Polizei stürmt "Ärzte ohne Grenzen"-Büro

4. August 2011, 19:20

Mitarbeiter der Hilfsorganisation verhaftet

Die Hilfsorganisation "Ärzte ohne Grenzen" meldet, dass bahrainische Sicherheitskräfte am 28. Juli bewaffnete Sicherheitskräfte ihre Niederlassung in der Hauptstadt Manama gestürmt und beschädigt sowie die gesamte medizinische Ausstattung konfisziert haben. Ein freiwilliger Mitarbeiter der NGO der als Übersetzer und Fahrer für die Organisation arbeitet, wurde verhaftet.

Ihm wird vorgeworfen, ohne Lizenz ärztliche Leistungen angeboten und bei seiner Vernehmung Falschaussagen gemacht zu haben, weil er für einen Mann, der mit einer Kopfverletzung zum "Ärzte ohne Grenzen"-Stützpunkt kam, einen Krankenwagen rief.

Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen haben seit dem Beginn der Demonstrationen in Bahrain im Februar fast 200 verletzte und kranke Patienten getroffen, die sich nicht in die Krankenhäuser wagen, weil sie fürchten, verhaftet zu werden, weil sie sich an den Protesten beteiligt haben oder mit den Demonstranten in Verbindung stehen.

Die Herrscher Bahrains haben die Proteste im März mit Hilfe Saudi-Arabiens und der Vereinigten Arabischen Emirate gewaltsam niedergeschlagen. Sie warfen dem schiitischen Iran vor, die Oppositionsbewegung unterstützt zu haben.

Bahrain ist auch für die USA von strategischer Bedeutung. Sie haben dort ihre 5. Flotte stationiert, zu der Flugzeugträger "Theodore Roosevelt" gehört.
(red/Reuters)

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18 Postings
es ist sehr schwierig zu beurteilen

was GUT und BÖSE und vor allem was richtig und falsch ist im Zuammenhang mit diesen revolutionären Bewegungen.
Man sehe sich nun Ägypten an. Ist dort eine stabile Demokratie aufgebaut oder wird es eine geben? Tunesien detto.
Man denke nur an Russland, wäre das Land damals Anfang bis Mitte der Neunzigerjahre einfach "freigegeben" worden, wahrscheinlich wäre es schon in Chaos versunken.
Menschen, die über Jahrhunderte "geführt" wurden, denen immer gesagt wurde, was sie zu tun haben, sind nicht in der Lage, von heute auf morgen eine Demokratie zu leben.
Ist nicht, trotz aller Repressalien, das Leben in Saudi Arabien, Bahrain, Katar, UAE, Oman vernünftiger organisiert wie es ist, mit Stabilität und Ordnung, als "demokratisch" - aber chaotisch?

dann frage ich sie, ob sie noch die selbe sichtweise hätten, würde z. b. ihr sohn, der sich für menchenrechte einsetzt und in einem dieser länder dafür auch demonstrien würde....würde dieser von sicherheitskräften erschossen werden oder von interventiostruppen benachbarter diktaturen...

würden sie dann auch noch sagen...

lieber diktatur und recht...was für recht, das recht des stärkeren, das recht des diktators, dass recht des regimes...

man, man, man, was für eine arroganz über andere völker zu urteilen, die sollen lieber in einer diktatur leben, anstatt die umwälzungen, die ein demokratischer neuanfang unweigerlich mit sich bringen würde zu meistern....

Bei uns funktioniert die Demokratie aber auch nur weil wir in Wohlstand leben. Vielleicht ist es bereits diese Wirschaftskrise die unser wahres Gesicht zeigen wird.

Es gibt keine "guten" Diktaturen.

Die Wahrnehmung des damit verbunden Leides ist unterschiedlich:
Wie hat man -zu Recht- gegen die Verbrechen von Pinochet in Chile gewettert, wärhrend zur gleichen Zeit ungeheure Staatsverbrechen (Kambodscha, Libyen, Syrien, Irak, etc.) fast unbemerkt vorgefallen sind.

Fazit: Die modernen Kommunikationsmittel machen es den Schlächtern wesentlich schwerer.

Scheinbar gibt es laut NATO gute Diktaturen die

nach westlichen werten agieren Saudi Arabien, Bahrain, Katar :-) und Böse Diktaturen wie Libyen. Saudi Arabien & Bahrain sind um ein vielfaches schlimmer als Gaddafis Libyen aber sie stellen sich halt gut mit westlichen Firmen tschuldigung Ländern und gewählten Volksvertretern. Die Familie Saud hätte man in Gitmo in eine 1x1m Zelle stecken sollen aber stattdessen wird sie vom Westen gestützt wo es nur geht und bombardiert lieber vergleichsweise harmlose Regime. Betonung auf vergleichsweise.

Wie sagte schon Bush

Wer nicht für uns ist, ist gegen uns ... die paar menschenleben zählen nicht viel

Bush ist ein Kriegsverbrecher und muss verhaftet werden.

All jene die dies nicht machen, es aber machen müssten, sind ebenfalls Verbrecher und müssen eingesperrt werden.

Es wird Zeit die Kontrolle über das System zurück zu erhalten. Dann sperren wir alle Oligarchen und Kriegsverbrecher ein. Die glauben weiterhin das sie ungeschoren davonkommen können. Das geht aber nur weil es korrupte Politiker gibt die sie schützen. Auch diese Politiker gehören eingesperrt.

Es wird Zeit für echte direkte Demokratie ohne Oligarchen.

nein muss er nicht, weil in der USA ein System der Machtteilung zwischen Republikanern und Demokraten herrscht. Und die USA einfach das staerkste Militaer hat.
Damit hat Bush das Recht auf seiner Seite. Das Recht des Staerkeren.

Die Die internationale Gemeinschaft verdächtigt Ärzte ohne Grenzen soll auch Kontakte zu Bin Laden und zum Iranischen Atomprogramm haben.

Der Mann wurde verhaftet, weil er für einen Verletzten einen Krankenwagen rief? Das ist die blödsinnigste "Begründung" für eine Verhaftung, die ich je gehört habe ...

Vermutlich geht es nicht ums rufen des Krankenwagens, sondern um die Ursache der Verletzung. Falls er einen mutmasslichen Demonstranten decken wollte, hört bei der Polizei, auch in Bahrain, der Spass auf...

Sie sind naiv

E hat sich eine ärztliche Anweisung angemasst, nämlich zu bestimmen, dass ein Krankenwagen notwendig ist. Den hat er dann gerufen, dafür wurde er dann verhaftet.
So einfach ist das in einer Diktatur.

Nur mal so aus Interesse: Gab es bisher eine Resolution des UN-Sicherheitsrates zu der gewaltsamen Niederschlagung der Proteste und der Repression in Bahrain?

Wenn nein, warum nicht?

weil die eine F1 ring haben und und...!!

Weil Bahrein zu den Guten gehört

So wie Saudi Arabien. Deshalb gibt es dort auch Herrscherhäuser und keine Diktatoren. Und deshalb regen wir uns über die Scharia und die Todesstrafe für Jugendliche nicht weiter auf. Dass diese Rezeption so bleibt, ist die vornehmste Aufgabe unserer "unabhängigen" Medien.

vielleicht, da das Eingreifen die eigenen Wirtschafts - und Macht-Interessen konterkariert, auf Menschenrechte geschixxen wird?

Böse sind Diktatoren und Regine nur, wenn der Westen mit Ihnen keine lukrativen Geschäfte mehr machen kann.

Das hat möglicherweise damit zu tun, dass die Außenministerin der Vereinigten Staaten Bahrain auf dem Weg zu einer musterhaften Demokratie sieht:

Hillary Clinton im Dezember 2010 in Manama:

"But I am impressed by the commitment that the government has to the democratic path that Bahrain is walking on. It takes time; we know that from our own experience. There are obstacles and difficulties along the way. But America will continue working with you to promote a vigorous civil society, and to ensure that democracy, human rights, and civil liberties are protected by the rule of law, because we view Bahrain as a model partner for not only the United States, but for so many countries that are looking to see the way that Bahrain decides about its future."

http://www.state.gov/secretary... 152327.htm

Es gab vor Beginn der Libyen-Intervention das Gerücht, dass sich Saudi-Arabien in der Arabischen Liga nicht gegen die Einrichtung einer Flugsverbots-Zone aussprechen wird und sich dafür der Westen bei den Protesten in Bahrain zurückhalten wird (was er dann auch getan hat - wie auch beim Einmarsch der saudischen "Sicherheitskräfte").

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