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100 Tonnen Material werden alljährlich in Österreich gesammelt. Möbel, Hausrat und Haushaltsgegenstände machen die Hälfte des gesamten Volumens aus.
Wien - Klapprige Anhänger, auf denen sich entsorgtes Gerümpel, Elektrogeräte und Altmetalle türmen - bei Sperrmüllsammlungen in den Gemeinden ist das kein seltener Anblick. Bei der informellen Sammlung von Abfällen und Wertstoffen in Österreich werden pro Jahr rund 100.000 Tonnen Material zusammengetragen. Dabei sind es vor allem ungarische Sammler, die das Geschäft mit dem Müll betreiben und die Fundstücke in ihre Heimatorte hauptsächlich zum Weiterverkauf transportieren. Das haben erste Erhebungen im Zuge des EU-Projektes "TransWaste" unter Federführung von Forschern der Universität für Bodenkultur (Boku) Wien bereits gezeigt.
Im Zuge des Projektes sollen die Auswirkungen der hierzulande eher im illegalen Bereich angesiedelten Abfallsammlung durch Privatleute untersucht werden. "Man darf in Österreich Abfall nur mit einer Sammlererlaubnis sammeln", sagte Projektleiterin Gudrun Obersteiner vom Institut für Abfallwirtschaft der Boku. Dennoch dürfe natürlich eine Privatperson etwa das nicht mehr verwendete Gitterbett oder Fahrrad weiterverschenken bzw. verkaufen. Das Abfallwirtschaftsgesetz besage aber folgendes: "Wenn man sich einer Sache entledigen will, wird diese automatisch Abfall", so Obersteiner. Nur: Was ist nun Abfall und was ist keiner - die Definitionsschwierigkeit mache die Tätigkeit der informellen Sammler zu einer Tätigkeit "im legalen Graubereich, weil sie natürlich Geschenke entgegennehmen, aber auf keinen Fall Abfälle transportieren dürfen - das ist dann illegal".
Möbel, Hausrat, Haushaltsgegenstände
Mit 69 Prozent stammen laut den Forschern etwa zwei Drittel der informellen Sammler aus Ungarn, rund 80.000 Fahrzeuge pro Jahr fahren mit gesammelten Gebrauchsgegenständen von Österreich nach Ungarn. Neunzehn Prozent der informellen Sammler kommen selbst aus Österreich, andere reisen aus der Slowakei, Bulgarien, Slowenien, der Tschechischen Republik und Rumänien an. Knapp die Hälfte des gesammelten Materials machen vom Volumen her Möbel, Hausrat und Haushaltsgegenstände aus.
Im Rahmen des europäischen Projekts "TransWaste" soll nun untersucht werden, welche ökologischen, sozialen und ökonomischen Probleme das informelle Einsammeln von Abfall in Mitteleuropa mit sich bringt. "Wir wollen auch versuchen, dass man die illegalen Tätigkeiten ausschließt und das auf eine legale Ebene hebt", erklärt Obersteiner. So soll auch mit den Kollegen aus Deutschland, der Slowakei, Polen und Ungarn ein Leitfaden zum Umgang mit der informellen Abfallwirtschaft erarbeitet haben.
Wiederverwertung als ökologischer Nutzen
Bei der Abfallentsorgung stehen die informellen Sammler, für die die Selbstnutzung oder das Weiterverkaufen des Mülls häufig einen wichtigen Teil ihrer Lebensgrundlage darstellt, in Konkurrenz mit der offiziellen kommunalen und privaten Abfallwirtschaft, die aus dem Verkauf von wiederverwertbarem Material Einnahmen generiert. Die sammelnden Privatpersonen sind häufig ausgesprochene Spezialisten bei der Reparatur und Instandsetzung von Altwaren und entsorgten Elektro- und Elektronikgeräten. Die Wiederverwendung des Materials "hat natürlich auch einen ökologischen Nutzen", so Obersteiner. Auf der anderen Seite würden auch Sachen aus Österreich ins Ausland gebracht, "die bei uns besser entsorgt werden könnten, da bei uns die Möglichkeiten der Abfallwirtschaft und die Behandlungskapazitäten schon weiter sind".
Die Forscher wollen nun einen ersten Pilotversuche in der Slowakei starten, im September dann einen in Ungarn. Denn es wurden bereits "Formalisierungsideen entwickelt, die auf allgemeines Einverständnis stoßen", so Obersteiner, und mit denen also auch die heimische Abfallwirtschaft leben könnte. Die Pilotversuche basieren auf drei Ideen, wie man der informellen Sammlertätigkeit begegnen könnte: So könnte etwa bei Abfallsammelzentren eine Wiederverwendungsecke eingerichtet werden, so dass die Österreicher beim Wegbringen ihres entsorgten Materials selbst entscheiden können, ob das Produkt auch von den Privatpersonen weiterverwendet werden kann. Auf ungarischer Seite soll eine Organisation gegründet werden, die sich dann nur mit dem Sammeln von Produkten aus Österreich im Sinne von Altwarenhändlern beschäftigt und von Österreichern direkt kontaktiert werden kann. Die dritte Idee: Sozialökonomische Betriebe könnten sich in Österreich um die eigentlichen Abfälle kümmern und etwaige Reparaturen durchführen. (APA)
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Bei Kontrollen auf der Grenze wurden festgestellt, dass mehr als 10% aller gegenstände in den Transportern gestohlen sind.
Da werden auch alte Kühlschrenke von Elektroketten hergeschenkt, um sich die Entsorgungsgebühr zu sparen.
Österreichische Frimen haben um Abfälle entsorgenzu dürfen extreme Auflagen zu erfüllen. So muss jedes Gramm aufgezeichnet, dokumentiert und der Behörde gemeldet werden. Die Lagerungen sind nur in dafür genehmigeten Anlagen erlaubt und nicht im Wald und am Baggersee. Und ausserdem zahlen Österreichische Firmen steuern.
Ich find Leute unverantwortlich und gierig, die diesen Illegalen Unternehmen aus reiner Geldersparnis ihren Müll und das Fahrrad des Nachbarn geben.
weil 10% gestohlen ist (möcht nicht wissen, wieviel davon gestohlen gemeldet wurde, damit die Haushaltsversicherung "brennt" ) will man Leut(die nichts tun als sich eine Existenz aus unsrer Wegwerfgesellschaft zu bauen) diskriminieren, kriminalisieren und die Reichen (in dem Fall Entsorgunger) noch reicher zu machen....wenn jemand Nachbars Radl mitgibt, was kann der Sammler dafür....Hochanst. Leute, die nicht betteln, sondern was tun, werden runtergemacht, anstatt das man ihnen Wohlwollen entgegenbringt.....sind sicher jede Menge Roma dabei - was wäre die Alternative, Betteln,Kinder verkaufen etc....ich find das so was von beschXXXen - ich krieg den Geifer - Herrenloses Gut ist herrenloses Gut - unpackbar UND KRANKE GESETZE obendrein !!!!
In Graz-Umgebung fahren die "informellen Sammler" in unregelmäßigen Abständen ihre "Rayons" ab und nehmen alles mit, was ihnen einigermaßen verwertbar erscheint. Also quasi eine "informelle, aber selektive Müllabfuhr"...
Irgendwie ist das Problem für mich nicht ganz verständlich. Einerseits ist den Bürgern geholfen, weil sie auf relativ unkomplizierte Weise ihren Müll loswerden. Andererseits wird aber von den Behörden immer wieder betont, dass es sich um "illegale Aktionen" handelt. Wenn das Problem - rechtlich gesehen - gar so eine schlimme Gesetzesübertretung ist, dann muss man halt strengere Kontrollen und Strafen implementieren. Anderenfalls sollte man diese "Müllverwertung" endlich entkriminalisieren!
die alles mit Gesetzen regeln will - und wenn ihr Posting ernst gemeint war gehören sie auch dazu - ich bin gegen wegwerfen....aber deswegen die Wegwerfer gleich deportieren zu wollen - oder meinten sie "entsorgen" weil einem deren Lebensstil nicht passt - schon a bissl faschistoid....
für sowas werden unsre Politiker bezahlt um solch kranke Gesetze zu schmieden....cui bono ???
Dieser Staat mischt sich in die natürlichsten Dinge ein, hetzt mit Gesetzen die einfachen Leute gegeneinander, ich packs immer weniger.....man muss sich das vorstellen, sowas wird zum offiziellem Thema, hamma keine andren Sorgen, als diesen Sammlern das Leben schwer zu machen - müssen die jetzt einen Zettel unterschreiben lassen, das sie die Dinge geschenkt bekommen haben - dann kein Abfall - für Österr., die Flohmarktware transportieren mit fettem SUV ist alles easy - wenn ein Ungar/Slowak/Rumäne das tut - oft die gleichen Sachen... mit Lada/Skoda dann ist es Abfalltransport - Gesetze für die Menschen oder was ??? Speiben möcht i.....
tatsache ist aber auch, dass bürgermeister bei den sperrmüllsammlungn die "ungarn" verbieten wollen, weil wie schaut denn das aus und überhaupt!
im übrigen darf bei der wiener ma48 müllsammelstelle auch nicht gestaberlt, aka was brauchbares aus den containern gefischt werden. wäre ja aktives receicling.
Ich glaube das hat andere Gründe:
1) Altmetalle die die Gemeinde sammelt, bringt ihr (und somit auch den Gemeindebürgern) Geld.
2) Wenn viele Ungarn, Tschechen, Österreicher usw. umherfahren, nehmen einige schon aus Angst, ein anderer könnte es mitnehmen, einfach alles mit. Später werden viele Gegenstände einfach in der umliegenden Gegend entsorgt. Was wiederum zusätzliche Arbeit bringt.
3) Es kommt immer wieder vor, dass Sachen die gar nicht für den Müll gedacht waren, einfach mitgenommen werden.
Ich bin auch dafür, dass Sachen die andere noch gebrauchen können, mitgenommen werden sollen. Es ist aber wie überall, es gibt auch hier zwei Seiten.
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