Hungerkatastrophe

Schweden leisten 13-fachen Beitrag von Österreich für Hungerhilfe

5. August 2011, 11:39
  • Aufstellung der finanziellen Hilfsmittel für Somalia nach Ländern. In den Zahlen zu Österreich ist die heute bekannt gegebene Aufstockung noch nicht berücksichtigt. Quelle: UN-Agentur OCHA (Office for the Coordination of Humanitarian Affairs/Büro für humanitäre Angelegenheiten).

  • Aufstellung der Hilfsmittel für Kenia. Quelle: OCHA

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    foto: epa/abukar albadri

    Nahrungsmittellieferungen des Welternährungsprogramms WFP (World Food Programme) am Flughafen der somalischen Hauptstadt Mogadischu.

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    grafik: apa

    Überblick über die besonders von der Hungersnot betroffenen Gebiete in Ostafrika.

Österreich stockt Unterstützung zwar auf 1,5 Millionen Euro auf, doch Schweden stellt fast 20 Millionen zur Verfügung

Wien - Angesichts der anhaltend dramatischen Situation am Horn von Afrika hat Österreich seine bisherigen Hilfszahlungen von 850.000 Euro auf 1,5 Millionen Euro aufgestockt. Aus Mitteln der Nahrungsmittelhilfe stellt das Lebensministerium 150.000 Euro bereit, die über das Welternährungsprogramm der UNO abgewickelt werden. Weitere 500.000 Euro stellt die Bundesregierung aus dem Auslandskatastrophenfonds zur Verfügung und verdoppelt damit die bisher geleisteten Gelder aus diesem Ansatz.

Die Gelder kommen internationalen Organisationen zugute, die in der Krisenregion tätig sind. Bisher hatte Österreich aus Mitteln des Bundes und der Länder Oberösterreich, Vorarlberg und Tirol 850.000 Euro für die Krise am Horn von Afrika bereitgestellt.

Österreich im internationalen Vergleich bescheiden

Laut UN-Agentur OCHA (Office for the Coordination of Humanitarian Affairs/Büro für humanitäre Angelegenheiten) hatte Österreich vor dieser Ankündigung rund 500.000 Euro an Unterstützung für Somalia zur Verfügung gestellt - plus weitere 200.000 Euro an nicht gebundenen Mitteln (Aufstellung siehe pdf - Angaben in US-Dollar). Trotz Aufstockung ist der österreichische Beitrag an Hilfe dennoch bescheiden, wenn man etwa die Unterstützung der Schweiz betrachtet, die alleine für Somalia 3,8 Millionen Euro beträgt. Zusätzlich stellt die Schweiz für Kenia, das ebenfalls von der Dürrekatastrophe betroffen ist, weitere knapp 1,8 Millionen Euro bereit (siehe pdf).

Insgesamt belaufen sich die weltweiten Unterstützungen für Somalia bisher auf etwas mehr 420 Millionen Euro, jene für Kenia auf knapp 320 Millionen. Den größten Beitrag liefern die USA mit rund 51 Millionen Euro für Somalia sowie mehr als 110 Millionen für Kenia. Großbritannien hilft Somalia mit rund 35 Millionen Euro und Kenia mit knapp 3 Millionen. Deutschland leistet einen Beitrag von jeweils rund 5 Millionen Euro.

Als besonders spendabel erweist sich etwa Schweden mit einer finanziellen Hilfe von 11 Millionen Euro für Somalia und 8,6 Millionen für Kenia. Das selbst von einer schweren Katastrophe getroffene Japan stellt ebenfalls hohe Hilfsmittel zur Verfügung: knapp 28 Millionen für Somalia und rund 20 Millionen für Kenia. (red/APA)

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Tuncay
00
12.9.2011, 20:54

Das die USA die grössten Geber sind stimmt mittlerweile auch nicht mehr,vielleicht Angeber.
Wurscht,auf jeden Fall belaufen sich die Hilfen aus der Türkei für Somalia auf über 450 Millionen Euro,staatlich und privat allerdings.
Na egal

Truth is a Troll
10

Irgendwo hab ich da gerade einen großen Denkfehler glaub ich..
Somalia hat 9,4 Millionen einwohner (lt. Wiki)
Die hilfe insgesamt beläuft sich (lt Artikel) auf 420 Millionen Euro. Das wären (über) 44 Millionen Euro pro Einwohner...
Also das einzige Problem was es geben dürfte ist wie diese Menge an Hilfsgüter da runter transportiert.

Aber wie gesagt irgendwas stimmt mit meiner logik grad sicher nicht.

stotchleopold
00
10.8.2011, 12:35
sagenhafte mathematische leistung!

Peter W01
00

Ich verstehe dich nicht:

420 / 9.4 ist 44 € und nicht 44 Millionen €.

Truth is a Troll
00

wusste ja da stimmt was nicht.. sorry wie gesagt bin heut den ganzen tag schon leicht neben der spur

Peter W01
00

Kein Problem, könnte von mir kommen. xD

Zitronenbaum
10
Schweden!

Schweden besteuert auch die Reichen stärker als die Leute aus der Mittelschicht. Man erinnere sich an Abba: 100 % Steuern!
Kein Wunder also, dass Schweden viel spendet: Weil sie es können!
Würde man in Österreich die Reichen so besteuern wie die Schweden das tun, tja, dann wären ein paar Dinge ganz schön anders ...

van.der.stiege
00
dann wird den guten schweden...

... aber auch bald die kohle ausgehn denn die 'reichen' die freiwillig und gerne viel steuern zahlen setzen sich ab. bestes beispiel: ingvar kamprad

2010 belegte er lt. forbes liste noch den 11. platz der 'richest persons in the world'
beim ranking 2011 fand man ihn nur mehr auf platz 162.

die ikea-kohle ist nun offiziel in diversen privatstiftungen die ueber lichtenstein laufen. seine steuerlast in schweden hat sich dadurch wohl auch drastisch vermindert :-)

mans zelmerlöw
04

immer diese unkritische (und vor allem unwissende) schwedenglorifizierung! gerade in schweden ist die mittelschicht die melkkuh! die paar reichen die es gibt wohnen in im ausland. kamprad in der schweiz und selbst das fräulein pärsson wohnt in monaco!

RebelAngel
 
00
gibt es auch eine Studie

über private Spenden?

Michel Berger
32
An alle, die denken Österreich spendiere nicht genug!

Es steht Jedermann/frau zu sein Privatvermögen zwecks Hungerhilfe nach Afrika zu schicken, die Aufgaben der Republik Österreich sind Andere!

skkh
32
wenn man es nicht schafft in 50 Jahren unabhängigkeit

a., entwicklungshilfe zu leisten die die leute bildet, aufklärt und ihnen so nachhaltig hilft.

b., es ein kontinent nicht schafft mit soviel geleistet hilfe endlich mal seinen leuten in den a*** tritt und ihnen zeigt wie man sich selber ernährt

dann sollte man sich vielleicht überlegen ob es vielleicht an was anderem als dem geld liegt.

< silence >
01
gelernte Hilflosigkeit

Spendentätigkeit schafft Jobs für Hilfsorganisationen, füttert die Milizen durch und der EU-Bürger hat ein reines Gewissen und glaubt er ist ein guter Mensch.

skkh
11
Wo sind die reichen Saudis??

Ceterum Censeo2
11
China?

Habe ich es übersehen?

neeeed
03
take it easy

diesmal ist österreich unter dem mittelfeld, nächstes mal ist es wieder über dem mittelfeld (wie früher auch schon manchmal)
und hilfe NUR in euros auszudrücken ist ja sowieso blödsinn - so hat österreich schon oft wasseraufarbeitungsexperten ausgesendet, oder "rotes kreuz experten" (die sehr nachhaltige hilfe leisten) und was weiß ich was sonst noch - jedenfalls war die hilfe österreichs in den letzten jahren im durchschnitt durchaus OK!

hismaster
00

leider kommen die meisten entwicklungshilfe nie an und einpaar wenige bereichern sich daran.

Therimon
02
Das ist doch eine Aktion des Innenministeriums

... denn ein Afrikaner, der dort verhungert, ist einer, der nicht um Asyl ansuchen kann später dann. Od'r?

Paul Platon
53

tja lieber gibt österreich besser gesagt ein bundesland geld aus für eine starnacht an einem see und für ein beachvolleyballturnier. hoch lebe unsere spaßgesellschaft.!

< silence >
00
ja und?

sollen wir dafür hungern und im Keller leben, damit sich die Shabab Milizen ein paar neue Waffen kaufen kann? gehts noch?

das ist fix
02

Die Bevölkerungszahl Kenias hat sich in 50 Jahren verfünffacht.
http://www.google.at/publicdat... rung+kenia

antworten statt bewerten!
42

ich bin der entwicklungsarbeit gegenüber eher skeptisch eingestellt, weil es scheint, dass viel elend gerade durch die stütze mieser systeme immer wieder geschieht - zumindest stellt es eine verzwickte frage dar, ich denke auch an die ngos, die in erster linie jobs für ihre eigenen leute schaffen ...

ABER: wie es schweden schafft mit mittlerweile nur noch 2-3% höheren steuersatz jetzt schon mehrere jahre hindurch einen budgetüberschuss zu haben, die schulen und unis mW immer noch gratis zu halten und dann auch noch geld für solche extraausgaben haben ist mir als österreicher ein rätsel. verwalten die so viel besser?

mans zelmerlöw
26

die schwedischen politiker fühlen sich halt unglaublich gut, wenn sie das geld ihrer landleute für den angeblichen guten und "richtigen" zweck ausgeben.

dafür müssen die schwedischen bürger diese in österreich wohl inakzeptablen punkte in kauf nehmen:
den zahnarzt aus der eigenen tasche zu zahlen,
im falle eines krankenstandes am ersten tag auf das gehalt zu verzichten,
unglaublich hohe anforderungen um studienplätze zu ergattern (in medizin waren es zb 4200 für 120 plätze an einer mir bekannten uni),
schwedische jugendliche die keinen studienplatz ergattern müssen mehr oder weniger ins ausland um überhaupt eine chance auf einen job zu haben...

mir war das auch alles nicht bewusst bevor ich nach schweden ausgwandert bin...

Schwedenbåmbe
02

Jetzt muss ich dir wieder mal zustimmen...

madathara
50

wie schlimm, beim krankenstand auf einen tag gehalt verzichten. da lassen wir doch lieber millionen verhungern? aufwachen, wir leben alle auf ein und demselben planeten und sind alle menschen.

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