"Locationgate-Affäre"

Südkorea verurteilt Apple wegen iPhone-Datenerfassung

4. August 2011, 11:03
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    foto: apa

    Apple muss erstmals wegen Ortsdatensammlung zahlen.

Geldstrafe fällt mit 2000 Euro gering aus - Weitere millionenschwere Sammelklage wird in Soeul vorbereitet

Die südkoreanische Kommunikationsbehörde KCC hat Apple aufgrund der Standortspeicherung von iPhone- und iPad-Nutzern zur Zahlung von drei Millionen Won - umgerechnet 1982 Euro - verurteilt. Einem Reuters-Bericht zufolge hatte dem Unternehmen eine Geldstrafe von etwa 6600 Euro sowie eine dreiprozentige Gewinn-Abgabe an die KCC gedroht.

Schadensersatz

Damit wurde Apple erstmals wegen Standortaufzeichnung ohne die Zustimmung von Nutzern verurteilt. Im Juli waren einem iPhone-Besitzer von einem südkoreanischen Bezirksgericht umgerechnet 664 Euro zugesprochen worden. Der Schadensersatz sollte ihn für die Speicherung seiner Daten und Verletzung seiner Privatsphäre entschädigen. Zudem fordert die KCC sowohl von Apple als auch von Google eine künftige standardmäßige Verschlüsselung der erfassten Ortsdaten auf Smartphones. Google Korea sagte in einem Statement, man werde sich mit dem KCC-Beschluss befassen.

Sammelklage

Während die Zahlung von knapp 2.000 Euro Peanuts für Apple sein dürften, wird in Südkorea eine millionenschwere Sammelklage gegen den iPhone-Hersteller vorbereitet. In deren Rahmen vertritt eine US-amerikanische Anwaltskanzlei rund 27.800 Mandanten. Ausgehend vom obigen Strafmaß müsste Apple eine Schadensersatzsumme von umgerechnet 18 Millionen Euro zahlen.

Softwarefehler war Ursache

Im April 2011 meldeten Sicherheitsforscher, dass iPhone und iPad Ortsdaten der Gerätebesitzer sammelt. Apple hatte daraufhin erklärt, es handelte sich um einen versehentlichen Mitschnitt. Als Grund wurde ein Softwarefehler angegeben - der Webstandard berichtete. Mit einem Update sollte die Aufzeichnung auf eine Woche beschränkt werden.

Opt-out auf Android-Devices

Google hingegen besteht darauf, dass die Ortsdienste auf Android nicht illegal seien, da sie "strikt Opt-in" sind. (ez, derStandard.at, 04. August 2011)

Mit der Gesamtsituation unzufrieden
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DIE GATES

Zuerst Antennagate
dann Locationgate
später Liongate
zuletzt Colgate.

I break together.

trooner
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LBE Security

für rooted devices über den android market, da kann man einstellen, was eine App darf und was nicht

awsd
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Google hingegen besteht darauf, dass die Ortsdienste auf Android nicht illegal seien, da sie "strikt Opt-in" sind.

wo ist da das "opt"? wenn ich zb die facebook-app haben will, muss ich akzeptieren, dass meine geo-daten verwendet werden. wenn ich das nicht will, kann ich die app deinstallieren.

beim iphone kann ich den zugriff auf gps für einzelne apps in den os-settings regeln...

Patrick_Bateman_1
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genau das verstehe ich auch nicht

alle regen sich auf über die Ortungsdienste bei Apple, aber Google macht das selbe - selbst Daten geben sie an dritte weiter (steht sogar in der Anmeldung zu gmail, daß man damit einverstanden sein muss daß persönliche Daten weitergegeben werden).

Ist doch lächerlich, Anonymität ist ein mythos, den gibt es nicht mehr seit man smartphones und internet besitzt. Und mal ehrlich, von mir aus soll Apple wissen wo ich gestern abend war, hab ja nichts zu verbergen. Wenn Apple meine Daten nicht speichert, machts Google.

shahabblack
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was

was was? ich glaub ich bekomm ein kollaps? hey und wenn sie dabei sind dann gebens auch alle ihre freiheitsrechte und menschenrechte ab, nein besser lege sie absolut alles offen...............

TRockenmilch
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könnten sie ihre bewegungsprofil der letzten woche bitte hier posten. sie haben ja nix zu verbergen.

Mathias
 
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Gut so!

Endlich werden die Datensammler zur Kasse gebeten. Darf doch nur der Staat sowas machen ... bin gespannt, wann die anderen Anbieter / Hersteller dran kommen :-)

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