Servicepauschalen

AK: Tele2 "trickst" bei Infos über Vertragsänderung

5. August 2011, 10:44
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    foto: apa

    Wer Kündigungsfristen wegen unzureichender Betreiberinfo versäumt, soll bei seinem Anbieter schriftlich einen Einspruch machen und kann sich an die RTR-Schlichtungsstelle wenden, rät die AK

Vorwurf: Netzbetreiber platzieren „verpflichtende Informationen zwischen Werbebotschaften"

Die Einführung von „Servicepauschalen" ruft Konsumentenschützer auf den Plan. Telekomanbieter müssen ihre Kunden nämlich über nachteilige Änderungen bestehender Verträge informieren. „Aber sie tricksen oft", so die AK in einer Aussendung am Freitag. Der Vorwurf: Die Netzbetreiber platzieren „verpflichtende Informationen zwischen schrillen Werbebotschaften" , so dass „sie überlesen werden". Dementsprechend fordern die Konsumentenschützer „mehr Transparenz". 

Kündigungen

"Telekom- und Internetanbieter dürfen auch laufende Verträge zum Nachteil ihrer Kunden ändern", sagt AK Konsumentenschützerin Daniela Zimmer. Aktuell ist das mit der nachträglichen Einführung von Internetservice-Pauschalen passiert. Die Anbieter müssen die Betroffenen über die nachteiligen Änderungen mindestens ein Monat vor Inkrafttreten der Änderung informieren. Gleichzeitig sind Betroffene auf den Zeitpunkt des Inkrafttretens hinzuweisen. Sie können den Vertrag bis zu diesem Zeitpunkt kostenlos kündigen.

"Tele2 schenkt Ihnen einen 100 Euro Reisegutschein"

Auch Herr L." tappte in die Falle und verpasste die kostenlose Kündigung", so die AK. Tele2 schrieb fettgedruckt in großer Schrift und teilweise farblich unterlegt: "Neuigkeiten von Tele2" - "Surfen Sie mit Tele2 jetzt nicht nur günstiger im Internet, sondern auch in den Urlaub! Tele2 schenkt Ihnen einen 100 Euro Reisegutschein". Im Fließtext irgendwann ein Absatz: "Gleichzeitig möchten wir Sie darüber informieren, dass es ab 1.8. Änderungen gibt" Das Schreiben endet wieder mit fettgedruckten Werbeslogans. Wie Herr L. haben demnach viele Kunden die Einführung der Internetservice-Pauschale übersehen. (red)

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AK

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 40
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gleich gleichgültig Gesinnter
 
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17.8.2011, 23:16

Wie so oft liegt das "Problem" auf beiden Seiten: Die Firma, die trickst, und der Kunde, der nicht ordentlich liest.

Warum trickst die Firma? Weil bei einem Schreiben, das NUR zum Zweck der Information über (Entgelt-) Erhöhungen oft derart aufgenommen wird, dass sich viele Kunden denken:"Da geh ich lieber woanders hin, wenns hier teurer wird!". Das will die Firma natürlich vermeiden, und druckt es klein oder mit bestimmten Tricks.

Meine simple Erklärung^^

UNBEQUEM
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Die AK irrt....

In bestehende Verträge können die Telekom- und Internetanbieter Vertragsverschlechternd nicht eingreifen, auch braucht es keiner "Außerorde4ntlichen Kündigung" da zum Vereinbarten Preis eine Leistungspflicht besteht. Vertragszuhaltung ist einklagbar!
Auch ist die Einführung einer neuen Abgabe nicht erlaubt! Das ist hier der Fall!!! Wenn die Vereinbarten monatlichen Kosten erhöt werden dann mag es möglich sein wenn ein, zum Vertragsabschluß bestehender vereinbarter Posten angehoben wird. Nicht aber wenn ein Neuer Verrechnungsposten oder Gebühr neu eingeführt wird. Die AK sollte die AGBs genauer lesen und den Konsumenten nicht falsche Infos geben!!!

savasana
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§ 25 TKG

UNBEQUEM
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ad savasana

§ 25 TKG enthält nur die Regelung darüber, dass AGBs und Entgeltbestimmungen vereinbart werden müssen, In den AGB die zu Vertragsabschluß galten und die Vereinbart wurden sind die Entgelte bereits definiert und taxativ aufgelistet somit kann nur innerhalb dieser "vereinbarten " Entgelte die Tarifhöhe verändert werden , nicht aber können einseitig neue Entgelte hinzugefügt werden! Dies gilt insbesonders auch für Verträge die "unbefristet" abgeschlossen wurden!
Erst bei einer "Tarifänderung können zuseätzliche Entgelte vereinbart werden, da das Synallagma neu begründet werden muß weil neuer Vertrag geschlossen wird...ansonsten gilt immer die Rechtsnachfolge zB wenn der Provider einen Tarif aufläßt....

UNBEQUEM
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AK Falschinfo der Beweis:

21.1 Beabsichtigte Änderungen der Tele2 AGB, der Leistungsbeschreibungen oder der jeweils mit dem
Kunden vereinbarten Entgelte wird Tele2 dem Kunden in geeigneter Weise, etwa als Beilage zur
monatlichen Abrechnung, mindestens ein Monat vor In-Kraft-Treten mitteilen. Sofern der Kunde diese....

Also nur bereits verinbartete Entgelte können geändert werden, nicht aber neue eingeführt werden die abschlüsslich vertraglich noch nicht existiert haben !!

UNBEQUEM
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Daraus folgt:

Altverträgen können keine neuerschaffenen Entgelte hinzugefügt werden da diese nicht mit dem Kunden vertraglich vereinbart wurden ...somit können nur die Beträge der Entgelte verändert werden die zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses mit Tele2 bestanden haben!
zB Vor 2 Jahren gab es keine Servicepauschale daher kann sie für bestehende Verträge nicht eingeführt werden! Hier muß Tele2 kündigen nicht der Kunde!

UNBEQUEM
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Und nach etwas....:

Die Verständigung über die AGB-Änderung muß dem Kunden "nachweislich" zugegengen sein und nicht vermutlich oder vielleicht! Sprich Tele2 hat die Zustellung zu beweisen! War das Schreiben eingeschrieben??? NEIN!!!
Daher würde im Klagsfalle Tele2 daran scheitern diesen Nachweis zu erbringen!!!!
Ein Schreiben ohne Zustellnachweis erfüllt nicht das Konsumentenschutzgebot der Nachweislichkeit!
Kündigungsfrist läuft daher erst ab nachweislicher Kenntnis! also bis 1 Monat nach der Ersten Verrechnung!!!! Bis dahin sollten alle Kunden Rückbuchen und sodann die Monatsgebühr neu anweisen abzüglich der 1,25 Euro und der 7 Euro Rückbuchungsgebühr! Somit verliert Tele 2 pro Kunde 8,25 Euro!.....

anyuser
 
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Ja, wenn man sich so einen Rechtsstreit antun will hat man vielleicht sogar gute Karten.
Man sollte aber damit rechnen, dass die Tele2 als Strafaktion einem als gleich mal das Internet abdrehen wird...

UNBEQUEM
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;=) Einstweilige Verfügung

Dagegen wehrt man sich mit einer Einstweiligen Verfügung! Sperren des Zugangs hält nur 4 Stunden denn dann hat Tele2 die gerichtliche Verfügung zugestellt bekommen..
Ich kenne das von einem Prozess gegen Hudchinson...
Die dachten auch , dass sie Druck machen können...es hat ihnen dann einige tausend Euro gekostet , da sie den Prozess in allen Instanzen verloren haben!
Weil sich aber den Prozess kaum wer antut desswegen handeln die Provider ja so!!! Das Kalkül geht auf im Wissen , dass es widerrechtlich ist!

Michael B
07
Die Telekomranche ist die EINZIGE, in der zumindest PRINZIPIELL die Privatisierungen Vorteile für die Konsumenten gebracht hatten.

Und diese Branche wird von den Privatisierungsfans auch immer wieder mit erhobenem Zeigefinger als DAS Musterbeispiel gebracht.
Nuir, die Voraussetzungen waren auch einzigartig: Die zufällige Zeitgleichheit mit dem rasant einsetzenden technischen Fortschritt, die den erforderlichen Kapitalaufwand auf einene Bruchteil dessen reduzierte, was zu Zeiten der Kupfer-Verkabelung und der Relais-Wählämter nötig war, UND die Erfindung der Mobiltelefonie.
Allerdings glaubte man, mit diesem Lehrbeispiel des Kapitalismus sei das Konsumenten-Paradies erschaffen worden. Man hatte aber den alten Adam Smith nicht fertig gelesen: Es kommt schön langsam wieder zur Anbieter-Konzentration, und damit wieder zu den "üblichen" Nachteilen für die Verbraucher.

schniggschnagg
 
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Ich habe bis heute...

...weder von der Telekom noch von UPC einen Schrieb erhalten, wonach es eine Servicepauschale geben wird. Krieg ich den noch? Wurde das verschlampt? Wer beweist, daß ich korrekt verständigt wurde? Was ist KORREKT? Wieso wird so eine Vertragsänderung nicht rechtlich verpflichtend EINGESCHRIEBEN verschickt?

Michael B
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Die TELEKOM hatte es im Frühjahr (April?) auf eine Telefonrechnung gedruckt.

Bzw. im Telefonrechnungs-PDF geschrieben.
Ungefähr in 8pt - Schrift.

cuniculus
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checken sie mal ihre @chello-mailadresse ...

schniggschnagg
 
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Nun ja...

...ich habe die Zugangsdaten nicht mehr - und da ich diese Adresse, ist mir meine Zeit zu lieb, um die Hotline zu bemühen. In meinem Vertrag steht jedenfalls in keinem einzigen Absatz, daß ich diese Mailadresse nutzen muss bzw. daß jeglicher brieflicher Geschäftsverkehr über diese Mailadresse erfolgt - tut er ja auch nicht, denn ich erhalte die Post ausschließlich per Hauspost - auch die Rechnung. Als Konsument kann und muß ich erwarten, daß mein Vertragspartner mich prinzipiell auf DIESEM Weg kontaktiert. Einmalig irgendwelche Vertragsänderung per Mail mitteilen - das schau ich mir an, wie die das rechtlich argumentieren wollen, daß ich irgendwelche Fristen verpaßt haben soll...

Heribert Pilch
 
10

die 15 euro sind mir egal. die erhöhung ist gerechnet auf meine vertragsdauer unter der inflationsrate.
ärgerlich ist die konstruktion des ganzen. es ist nicht einzusehen, dass diese gebühr ein jahr im voraus fällig wird.

die sollten einfach eine indexsicherung einführen.

ossyris
 
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Marketingdesaster für Tele2

Tele2 ist es gelungen aus einer schlechten Nachricht für die Kunden gleich drei zu produzieren:
- saftige Preiserhöhung,
- Täuschung des Kunden indem die Preiserhöhung nicht klar kommuniziert wird, sondern als angeblicher Reisgutschein getarnt wird,
- und dieser Reisegutschein ist in der Praxis vollkommen wertlos. Von anderen Reiseveranstaltern werden auch ohne Tele2-"Gutschein" deutlich günstigere Preise geboten. Also auch da zahlt der Tele2 Kunde drauf.

RU Sirius
03
wenn ich was geschenkt bekomm

von meinem Provider, dann ist schon mal klar,
dass ich beschissen werde.

Oder nicht ?

Wer mir Rot gibt, ist ein Prolet
32

Wen interessiert eigentlich eine AK oder sonstige SOGENANNTE Konsumentschutz-Vereinigung? Da wird immer nur mit erhobenem Zeigefinger auf Missstände aufmerksam gemacht, aber die Macht, irgendwas zu ändern haben sie nicht. Was soll der schwachsinnige Hinweis, man solle vom Kündigungsrecht Gebrauch machen? Und dann - wohin? Was ist die Alternative? Wo sind die günstigen Provider OHNE Servicepauschale?

Georg Z
01
Ärgerlich, ja...

...ich hab das auch bekommen und mich geärgert ob der dämlichen Versteckerei.
Aber unterm Strich machts eh jeder, eine Alternative sehe ich nicht in Graz.
Und eines muß ich auch sagen- vor Tele2 hatte ich Inode und zahlte 79€, dann mit Tele2 29€ mit etwas mehr Bandbreite (Inode meinte damals bei mir ginge technisch nicht mehr). Und seit bald 3 Jahren bin ich jetzt zufrieden, also ich schluck die Krot und reg mich nicht weiter auf.

Christian Ropposch
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genau das ist das problem

in graz gibt es leider keine alternative. habe vor ein paar monaten von der telekom zu tele2 gewechselt - grund war die servicepauschale... und jetzt?

Hendl allein zu haus
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Es ist auch schlecht, wenn der Preis heute besser als vor zehn Jahren ist;

Heute besser als vor zehn Jahren

Und es ist schlecht, und sollte wrabetz oder hunzkinz drunter stehen, egal.

huitwumma
10
bei Tele2 wundert mich das gar nicht...

die haben mich lange genug unerlaubterweise mit lästigen Werbeanrufen terorrisiert. Erst als Anrufe mit Rufnummernunterdrückung blockiert wurden, war Ruhe.

roedaal
02
Warum überhaupt...

... Ist das rechtens und gibt es keine Verpflichtung, solch jährliche "Gebühren" in die Grundgebühr einzurechnen?

Dieses Posting wird zu Ihrer Sicherheit überwacht
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"trickst"

Bei solchen Praktiken braucht man trickst nicht unter """ zu setzen.

Der Wappler
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Der Wappler liebt Liwest

Tele 2 kannst de vergessen!

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