Krieg der Worte

Google vs. Microsoft: Der Patent-Streit geht in Runde Zwei

5. August 2011, 10:25

Der Krieg der Worte rund um das Wettbieten von Patenten geht weiter

Im Krieg der Worte von Google und Microsoft geht es in die zweite Runde. Was war passiert? Googles Chef-Jurist Dave Drummond äußerte in seinem Blog seinen Unmut, über den Zusammenschluss von Apple und Microsoft mit anderen Firmen im Bieterwettstreit um die Nortel- und um die Novell-Patente. Er bezeichnete das Vorgehen, als „feindlich organisierte Kampagne" und als „wettbewerbswidrgie Strategie".

Microsofts Antwort

Microsoft antwortete über Twitter. Brad Smith meldete, dass Microsoft Google gefragt hat, ob sie gemeinsam für die Novell-Patente bieten wollen, aber Google hat Nein gesagt. Um diese Aussage zu beweisen, hat Microsofts Kommunikations-Chef, Frank Shaw, eine E-Mail, mit der Absage Googles, getwittert.

Google schlägt zurück

Nun war also Dave Drummond wieder an der Reihe, um zurückzuschlagen. Er fügte seinem Blogeintrag ein paar Zeilen hinzu. In diesen erklärt er, warum Google den Vorschlag Microsofts ausgeschlagen hat. Ein gemeinsames Bieten hätte Google und Herstellern von Android-Geräten keinen Schutz vor Patentklagen gebracht, da sowohl Microsoft als auch Google im Besitz der Patente gewesen wären. „Sicherzustellen, dass wir nicht in der Lage sind, die Patente geltend zu machen, um Android zu verteidigen - und auch noch für dieses Privileg zahlen - muss ihnen, wie eine geniale Strategie erschienen sein", schreibt Drummond.

Justizministerium bestätigt Google

Googles Chef-Jurist schreibt weiter, dass das US-amerikanische Justizministerium Microsoft gezwungen hat, die gekauften Patente wieder zu verkaufen und von der siegreichen Gruppe (Microsoft, Oracle, Apple, EMC) forderte, dass sie eine Lizenz an die Open-Source-Gemeinschaft vergeben. Das Justizministerium sagte, das sei wichtig, um den Wettbewerb und die Weiterentwicklung in der Open-Source-Gemeinschaft zu schützen.

Durch diesen Urteilsspruch fühlt sich Drummond bestätigt, dass die Mitbewerber einen Patent-Krieg führen und verhindern wollen, dass Google an Patente kommt und so den Wettbewerb ebenbürtig gestalten könnte.

Microsofts erneute Antwort

2:1 für Google. Nun musste Microsoft zum Gegenschlag ansetzen. Es war wieder Frank Shaw, der in mehreren Tweets zurück schoss. Ein einem davon schreibt er, warum Google nichtgemeinsam bieten wollte. Google wollte etwas kaufen, das sie benutzen könnten, um es gegen andere geltend zu machen.

Damit dürfte Shaw bei Google einen Nerv getroffen haben. Denn diese Aussage steht im krassen Gegenzug zu Googles Ziel, sich mit dem Kauf von Patenten nur vor Klagen schützen zu wollen. Man wird sehen, wie Google darauf reagiert. (soc)

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20 Postings
hsse_robsi
00

@mactech
und wie verhinderst du, dass ihr von apple ausspioniert werdet?
schau dir mal die verbindungen von einem z.b. macbook deiner wahl an... vorallem um "nach hause" zu telefonieren...

.::mactech::.
10
@mac user

wer sich vor google im internet schützen will hier die lösung: eigene host editieren !

geht so mit mac os x lion 10.7

finder/gehe zum ordner: /etc/hosts

(hosts) auf schreibtisch verschieben mit textedit aufmachen und hier das rein kopieren:

##
# Host Database
#
# localhost is used to configure the loopback interface
# when the system is booting. Do not change this entry.
##
127.0.0.1 localhost
255.255.255.255 broadcasthost
127.0.0.1 safebrowsing.clients.google.com
127.0.0.1 clients1.google.de
127.0.0.1 apis.google.com
127.0.0.1 csi.gstatic.com
127.0.0.1 dl.google.com
127.0.0.1 safebrowsing-cache.google.com
127.0.0.1 plusone.google.com
127.0.0.1 www.google-analytics.com
127.0.0.1 ssl.google-analytics.com
127.0.0.1 pagead.googlesyndication.com
127.0.0.1

.::mactech::.
11
teil.2

127.0.0.1 pagead2.googlesyndication.com
127.0.0.1 adservices.google.com
127.0.0.1 video-stats.video.google.com
127.0.0.1 ssl.google-analytics.com
127.0.0.1 www.google-analytics.com
127.0.0.1 4.afs.googleadservices.com
127.0.0.1 imageads.googleadservices.com
127.0.0.1 partner.googleadservices.com
127.0.0.1 www.googleadservices.com
127.0.0.1 apps5.oingo.com
127.0.0.1 www.appliedsemantics.com
127.0.0.1 service.urchin.com-
127.0.0.1 clienst1.google.at
::1 localhost
fe80::1%lo0 localhost

dann cmd+s

die hosts datei wieder zurück in ( /etc/hosts ) man wird nach password gefragt, password eingeben datei überschreiben

neustart
oder in terminal :

sudo dscacheutil -flushcache

FERTIG

you are safe :)

.::mactech::.
10
wer will kann

127.0.0.1 www.google-analytics.com

weglassen

ToMaKa
00
google vs microsoft vs apple

Hab ich wen vergessen? Wird ein spannender Dreikampf. Interessanterweise, scheint jeder User genau einen Favoriten zu haben und die anderen zu verteufeln - zumindest hier im Forum!
Mir geht es ja genauso, bin um nix besser :-)

bpk
11
Googles Argumentation ist abstrus

Warum sollten sie, als Mitbesitzer der Patente innerhalb dieses "Konsortiums", trotzdem geklagt werden können? Ich glaube da redet man absolut abstruse Szenarien herbei, weil sie aus der Klemme, in die sie sich mit ihrem FUD hineingeboggt haben, jetzt nicht mehr rauskommen.

bluetobi
00
ich verstehe Google's Argumentation

Microsoft, Apple und Oracle haben je ca 10 000 bis 15 000 Patente. Viele davon betreffen Basisfunktionalität im IT Bereich der auch bei Android angwandt werden kann. Google 1000-2000 aber meist nur Search und Algorithmen. Also die Chancen vor Gericht sind mau .. und er Augang unkontrollierbar.

Wenn sie nun gemeinsam 5000 weitere Patente aufkaufen, dann bring es ihnen null. Für all die anderen werden sie weiterhin verklagt ... und haben an dem Ungewicht nichts verändert. Nie neuen Patente neutralisieren sich.

Also ich habe es verstanden wie es gemeint war ...

ChilliPalmer
00
"Wenn sie nun gemeinsam 5000 weitere Patente aufkaufen, dann bring es ihnen null."

Falsch. Jetzt hat MS und Co. 5000 weitere Patente, mit denen sie Google verklagen können…

ChilliPalmer
01
So in etwa?

Googles businessplan:
1. Refuse to join patent collective
2. ?
3. Profit

CouchDB
13
Doppelmoral.

Ja ich finde vor allem Google ist Hauptschuld an der derzeitigen Android-Misere. Android ist nicht OSS bestenfalls Teile davon (wie bei OSX oder iOS auch), die genutzte BSD-Liezenz Variante schließt Patente nicht aus genauso wie bei WebM - Google hält an beiden Produkten Patente sowie Markenrechte. Google jammert rum - macht aber im Prinzip das selbe wie Apple & MS, stellt sich aber nach außen hin als ein Verfechter eines patentfreien OSS dar, das nenne ich Doppelmoral. Wie ich bereits einmal gepostet habe hindert ja niemand Google daran z.B. SyncML zu implementieren statt MAPI/ActiveSync nachzubauen - das "grottige" Symbian kann sowas.

konsens ist nonsens
01

The FUD wars...

opryde
43

meine güte, soll google halt was für die lizenzen hinlegen, das muss jeder andere auch!

milk for breakfast
32

ich glaub sie verpassen hier worum es geht.. ms hat ein kollektiv mit anderen gegründet um google daran zu hindern die patente zu besitzen, nicht aber weil sie sie braucheb. in wirklichkeit zieht nämlich niemand aus dem kollektiv einen realen nutzen aus den patenten! außerdem kann es sich google nicht leisten alleine gegen so viele so reiche konzerne zu bieten. auch pro abgegebenen gerät kann google keine patentsteuer zahlen weil sie an der auslieferung der geräte selbst nichts verdienen und das wissen ms&co ganz genau. das ist eine fürchterlich destruktive und userfeindlich auslegung des kapitalismus!

Fliesen
12

und Google hätte für die (angeblich 1 Mrd. werten) Patente 3,141 Milliarden hingelegt. Beide Parteien agieren (dem Corporate America Klima konform) unethisch.

Wieso ist Google nur weil sie den Zuschlag net bekommen haben, im Versuch genau das selbe zu tun, jetzt der Unschuldsengel? :/

Zusätzlich ist auch das gratis Lizenzieren von Android kein (wie sie es beschreiben) Opfer von Google ("die armen verdienen ja nix dran")

Sie drängen sich durch intensives (-100%) Preisdumping in den Markt.

Hab ich einen gut gehendes Elektronikgeschäft (als Beispiel) und stell neben ihrem Familienbetrieb-Laufschuh-shop einen eigenen Intersport hin und verschenk jedem der will Schuhe um an den Puls-uhren gut zu verdienen, bin ich doch nicht zu bemitleiden.

opryde
01

google wurde eingeladen, sich dieser gruppe anzuschliessen und sie haben es ausgeschlagen. insofern: sskm.

bpk
01
Warum ist Google nicht einfach beigetreten?

Dann wären sie Mitbesitzer der Patente und MS, Apple & Co hätten sie nicht klagen können.

Die Argumentation von Google das man als Mitbesitzer der Patente den anderen schutzlos ausgeliefert wäre, erscheint mir vollkommen abwegig, da ja genau das Gegenteil der Grund ist, warum sich hier mehrere Unternehmen zum Erwerb dieser Patente entschlossen haben.

ChilliPalmer
03
Das ist absoluter Schwachsinn…

MS hat mit allen anderen ein Kollektiv gegründed um die Patente billiger und für alle beteiligten zu kaufen. Warum sollte MS Google einladen, wenn sie einen "Pakt" gegen Google gründen? Insgesammt hat Google 3,14Mrd. $ für die Patente geboten, das "MS Kollektiv" hat sie für 4,5Mrd $ ersteigert. Google hätte genug geld gehabt, sie zu kaufen.

Und Drummonds Statement zeigt eindeutig dass Google nur deshalb sich nicht angeschlossen hat, weil sie keinen "Angriffsnutzen" durch die Kollektivpatente erworben hätten. Google sucht eindeutig Patente die es gegen andere Firmen einsetzen kann, ginge es nämlich nur um Defensivpatente, wäre es eindeutig von Vorteil gewesen, wenn Google sich dem Kollektiv angeschlossen hätte.

Hobin Rood
11

Sehr gut! Genau darum geht es!

.::mactech::.
23
google are pussies

STiAT
02

"In Stellung bringen" kann auch heißen, ein größeres Portfolio an Patenten zu haben, um bessere / größere Patentdeals abschließen zu können.

Das kann man nicht, wenn die klagende Konkurrenz diese Patente ebenso nutzen kann. Damit würde sich Google die eigene Position gar nicht verbessern.

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