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Zugangsregeln: Rudas gegen Knock-Out-Prüfungen

4. August 2011, 15:45
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    foto: standard/fischer

    "Wir sind gegen Zugangsbeschränkungen."

Aber: "Es soll nicht jeder alles studieren können" - Salzburger Landeshauptfrau hatte den freien Uni-Zugang als "Illusion" bezeichnet

Wien - Salzburgs Landeshauptfrau Gabi Burgstaller (SPÖ) hat sich mit ihrer Forderung nach einer generellen Steuerung des Uni-Zugangs von ihrer Partei eine Abfuhr geholt. "Die SPÖ Position bleibt klar: Wir sind gegen Zugangsbeschränkungen", hieß es von Laura Rudas gegenüber der APA. Das Ziel müssten mehr und nicht weniger Studenten sein. Statt den Zugang zu beschränken, gelte es, die neue Studieneingangs- und Orientierungsphase "mit Leben zu füllen".

Rudas forderte - "wie bereits beschlossen" - eine bessere Ausstattung der Unis. Das Problem, dass immer mehr deutsche Studenten an Österreichs Unis strömen, muss aus ihrer Sicht auf europäischer und bilateraler Ebene gelöst werden. "Es darf nicht sein, dass österreichische Studenten unter dem deutschen Numerus Clausus leiden bzw. deshalb keinen Studienplatz bekommen können."

Gegenüber der "Presse" konnte sie sich jedoch einen Seitenhieb auf Bummelstudenten nicht verkneifen: "Wer studieren will, soll auch tatsächlich studieren." Sie forderte, dass "nicht jeder alles studieren können soll." Zwar sei sie gegen Knock-Out-Prüfungen, aber die neue Studieneingangsphase würde ein gutes Instrument sein. Sie wünscht sich keine Hürde, sondern jeder Student solle seine Stärken und Schwächen herausfinden. "Wovon ich nichts halte, ist, wissenshungrige junge Menschen vom Studium fernzuhalten."

Kritik an Burgstaller

Die Aussage der Salzburger Landeshauptfrau, der freie Uni-Zugang sei eine Illusion (derStandard.at berichtete), und ihre Forderung nach einem Aufnahmeverfahren für Lehramtsstudenten sorgt auch bei SPÖ-Vorfeldorganisationen für große Kritik. Der Verband sozialistischer StudentInnen (VSStÖ) verlangt von Burgstaller, klar für den freien und offenen Hochschulzugang einzustehen. "Studierende nach zwei Semestern auszuschließen, weil sie nicht für ein Studium geeignet seien, ist absolut fahrlässig und benachteiligt besonders jene, die finanziell schlechter gestellt sind", betonte Mirijam Müller, Bundesvorsitzende des VSStÖ, in einer Aussendung.

"Wir brauchen nicht weniger, sondern mehr Studierende", sagte am Donnerstag auch Wolfgang Moitzi, Vorsitzender der Sozialistischen Jugend (SJ). Studiengebühren und Zugangsbeschränkungen seien keine Lösung für die Finanzlücke an den Unis, vielmehr müssten die Anstrengungen in Richtung zwei Prozent des BIP für die Hochschulen gehen, so Moitzi in Richtung Burgstaller in einer Aussendung.

Auch die Junge Generation in der SPÖ (JG) lehnt Vorschläge zu einer "Steuerung" des Universitätszugangs entschieden ab. Stattdessen fordert Tina Tauß, Bundesvorsitzende der Jungen Generation, ein Grundsatzbekenntnis zum freien Bildungszugang und zu einem sozial gerechten Ausbau des Stipendiensystems.

"Wir brauchen Zugangsregelungen"

Positives Feedback erhält Burgstaller aus den Reihen der ÖVP. "Wir brauchen Zugangsregelungen, um die Qualität für Lehrende und Studierende sicherzustellen", sagte Silvia Fuhrmann. "Wir wollen die Qualität an den Universitäten weiter ausbauen", so die ÖVP-Abgeordnete, die Mitglied im Wissenschaftsausschuss ist.

"Die von Burgstaller angesprochenen Lösungsvorschläge sind sehr vernünftig und es freut mich, wenn dadurch Bewegung in die festgefahrenen Bildungsfronten kommt", sagte Christoph Leitl, Präsident der Wirtschaftskammer. (red, APA, derStandard.at, 4.8.2011)

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Posting 1 bis 25 von 109
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Alles Ist Windhauch
 
00
Daß Leute wie Laura Rudas in unserem Land was zu sagen haben ist ein Beweis dafür, daß es abwärts geht

Hat diese Dame schon jemals was vernünftiges gearbeitet und sich ihr Geld mit produktiver Arbeit verdient?

Bei nächster Gelegenheit muss die abgewählt werden

somussesnichtsein
00
4.10.2011, 17:01
wir brauchen mehr und nicht weniger

studenten!
durch zugangsregeln und studiengebühren werden das aber nicht mehr.

Yes I can!
00
26.8.2011, 10:30
nicht jeder sollte politikwissenschaft studieren können ;)

für was anderes reicht es bei vielen jungpolitikern auch nicht. dann bitte bei humbug gleich "amtsschimmel 2" oder "sesselfurzer für fortgeschrittene" machen...

Balduin
03
11.8.2011, 16:56
"Wir sind dagegen."

Und dabei ist dieser Satz auch noch grammatikalisch korrekt - Premiere für Frau Rudas.

Bran Van
01
11.8.2011, 15:33

gerade die rudas muss reden mit ihrem politikwissenschaftsstudium...

Alles Ist Windhauch
 
00
Darabos hat auch Politikwissenschaft studiert,nur Faymannhat alles abgebrochen und nichts zustande gebracht, so wie in der Politik eben...

itavalda
03
12.8.2011, 08:45

Es ist ja hoch interessant sich auf facebook anzuschauen welche Probleme die Berufsjugendlichen im Unfeld diese Rudas haben.
Das größte Problem dürfte die Terminüberschneidungen bei den clubbings und das "gefällt mir" button drücken bei Promis zu sein um ja rechtzeitig auf sich aufmerksam zu machen.

Nelson25
00
11.8.2011, 12:53
Zugangsbeschränkung aber klaro für die Deutschen

Captain Smoker
13
SPÖ: Wir decken alle Meinungen ab.

Milchleber
00
Generell

wir brauchen mehr Restriktionen und mehr Kontrolle.

Ich bin für die totale Vergleichbarkeit. Und wehe, in fünf Jahren treffen unsere Prognosen nicht zu ...

R.Neville
10
..Unsinn zentrale Steuerung...

So wie einst Gehrer vom Medizin- und Lehramtsstudium abriet (und damit den jetzigen Mangel auslöste), so will wohl auch Rudas den Bedarf vorhersehen.

trollvottel
13

Wieso soll nicht jeder "alles" studieren können? Es ist doch bekannt, dass Maturanoten wenig über Leistungsfähigkeit, Intelligenz oder Studieneignung eines Jugendlichen aussagen.

Wieso übrigens redet niemand mit diesem Mädchen über die großartigen Politiker, die es bis vor etwa 20 Jahren auch in der SPÖ gab? Hertha Firnberg rotiert im Grab bei diesen trampelhagen Aussagen.

Titus Feuerfuchs
31
Schmarrn

die Korrelation (sprich: der regelhafte Zuammenhangs) zwischen Abiturnoten und späteren Studienerfolg ist ziemlich hoch.

Mirabeau
01
12.8.2011, 12:01

Vielleicht stimmt das ja für Abiturnoten, Ich kenne das deutsche System zu wenig, um das beurteilen zu können.

Maturanoten hingegen sagen absolut nichts aus.
Die Notengebung an Österreichs Schulen gleicht mehr einer Zahlenlotterie.

Die selbe Matura-arbeit wurde bei Wissenschaftlichen Versuchen von Lehrern an Österreichs Schulen mit jeder nur möglichen Note, von Sehr gut bis Nicht genügend beurteilt.

Eine Aussage haben Maturanoten daher nur dann, wenn es in allen Fächern eine Zentralmatura gibt.
Solange Lehrende und Prüfer die selben Personen sind, bleibt der Willkür Tür und Tor geöffnet.

yofrog
00
12.8.2011, 11:31

dann reicht auf den unis nach wie vor nur das nötige sitzfleisch um abzuschließen? peinlich, wie bücherfressen nach wie vor die wichtigste eigenschaft ist um als gebildet zu gelten.

chrilan
12
man erkennt in diesem forum ganz eindeutig,

dass wir in einer neidgesellschaft leben. eigentlich sollte herr und frau österreich doch froh sein, wenn hier in österreich jemand akademiker werden will. wollen wir nicht ein landsein, in dem es um qualität und forschung geht? in dem wir jungen, intelligenten und motivierten leuten steine in den weg legen, werden wir dieses ziel nicht erreichen bzw heutigen standard nicht halten können...

Titus Feuerfuchs
02
Betreuung von Studentenmassen

und Zeit für Forschung haben, verträgt sich halt nicht so gut. Was glauben Sie, warum Forschungsuni stark sind: weil die Personen dort ZEIT zum Forschen haben.

Prian Alb
21
Keine Beschränkung, aber Voraussetzungen

Wenn wir jetzt eh schon eine modulare Oberstufe mit Zentralmatura bekommen, dann könnte man einfach gewisse Module für gewisse Studien voraussetzen. - Es hat mich schon immer gestört, dass ich auf da Uni herumhängen muss um in diversen Kursen Maturastoff zu wiederholen, weil manche die Matura offensichtlich nachgeschmissen bekommen.

Nicht-österreichische Studenten könnten diese Module ja auch kostenpflichtig nachholen um an österr. Unis studieren zu dürfen.

chrilan
00
Matura ist nicht gleich Matura...

gehen Sie als HTL absolvent mal BWL studieren. oder als HAK absolvent auf die TU... außerdem wird der notwendige maturastoff sowieso in einer solchen geschwindigkeit durchgeackert, dass man sich eh nicht die geringste unachtsamkeit erlauben darf, sonst schafft man das studium ja sowieso nicht.

Prian Alb
01
Hab nach HTL BWL gemacht

War kein Problem, da banalster Maturastoff (am Bsp. Mathematik) - Aber was viele Maturanten da in aufgeführt haben war mir nicht mehr egal. Die Folge war, dass man ein gesamtes Semester damit Putzerl-Mathematik herumgekackt hat und dann in der Zeitung noch liest, dass Mathe bei BWL "sooo" schwer ist und 80% durchfallen.

Und es ist völlig egal, dass es momentan unterschiedliche Varianten von Matura gibt. Wenn ich als HTL'er Biologie studieren will, dann muss ich halt die Biologie-"Zentralmatura" nachmachen - wo ist das Problem? Damit kann ich den Zugang fair Beschränken, und die Unis brauchen keine Sinnlos-LV's mehr veranstalten um alle auf den gleichen "Level" zu bringen.

chrilan
00
ich studiere BWL nachdem ich die HTL absolvierte...

80% bis 85% fliegen bei der Mathe Klausur... zu behaupten, dass diese Prüfung eine Kleinigkeit wäre, ist wohl an der Realität vorbei...

zum Thema zurück:

An der HTL ist Programmieren im Lernplan enthalten und auch Maturarelevant. Man kann nicht einfach jetzt an diesem Niveau anknüpfen, da sonst nur HTL Absolventen an der TU studieren könnten.

Genauso kann man nicht am HAK-Maturastoff anknüpfen. Woher hätten Sie im BWL Studium als HTL Absolvent die ganzen Buchungssätze schon können sollen, wenn Sie diesen Stoff davor noch nie erlernt haben?

Soulman
00

Das stimmt so nicht - an der TU ist das Problem der HTLer unter den Studienanfängern eher, dass sie im Vergleich zu AHS-Maturanten zuwenig Mathematik beherrschen. Es gab Zeiten, da durfte man mit einer HTL-Matura fast gar nichts studieren - eben eine Berufsausbildung.

stretfordender
13
Bravo Frau Burgstaller!

eine der wenigen in der SPÖ, die zu diesem Thema keinen völlig realitätsfremden Zugang hat!

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05
"Rudas gegen Knock-Out-Prüfungen"

drum hat sie selbst nur powi zusammengebracht,...

Ratlos
14
Mich regt auf dass hier immer die falsche Zielgröße genannt wird. Wir brauchen mehr ABSOLVENTEN, nicht mehr Studenten.

Zur Zeit sieht es eher so aus dass der Massenandrang in gewissen Fächern die Studiendauer des Einzelnen verlängert und damit die Absolventenzahlen NEGATIV beeinflusst.

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