ORF-Verhandlungen mit Dirgint Muti ergebnislos
Wien - Es ist eine besonders aufsehenerregende
Opernproduktion, die am Mittwoch bei den Salzburger Festspielen
Premiere feiert: Verdis "Macbeth" ist die letzte Oper unter der
Leitung von Stardirigent Riccardo Muti in Salzburg und die erste
Zusammenarbeit von Muti und Regiegröße Peter Stein in der neuen
Felsenreitschule.
Der ORF wäre bei diesem Großereignis gerne dabei
gewesen - doch eine TV-Übertragung scheiterte an Differenzen mit dem
italienischen Maestro über Vertragsdetails, wie der "Kurier" am Mittwoch berichtet. Er sei "verbittert" und "mehr als
enttäuscht", wird ORF-Programmchef Wolfgang Lorenz zitiert.
"Macbeth ist die zentrale Produktion der Festspiele. Es ist das
erste Mal, dass wir das nicht übertragen können", so Lorenz weiter.
"Wir haben uns seit Monaten darum bemüht. Wir hatten Zusagen von den
Wiener Philharmonikern und von Peter Stein. Wir hatten Technik und
Personal schon vor Wochen auf Schiene. Die Übertragung ist aber an
Riccardo Muti gescheitert. Seine Agentur hat uns immer vertröstet.
Ich bin mehr als enttäuscht."
Laut "Kurier" habe man aus Mutis Umfeld
kurz vor der Premiere keine Reaktion erhalten. (APA)