Entschädigung: 18 Milliarden Euro für Fukushima-Opfer

3. August 2011, 10:19

Japans Parlament gründet Fukushima-Entschädigungsfonds - Kraftwerksbetreiber Tepco soll letztlich für Zahlungen aufkommen

Tokio - Das japanische Unterhaus hat mit definitiver Wirksamkeit ein Gesetz zur Einrichtung eines öffentlichen Entschädigungsfonds für die Betroffenen der Atomkatastrophe von Fukushima verabschiedet. Nach dem Unterhaus stimmte am Mittwoch auch der Senat für das Gesetz, das den milliardenschweren Fonds begründet. Wie viel Geld der Fonds auszahlen soll, ist in dem Gesetz nicht festgehalten.

Nach Angaben der Nachrichtenagentur Kyodo will die Regierung in einem ersten Schritt zunächst umgerechnet 18 Milliarden Euro in Form von Staatsanleihen einzahlen, weiteres Geld sollen die Betreiberfirma des Atomkraftwerks Fukushima, Tepco, und weitere Atomunternehmen einzahlen. Laut dem Gesetz soll Tepco letztlich für alle ausgezahlten Entschädigungen aufkommen. Die japanische Regierung und Tepco waren scharf dafür kritisiert worden, dass erste Entschädigungen bisher nur sehr langsam ausgezahlt wurden.

Nach der Erdbeben- und Tsunamikatastrophe vom 11. März war es in Fukushima zum schwersten Atomunglück seit Tschernobyl vor 25 Jahren gekommen. Mehr als 80.000 Menschen mussten ein Evakuierungsgebiet im Radius von 20 Kilometern um das havarierte Atomkraftwerk verlassen, auch außerhalb der Zone wurden einige besonders belastete Ortschaften geräumt. Die Atomkatastrophe hat auch der Landwirtschaft, Fischerei und Tourismusbranche schwer geschadet. Am Montag hatte Tepco mitgeteilt, dass an der Anlage die höchste radioaktive Strahlung seit dem Beginn der Katastrophe am 11. März gemessen wurde. (APA)

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Eine Strafe des Gottes Augustus !

Während des Jugoslawienkrieges hatte ein Japaner erfolglos versucht mit viel Bargeld eine Fabrik in Kroatien zu kaufen ohne zuvor im Tempel des Augustus gebetet zu haben. Die Wege Gottes sind geheim.

[SCHAUPLATZ] In der Evakuierungszone Fukushima

Teil 1: Shoji Kobayashi

https://plus.google.com/u/0/photo... 5847582353

Bei über hundert Millionen Menschen, die von Honshu evakuiert werden müss(t)en, kommt auf jedes Opfer gerade 180 EURO.

In Wirklichkeit

Die Opfer wären froh, wenn sie 180 Euro kriegen würden. Die Regierung bzw. die Präfekturen tun so, dass die Menschen so bald wie möglich nach Fukushima zurückkehren werden, um Entschädigung zu sparen bzw. Reduktion der Bewohnerzahl zu vermeiden.

Die Tepco zeigt kein Quantum Reue oder Verantwortungsbewusstsein oder irgendetwas. Sie bemüht sich immer noch um Vertuschungen, was in Österreich kaum berichtet wird.

In Wirklichkeit sieht der Ausmaß der radioaktiven Strahlung in Kanto wie folgend aus:

http://takedanet.com/files/26j... yakawa.jpg
(Aktuelle Auflage)

und wo willst die 7 mrd evakuieren, -> strahlung natürliche quellen, atomwaffentests, CT-untersuchungen, etc.

Sie haben aber eine Ahnung von Nuklearmedizin !

Bei ihnen scheint die Ahnungslosigkeit ein wesentlich weiteres Gebiet zu umfassen :)

Eswurden übrigens ~100.000 Menschen evakuiert, keine 7 Millionen.
Mehr als 90% dieser Menschen hätten längst zurückkehren können, verhindert wird das nicht von einer engeblichen Verseuchung, sondern dadurch das der aktuelle Premierminister Kan aus der Situation Kapital zu schlagen gedenkt, wenn er die Atomindustrie Japans, traditionell der gegnerischen konservativen Partei zugeordnet, angreift.

Gerade wurde der Verzehr von Fleisch aus Tochigi verboten wegen der hohen Cäsium-Kontamination.

Und da behaupten sie 90% könnten wieder zurückkehren? Welche Messungen veranlassen sie zu dieser Behauptung?

Dann nimmt man eben das Fleisch aus dem Verkehr

So dramatisch ist das ja auch nicht wenn die Menschen für einige Zeit nicht mehr in die Dörfer zurückkehren können.
Wären die AKWs geschlossen worden wie die Grünen es forderten wären die Dörfer ebenfalls leer, denn die Bevölkerung hätte wegen Mangels an Arbeit wegziehen müssen. Wer bleiben hätte können wären ein paar Bauern, Fischer und Verwaltungsbeamte. Die Beamten können versetzt werden, und die Bauern und Fischer werden entschädigt.
Drücken Sie nicht so auf die Tränendrüse. Wenn die Möglichkeit einer Beschäftigung verschwindet fallen immer die Vermögenswerte. Das passiert auch in Deutschland. Die Angestellten der stillgelegten AKWs werden ihre Häuser auch nur mit riesen Verlusten verkaufen können - Dank der Atomkraftgegner.

Und auf welchen Messungen berucht also die Aussage 90% der Menschen könnten wieder zurückkehren?

Ach drücken sie doch nicht auf die Tränendrüse. (sagen sie ja so gerne)

Gerade alternative Energiequellen schaffen Arbeitsplätze in der Region, mehr als Atomkraft.

80.000 wurden evakuiert. In Deutschland sind pro AKW rund 350 Arbeiter ordentlich angestellt. Insgesamt arbeiten ca 30.000 (inkl Leiharbeiter) in Deutschen AKWs, also ca 1700.
80.000 zu 1700 => fällt ihnen was auf. Da ist ein Unterschied.
AKH weg ist kein Problem!

>Japan als eine ganze Nation hat von der Atomkraft immens profitiert< Gratuliere!

Ich wünsche ihnen, dass sie einmal über Nacht aus ihrem Heim müssen und dann ein jahrelang nicht mehr zurück kommen dürfen. Ohne Job, ohne ihr Hab und gut.

In bereits 4 Präfekturen wird der Verzehr von Fleisch verboten.

Wenn Sie ein Dorf mit ca. 1200 Einwohner haben, und...

...aus diesem Dorf müssen arbeitsbedingt 100 Familien wegziehen/verkaufen dann fallen die Eigenheimpreise in den Keller. Es sind nicht nur die AKW Angestellten betroffen (die Sie ja liebend gerne Abstrafen wollen) sondern auch andere Bewohner des Dorfes die sich nur verändern wollen.

Um auf den Punkt zurück zu kommen:

Und auf welchen Messungen berucht also die Aussage 90% der Menschen könnten wieder zurückkehren?

Sie zünden nur Nebelgranaten, um darauf nicht eingehen zu müssen?
Damit hat sich bestätigt, gigngogn schrieb unbestätigten Unsinn.

Alternative Energiequellen schaffen mehr Arbeitsplätze, als Atomkraft.

Was sie da schreiben ist reines Blabla.

Es gibt ganze Landstriche, in denen kein AKW steht und die Menschen leben ganz hervorragend.

Die Schließung eines AKWs wertet die umliegenden Grundstücke auf - stimmt wohl eher.

Der Wert einer Immobilie ist meist gegeben durch...

...die Möglichkeit in nächster Umgebung eine Arbeit zu finden die angemessen bezahlt. Ausnahmen gibt es nur in Gegenden mit besonders schöner Landschaft oder Stadtteilen mit herausragender Architektur.
Die 350 Arbeitnehmer des AKW-Blockes müssen wegziehen und Ihre Häuser verkaufen. Wer glauben Sie wird Ihnen die Häuser abkaufen? Die paar Elektriker die Solaranlagen auf die Dächer schrauben?
Das dortige Dorf ist sicherlich für einen erfolgreichen Rechtsanwalt, Zahnarzt oder Geschäftsmann nicht attraktiv genug. Die kaufen lieber zu überhöhten Preisen in Kitzbühel und Umgebung.

was ist denn das für ein idiotenargument ?
1) müssen aus dem dorf ja nicht notgedrungen leute wegziehen, am land wird gependelt, nicht so wie in der stadt wo man sich einfach von der ubahn zur arbeitsstätte fahren lässt
2) ich bau mir ein häusl, will darin wohnen, es vielleicht mal den kindern vererben, zahl brav den kredit oder habs schon abbezahlt -> so definiert sich eigenheim am land (-> dorf mit 1200), also warum soll es mich kümmern wenn ein paar vielleicht wirklich wegziehen ?

wird meine kreditrate geringer, höher ?
zum arzt, anwalt, muß ich sowieso in die nächste stadt.

Meingott, sind sie weinerlich.

Es ist doch zynisch von ihnen, die Evakuierung von 80.000 Menschen mit 350 Angestellten zu rechtfertigen.

Des weiteren haben AKWs ohnehin eine begrenzte Laufzeit. Dann ist Schluß und es muss Rückgebaut werden. Das muss jemandem, der in einem AKW arbeitet ohnehin klar sein. Das passiert früher oder später ohnehin.

Sie bestätigten ja außerdem auch, die Atomindustrie zahle gut. Na dann..!

Aber die Angestellten rechneten mit längeren Betriebszeiten

Das macht schon einen Unterschied ob man Planungssicherheit hat, oder ob der Teppich einem unter den Füssen weggezogen wird.
Und schauen Sie sich an wo die Ersatzkraftwerke z.B. in der Slovakei und besonders in England gebaut werden. Dann finden Sie heraus, dass dies in der unmittelbaren Nachbarschaft der stillgelegten oder noch stillzulegenden Kraftwerke geschieht. Macht ja auch Sinn, man kann einen Teil der schon bestehenden Infrastruktur nutzen (Hochspannungsanschluss, Kühlwasserbereitstellung, Verwaltungsgebäude, Werkshallen etc)
Unter solchen Umständen hat der Angestellte Planungssicherheit. Ein gerechter Verkaufswert seines Eigentums ist für sein Arbeitsleben gegeben. Der Atomausstieg vernichtet Privatvermögen, dies ist ungerecht.

nächstest dodlargument "Aber die Angestellten rechneten mit längeren Betriebszeiten" heute wieder in guter form ;-).

wieder irrtum, jemand der ein arbeitsleben an einem ort plant ob eines akws ?? und dort eigentum erwirbt, oder erstellt der plant nicht mit 65 das zu verkaufen, so ein bullshit.

noch was das leben ist unfair. soll unfairere branchen geben als energieproduzenten, öbb, beamte und selbst die sind so unfair und untergraben die planungssicherheit in dem sie leute abbauen.

Wir müssen mal von den Verhältnissen zwischen Deutschland und Japan unterscheiden

In Deutschland steht ein AKW neben ein paar Dörfern mit je 1000 Einwohnern.
Die Gegend um die Kraftwerke von Fukushima ist natürlich dichter besiedelt. Aber da stehen auch 10 Reaktorblöcke. Das sind dann schon 3500 Angestellte. Dazu kommen noch mindestens die selbe Zahl von Zeitarbeitern.
10 Reaktorblöcke rechtfertigt auch die Ansiedlung von Lieferindustrien für die Nukleartechnik. Da sind mindestens 10 000 Leute direkt von der Nukleartechnik abhängig. Dann brauchen Sie staatliches Verwaltungspersonal und Sekundärindustrie. Mit Frauen und Kindern sind das schon mal 80 000 Personen, das sich mit der Zahl der evakuierten deckt.

Jetzt überholt er sich schon selbnst vor lauter Übereifer.

Bitte um Nachweis der angeblich angesiedelten Zulieferindustrie für Nukleartechnik in der evakuierten Gegend.
Die temporeren Zeitarbeiter haben keinen permanenten Wohnsitz dort. Bitte um den Nachweis der selben Zahl von Zeitarbeitern.

Aber das ist auch einerlei. Und wenn alle 80.000 wegen dem AKW dort wären, sie wurden ihrer Exstenzgrundlage beraubt wegen vollkommener Unverantwortlichkeit der Betreiber und sonstiger Beteiligter.

Und - von da gingen wir aus - auf welchen Messungen berucht also die Aussage 90% der Menschen könnten wieder zurückkehren??

Sie als Atomkraftgegner würden auch ohne ein Wimperzuckern...

...diesen Menschen die Lebensgrundlage nehmen. Es macht keinen Unterschied ob es nun durch den Tsunamie und Schlamperei geschah oder durch die Anti-Atomkraftbewegung.
Wo habe ich gesagt dass 90% bald wieder zurückkehren können?

Was ich machen würde, können sie nicht bestimmen und offenbar auch nicht wissen.

Ihre Aussagen beruhen dahingehend also auf ihre eigene Interpretation.

Sie haben sich in eine eine an gigngogn gerichtete (!) Antwort auf seine Aussage geworfen.
Offensichtlich hatten sie dazu was zu sagen.

Ich habe mich auf das vom Markt zu nehmen des Fleisches bezogen

Und da zu Ihrem Posting.
Zu den 90% habe ich mich nicht geäussert. Es ist noch zu früh darüber eine Aussage zu machen.
Wie Sie von meinen Postings klar sehen können finde ich auch die Rückkehr nicht sehr wichtig. Was sollen die Menschen dort machen wenn die Grundlage ihrer Existenz nicht mehr da ist? Wenn die AKW Arbeiter weg ziehen gibt es auch keinen Bedarf für einen Supermarkt, Autohändler, Friseur etc. Sogar die Lehrer dürfen ihre sieben Zwetscken packen.
Die Aufräumarbeiter und Arbeiter des anderen AKWs können auch 30km einpendeln. Dies ist in der Industrie nichts aussergewöhnliches.

Die dicke seiner Geldbörse die sich bei solchen Aussagen füllt.

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