Norwegen: Einige Computerspiele verschwinden aus den Regalen

2. August 2011, 15:13
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    foto: wow

    Breivik spielte World of Warcraft

Unternehmen trafen Entscheidung von sich aus - "Rücksicht auf Gefühle der Kunden"

Unter dem Eindruck des Doppel-Terroranschags vor eineinhalb Wochen haben norwegische Handelsketten Computerspiele bis auf weiteres aus ihrem Sortiment genommen. Laut einem Bericht des Schwedischen Radios verschwand das vom mutmaßlichen Attentäter Anders Behring Breivik als Zeitvertreib genannte Online-Spiel World of Warcraft sowie rund ein Dutzend Kriegs- und Gewaltspiele aus den Filialen mehrerer Ketten.

Rücksicht auf die Gefühle der Kunden

Laut dem Chef der Supermarktkette Coop Norge, Geir Inge Stokke, fiel die Entscheidung aus Respekt für die Opfer der Anschläge. Es gehe nicht darum, die Anwender solcher Spiele zu stigmatisieren, sondern darum, Rücksicht auf die Gefühle der Kunden zu nehmen.

Eigene Entscheidung

Die Entscheidung, derartige Spiele vorerst nicht mehr zu verkaufen, trafen die jeweiligen Handelsfirmen von sich aus. Nach den Anschlägen haben norwegische Regierungspolitiker, allen voran Ministerpräsident Jens Stoltenberg, wiederholt betont, weiterhin eine offene Gesellschaftspolitik machen zu wollen. Verschärften Gesetzen erteilten Stoltenberg und andere vorerst eine Absage.  (APA)

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Wollmammut
00
17.8.2011, 09:12
Fussball verbieten...

Ich bin mir sicher, dass der Amokläufer gerne Fussball gekuckt hat...

Also sollte man aus Rücksicht ebenso Fussball verbieten. Einzig und allein das gewaltverherrlichende Fussball (in Kombination mit satanischen Video spielen, wie WoW in dem Hamster und andere Kleintiere satanistisch (!) angebetet werden) schuld an der Tat sein.

Weder ein schlechtes Umfeld, der geistige Zustand noch die Tatsache, dass jeder Depp frei an Waffen kommt kann dazu beigetragen haben.

Würde es keine Videospiele geben, könnten schon Waffen schon für 3 Jährige freigeben werden, und familiäre Misshandlungen müssten nicht mehr bestraft werden, da diese keinen Einfluß auf den Geisteszustand einer Person mehr nehmen könnten.

Ein Utopia, ohne Video, eh KILLERspiele.

Freie Welt
03
Offenbar haben die meisten Poster hier den Artikel

entweder nicht gelesen, oder reagieren nur reflexartig auf die Headline.

Daher nochmal:
- In diesem Artikel geht es ja eben gerade NICHT um die Stigmatisierung von "Gewaltspielen".
- Diese Spiele sollen NICHT verboten werden.
- Es wird KEIN Zusammenhang zwischen solchen Spielen und den Wahnsinnstaten in Norwegen hergestellt.
- Der norwegische Ministerpräsident erteilt verschärften Gesetzen diesbezüglich EINE ABSAGE.

Fast alle Postings hier argumentieren aber so, als würde dort das genaue Gegenteil stehen.
Leute, was ist los mit euch?

Syrilus
02

Im Allgemeinen stimmt Ich Ihnen zu, dass Sie die Leute dazu auffordern die Artikel genauer durchzulesen bevor diese ihr Kommentar dazu abgeben.

das es nicht um die Stigmatisierung handelt geht aus dem Text hervor, das stimmt.

Allerdings bestätigt schon der erste Satz des Beitrags, dass es sehr wohl aufgrund des "Zusammenhangs der Spiele mit dem Attentat" zu einem Verkaufsstopp dieser Computerspiele kam.

Ich persönlich habe den Eindruck, dass hier viele User vorallem den plötzlichen Verkaufsstopp kritisieren, welcher durchaus einer Fragwürdigkeit bedarf, da es eine derart radikale Reaktion aufgrund eines Attentats selten so in der Form gegeben hat.

Mathias
 
00
Sie haben es wunderbar formuliert.

Darüber haben sich die meisten geärgert, weil unser Hobby wieder einmal der mediale Sündenbock sein darf.

Syrilus
00
Also,

Wennso Weitergeht...
00
Wetten

er hat auch Brot gegessen!?

mrheli
01

Ich spiele wenn ich Zeit habe Wolfenstein und Return to Castle Wolfenstein. Natürlich original. Nur original ist legal ;-)

Van Raven
04
natürlich (II)

Entschuldigung, ich weiß nicht wieso im ersten Posting der Text nicht zu lesen ist?

Natürlich sind die Spiele schuld!
Amokläufe und krankes Gedankentum gab es ja vorher noch nicht!

Nunja dann halt den Pc abgedreht und schauen was im Hauptabendprogramm läuft..

Was in vielen Filmen an Gewaltdarstellung dargebracht wird, das schaffen nur die allerwenigsten Spiele...

Es ist wirklich nur verblendet, früher wars die Popmusik, dann die bösen Satanisten die ausschliesslich Musik rückwärtsabspielen und nun sind es die Spiele..

Aber wenn in *keineschleichwerbung* im Kino einem Typen ins Gesicht gebohrt wird, da geht ein Lechzen durch die Menge..
Total verdreht.

Helmut Moesl
00

Eigentlich ist Southpark schuld...

Mathias
 
00
Es ist wirklich nur verblendet, früher wars die Popmusik, dann die bösen Satanisten die ausschliesslich Musik rückwärtsabspielen und nun sind es die Spiele..

Schon meine Oma wusste, der Elvis war der leibliche Teufel, und die Beatles seine apokalyptischen Reiter ;-)

Van Raven
00
natürlich!

opryde
00

nachdem es gestern auf zdf_kultur (sehr genialer sender übrigens! schaut rein!) "mein liebster feind" gespielt hat: stellt euch vor, klaus kinski hätte zugang zu solchen spielen gehabt! O.O

Nerdrage
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wenn der kinski solche spiele gehabt hätte, wär er wahrscheinlich friedlicher gewesen.

Lilly Rush
 
00

Mhm. nachdem ich "Mein liebster Feind" nicht kenne, bitte ich um Erklärung: Wird in dem Film eine Andeutung gemacht, dass Kinski Computerspiele gespielt hätte? In den späten 80er Jahren? Ich kann mir den Kinski nicht vor einem Pc sitzend vorstellen.
Oder wollen sie damit sagen, dass Kinski durch diese Spiele noch agressiver geworden wäre?

Lilly Rush
 
00

Tut mir leid, ich kann auf diesem PC kein Youtube öffnen. Worum gehts?

opryde
01

klaus kinski war ein genialer schauspieler, der allerdings schon bei nichtigkeiten zum absoluten auszucken neigte, leute beschimpfte, mit sachen herumschmiss und so weiter. der legende nach hat er einmal im sprung eine tür eingetreten und mit schaum vor dem mund "clara! du sau!" gebrüllt, weil seine stehkrägen nicht so gebügelt waren, wie er es mochte.

Lilly Rush
 
00

Naja vielleicht ist wirklich nur Legende. Kinski soll gesagt haben er hat das nur gemacht um Aufmerksamkeit zu erregen.
Aus Wiki: "In einem Interview mit der Zeitschrift Stern erzählte Nikolai Kinski, er habe kein einziges Mal erlebt, dass sein Vater privat je aggressiv oder ausfallend geworden sei, und sagte über ihn: „Mein Vater war privat der sanfteste Mensch, den man sich vorstellen konnte“. Auch Alfred Vohrer und Joachim Fuchsberger, die in den 1960er Jahren häufig mit Kinski gedreht hatten, beschrieben ihn rückblickend als ruhigen und unauffälligen Kollegen mit liebenswürdigen Zügen."
Und "solche Spiele": Was ist an WOW so schlimm?

Nerdrage
10

an wow ist nichts schlimm, außer 80 % der spieler.

Lilly Rush
 
01

Woher wollen Sie die 80% so genau wissen?
Sind Sie einer davon?

Nerdrage
20

nein, ich spiel den gewaltverherrlichenden dreck nicht.

Lilly Rush
 
01

Naja gewaltverherrlichend finde ich WOW nicht gerade. Egoshooter ist es jedenfalls keiner. Soweit ich mitbekommen habe, hat mein Sohn auch eigene Levels dafür programmiert.
Ich selbst hab es nicht gespielt, kenn nur Diabolo I +II.
WOW und Gewalt: Da sind manche Filme ab 18 schlimmer. Pasolinis "120 Tage von Sodom" z.B., der ist sogar indiziert. Und dieser Film wurde schon vor gut 35 Jahren gedreht. Also extreme Gewalt in Medien ist nichts Neues.

Nerdrage
00

cool, wusste gar nicht, dass das verfilmt wurde. danke für den tipp.

Lilly Rush
 
03

Wo leben Sie?
Nur hinterm PC?

Nerdrage
00

wo leben sie?

gehen sie mal auf die straße und fragen irgendwelche leute ob sie überhaupt '120 tage von sodom' kennen.

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