Österreich stockt Unterstützung zwar auf 1,5 Millionen Euro auf, doch Schweden stellt fast 20 Millionen zur Verfügung
Wien - Angesichts der anhaltend dramatischen Situation am Horn von Afrika hat Österreich seine bisherigen Hilfszahlungen von 850.000 Euro auf 1,5 Millionen Euro aufgestockt. Aus Mitteln der Nahrungsmittelhilfe stellt das Lebensministerium 150.000 Euro bereit, die über das Welternährungsprogramm der UNO abgewickelt werden. Weitere 500.000 Euro stellt die Bundesregierung aus dem Auslandskatastrophenfonds zur Verfügung und verdoppelt damit die bisher geleisteten Gelder aus diesem Ansatz.
Die Gelder kommen internationalen Organisationen zugute, die in der Krisenregion tätig sind. Bisher hatte Österreich aus Mitteln des Bundes und der Länder Oberösterreich, Vorarlberg und Tirol 850.000 Euro für die Krise am Horn von Afrika bereitgestellt.
Österreich im internationalen Vergleich bescheiden
Laut UN-Agentur OCHA (Office for the Coordination of Humanitarian
Affairs/Büro für humanitäre Angelegenheiten) hatte Österreich vor dieser Ankündigung rund 500.000 Euro an Unterstützung für Somalia zur Verfügung gestellt - plus weitere 200.000 Euro an nicht gebundenen Mitteln (Aufstellung siehe pdf - Angaben in US-Dollar). Trotz Aufstockung ist der österreichische Beitrag an Hilfe dennoch bescheiden, wenn man etwa die Unterstützung der Schweiz betrachtet, die alleine für Somalia 3,8 Millionen Euro beträgt. Zusätzlich stellt die Schweiz für Kenia, das ebenfalls von der Dürrekatastrophe betroffen ist, weitere knapp 1,8 Millionen Euro bereit (siehe pdf).
Insgesamt belaufen sich die weltweiten Unterstützungen für Somalia bisher auf etwas mehr 420 Millionen Euro, jene für Kenia auf knapp 320 Millionen. Den größten Beitrag liefern die USA mit rund 51 Millionen Euro für Somalia sowie mehr als 110 Millionen für Kenia. Großbritannien hilft Somalia mit rund 35 Millionen Euro und Kenia mit knapp 3 Millionen. Deutschland leistet einen Beitrag von jeweils rund 5 Millionen Euro.
Als besonders spendabel erweist sich etwa Schweden mit einer finanziellen Hilfe von 11 Millionen Euro für Somalia und 8,6 Millionen für Kenia. Das selbst von einer schweren Katastrophe getroffene Japan stellt ebenfalls hohe Hilfsmittel zur Verfügung: knapp 28 Millionen für Somalia und rund 20 Millionen für Kenia. (red/APA)