Schwerster Zwischenfall seit Beginn der Protestbewegung - Amnesty spricht von "exzessivem Gewalteinsatz"
Madrid - Beim bisher schwersten Zwischenfall seit Beginn der Protestbewegung in Spanien sind mindestens 20 Menschen bei Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Polizisten verletzt worden. Anhänger der wegen der Wirtschaftskrise gegründeten Bewegung der "Indignados" ("Empörten") gerieten Rettungskräften zufolge am späten Donnerstagabend vor dem Innenministerium in Madrid mit Sicherheitskräften aneinander.
Unter den 20 Verletzten seien auch sieben Polizisten. Laut der Zeitung "El Pais" griffen die Beamten ein, als Demonstranten am Gitter vor dem Ministerium hochgeklettert seien. Die "Indignados" wollten nach eigenen Angaben ein Protestplakat befestigen. Die spanische Sektion der Menschenrechtsorganisation Amnesty international äußerte Bedenken wegen des "exzessiven Gewalteinsatzes".
Die Demonstranten waren vor das Ministerium gezogen, um ihrem Ärger über die Abriegelung des Platzes Puerta del Sol in Madrids Innenstadt Luft zu machen. Der Platz war seit Beginn der Proteste Mitte Mai der wichtigste Versammlungsort der Bewegung, seit Dienstag verwehren die Behörden den "Indignados" aber den Zutritt. Die Bewegung war aus Wut über die Wirtschaftskrise, die hohe Arbeitslosigkeit und den rigiden Sparkurs der spanischen Regierung entstanden. (APA)
und die Polizei lässt nichts unversucht, Demonstrationen eskalieren zu lassen. Denn da sie ja der Hüter des Gesetzes sind, dürfen sie es dann ordentlich knallen lassen.
Sie sind zur Puerta del Sol zurückgekehrt und werden sie auch nächste Woche halten, siehe:
Die Empörten in Spanien trotzen dem Papst
Ralf Streck 08.08.2011
Alle Versuche, den zentralen Platz in Madrid vor dem Besuch von Benedikt XVI. zu räumen, sind gescheitert
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Nun stehen Vorbereitungen auf den Papst-Besuch im Vordergrund. Auch diese Proteste treffen auf viel Verständnis in der Bevölkerung. Während überall gespart wird, soll der katholische Weltjugendtag (vom 16. bis 21. August) mindestens 50 Millionen Euro kosten. Viele fragen sich, warum eine laizistische Regierung, die sich zudem sozialistisch nennt, die Hälfte dieser Kosten übernehmen will.
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http://www.heise.de/tp/artike... 266/1.html
laizistisch sind nur Frankreich und die Türkei (Trennung Staat und Kirche in der Verfassung verankert). Spanien ist ein Sekulärstaat, wie DE, AT usw...
Die Frage, warum man eine der reichsten Organisationen der Welt noch sponsern muss, ist natürlich berechtigt.
wer eine gute kritik an den indignad@s lesen möchte, dem kann ich nur folgende lektüre empfehlen
Spaniens Aufruhr der "Empörten"
Vom Sozialprotest zur Parteinahme für volksfreundliche und echt demokratische Herrschaft
http://www.trend.infopartisan.net/trd7811/t... 47811.html es handelt sich um eine fundamentalkritik und als jemand, der mit den empörten sympathisiert, muss ich sagen, der text hat meinen horizont erweitert und er lädt zur reflexion ein.
"Nachdem (der Protest) .. nachdrücklich und im Netz und vier Wochen lang auf die nicht gewährten Lebenschancen hingewiesen, kämpferisch darum gebeten hat, dass man sich seiner Sorgen annehme, und .. ganz viele gut gemeinte Vorschläge unterbreitet hat, wie die demokratische Herrschaft idealer und der Kapitalismus menschenfreundlicher werden könne.." habe er sich selbst überflüssig gemacht.
Keiner kann mehr Miete zahlen nur einer, und der trifft auf kein fremdes Feld mehr :-(
Besser als DKT kann einer unser schwerster Systemfehler: die Kapitalakkumulation über Geldausgabe privater und Zins bis nur noch einer übrig ist, nicht dargestellt werden.
Die UdSSSr hat einfach ihren Laden zugesperrt, als soweit war. Diese Grösse und Einsicht haben wir nicht.
Wir verbreiten in unserer Schlussrunde lieber Zivilschutz, Demokratie und Frauenrecht und nehmen damit den von uns so Gesegneten den Trost mit eigenem Zynismus aufwarten zu können.
allerdings gehe ich jede wette ein, dass genau die gleichen leute die heute empört sind, damals hochzufrieden waren als politiker ihnen einen boom auf pump beschert haben.
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