Salzburg

Burgstaller für Lehrer-Eignungsprüfung an Universitäten

4. August 2011, 09:37
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    foto: apa-foto: barbara gindl

    "Wenn ein junger Mensch nicht perfekt singen kann, dann ist das nicht so tragisch."

Salzburger Landeshauptfrau: Ungeeignete Lehrer "nicht zumutbar" - "Freier Uni-Zugang ist eine Illusion“

Salzburgs Landeshauptfrau Gabi Burgstaller (SPÖ) will auch an den Universitäten verpflichtende Eignungstests für Lehramtskandidaten einführen. Das berichtet salzburg.orf.at. Ungeeignete Lehrer sind laut Burgstaller "nicht zumutbar". Bildungsministerin Claudia Schmied hatte angekündigt, alle PädagogInnen auf ihre Eignung testen zu wollen. Derzeit gibt es nur an den Pädagogischen Hochschulen Aufnahmeprüfungen.

Burgstaller kritisiert auch das derzeitige Auswahlverfahren an den Pädagogischen Hochschulen: "Wenn ein junger Mensch nicht perfekt singen kann, dann ist das nicht so tragisch. Viel wichtiger wäre es, dass die jungen Leute eine entsprechende soziale Kompetenz mitbringen, dass sie die Neugier der Kinder fördern und die Kinder bei ihrer Entwicklung unterstützen."

Wenn es nach Burgstaller geht, sollten die Universitäten künftig auch die Möglichkeit haben, Studierende, die sich nicht zum Lehrer eignen, vom Studium auszuschließen. "Ich finde, es ist für Kinder nicht zumutbar, wenn es Lehrer gibt, die nicht geeignet sind."

Für die Salzburger Landeshauptfrau stellt ihre Forderung keinen Widerspruch zum freien Hochschulzugang dar. "Ich bin der Meinung, dass wir auch bei den Universitäten die Studentenströme anders lenken sollen. Die jungen Menschen sollen das studieren, wofür sie wirklich geeignet sind und wo sie auch wirklich Zukunftschancen haben", sagt Burgstaller.

"Freier Uni-Zugang ist eine Illusion"

Im Interview mit der "Presse" legt Burgstaller nach. Der freie Zugang in der jetzigen Form sei "eine Illusion", sagt die Salzburger Landeshauptfrau. Sie spielt auf die schlechten Betreuungsverhältnisse an den Universitäten an, auf deren Unterfinanzierung und den zu erwartenden Ansturm deutscher Studenten: "Die Massen-Uni ist auch nicht die Freiheit, die ich mir für junge Leute wünsche."

Sie kritisiert, dass große Projekte in der Bildungspolitik jahrelang nur diskutiert, aber nie umgesetzt werden: "Der Stillstand in der Bildungspolitik frustriert mich sehr." Sie fordert deshalb, die Lehrergewerkschaft solle man bei den Verhandlungen um Bildungsreformen "ruhig eine Zeit lang ignorieren". Auch die Parteipolitik müsse zurückgedrängt werden. Denn: "Es gibt im Hintergrund viele, die die Reformen verhindern." Und das seien nicht die Spitzen der zuständigen Ministerien sondern vielmehr die Parteiapparate. (red, derStandard.at, 3.8.2011)

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Posting 1 bis 25 von 70
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mountaineer
00
21.9.2011, 20:09

Die Dame mit dem Lehrerkomplex auf der Populismus-Schiene. Genau solche Politiker braucht die Schule nicht.

Sire de Vienne
00
22.8.2011, 23:52
Was ist den Rechts-Troubles der Roten Gabi?!?

Man hört nix mehr - puncto Staatsbürgerschaftsverleihungen, Festspiele, billiges Wohnen......

Wo bleibendie grünen Profi-Anzeiger?!? Fragen, nichts als Fragen und wie immer keine Antworten!

Kelbo
00
11.8.2011, 17:04

Alle die heute gegen den freien Unizugang und Gebühren kämpfen haben in den 80ern studiert. Einer Zeit also, zu der nicht nur ALLES gratis war, sondern auch noch fette Zusatzzahlungen zu bekommen waren (z.B. gratis ÖBB-Tickets usw.). Die Studentenheime waren extrem billig und wenig Studenten kamen auf viele Studentenjobs und gute Univerhältnisse. Heute ist alles umgekehrt, aber das ist den Damen und Herren "Sozialdemokraten" ja egal...

niki123
20

ist der eignungstest part of the game bei ihr?

stall
05
es braucht keine eignungstests

und es gibt auch keine schlechten lehrer. ich spreche vom pflichtschulbereich. wer es dort länger als 1 jahr aushält, ist für den beruf schon bestens qualifiziert.

Kelbo
00
11.8.2011, 17:05

ist nicht nur in der Pflichtschule so. Alle Schulen bekommen heute Schüler, die "nur" das 9. Schuljahr machen und damit ähnliche Probleme. Damit ist auch der Druck auf die Lehrer gleich...

j oe
01
eignungstest??

wenn es eignungstests (man lasse sich das wort eignung auf der zunge zergehen) für politiker geben würde, bevor sie irgendein verantwortungsvolles amtl übernehmen, dann hätten wir ganze genau ?wieviele? aktive politiker??

Mops
00
Bin für Eignungstest bei Lehrern sobald es dasselbe

für Politiker gibt. Ethik und Soziale Kompetenz fehlen bei den meisten Landes und Bundespolitikern daher her mit dem Test würde ich auch bei den Medizinern Einführen kein Eignungstest auf Biologie und Chemie sondern auf Ethik und Soziale Kompetenz, gleiches natürlich auch für WU Studenten.

EricderRote
00
eigene tür

FRau LH möge vor der eigenen Tür einmal schauen, dass alles korrekt ist...
http://salzburg.orf.at/stories/530377/

Fachwelt
10
Ich bin klar gegen Studiengebühren,

aber für Einführung des numerus clausus und bei Nichterfüllung kann jeder Studierende noch einen Eignungstest ablegen

alexlol
00

aus wiener perspektive erscheint burgstaller wie eine üble populistin. /discuss

D/E
12
Gut und schön.

Aber was will man da eigentlich prüfen?

Und: Was k a n n man prüfen?

Denker9
11

Ein Vorschlag: Ihre soziale Kompetenz könnte man feststellen, indem man sie gleich bei Studienbeginn in verschiedenen Schultypen in Klassen mitarbeiten lässt, sie auf Wandertage mitnimmt, sie bei Projekten einbezieht und so beobachtet, wie sie mit Kindern umgehen können. Dazu könnte man sie Lehrern zuteilen, die sich als Mentoren bereit erklären die jungen Leute zu unterstützen. Das könnte z.B. 1 mal die Woche für einen Vormittag sein. Nach einem Jahr wüssten sicher viele, ob sie dieser Beruf wirklich interessiert!

Kelbo
01
11.8.2011, 17:07

Man merkt: Hier hat wieder mal keine eine Ahnung. SOWAS gibt es längst. Es nennt sich Studieneingangsphase und ist für alle Lehramtsstudenten pflicht. Da muss man in 2. Semester schon in die Pflichtschulen um zu sehen: Das ist was für mich oder nicht. Viele wechseln such nach dieser Erfahrung in Diplomstudiengänge...

EricderRote
01
sehr gut

und das auf jeden Fall in extremen Klassensituatione z.B. an Sonderschulen mit schwerstbehinderten Kindern oder bei verhaltensschwierigen Kindern, wer dann noch immer überzeugt ist, hat den Test bestanden.
wer sich dabei selbst bschwindelt, bekommt bald die bittere Rechnung - man hält es nicht mehr aus und wird krank...

D/E
01
In der Pädak-Ausbildung ist nichts anderes geschehen,

und trotzdem laufen noch immer "Bad teachers" herum, brennen etliche aus usw.

Ich habe ja kein Problem mit einer Eignungsprüfung, möchte nur anmerken, dass man auch hier nur sehr, sehr eingeschränkte Voraussagen treffen können wird.

Franz Bim
 
11
Die Schülerinnen und Schüler

würden sofort bemerken, dass diese Studierenden keine Noten vergeben dürfen und daher keine Autorität haben. Das würden sie schamlos ausnützen um sie fertigzumachen. Mit so einer Aktion verbrennt man nur Lehramtskandidaten und das kann man sich in Zeiten des Lehrermangels nicht leisten.

Denker9
00

Die Autorität eines Lehrers hängt zum Großteil NICHT davon ab (zumindest in HS, Sonderschulen und teilweise auch in Berufsschulen), ob er gute oder schlechte Noten vergibt! Wenig lernbegeisterten oder lernschwachen Schülern ist nömlich ziemlich wurscht, ob sie ein Genügend oder Nicht genügend bekommen. Lehrer im Pflichtschulbereich können über Notendruck fast nichts erreichen. Das funktioniert nur mehr in den AHS, weil die Schüler und Eltern Angst haben, dass der Schüler aus der Schule geschmissen wird und in eine HS wechseln muss!

Franz Bim
 
00
Es geht hier nicht um gute oder schlechte Noten,

sondern darum, ob jemand irgendeine Macht hat oder nicht. Das merken Kinder und Tiere nämlich instinktiv.

Auf der Uni mag das anders sein, da sind die meisten Studierenden froh darüber, dass es eine(n) TutorIn gibt, die/der ihnen etwas erklärt, auch wenn sie/er keine Noten geben darf.

Denker9
00

In Wirklichkeit haben Lehrer überhaupt keine Macht! Wenn ein Schüler nicht lernen will, kann der beste Lehrer nichts erreichen. Er kann den Schüler im schlimmsten Fall durchfallen lassen, sonst nichts. Und weil das viele Lehrer instinktiv wissen, sind sie ja auch so verzweifelt und regen sich über jede Kritik auf!

inaris
00
Respekt

funktioniert anders! Ich bin für einen Eignungstest zu Studienbeginn und für weitere Qualifikationen im Berufsverlauf im Abstand von 4 Jahren. Auch der Lehrer zeigt Abnützung. Viele stehen am Rande eines Burnouts oder …..- deren Unterricht kann qualitativ nicht gut genug sein!

Denker9
01

Was wollen Sie zu Studienbeginn testen? Die angehenden Studenten haben ein Maturazeugnis, in dem ihre Noten der einzelnen Gegenstände drinstehen. Und soziale Kompetenzen können nicht so einfach mit einem Kreuzerltest festgestellt werden!
Eine Möglichkeit wäre, von ihnen einen Nachweis zu verlangen, dass sie z.B. schon vor Studienbeginn in Ferienlagern mit Kindern gearbeitet haben (Pfadfinder, Kinderfreunde...).

GoodieGoodie
00
12.8.2011, 00:08

Die Pädak hat zumindest zu meiner Zeit ein außerschulisches Praktikum verlangt. (Pfadfinder, Vereine, Ferienlager,...)

EricderRote
01
mag sein

nur was ist später, wenn sie genau auf diese Schulwriklichkeit treffen? Dann haben sie 3 Jahre umsonst verbraten?

goli_g
13
Eignungsprüfung? Ja, bitte, so schnell wie möglich...

ich bin AHS-Lehrer. Schon im Studium habe ich mir teilweise gedacht, was da bitte für Studenten rumlaufen, die einmal auf unsere Kinder losgelassen werden sollen. No Comment. Gut, nun in der Schule sehe ich das gleiche wieder. Ich bin sehr leistungsorientiert, liebe die Arbeit mit Kindern/Jugendlichen, aber Leistung unter Lehrer scheint in Ö total egal zu sein. Ob du deinen Job gut machst, interessiert nicht sehr viele. Überall sonst würde man Leute, die keine Leistung bringen, entlassen. Aber hier, wo die Bildung der nächsten Generationen auf dem Spiel steht, da soll das wurscht sein und jeder kann einfach unterrichten? Nein, wir brauchen Eignungstests. Die soz. Kompetenz ist wichtig und auf die wird heutzutage kein Wert gelegt. Schade.

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