Testversion

FreeBSD 9: Erste Beta für die kommende Generation des freien Unix

2. August 2011, 14:03

Integriert Support für Xen-Virtualisierung, kann mit EFI-Systemen umgehen - Auch frische Testversion von PC-BSD

Beinahe zwei Jahre nach der Veröffentlichung von FreeBSD 8 kündigt sich nun langsam eine neue Generation des freien Unix an: Mit einer ersten Beta gibt es nun einen aktuellen Vorgeschmack auf FreeBSD 9, und dieser kann durchaus mit einigen relevanten Neuerungen aufwarten.

EFI

So lässt sich die Software nun auch auf Systemen mit dem BIOS-Ersatz EFI einsetzen, dazu gehört, dass der Boot-Loader mit GPT-Platten umgehen kann. Die zweite große Neuerung ist die Unterstützung für die Virtualisierungstechnologie Xen (Dom0), der Support für Oracles Virtualbox soll verbessert worden sein. Ebenfalls neu ist die Möglichkeit FreeBSD-Systeme von einem USB-Stick zu starten.

Software

Wie immer gibt es auch zahlreiche aktualisierte Systemkomponenten, etwa die Version 4.1 des Dateisystems ZFS, das als Default bei FreeBSD zum Einsatz kommt. Neue Treiber dürfen ebenso nicht fehlen, worüber sich nicht zuletzt Systeme mit aktuellen Netzwerkkarten von Atheros freuen können.

Desktop

Parallel zur Beta von FreeBSD wurde auch eine entsprechende Release des darauf aufsetzenden, aber auf Desktop-Systeme ausgerichteten PC-BSD freigegeben. Diese erlaubt unter anderem die Wahl zwischen KDE 4.6 und GNOME 2.32 als Desktops, auch LXDE 0.5 ist mit dabei. Hier gibt es zudem ein neues Kontrollzentrum zu berichten, das die Konfiguration von PC-BSD-Rechnern erleichtern soll.

Ausblick

FreeBSD 9.0 soll nach einigen weiteren Testversionen Mitte September offiziell fertiggestellt werden, PC-BSD wird hier wohl wieder kurz danach folgen. (red, derStandard.at, 02.08.11)

xyzasdf
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Freebsd/pcbsd

verwendet das wer als Desktop-OS?

Majakowski
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Ja, PC-BSD auf einem Laptop, funktioniert sehr, sehr gut.

aceFruchtsaft
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Wie ist das mit der Akku-Laufzeit? Selbst Linux hat kürzere Laufzeiten als Windows, und ich könnte mir vorstellen, dass bei FreeBSD noch weniger Stromspartechniken implementiert sind.

Bzw. was ist der Vorteil gegenüber Linux auf Nicht-Server-HW?

H. J. S.
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"... etwa die Version 4.1 des Dateisystems ZFS"? Hier ist wohl eher NFS gemeint!? FreeBSD 9 kommt mit ZFS v28.

H. J. S.
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Und ein nettes neues Feature ist wohl auch SUJ (softupdates journaling).

Your Highness
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Verwendet das eigtl wirklich jemand?

Hamad Leomic
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Jau

Solange die Hardware keinen Mist dreht, läuft das Teil jahrelang ohne Probleme! Das übertrifft manchmal selbst abgebrühte Debian Felsen. ;)

Einzig das Ports System taugt mir weniger, da man eigentlich gezwungen ist, im Userland immer ganz vorne dabei zu sein. (außer man will Sicherheitslücken) Obwohl es bei den großen Packages sehr wohl unterschiedliche Major Versionen gibt. (Apache 1.3, 2.0, 2.2 usw.)
Backports? Fehlanzeige.

Aber das Base OS ist unschlagbar stabil! (auf der "richtigen" Hardware wohlgemerkt!)

Dennoch: wer z.B. Debian gut administrieren kann sollte dabei bleiben. Nix is schlimmer als ein System welches nicht gscheit gewartet und konfiguriert werden kann. Da bringt das ganze "Secure by Design" dann nix.(openbsd)

aceFruchtsaft
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Bei OpenBSD ist by default außer SSH eh nichts aufgedreht, und die PF-Konfiguration ist vermutlich einfacher als die anderer FWs. Nachdem es auch keine GUIs zum Konfigurieren gibt, muss man sich immer die man pages durchlesen und etwas nachdenken, somit passt das schon.

Thomas Eugene
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Ja natuerlich. Wird ueberall da eingesetz wo Sicherheit einen besonders hohen Stellenwert hat. (siehe jails)

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