Ein Ungeheuer im Bett

  • Der Vater kommt sofort. "Keine Angst! Das war bestimmt nur ein böser Traum", sagt er.
    foto: verlag

    Der Vater kommt sofort. "Keine Angst! Das war bestimmt nur ein böser Traum", sagt er.

Papa! von Philippe Corentin ist ein tolles Kinderbuch ab dem dritten Lebensjahr - Dementsprechend zahm ist das Ungeheuer

Kinder können ganz schön ungerecht sein. "Da ist ein Fest im September", sagt der Vater. "Ich mag nicht hin", antwortet die Tochter. Um drei Minuten später nachzufragen: "Wer feiert da?"

Zu spät. Fall erledigt. Oder? Ähnlich schnell wurde beim Erstkontakt mit dem hier vorgestellten Buch gehandelt. Auf einen Blick folgte das Urteil. Auf Wiedersehen! Begründung: In dem Buch kommt ein Ungeheuer vor. 

"Papa! Papa! In meinem Bett ist ein Ungeheuer!"

Am Wochenende wird es abends vorgelesen. Die Eltern sind sich nämlich sicher: Papa! von Philippe Corentin ist ein tolles Kinderbuch (für Kinder ab dem dritten Lebensjahr).

Dementsprechend zahm ist das Ungeheuer. Die Geschichte beginnt damit, dass ein Bub im Bett liegt und schlafen soll. Dann wird die andere Hälfte des Bettes gezeigt - und da liegt ein grüner Drache, das Ungeheuer. Oder? Beide wachen auf und erschrecken: "Papa! Papa! In meinem Bett ist ein Ungeheuer!", wird gerufen.

Überraschende Wende

Der Vater kommt sofort. "Keine Angst! Das war bestimmt nur ein böser Traum", sagt er. Die Auflösung der Situation sorgt für eine Überraschung: Es ist der Papa des angeblichen Ungeheuers, der sein Kleines vor dem vermeintlich gefährlichen Menschenkind rettet.

Dann werden die Perspektiven getauscht, der Menschenjunge darf beruhigt werden. Einfach erzählt, überraschend und lustig - so lässt sich das Buch am besten beschreiben. Am Wochenende wird es gefallen - ganz sicher. (Peter Mayr, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 06.08.2011)

Papa!
Philippe Corentin
32 Seiten, 14,40 Euro
Moritz Verlag, Frankfurt 2011

Share if you care
2 Postings

Normalerweise wohnen die Monster ber unter dem Bett. :')

Sind wir nicht die Generation(en) der Vaterlosen ?

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.