Religionsunterricht: Der Schwanz, der mit dem Hund wedelt

Leser-Kommentar | 3. August 2011, 12:08

Die Schreckensmeldung über den Religionslehrermangel und warum es uns alle etwas angeht

Über Kathpress erreichte die Öffentlichkeit eine erschütternde Nachricht: wenn die rund 370.000 SchülerInnen, die den katholischen Religionsunterricht besuchen, von den Sommerferien zurückkommen werden, dann könnten einige von ihnen einen unbesetzten Lehrpult finden. Der Grund: "eine rollende Pensionierungswelle, die auch vor Religionslehrern keinen Halt macht". Und wie im Chor schlagen auch die vier kirchlichen pädagogischen Hochschulen Alarm: es finden sich nämlich nicht genügend junge ReligionslehrerInnen. 

Die erwartete Überraschung

Merkwürdig ist, dass der zu erwartende Religionslehrermangel ausgerechnet den katholischen Nachrichtendienst so überrascht hat; schließlich sind Pensionierungen, Neubeschäftigungen und Lehrbedarf weit in die Zukunft prognostizierbare Größen und gerade die beispiellose Austrittswelle des Jahres 2010 sollte ja das "Problem" teilweise entschärft haben. Könnte vielleicht diese (Nicht-)Nachricht etwas jenseits einer sachlichen Berichterstattung bezweckt haben? Kann gut sein. Rein theoretisch wäre der Religionslehrermangel als interne Angelegenheit einer Religionsgemeinschaft abzutun. So einfach ist es aber (leider) doch nicht.

Die Vorgeschichte

Vertreter der Kirche (und der ÖVP - der Übergang ist fließend) werden seit Jahren nicht müde, der Allgemeinheit einzubläuen, dass gerade die steigende Zahl der Abmeldungen von dem Religionsunterricht für den (angeblichen) Werteverfall ("Gefahr religiöser Gleichgültigkeit", um Mikl-Leitner, damals noch relativ unbekannte Landesrätin, zu zitieren) verantwortlich sind.

Die Lösung? (Zwangs-)Ethikunterricht, freilich aber nur für all jene, die, aus welchem Grund auch immer, den Religionsunterricht nicht besuchen. Konfessionsfreie SchulerInnen haben eben Nachholbedarf in Sachen Werte, so der wertvolle Sukkus. Eine bestens orchestrierte parlamentarische Enquete (Anzahl der geladenen VertreterInnen der Religionen: 28, der Konfessionsfreien: 0) zum Thema „Ethikunterricht als Ersatzpflichtgegenstand" sorgte am 4.4.2011 für die endgültige Besiegelung des zuvor totgesagten Projektes; die wenigen Stimmen der Vernunft (darunter Konrad-Paul Liessmann und NRAbg. Daniela Musiol) gingen im Meer der koalitionären und religiösen Heuchelei fast unbemerkt unter. Die Umsetzung ist nun nur noch eine Frage der Zeit (und der Finanzierung; diese spielt bei Pro-Reli Bestimmungen hierzulande allerdings eine untergeordnete Rolle).

Wie geht's weiter?

Und genau vor diesem Hintergrund soll die Kathpress-Hiobsbotschaft hinterfragt werden: sie dient nämlich dem langjährigen Vorhaben, in einer zunehmend säkularisierten Gesellschaft auf Biegen und Brechen den Einfluss der Religionen - und insbesondere der katholischen Kirche - aufrecht zu erhalten. Der Plan ist teuflisch einfach: nachdem schon praktisch dafür gesorgt wurde, dass keine SchülerInnen (vorerst der Oberstufen) dem Religions- oder Ethikunterricht entkommen werden, bleibt ergänzend noch übrig, in den an sich weltanschaulich neutral zu haltenden Ethikunterricht konfessionelle Inhalte zu gießen. Und gerade deshalb wird ausgerechnet jetzt der allgemein bekannte Mangel an ReligionslehrerInnen neu thematisiert.

Im Jahr 2005 wurden nämlich in die Grundwerte der Schule das religiöse Denken (Art. 115 Abs 5a) eingeführt und, als wäre dies nicht genug, die Entwicklung von religiösen Werten bei der Jugend (!) als konkrete Aufgabe der Schule (§2 Abs 1 SchOG) festgelegt. Über den Umweg dieser schändlichen schwarz-blauen Verfassungsänderung wird der Ethikunterricht - erstmals in der Geschichte der Zweiten Republik! - zum flächendeckenden Zwangsreligionsunterricht, wenn auch in abgeschwächter Form, mutieren. Und dieses Schreckensszenario ist bereits in knapp 200 Schulen gegenwärtig: Alle Ethikunterricht-Lehrpläne beziehen sich nämlich auf den Religionserziehungszwang des §2 Abs 1 SchOG.

Einer der wichtigsten Proponenten des Ethikunterrichtes hierzulande ist Prof. Karl Heinz Auer: Glühender Katholischer Theologe, Ethikunterricht-Schulbuchautor, Verfasser von Ethikunterricht-Lehrpläne und Leiter des akademischen Lehrganges Ethik am PI Tirol. Von ihm stammt auch folgende Aussage, die aus seinem Fachreferats in besagter Enquete stammt: „Ein vom Schulversuch nicht umfasster verpflichtender Ethikunterricht für alle würde, bedingt durch die Themengleichheit einerseits und die Abmeldemöglichkeit vom Religions-, nicht aber vom Ethikunterricht andererseits, zu einer empfindlichen Schwächung des Religionsunterrichts und seiner Integrationskraft führen...". Im Klartext: Der Religionsunterricht hat gegenüber dem Ethikunterricht Vorrang und darf nicht im Zuge einer etwaigen Konkurrenz mit ihm zu Schaden kommen. Eigentlich ein Fauxpas für eine Person, die möglicherweise wie keine andere den Ethikunterricht forciert, definiert und gestaltet hat und diesen vermutlich auch noch länger beeinflussen wird. In Österreich aber kein Problem.

Der logische Schluss liegt nahe: der Ethikunterricht wird noch weiter „aufkonfessionalisiert" werden, um den Mangel an ReligionslehrerInnen aufzufangen. Der Staat wird für die Kirche das erledigen müssen, was sie nicht wie bisher, natürlich auf Kosten des Staates, geschafft hat, nämlich genügend ReligionslehrerInnen aufzutreiben. Mit jedem Austritt, fehlendem Pfarrer und pensioniertem Religionslehrer wird es aber klarer: Der ständig kürzer werdende Schwanz wedelt immer heftiger mit dem Hund. (Leser-Kommentar, Eytan Reif, derStandard.at, 3.8.2011)

Autor

Mag. Eytan Reif ist Vorstandsmitglied des Vereins "Initiative Religion ist Privatsache"

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Ich bin klug
03
11.8.2011, 12:28
Theoretisch hat Reif ja Recht, praktisch hat er unrecht: Der Religionsunterricht schadet hauptsächlich den Kirchen!

Ich komm (obwohl selber ausgetreten) mit diesem Völkchen öfters in Kontakt: Niemand will im Reli gegen den Willen der Mehrheit irgendwelche absurden Moralvorstellungen indoktrinieren, ganz besonders im Bereich der Sexualität. Das würde den Lehrer zum Gespött machen.

In einer durchschnittlichen Volkschulklasse nimmt kein einziges Kind in seiner Freizeit an Gottesdiensten teil- neben bloßen Beruhigungen hyperaktiver Kinder erfahren sie Basisinformation, beichten etc geht kaum noch wer.

Die Mittelstufe ist ein religiöser Notstand und voller Totalverweigerung, von Abmeldungen bedroht versucht man verzweifelt gefällig zu bleiben.

In der Oberstufe verdrehen "ketzerische Diskussionen" das päpstliche Lehramt ins Gegenteil.

gewissengewissen
 
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Trennung von Kirche und Staat ???

(der Tiroler Theologe Karl Heinz Auer gab das Buch ca. 2002/2003 im Verlag ÖBV/HPT heraus, der jetzt Klett gehört: es ist simply business;
und
more of the same gab es 2011 mit BM Karl Heinz Töchterle:
http://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/... 18887.html

Da wird sich so lange nichts ändern, wie (je nachdem) Religion oder Psychiatrie zugestanden wird, für Seele "zuständig" zu sein
und d.h.
so lange wie Ethik nicht sagt "was-du-nicht-willst-dass-man-dir-tu__das-füg-auch-keinem-andern-zu"

(sondern Ethik mit einem Wissens-Inhalt gleichsetzt und diesen zwangsweise abprüft) ...

Elisabeth Stein
00
29.8.2011, 12:34
Der Ethikunterricht,

seine organisatorische Verankerung und seine inhaltliche Ausrichtung waren auch in Deutschland ein jahrelanges Schlachtfeld. Die in Österreich seit den 90er Jahren involvierten LehrerInnen (aus naturwissenschaftlichen Fächern sowie Geschichte und Philophie/Psychologie) fanden sich, seit die ursprüngliche Abwehr von Kirchenseite gescheitert war, sofort mit dem Zustrom von ReligionslehrerInnen (Reaktion auf die steigenden Abmeldungen und Angst vor Jobverlust) konfrontiert, die - selbst die Aufgeschlossenen - nicht den Unterschied zwischen Wissens- und Glaubensvermittlung verstehen konnten oder wollten.

keep cool1
 
22
Schreckensmeldung für wen?

Die Trennung von Kirche und Staat ist überfällig. Die Religionen - egal welcher Konfession - soll die Schulen nicht weiterhin für ihren Religionsunterricht missbrauchen dürfen. Wozu gibt es unzählige Kirchen, Klöster, Moscheen, Tempel, Pfarrgemeinden? Ethikunterricht bringt den Schülern 10 x mehr!

R. Lexer
00

Ethikunterricht mit welchen Lehrern?

keep cool1
 
01
Ethik ist mehr als der Vergleich von Konfessionen!

günther hye - 5 postings tiefer, liefert Ihnen die ausführliche Antwort auf Ihre Frage!
Der Ethikunterricht wird als eine philosophische Disziplin verstanden und baut alleine auf das Prinzip der Vernunft.
Darin unterscheidet sie sich vom klassischen Selbstverständnis theologischer Ethik, die sittliche Prinzipien als in Gottes Willen begründet annimmt und insofern im Allgemeinen den Glauben an eine göttliche Offenbarung voraussetzt.
Im Ethikunterricht ist daher kein Platz für - katholische - Religionslehrer!

R. Lexer
00

Mir ist mehr als klar, dass Ethik eine philosophische Disziplin ist, und eine theologische Ausbildung da wenig hilft.

Darum stellt sich um so mehr die Frage, wo die Lehrer herkommen sollen. Als Lehrgang gibt's Ethik nur an der Uni Wien und einige PHs. Und auch die bieten das nur eher alibihalber an. Die könnten aber wohl kaum innerhalb weniger Jahre weit über 10.000 Ethiklehrer ausbilden.

keep cool1
 
01

Wenn in Ö eine Mehrheit für Ethik vorhanden ist - könnte natürlich nach entsprechender Vorlaufzeit z.B. in den Oberstufen begonnen, dann in Unterstufen und Volksschulen fortgesetzt werden.
In das Fach "Ethik" - hier sollten informativ auch Grundzüge der wichtigsten Religionen wertfrei vorgestellt werden - könnte ergänzend ein Teilbereich "Lebenskunde" - das z.B. wichtige Infos über Sexual-/Ernährungs-/Gesundheits-und Wirtschaftslehre sowie Berufs- und Studieninformation einschließt - einfließen!

dizzkutant
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Religions-Indoktrinations-Verbot jetzt!

Alt aber gut: "Leidet ein Mensch an einer Wahnvorstellung, so nennt man es Geisteskrankheit. Leiden viele Menschen an einer Wahnvorstellung, dann nennt man es Religion." (Robert M. Pirsig).

Alle Religionen - allen voran die großen monotheistischen -, die glauben, im Besitz der "Wahrheit" zu sein, sind der Untergang der Menschheit!

Solange es soetwas wie "Religions-Indoktrination" gibt, solange werden sich die Menschen wegen nichts und wieder nichts bekriegen.

gewissengewissen
 
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wen wunderts, dass sich ein Schulbuchautor für Zwangswissen über sein Thema engagiert?

(auch: "wenn es einer ist, ist er geisteskrank; wenn es alle sind, ist es Kultur."
weil
es nicht nur auf Religion(sstaaten) zutrifft)

Es wird sich so lange nichts ändern, wie (je nachdem) Religion oder Psychiatrie zugestanden wird, für Seele "zuständig" zu sein
d.h.
wie Ethik nicht sagt "was-du-nicht-willst-dass-man-dir-tu__das-füg-auch-keinem-andern-zu"
(sondern Ethik mit einem Wissens-Inhalt gleichsetzt und diesen zwangsweise abprüft) ...

(der Tiroler Theologe Karl Heinz Auer gab das Buch ca. 2002/2003 im Verlag ÖBV/HPT heraus, der jetzt Klett gehört: es ist simply business;
und
more of the same gab es 2011 mit BM Karl Heinz Töchterle:
http://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/... 18887.html

Elisabeth Stein
00
29.8.2011, 12:42
simply business

ist insofern richtig als der Klett Verlag, der - wie ich meine - sehr ordentliche Lehrwerke und Materialien zum Ethikunterricht herausgegeben hat - am österr. Schulbuchmarkt von den hiesigen Approbationkommisionen abhängig ist. Anzugreifen ist also dieses System, denn dort sitzen die Schulbuchautoren bzw, ihr Netzwerk,und dort sind sie auch Lobbyisten ihres Vorteils sowie ihrer ideologischen Machtzentren.

günther hye
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Ethik ist mehr als der Vergleich von Konfessionen

Der Begriff Ethik wird als eine philosophische Disziplin verstanden, deren Aufgabe es ist, Kriterien für gutes und schlechtes Handeln und die Bewertung seiner Motive und Folgen aufzustellen. Sie ist die Grundlagendisziplin der Angewandten Ethik.
Die Ethik baut als philosophische Disziplin allein auf das Prinzip der Vernunft. Darin unterscheidet sie sich vom klassischen Selbstverständnis theologischer Ethik, die sittliche Prinzipien als in Gottes Willen begründet annimmt und insofern im Allgemeinen den Glauben an eine göttliche Offenbarung voraussetzt.
Im Ethikunterricht ist daher kein Platz für - katholische - Religionslehrer. Alles andere wäre eine Strafaktion für konfessionslose oder vom Religionsunterricht abgemeldete SchülerInnen.

johannes schenk1
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Meines Wissens gibt es keinen

"Zwangsreligionsunterricht" für Menschen ohne Bekenntnis.
Nur die Mitglieder einer Religionsgemeinschaft müssen bis 14 in den Religionsunterricht ihres Bekenntnisses.
Irre ich mich da, oder ist der Artikel einfach polemisch?
Bitte um Infos.

Erasmus_01
01
Information

In 194 Schulen gilt bereits (seit 14 Jahren) der Schulversuch "Ethikunterricht als Ersatzpflichtgegenstand". Folglich müssen ALLE SchülerInnen, die, aus welchem Grund auch immer, den Rel.Unt. nicht besuchen, zwangsweise den Ethikunterricht besuchen.

Im Rahmen der Enquete im Mai wurde der Grundstein für die flächendeckende Einführung gelegt.

johannes schenk1
10
Danke.

Das heißt die Aufregung ist, dass im Ethikunterricht auch über Religionen unterrichtet wird, oder wird der Ethikunterricht als Ganzes abgelehnt?

zhang sanfeng
00
"Gefahr religiöser Gleichgültigkeit"

wittert unsere innenministerin also.

dem kann man in zeiten, in denen selbsternannte säkuläritter vor dem gleichgültigkeits-massaker schnell noch 1500-seitige "manifeste" uploaden, um - obwohl es eigentlich eh egal ist - noch einmal klarzustellen, wie wurscht ihnen religion ist, und wo genau ihnen diejenigen vorbeigehen, die sich im besitz der alleinigen wahrheit wähnen, nur mit einem inbrünstigen "amen" zustimmen.

Erasmus_01
20
"Säkuläritter", die sich allerdings

als "100% christlich" bezeichnen, gegen die Entscheidung der Kl. Kammer des EGMR im Fall Lautsi (also die Unzulässigkeit von Kreuzen in öffentlichen Schulen) wittern, auf ein christliches Abendland pochen und Urban II in Schutz nehmen, wie es nichteinmal katholische Theologen zu tun wagen. Und schnell noch ein Malterserkreuz (oder wasweissichwasfüreinkreuz) auf die Deckseite des Manifestes hauen, damit klar ist, wo lang es geht.

Ja, eh.

ruthwinkler
02
Wenn es nur dort einen LehrerInnenmangel gäbe...

Abgesehen von der einen Religionsgemeinschaft, deren Lehrermangel auf eigene Art begründbar sein mag, steuert Österreich generell auf einen akuten LeherInnenmangel zu. Ihr Vorwurf "schließlich sind Pensionierungen, Neubeschäftigungen und Lehrbedarf weit in die Zukunft prognostizierbare Größen" gilt für die gesamte Bildungspolitik dieses Landes. Die Frage des Ethik-Unterrichtes ist insoferne ärgerlich, als tatsächlich nicht-röm-kath. Kinder manchmal aus Stundenplan-Gründen in den Ethik-Unterricht gedrängt werden, und damit aus dem Religionsunterricht ihres Bekenntnisses rausgedrängt werden (weil beides tatsächlich nicht erlaubt ist!) Aber hätten wir nur diese Sorgen! LehrerInnenmangel wird in den nächsten noch ganz andere Ausmaße annehmen!

docNukem
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Diese Klerikalen "Kinderliebhaber" und ihre Machtgeilheit ..

das hat irgendwie nichts von dem was die Predigen, aber alles an Heuchelei.
Die finanzierung für diesen haufen kinderschänder einstellen und Tschüß.

cipf
 
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Religionslehrermangel

*hüch*
:-))

Wiazaus
12
Ich darf ergänzen: das Gesetz ist nicht nur schwarz-blau. Es kam mit Rot (eigentlich Gusenbauer) zustande.

Gusenbauer hat nach einem 4-Augengespräch mit Schönborn diesem Wahnsinn zugestimmt (auch zugestimmt hat die Gusi-SPÖ 2005 der Verankerung des Religionsunterrichts - 2 Stunden/Woche bis zur höchsten Schulstufe - mit einer weiterhin 2/3 hohen Mehrheit!). 2005 hat Gusi ohne Not (!) diesem unglaublichen schwarz-blauen Anliegen zugestimmt (dafür war nämlich - eben bis zur Novelle 2005 - noch eine 2/3 Mehrheit im Parlament nötig).

Elisabeth Stein
00
29.8.2011, 14:33
Interessant.

Aber war das nicht bereits im alten Konkordatsvertrag so festgelegt?

Dr Stänkerer
05
Danke fuer diesen Artikel! Die Schreckensmeldung ist, dass die Kirche die Schulpolitik fest im Griff hat!

kamo1
11
des weiteren

ist es für mich unverständlich, sich als religionslehrer von einem röm.-kath. priester(!) ins amt weihen(!) lassen zu müssen, was für mich moralisch in keinster art und weise zu rechtfertigen oder nachzuvollziehen ist.

aber die bigotte "säkularisierung" unserer gesellschaft spiegelt sich >gott sei dank< im anbringen des kruzifix in so ziemlich jeder öffentlichen einrichtung

Wiazaus
00
"gott sei dank"

Diese Phrase kann man sehr gut mit "glücklicherweise" umschreiben. So wie "Guten Tag" sinnvoller als "Grüßgott" ist.

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