Tattoos

Risiken, die unter die Haut gehen

2. August 2011, 09:53
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    foto: apa/friso gentsch

    Mit dem gepulsten Laser-Gerät werden Farbpartikel unter der Haut zersprengt, die dann im Körper abgebaut werden.

Deutsches Bundesinstitut für Risikobewertung weist auf gesundheitliche Risiken von Tätowierungen und deren Entfernung hin

Berlin - Tätowierungen können Infektionen, Narbenbildung oder allergischen Reaktionen hervorrufen und sind eventuell auch an der Entstehung von Krebs beteiligt. Das Loswerden des Körperschmucks kann ebenfalls mit negativen gesundheitlichen Folgen einhergehen.

Seit einiger Zeit werben Anbieter verstärkt mit Verfahren, in denen flüssige Tattoo-Entferner verwendet werden. Dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) sind Fälle gemeldet worden, in denen nach der Anwendung flüssiger Tattoo-Entferner unerwünschte Wirkungen aufgetreten sind.

Farbpigmente in den Lymphknoten

Rund 10 Prozent der Deutschen sind tätowiert, in der Altersgruppe der 16- bis 29-Jährigen liegt der Anteil sogar bei fast 25 Prozent. Tätowierfarbeb werden ebenso wie Permanent-Make-up-Farben unter die Haut eingebracht. Für Schmucktätowierungen werden meistens Mittel eingesetzt, die organische Pigmente enthalten, für Permanent-Make-Up werden oft Eisenoxide und Ruße verwendet. Unerwünschte Nebenwirkungen einer Tätowierung oder eines Permanent-Make-Ups können Infektionen, Entzündungen, Narbenbildung oder allergische Reaktionen sein. Zudem sind Langzeitwirkungen möglich, über die bislang kaum Erkenntnisse vorliegen. Diskutiert werden die Spaltung von Farbmitteln unter der Haut sowie der Transport von Pigmenten und deren Spaltprodukten in andere Organe. So wurden beispielsweise bei tätowierten Personen Farbpigmente in den Lymphknoten nachgewiesen.

Auch die Entfernung von Tätowierungen und Permanent-Make-Up ist mit gesundheitlichen Risiken verbunden: Flüssige Tattoo-Entferner werden ebenso wie die Tätowierfarben unter die Haut gespritzt. Sie können als Wirkstoff 40-prozentige Milchsäure enthalten. Milchsäure ist haut- und schleimhautreizend, die Reizwirkung kann bereits bei einer Konzentration von 20 Prozent in Formulierungen auftreten. Im schlimmsten Fall kann es zu schweren Entzündungen der Haut und  Narbenbildungen kommen. 

Gepulster Laser als Alternative

Derzeit setzt man bei der Tattoo-Entfernung vor allem auf Lasertechnik. Kurz gepulste Laserstrahlung, die in ihrer Wellenlänge dem jeweiligen Farbpigment angepasst ist, spaltet die Pigmente unter der Haut auf. Aber auch bei diesem Verfahren sind Nebenwirkungen möglich. Bislang ist ungeklärt, welche chemischen Verbindungen bei der Laserbehandlung entstehen und welche gesundheitlichen Risiken von ihnen ausgehen.

„Angesichts der gesundheitlichen Risiken sollten Verbraucher sich sehr gut überlegen, ob sie sich ein Tattoo stechen lassen", so Andreas Hensel, Präsident des BfR. Wer sich für ein Tattoo oder dessen Entfernung entscheidet, sollte sich vorher möglichst umfassend über die eingesetzten Mittel und Verfahren informieren und sich von fachkundigem Personal behandeln lassen. (red)

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Posting 1 bis 25 von 50
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Patrick_Bateman_1
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Wenn es langzeitwirkgungen gibt

über die bislang keine erkenntnisse vorliegen, gibt es dann überhaupt langzeitwirkungen? :-)

WolvesInTheThroneRoom
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Hilfe, ...

Hab selber ein Tattoo seit mehr als einem Jahr, hab weder während der Verheilungszeit, noch jetzt irgendwelche Probleme damit. In dem Studio wo ich war, ist alles sauber und hygienisch abgelaufen und davon gibts sicher genug in Österreich, man muss eben nur bissl suchen und in tiefer in die Brieftasche greifen.

Das Tattoos aber nur Proleten tragen ist absoluter Schwachsinn, Tattoo's können (müssen aber nicht) auch in den künstlerischen Bereich gehen, man kann sich auch anstatt eines faden Tribals, Symbole oder sonstiges pecken lassen, dass eine sehr starke persönliche Bedeutung hat. Ein Bild auf Papier kann genauso schön und bedeutungsvoll wie auf der Haut sein, ist eben Geschmacksache.

Diona007
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Wer unbedingt ein Tattoo haben möchte, sollte sich einfach mal eines selbst machen und zwar mit einer Folie, die das Motiv AUF die Haut aufbringt.

Um es dann echt ausschauen zu lassen, reicht es ein wenig Puder (im richtigen Hautton) dünn drüber zu pudern. Ist auch völlig ausreichend, wenn man mal seine Eltern ein wenig 'schocken' möchte... ;O)

Anton J. Helmreich
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ich werde sowieso nie verstehen

warum man sich freiwillig verstümmeln lässt und auch noch die mörderkohle dafür peckt

green machine
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macht ja nichts...man muss nicht alles verstehen.

Anton J. Helmreich
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auch wieder wahr

green machine
01

vor allem gibts wichtigere dinge als die haut anderer leute... ^^

Anton J. Helmreich
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ja - die eigene

die gilts zu retten

frank rosner
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abgesehen von gesundheitlichen problemen

sehe ich gerade: frau bückt sich - arschgeweih und string guggen über den hosenbund heraus - also ich schon manch unapettitlichers gesehen, aber natürlich wenn ich jetzt daran denke, ws in 20 jahren... - also schau ich gleich wieder weg *gg*

AlBundyFan
 
02
aha

kanns dir nicht wurscht sein wies in 20 jahren aussieht?

bei einem ONS sowieso und wieviele bezeihungen halten schon 20 jahre?

triage
77

Tätowierer und Piercer verlangen ein Schweinegeld und cashen ab, wenn es aber um (häufige) Komplikationen geht, ziehen sie sich aus der Affäre und den Schaden dürfen dann Ärzte richten. Auf Kosten der Allgemeinheit!

Medizinische Laien haben mit Nadeln oder sonstigem Zeug und meist unzureichend sterilem Umgang unter der Haut einfach nichts verloren!

Aber die Masse frisst jeden Trend, und ist er noch so bescheuert. In diesem Fall dann nur mehr äußerst schwer bis gar nicht rückgängig zu machen. Jeder Trend ist mal zu Ende. Für diesen Weitblick hat´s leider bei den meisten nicht gereicht.
Dumm gelaufen - im wahrsten Sinn des Wortes ;-)

chil
02
falsch informiert

...das Tätowieren ist kein Trend - und wenn doch, dann schon ziemlich lang. Die ältesten belegten Funde tätowierter Mumien sind über 6000 Jahre alt...

In Österreich haben Tätowierer strengere Hygieneauflagen als Zahnärzte - nur so nebenbei bemerkt... Man darf halt nicht zu jedem Hinterhofscratcher rennen, sondern muss auch ein wenig Geld in die Hand nehmen, wenn man ein qualitativ hochwertiges Ergebnis mit möglichst großer Risikominimierung haben möchte.

triage
01

In Folge Ihrer Behauptung erklären Sie mir bitte den Unterschied zwischen den Hygieneauflagen bei einem Zahnarzt und denen bei einem Tätowierer.

Zweite Frage: Wie unterscheidet sich die Ausbildung (inklusive Hygiene) eines Zahnarztes von einem Tätowierer und somit die Fähigkeit der Vermeidung, Beurteilung und Behandlung medizinischer Komplikationen?

Drittens: Tätowieren gibt es seit dem Altertum. Liegt aber erst seit Jahren bei uns im Trend. Oder waren 30 % unserer Eltern und Großeltern tätowiert?

AlBundyFan
 
00
30% sinds jetzt auch nicht

im artikel selbst steht 10% und 25% der 16-29jährigen....also keine 30%

triage
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Stimmt schon. Ich habs auf die 16-29jährigen bezogen - in dem Alter waren unsere Eltern, als wir zur Welt kamen.

Auf jeden Fall ist es heute ein Vielfaches von damals.

Stephan T.
 
012

Tja, das ist wie mit dem Sex.

Wenn mans mit irgendwem aus der Nachtschicht treibt, dann darf man sich nicht wundern wenn man sich was einfängt und das auf Kosten aller geheilt werden muss (Wenn das denn geht).
Sicher ist man selbst Schuld.

Wenn man aufpasst und ein bisschen wählerisch ist, muss man sich auch nicht vor finsteren Hepatitis-Geschichten im Tattoostudio fürchten.

triage
00

Nach welchen Kriterien muß denn ein Laie "aufpassen" und "wählerisch sein", um bei einem Tätowierer relativ sichere Verhältnisse vorzufinden?

soledad juntos
 
00

z.B. darauf achten, dass der/die Tätowierer/in neue Nadeln verwendet, frische Handschuhe anzieht, Desinfektionsmittel zur Anwendung kommt, etc. Darüberhinaus kann man/frau drauf achten, wie sauber u ordentlich das Studio ausschaut und seriöse Tätowierer/innen haben auch kein Problem damit, Hygienemaßnahmen zu erklären bzw eine kleine Führung durch´s Studio zu machen. Die Frage nach den verwendeten Farben sollte auch kein Problem sein.
Ganz sicher wird´s aber nie sein, aber Hepatitis u co kann man/frau sich auch beim Zahnarzt oder bei der Fußpflege (!!! viele arbeiten zB ohne!!!! Handschuhe!!!) einfangen.

triage
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Allein schon Ihre Annahme, daß es Tätowierer gibt, die nicht jedesmal neue Nadeln nehmen, zeigt, daß der hygienische "Durchschnitt" der Studios eine Katastrophe sein muß. Frische Nadeln, frische Handschuhe, sterile Verhältnisse sind bitte in Österreich nicht Luxus oder besonders lobenswert sondern Minimalstandard.
Es wird Studios geben, die seriös und sauber arbeiten - leider musste ich aber nur allzu oft den Mist, den viele gebaut haben, in der KH-Ambulanz wieder gradebiegen. Dazu dann noch das Geheule und Gejammere, daß ich das Piercing, das 80€ gekostet hat und mittlerweile abszediert ist, nicht entfernen soll!

Steril arbeiten ist aufwendig und teuer, die Qualität der Sauberkeit letztendlich für den Laien nur schwer erkennbar.

Stephan T.
 
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Danke, damit erspar ich mir meine Antwort.

tiggerle
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du glaubst doch nicht im ernst, das tatoo-entfernung von der krankenkasse gezhalt wird :D

glaubst wohl, brustimplantete und fettabsaugung zahlt auch die kasste, was :DDDD

frank rosner
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naja - brustimplantate

wenn ihre DDDD implantiert werden, wäre ich eher dafür, als macnehm nicht-sozialen mitbürger den staubzucker in die endröhre zu blasen

triage
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Es geht nicht um die Entfernung, sonder um primäre Komplikationen wie Infektionen, Abszesse (Piercings), Phlegmonen (Tatoos) etc....

ilrio xxxxx
 
00
mangelnde zahnhygenie und die folgen

muss auch die krankenkasse zahlen.

triage
00

Nicht alles was hinkt ist ein Vergleich ;-)

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