöpfung vor Geldschöpfung reiht, führt am Ende zu größerer Systemsicherheit. (Wilfried Stadler, DER STANDARD; Print-Ausgabe, 6./7.8.2011)

WILFRIED STADLER (60), Honorarprofessor für Wirtschaftspolitik an der WU Wien, war langjähriger Vorstandsvorsitzender der Investkredit. Jüngste Veröffentlichung: "Der Markt hat nicht immer recht" (Linde-Verlag). Der Beitrag ist der Zeitschrift "Phoenix" (2/2011) entnommen.

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mir kamen beim lesen zwei fragen ... was ist mit lehmann zwischen freitag mittag und montag morgen passiert, wenn das rating da noch ok war?
und² ... was ist zb eine schattenbank? virtuelle tochtergesellschaften real existierender banken?

[eta] Tatsächlich führt kein Weg daran vorbei, das Bankensystem unter Verzicht auf allzu temporeiche, überkomplexe Finanzinnovationen auf seine Kernfunktionen zurückzuführen und gewöhnliche Marktschwankungen durch kluge Spielregeln wirksam abzufedern
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soll heißen? wieder dahin einschränken, wo es vorher war bevor die ersten liberalisierungen begannen? oder immer schön weiter retten mit steuergeldern?

Sehr guter Beitrag!!!!!!!!!!!!!

jo eh

wissen eh alle, aber es tut keiner was dagegen
die die eine macht hätten etwas zu verändern wollen es nicht weil sie selbst einen kleineren oder größeren nachteil daraus ziehen würden
und die die gern etwas machen würden haben wiederum nicht die nötige macht dazu

Der Flügelschlag des Schmetterlings...

Vielleicht sollte man auch nur die Einhebung einer Zahlscheingebühr bzw die Gewährung von Vortheilen bei Bezahlung per Dauerauftrag für illegal erklären.

Ich leb nämlich auch noch, obwohl ich hilflos vorm Zigarettenautomaten stehe, der mir nichts gibt, weil ich eben keine entsprechende Kreditkarte habe.
Würde es die "Erlagscheingebühr" (gibts ein Gerichtsurtheil) bzw die Gebühren bei Bar-Einzahlungen nicht geben, ich bräuchert kein Konto.
Und wir hätten sicher noch ein richtiges Postamt...

Das wär der Flügelschlag des Schmetterlings, der am Ende den Banken soviel "Papiergeld" entzieht, weil sie über kein echtes Geld zur Basel II-Absicherung des Papiergeldes mehr verfügen, weil ich einfach kein Konto mehr hab...

eine Vorrangregel gehört immer dem Leben und niemals einem gier beflissenem Markt.

Change

schön wärs, wenns so wär. ehrlich.

Die Chance eine bessere Welt zu entwickeln ist sehr groß

Okay,
das hochentwickelte Bankensystem das soeben erstickt im Schuldgeldsystem bereitet vielen Menschen Angst.

Marie von Ebner-Eschenbach: ?"Die glücklichen Sklaven sind die erbittertsten Feinde der Freiheit."

Die Menschen werden nicht von den Dingen,
sondern von den Meinungen über die Dinge gepeinigt. - Karl Leberecht Immermann

Gedankenexperiment („Erfinden wir unser Geld neu“) verbunden mit der Einführung der „Monetative“ als vierte staatliche Gewalt (neben Legislative, Judikative und Exekutive).
Wollen wir zumindest noch das, was wir als Demokratie verstehen, retten, dann sollten wir handeln. Jetzt! Und jeder/jede kann dazu beitragen.

Die glücklichen Sklaven sind die erbittertsten Feinde der Freiheit

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heiß es nicht, die glücklichsten sklaven sind die, die nicht merken/wissen, dass sie sklaven sind?

toll monetative, staatliche reguliertes geld. es lebe der dadurch entstehende turbo- nationalismus. da ist mir das jetzige system dann doch lieber.

jetzt weiß ich wieder warum ich den standard lese

hab den supermarkt gelese und was soll ich sagen der schellhorn ist ein ideologisch verblendeter schreiberling der keine ahnung hat

Ergänzung:

Ich - und wahrscheinlich viele andere auch - die bewusst NICHT an diesen "Märkten" teilnehmen, weil keine Aktien, keine Wertpapiere, keine Hunky-Panky Papierdl besitzend und bewusst niemals besitzen wollend, sehe NICHT ein, wie ich dazu komme die Auswirkungen solcher hemmungsloser Zockerei ausgeliefert zu sein und die Folgen davon mittragen zu können.

Wenn Sie auch dieser Meinung sind: grünes Stricherl
Wenn Sie anderer Meinung sind: rotes Stricherl

Das ist heute eine private "Sonntagsfrage" ein virtuelles und auswirkungsloses Mickeymouse-Volksbegehren im Standard, aber vielleicht kommen so viele Stricherln zusammen, dass der Standard darüber berichtet und es vielleicht auch ein verantwortungsvoller Politiker aufgreift.

Sie haben also keine Versicherung?
Sie haben also keine Mitarbeitervorsorgekasse?
Sie haben also kein Sparbuch?
Sie zahlen also keine Steuern?

Wie intelligent sind Sie denn bitte?

Was hat Steuerzahlen mit Anlageprodukten zu tun? Sind Sie tatsächlich der Meinung, dass jeder Steuerzahler Anlageprodukte haben muss?
Zu Ihrer Frage:
1) die von Ihnen aufgezählten Produkte habe ich NICHT - zumindest nicht die, die ich freiwillig wählen könnte. Meine Vorsorge ist rein realwirtschaftlich. Die Vorsorge und Versicherungsbeiträge zu deren Zahlung ich gesetzlich verpflichtet bin muss ich wohl haben. Umso schlimmer, wenn man mich zur Zahlung verpflichtet und meine Zwangsvorsorge verzockt.
2) Nein, ich habe KEIN Sparbuch (mehr) seit ich es durch meine Steuern selbst absichern darf. (Stichwort: offene und versteckte Bankenhilfen - Griechenland)
3) Fangen Sie bitte an ihr Gehirn zu benutzen. Damit kann man auch denken!

Keine Rechtschutzversicherung oder keine Haushaltsversicherung ist aber, außer man hat ein paar Mio auf der Kante, einfach dumm. Sicher, auch solche Versicherungen bieten keinen 100% Schutz, aber den gibt dir bekanntlich nichtmal der stärkste Glaube an Gott. Fakt ist jedoch, dass solche Versicherungen in vielen Fällen viel Ärger sparen helfen.
Sie spekulieren also darauf, dass Ihnen nix passiert. --> Schon toll, was man mit dem bösen Wort "spekulieren", oder soll ich "zocken" schreiben, alles machen kann ;-)

Jetzt wird es mir zu dumm.

Liebe(r) Clemo!
Eine Haushaltsversicherug fällt unter "Pflichtversicherung" ausser Sie schliessen gesondert eine private Haftpflichtversicherung ab.
Rechtsschutzversicherungen sind das Papier nicht wert auf der sie stehen, weis jeder, der sie schon einmal versucht hat in Anspruch zu nehmen.
Und was österr. und deutsch. nicht fondsgebundene Lebensversicherungen angeht: machen Sie Sich mal schlau über das Ö und D Versicherungsgesetz und das Ding namens "Deckungsstockprinzip".
Ihnen hat man ja wohl erfolgreich "alternative Anlageprodukte" eingeredet und Sie ein bisserl gebrainwasht.
Mischen Sie bitte nicht Äpfel und Birnen wild durch einander. Das ist fachlich einfach falsch.

Eine Haushaltsversicherung ist keine Pflichtversicherung. Es ist eine Grundvoraussetzung in vielen Mietverträgen, ja, aber gesetzliche Pflicht, nein. Es zwingt Sie keiner, zur Miete zu leben. Genauso wie eine Lebensversicherung nicht Gesetz ist, aber üblicherweise von den Bausparkassen verlangt wird.

Rechtsschutzversicherungen sind das Papier wert, auf dem Sie stehen. Aber wie ich geschrieben habe, es gibt keinen 100% Schutz.
Werden Sie nicht ausfallend. Man kann durchaus anderer Meinung sein zu einem Thema, dass einem emotionell nahe geht (wie Ihnen dieses Thema anscheinend). Ich mache bei den paar Zeichen hier pointierte Anmerkungen, mehr nicht. Die Welt ändert sich durch Sie oder mich doch nicht --> Es geht doch hier um nix ;-)

Computer sagt "Nein"!

Wenn das Schicksal von ganzen Staaten heute vom Wohlwollen dreier Privatunternehmen, Computersystemen und denen sklavisch ergebenen hrin- und verantwortungslosen Gierrammeln ist und die Politiker dieses Statten heute noch glauben durch ihr Handeln die "Märkte beruhigen" zu müssen - dann sollte sich jede/r zu fragen beginnen, ob sie/er den Wahlzettel ausgefüllt und die Steuerlast zu tragen hat, oder "die Märkte".

"Die Märkte" - das kann ich schon gar nicht mehr hören. Umschreiben wir heute höflich und bewusst so Verbrechen an Volskwirtschaften die wir dulden?

Wenn Demokratien beim "Willen der Märkte" ihr Ende gefunden haben ist es Zeit darüber nachzudenken, ob diese "Märkte" rechtlich überhaupt noch in unsere demokratischen Systeme passen.

Nur es gibt kein passendes Gericht.

Schauen Sie sich an, wie die Bewertung von zB Tschechien ist und wie viel Zinsen Tschechien zahlt.

Die 3 bekanntesten Ratingagenturen sind schon sehr mächtig, aber eben nicht alles.

Wir gehen einfach dahin, dass zB ein Unternehmen wie Microsoft weniger Zinsen auf seine Anleihe bezahlen muss als zB Italien.

wer darf denn

SOUVERÄNE Staaten "bewerten" und damit unter Druck setzen ....

dann sind diese Staaten ja nicht souverän ....

Ganz recht, Finanztransaktionssteuer UND Leerverkäufe JA NICHT VERBIETEN.

Die Leerverkäufe sind es die all die schönen Blasen RECHTZEITIG zum platzen bringen.
In einem solid aufgestellten System haben Leerverkäufe keine Chance.

So ein Schwachsinn, der daueren wiederholt wird.

Es platzen eben nicht nur Blasen, sondern auch alles das, worauf sich ein Angriff lohnt, weil eben die Gemengelage aus Mitspekulanten, Ratingagenturen, Dummschreibern usf. mitspielen.

Finanztransaktionssteuer!!

z.B. in der Hoehe von 0.2%.

Ois recht und schen,

das haben wir doch vor drei Jahren auch schon einmal gehört.
Ist nicht Christian Felber (ATTAC) wie ein Prediger durchs Land gepilgert und hat in jedem zweiten Dorf die Risiken des realen Bankensystems erläutert!

Die Politik hat versagt, aber gründlich.
Nicht eine relevante Änderung, die das Zocken und damit die Gefahren einbremste.
Nicht einmal eine Steuer Vermögen und auf Finanztransaktionen haben sie zustande gebracht, nicht in Brüssel, und nicht in Wien. Wie erbärmlich!

Und dann nennen sie es Demokratieverdrossenheit, wenn die Menschen mit solchen Repräsentanten nix mehr anstreifen wollen, wenn sie nicht einmal mehr zur Wahl gehen.

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