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Hungerstreik gegen Hungerlohn: Seit Tagen liegen Bergarbeiter der Chrommine Bulqiza in einem Stollen 1400 Meter unter der Erde, um bessere Bezahlung durchzusetzen.
Die 16 Bergarbeiter sind schon seit Tagen im Hungerstreik. Die Männer, die 1400 Meter unter der Erde in einem feuchten Schacht der Bulqiza-Chrommine sitzen, wollen ihren Arbeitgeber, das österreichische Unternehmen DCM Decometal, dazu bringen, die Löhne um 20 Prozent anzuheben. Die Bergarbeiter bekommen im Monat etwa 280 Euro Gehalt und 3,60 Euro pro Tag für das Essen.
Obwohl die Regierung unter Ministerpräsident Sali Berisha seit Jahren betont, dass Albanien von der weltweiten Wirtschaftskrise verschont geblieben sei, musste sie jetzt ein umfassendes Sparpaket schnüren. Es braucht zudem keinen Expertenblick, um die Krise zu erkennen. Die Obst- und Gemüseverkäufer in Tirana bleiben oft bis spät in der Nacht bei ihren Ständen stehen, um noch ein bisschen Geld zu machen. Viele Kleinunternehmer beschweren sich, dass den Albanern das Geld ausgeht.
Gleichzeitig tragen die ökonomischen Eliten im schicken Blloku-Viertel in Tirana ihren Reichtum zur Schau. Zwischen den coolen Bars, in denen teuer gekleidete junge Menschen Cocktails trinken, kurven riesige Autos mit dunklen Fensterscheiben. Für die Leute aus dem Blloku-Viertel gelten offenbar andere Gesetze. Vier Prozent der Albaner verfügen über 55 Prozent der Bankguthaben. Berisha hatte schon vor Jahren versprochen, dass die dunklen Fensterscheiben - ein Symbol für die Kaste von Neureichen, die auf intransparentem Weg Geld machen und für die quasi Straffreiheit gilt - verboten werden sollen. Doch das ist nicht passiert.
Albanien hat ähnlich wie Griechenland tiefe strukturelle Probleme. Der größte Arbeitgeber ist der Staat. Die Staatsangestellten sind aufgrund des alles beherrschenden Klientelismus Parteien zugeordnet. Wenn es zu einem politischen Machtwechsel kommt, dann werden sie ausgetauscht, wie etwa jetzt in Tirana, wo nun ebenfalls die Demokratische Partei an der Macht ist.
Aber auch die (privaten) Medien werden zum größten Teil von den Parteien "gelenkt". "Die Journalisten agieren wie zur Zeit des Diktators Enver Hoxha", sagt der Publizist Fatos Lubonja. "Sie machen Propaganda."
Nicht nur, dass die Parteien Einfluss in Verwaltung, Schulen, Polizei, Armee und Medien haben - auch die privaten Wirtschaftstreibenden stehen in der Abhängigkeit des Systems. Es mangelt also nicht nur an Demokratie, sondern auch an freiem Wettbewerb. Dabei könnte man - wenn man wollte - in Albanien im Namen der Heranführung an die Europäische Union auch für die Bevölkerung schmerzhafte Reformen durchziehen. Nirgends ist die Zustimmung zur EU stärker als hier.
Doch der Auszählungsprozess nach den Kommunalwahlen im Mai und die brutale Form der politischen Auseinandersetzung zwischen den beiden starken Männern, Berisha und Sozialistenchef und Oppositionsführer Edi Rama, zeigt, dass die politische Klasse echte Reformen nicht als vorrangig erachtet. Lieber wird weiter öffentlich ein Schaukampf ausgetragen.
Die albanische Bevölkerung ist frustriert und nicht mehr bereit, für den einen oder den anderen auf die Straße zu gehen. Nach den desaströsen Kommunalwahlen, die als Demokratietest galten, wird Albanien nun nicht wie erhofft den EU-Kandidatenstatus bekommen. "Die OSZE hätte wenigstens eine Wiederholung der Wahl in Tirana fordern müssen", meint Lubonja.
Unterhöhlt oder gekauft
Albanien ist heute zu großen Teilen in der Hand von Berisha. "Das Schiff ist einseitig belastet", sagt Lubonja. Zudem haben in den vergangenen Jahren beide großen Parteien dafür gesorgt, dass jene Institutionen, die das Schiff auf Kurs halten könnten - Justiz, Zivilgesellschaft, Medien, Präsident -, geschwächt, unterhöhlt oder gekauft werden. Durch Verfassungsänderungen wurden etwa die Rolle des Präsidenten und die Unabhängigkeit der Wahlkommission verkleinert.
Die Bürger sind abhängig vom Wohlwollen der Parteien, wenn sie einen Job haben oder ihre Wohnung behalten wollen. Zehntausende Wohnungen sind illegal in Tirana, die Menschen erpressbar. Albanien ist zwanzig Jahre nach dem Ende der totalen Isolation in einer stalinistischen Diktatur noch dabei, sich in der Welt zurechtzufinden. (Adelheid Wölfl aus Tirana, DER STANDARD, Printausgabe, 4.8.2011)
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50 Jahre nach seinem Tod wurde Zog I. in einem Mausoleum beigesetzt
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Hatte sich aus Protest mit Benzin übergossen und angezündet
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Vili Minarolli, Albaniens Botschafter in Wien, über Unruhen in der Hauptstadt Tirana, Visaliberalisierung und die Beziehungen zum Kosovo
ACR will die Forderungen der Bergarbeiter erfüllen, und lehnt eine Vermittlung der Albaner Mafia ab, wie von Kol Nikolla. Richtige Entscheidung, aber die Situation ist ziemlich dramatisch. hat man die mafia in einer Firma, wird es immer schwierig
“ACR”, letter to miners: Stop strike
06/08/2011 20:15
“I feel bad when I see ACR mineworkers being used and deceived by specific individuals who have nothing to do with the mines.
“It is unacceptable and immoral for me to see our mineworkers sacrificing themselves for the personal interests of people such as Kol Nikolla.
http://www.top-channel.tv/english/a... &ref=lajme
ist das ein bericht von adelheid oder von lubonja? lubonja so, lubonja so...
er hat in vielen sachen recht, aber er ist immer ein negativist oder fast nihilist und langsam nicht mehr glaubwürdig. er selbst geht nur zu einem sender (regierungsnah) reden. bei fast allen unseren s.g. analysten kann ich nur kotzen.
wie die meisten Leute, wenn es um Albanien geht, und so gibt sie eben das Zeug wieder, was ihr Mittelsmann ihr erzählt.
Wenn man den Bericht liest, kommt als scharfsinnige Analyse heraus, daß die Albaner deshalb arm sind, weil die reichen Eliten ihnen alles wegnehmen.
Dabei ist doch die österreichische Firma erwähnt, die dort Hungerlöhne zahlt. Und die werden nicht die einzigen sein ...
Foto der streikenden Bergarbeiter mit den Forderungen: Deutlich zu sehen: minimum 28.000 LEK, also bei einem heutigen Umtauschkurz: von 1 € = 140 LEK = minimum Lohn 185 €
http://www.24-ore.com/thumbnail... cle_medium
Eine ziemliche Schande, für die Österreicher Firma was da läuft und das seit Jahren im übrigen.
niemand ist von den Toden auferstanden!
Es gibt im Debakel der Albanischen Mafia Politiker, welche in Wirklichkeit als Terroristen gegen das eigene Volk besser zubezeichnen wären, aber einige Fortschritte. Die EU, USA, NATO haben die Auflösung des Staates sehr frühzeitig bemerkt und die Umwandlung in einen Rechtsfreien Raum, krimineller Clans. Es gibt ja doch einige sehr alte Investoren im Lande, denen auch die Albaner Bevölkerung vertraut, so das früh Warnzeichen da waren. Im Komplexen Gestrüpp der primitiv Mafia, ist das kriminelle Verhalten des OSCE Mannes Wolfgang Crossruck nicht zu akzeptieren, der als Lobbyist Mafiös tätig ist und zugleich gefälschte Wahl Berichte in 2009 abgab, um Berisha zudecken. Crossruck gehört verhaftet.
zu dem Streik der Bergarbeiter der ACR Sh.p.K. zuvor nach vielen Todesfällen, hiess die Firma noch Darfo, eine Tocher der Österreicher Firma rund um die Familie Depisch. Also meine Informationen sind so, das die Familie gestern den umgehenden Bau der Duschen und Umkleide Kabinen zugesagt hatten und Gespräche anmahnten. Die Arbeiter fordern 28.000 LEK was ca. 185 € ist. Im Moment verdienen diese leute nur ca. 140 €. Dies zu den richtigen Zahlen, was man auf Fotos auch sieht der Demonstration. Ausserdem ist viel Bestechungsgeld geflossen, um eine illegale Immunität zuerhalten, was der Ex-Minister Dritan Prifti direkt auch bei der Staatsanwaltschaft niederlegte und bezeugte.
Man kann den Beitrag von Fatos Lubonja, nur wie so oft loben! Albanien ist kein Staat inzwischen, sondern ein kriminelles Konstrukt, ohne Funktion der Staats Institutionen. Heute warnte das Gesundheit Institut u.a. vor den Lebensmitteln in den Lokalen an der Küste, was eine Premiere ist. Tausende haben sich bereits eine Lebensmittel Vergiftung erneut geholt. Salih Berisha hat die Justiz lahmt gelegt, die Bau Gesetze und Bau Polizei, was zu einer enormen Vernichtung der Küste erneut geführt hat. Bäume wurden für Geldwäsche Geschäfte gefällt, die Strände sind amtlich verseucht und die Touristen bleiben aus. Die Strände sind leer, weil selbst Albaner wo Anders nun Urlaub machen: eine Taliban Kathastrophe ist Albanien des Kriminellen: Berisha
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