Bariatrische Chirurgie

Sind die Österreicher zu fett?

7. August 2011, 08:11

Adipositas wird in Zukunft mehr chirurgische Eingriffe erforderlich machen

Wien - Adipositas ist, so Gerhard Prager, mittlerweile eines der drängendsten Probleme für die Gesundheit geworden. Der Facharzt für Chirurgie und Leiter der Adipositasambulanz der Universiätsklinik für Chirurgie im Wiener AKH präsentiert in seiner jüngsten Untersuchung, wie sich die Fettleibigkeit in Österreich in den Jahren 2006 bis 2010 entwickelt hat. Mit seiner Analyse wollte er unter anderem Trends in Sachen Übergewicht bei männlichen 18-Jährigen erfassen.

Eine Folge der Fettleibigkeit lässt sich bereits abschätzen: Die Zahl bariatrischer Eingriffe wird steigen. Während die Zahl der Übergewichtigen (Bodymass-Index 25 bis 30) seit 1986 um 50 Prozent angestiegen ist, haben sich die Adipositas-Fälle (Bodymass-Index 30 bis 35) im selben Zeitraum verdreifacht. Neu an Pragers Untersuchung ist die Datengrundlage: Sie kam nicht durch Umfragen zustande, sondern durch gemessene Daten. Prager griff auf Daten der Stellungsuntersuchung bei männlichen 18-Jährigen aus der Stellungskommissionsdatenbank zurück. Seine Ergebnisse sind damit repräsentativ für ganz Österreich.

Die üblichen Verdächtigen

"Wir nehmen immer energiedichtere Nahrung zu uns, und die Portionen werden größer", ortet Prager die möglichen Ursachen. "Zudem bewegen wir uns immer weniger. Das führt fast notgedrungen zu deutlicher Gewichtszunahme." Ein Umdenken, so Prager, finde mittlerweile statt. "Die EU kennzeichnet zwar inzwischen die Lebensmittel, die Maßnahmen müssten aber noch viel weiter gehen. Und vor allem: Die Jugend muss sich mehr bewegen. Da sind nicht nur die Eltern, sondern auch die Politik gefordert."

Pragers Erkenntnisse gründen sich auf Besorgnis erregende Statistiken: In den Mitgliedstaaten der EU leiden nicht weniger als 1,1 Millionen Jugendliche und Kinder an Bluthochdruck, 1,7 Millionen befinden sich in der Vorstufe zum Diabetes, 0,4 Millionen weisen eine gestörte Glukosetoleranz auf, und 1,21 Millionen sind vom metabolischen Syndrom betroffen. "Je länger jemand übergewichtig ist, umso eher besteht die Gefahr eines Herzinfarkts und Schlaganfalls, also je höher der Bodymass-Index, umso höher die möglichen negativen Auswirkungen." (red)

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die wundersame emanation ihres verliebens
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Sportmedizinisch gesehen

gibt es 3 Körpertypen: Mesomorph, Ektomorph, Endomorph.
...und viele zwischenstufen.
Alle 3 lagern unterschiedlich fett ein und haben ganz unterschiedliche muskelaufbauchancen.

Mesomorph: wenig fett, viel muskel, belastbar, aber wenig trainingsdisziplin/bewustsein, spitzenstoffwechsel
Endomorph: Mehr fett aber guter muskelaufbau, trägerer stoffwechsel, benötigt trainingsdisziplin/ernährungsdisziplin/cardiotraining
Ektomorph: Kann essen was er will, dafür schlechterer muskelaufbau, sieht auch lustig aus.

Man kann seinen körpertyp auch einschätzen und ihn als chance begreifen und das beste daraus machen.

nix do
00
29.8.2011, 11:04

endo/ekto/mesomorph oder doch amorph?

4simo
00
jaja der gute alte kremtschmer.....

Shaman141
 
15
...

könnte man sich bitte mal von diesem ewiggestrigen wert des BMI verabschieden?!? dass dieser nicht im geringsten valide ist ist mehrfach bewiesen! so ist beispielsweise brad pitt zum zeitpunkt des films "troja" - besonders die mädels werden sich erinnern - nach dem BMI als "übergewichtig" einzustufen! allerdings: so fett schaut er gar nicht aus.... ;-)! muskelmasse wird halt nicht berücksichtigt!

Dr Don Tango
00
10.8.2011, 15:05

dem brad pitt wurden für troja aber die bauchmuskeln aufgebodypainted. so austrainiert war er auch wieder nicht ;)

Balkonbepflanzer
02
Zum x-ten mal.

Niemand kommt auf die Idee, einen durchtrainierten Menschen als übergewichtig zu bezeichnen nur weil der BMI das sagen würde. Da werden oft Beispiele wie Hermann Maier und jetzt eben Brad Pitt genannt. Dass der normale Österreicher so (leider) nicht ausschaut, ist Ihnen aber schon klar? Und für den Normalo ist der BMI ein guter Richtwert.

rowdy
02

schon richtig, es geht um den Körperfettanteil, den man auch messen kann. Ist halt etwas aufwendiger

Der BMI ist ein schneller Richtwert, der das Thema Übergewicht thematisiert. Das ist der wichtige erste Schritt zum abnehmen. Kein Mensch zwingt mich dazu, sklavisch daran zu glauben, und mich mit 25,1 als dick zu betrachten.

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32

am cheesburger liegts ja nicht.

300kcal sinds ob man einen cheesburger oder ein biostangerl mit salami isst.

wenn man allerdings 3000 kcal pro tag reinfrisst, braucht man sich nicht wundern dass man fett wird.

insofern ist die ausrede alles fetten (mit ausnahme der drüsenkranken) keine wirkliche.
fdh (oder besser fev - friss ein viertel) hilft da ganz sicher.

WeltenBrand
01
das kommt sehr auf die person an

und gerade die meisten wirklich übergewichtigen können sich auch mal einen tag mit 3000 kcal gönnen - die haben nämich meistens einen grundumsatz jenseits der 2000 kcal, und unter dem grund umsatz essen produziert maximal nen jojo-effekt. ich z.b. nehme mit einer täglichen zufuhr von ca 2600 kcal ab und brauch trotzdem nicht hungern. (seit anfang letzten jahres 35 kg verloren...)

fdh verursacht, dass man keine umstellung des lebensstils erreicht, und danach die selben fehler macht und mehr wiegt wie vorher (weil bei einer reduzierten kalorienzufuhr unterm grundumsatz derselbige kleiner wird, das sind dann die leute die mit einer diät nicht mehr abnehmen können, weil sie zuviele gemacht haben)

$ standard>/dev/null
00

wenn ein durchschnittlich großer und schwerer mann 2600 kcal zu sich nehmen sollte dann sind sie (mit sagen wir mal 30-40kg übergewicht) ein schwerarbeiter, der wie ein Lastenmuli tagein, tagaus einen 40kg Rucksack trägt und dann halt 3,5-4,5 Mcal/Tag braucht (und sein Herz auch zu 40% überbelastet).

jetzt kann man argumentieren wie man will, es ist unnatürlich mit durchschnittlich 1,75m 100kg oder mehr zu haben.
das ist einfach krank. nur dass sich diese menschen zu 90% selbstverschuldet krank gemacht haben.
Die Drüsenkranken sind eher selten...

Bei den WHO Werten geht es immer um gesunde Menschen. 2600kcal sind die Energiemenge für gesunde Menschen.

Und fette Menschen müssen vorab zu Normalgewicht kommen um definitionsgemäß gesund z

Gobi Todic
20
bewegen hilft nicht so viel wie weniger essen

ganz kurz: wir haben derzeit keine handhabe gegen die dickmachenden gewinnmaximierer.

den krieg in den medien habens auch gewonnen - mcd is bei uns einfach ein statussymbol :/

WeltenBrand
00

es geht einfach um eine ausgeglichene energiebilanz, und da spielt beides hinein. ohne körperliche bewegung wird man zuviel muskelmasse abbauen, und das abnehmen wird immer schwerer.

4simo
02
weniger essen hilft viel weniger wie

weniger essen und bewegen

günstig dabei auf eine serielle abfolge zu achten, zuerst sport, und dann essen...

wichtig ist auch beides sinnvoll angehen, weder von 0 bewegung auf überbelasrtung noch von *ich ess was ich will`* auf *ich ess gar nichts...*

disziplin ist, wenn man das mögliche macht, aber das durchhält

Rafflesia
 
20

Für 1000 Euro verrat ich Ihnen einen Geheimtipp: Essen Sie halt was anderes.

cecotto
31

hahaha ja die ganzen mäci esser...
ein fettes menü aber dann a coke light/zero dazu :D

WeltenBrand
01
die wraps von mcd

sind ernährungstechnisch nicht mal so arg (zumindest die grilled chicken), viel obst/gemüse und sowohl der fettanteil als auch die kalorien halten sich in grenzen.

man kann auch beim abnehmen hochkalorisches zu sich nehmen - wichtig ist, dass man sich bewusst macht, dass das viel kalorien hat, und sparsam damit umgeht.

Spucks
02

Es gibt Leute, denen schmeckt Cola light einfach besser als "normales" Cola ;)

Misko
 
00

Oder Sachertorte mit Schlag und dazu eine Melange mit Kandisin.

pick up artist - experte für genderfragen
03
du bist ein teil des problems

wenn man erste anzeichen von "nachdenken" (auch wenns noch so unbeholfen ist) lächerlich macht erweist man den dicken natürlich einen bärendienst.

cecotto
21

noch einer der denkt man könnte mit light produkte abnehmen??? :)

versatile
01

Sir PUA trifft den Nagel schon auf den Kopf, und sie nicht ansatzweise das Thema.

Peter Widzky
00
Und vor allem: Die Jugend muss sich mehr bewegen. Da sind nicht nur die Eltern, sondern auch die Politik gefordert.

boah eh, eine grobe dystopie auf die wir zusteuern...

alles was nicht explizit erlaubt ist, ist verboten, alles was nicht explizit verboten ist, wird zur pflicht.

GE
10

weil es ja so gut ist, und so schmeckt

Daniel Dillinger
 
32

Wenn der werte Herr Doktor aufmerksam dieses Blatt lesen würde, dann wüsste, dass Übergewicht als solches überhaupt kein Problem darstellt und alle damit in Zusammenhang gebrachten negative Erscheinungen nur eine Folge der Diskrimierung, die übergewichtige Menschen erleiden müssen, sind.

4simo
00
hmm naja

solange man sein gewicht tragen kann, ist es geschmackssache, wenn sich die knöchel anfangen zu verbiegen ist es schon sehr spät

*never eat more, than you can lift* (miss piggy)

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