Versuchungen im Job-Sommerloch

  • Nicht nur das Eis lockt, auch das Surfen im Internet
    foto: apa/michael hanschke

    Nicht nur das Eis lockt, auch das Surfen im Internet

Raus auf ein Eis und Surfen im Büro - Darf denn das sein?

Versuchungen dauernd zu widerstehen ist anstrengend, wusste auch Oscar Wilde, und riet, ihnen nachzugeben, um sie loszuwerden. Eine Spur davon ist jetzt - in der Sommerurlaubszeit - auch in Büros eingekehrt: Ein wenig später kommen, dazwischen mal raus auf ein Eis ... ein limitierter Spaß, aber ein bisschen mehr Freiraum. Gar keinen Spaß verstehen die Unternehmen, wenn es ums Surfen im Büro geht - der verbotenste Zeitvertreib am Firmenschreibtisch.

Sperren ist oft der Riegel gegen diese Versuchung. Grundfalsch, hat nun eine Forschergruppe belegt, wie die Zeitschrift Psychologie heute Alessandro Bucciol und seine Kollegen zitiert: Ein paar Minuten zwischendurch surfen verbessert demnach Arbeitsleistung, Produktivität, senkt die Fehlerquote, erhöht die Freude am Arbeiten. Kann, darf denn das sein? Dass engmaschige Ge- und Verbote die Belegschaften engagierter machen, wurde jedenfalls noch nicht gemessen. (Karin Bauer, DER STANDARD, Printausgabe, 6./7.8.2011)

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