Versuchungen im Job-Sommerloch

  • Nicht nur das Eis lockt, auch das Surfen im Internet
    foto: apa/michael hanschke

    Nicht nur das Eis lockt, auch das Surfen im Internet

Raus auf ein Eis und Surfen im Büro - Darf denn das sein?

Versuchungen dauernd zu widerstehen ist anstrengend, wusste auch Oscar Wilde, und riet, ihnen nachzugeben, um sie loszuwerden. Eine Spur davon ist jetzt - in der Sommerurlaubszeit - auch in Büros eingekehrt: Ein wenig später kommen, dazwischen mal raus auf ein Eis ... ein limitierter Spaß, aber ein bisschen mehr Freiraum. Gar keinen Spaß verstehen die Unternehmen, wenn es ums Surfen im Büro geht - der verbotenste Zeitvertreib am Firmenschreibtisch.

Sperren ist oft der Riegel gegen diese Versuchung. Grundfalsch, hat nun eine Forschergruppe belegt, wie die Zeitschrift Psychologie heute Alessandro Bucciol und seine Kollegen zitiert: Ein paar Minuten zwischendurch surfen verbessert demnach Arbeitsleistung, Produktivität, senkt die Fehlerquote, erhöht die Freude am Arbeiten. Kann, darf denn das sein? Dass engmaschige Ge- und Verbote die Belegschaften engagierter machen, wurde jedenfalls noch nicht gemessen. (Karin Bauer, DER STANDARD, Printausgabe, 6./7.8.2011)

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weiters

Bei Gleitzeit oder gar freier Arbeitszeit (techn. Entwicklung, Software, HW -Industrie -) wo kein "Just in Time" Arbeiten notwendig ist, sind von Mitarbeitern selbst eingelegte Eis- und Kaffepausen ein Vorteil für die Firma - oft wird dort wichtige Kommunikation unter Kollegen geführt (weitaus informativer als jegliches Bullshitbingomeeting).

Finanztechnisches Problem

Offiziell ist das Surfen auch ein finanztechnisches Problem. Der Mitarbeiter bekommt hier eine Vergütung in Form von Bereitstellung des Mediums mit Geräten und Software. (wie Geschenk Boni oder ähnliches ).
Weiters ein Thema der Sicherheit. Wer hat dann wieder mal schuld wenn irgendein Virus ... illegale Daten ... Die IT Muss sich mehr umm Sicherheit kümmern.
Auch wenn der Arbeitgeber das gerne erlaubt, so einfach ist es leider nicht.

Komisch, ich konnte immer surfen. Ich glaube, eine Firma, wo man nicht surfen darf wäre nichts für mich, da gehe ich gleich wieder im Probemonat.

Unser Kumpel, der Blitzgneisser Hanse glaubt...

... dass der Standardbeitrag da a bezahltes Inserat von da WKO und von da IV is: denn wenn ma im Büro lauter so fade Artikeln lest, dann hört ma von sölba zum Sörfn auf und hackelt ununterbrochen.

Kenne eigentlich keine Firma, die das verbietet. Wenn es zu viel wird und die Arbeit nicht gemacht wird, beklagen sich eh die Kollegen.

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