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Foto: Günter Havlena/www.pixelio.de
Kinder lernen effektiven Umgang mit chronischen Schmerzen - Verhaltenstherapeutische Ambulanz der Justus-Liebig-Universität Gießen bietet neues Gruppentrainingsprogramm
„Wenn die Kopfschmerzen kommen, bin ich zu nichts mehr zu gebrauchen. Ich werde dann ganz traurig und habe oft Angst, dass die Schmerzen immer schlimmer werden und ich nichts dagegen tun kann." So beschreibt der 11jährige Sven seinen Alltag mit den Kopfschmerzen, die ihn immer wieder plagen. Etwa 25 Prozent der Kinder und Jugendlichen berichten, dass sie mindestens ein Mal pro Woche Schmerzen haben.
Am Forschungs- und Behandlungsschwerpunkt für chronische Schmerzen im Kindes- und Jugendalter der Verhaltenstherapeutischen Ambulanz der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) besteht ab sofort für Betroffene und ihre Familien die Möglichkeit zur ausführlichen Schmerzdiagnostik und Beratung. Ergänzt wird das Angebot um ein Gruppentrainingsprogramm, das Kinder und Jugendliche und ihre Eltern spielend fit im Umgang mit der Schmerzerkrankung macht.
Ursachen oft unklar
Am häufigsten leiden Kinder unter Kopf- oder Bauchschmerzen. Meist findet der Arzt keine genaue Ursache. Die Schmerzen treten immer wieder auf. Es kommt zu Fehlzeiten in der Schule oder im Kindergarten. Vielfach wollen die Eltern ihren Kindern in solchen Fällen mit Schmerzmedikamenten helfen, die aber häufig nicht wirklich zu einer Besserung führen. Die Schmerzen werden chronisch und belasten langfristig das betroffene Kind und die Familie sehr. Die Kinder und Jugendlichen fühlen sich in ihren Aktivitäten eingeschränkt. Die Stimmung leidet. Kinder, die dauerhaft Schmerzen haben, haben auch im Erwachsenenalter ein erhöhtes Risiko für chronische Schmerzen.
Glücklicherweise gibt es Möglichkeiten zu lernen, besser mit Schmerzen umzugehen, die Schmerzen nicht einfach als „Schicksal" hinzunehmen und auf Medikamente zurückzugreifen. Psychologen können dabei helfen, bestehende Schmerzen besser zu bewältigen und das Wohlbefinden zu steigern. (red)
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