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In der Stille liegt die Kraft... also bitte nicht noch ein Buch über die Sinnsuche auf dem Pilgerweg.
Schon wieder ist jemand unterwegs, um sich bei einer Wanderung über scharfkantiges Geröll, durch vom Dauerregen durchmatsche Wiesen und entlang touristischer Pilgerwegstrampelpfade selbst zu finden. Und natürlich schreibt dieser jemand ein Buch darüber. Jeder schreibt heute Bücher darüber, wie er bei der Knöchelverstauchung seine Mitte gefunden hat und warum die entzündete Blase auf der Ferse die Erleuchtung brachte.
Seitenlange Selbstgespräche wandernder Sinnsucher füllen die Bücherregale, kein Weg ist zu ausgetreten, kein Abenteuer zu banal, als dass es nicht einen Verleger finden würde, der seitenlange Erzählungen von Begegnungen, unerwarteten Zwischenfällen und glücklichen Fügungen veröffentlicht.
Und wer es nicht ins Bücherregal schafft, der erleuchtet uns eben via Twitter, facebook oder Blog. Warum suchen Sinnsucher den Sinn des Lebens nicht in aller Stille und behalten den gefundenen Sinn einfach für sich? (Mirjam Harmtodt/derStandard.at/10.08.2011)
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Komisch, dass ich nie ein Problem mit dieser Art der Lektüre habe - ich sehe die nicht, weil ich die entsprechenden Regale einfach nicht aufsuche.
Somit ist es _mir_ völlig egal, ob da ein weiteres Meisterwerk dieses Genres entstanden ist oder nicht. Andere, die so etwas gerne lesen, können sich ihrer Lieblingslektüre hingegen widmen.
Ich bin froh, dass es die Wahlmöglichkeit gibt und man nicht vorgeschrieben bekommt, welche Bücher geschrieben bzw. gelesen werden dürfen.
Schon wieder ein lamentierender Onlinekolumnenposter unterwegs, um bei seiner Wanderung über die Weiten des Cyberspace seine Raunzerei abzulassen, über ein Thema das 99,999999% aller Menschen nicht im geringsten tangiert.
Ich meine, es gibt so vieles über das man schreiben kann, Kriege, Krisen, Ein Kind das exakt um 12:00 Mitternacht geboren wurde, das Freiheitstreben der arabischen Völker.
Vielleicht ein Rezept, oder eine Serie wie die Irrtümer in der ersten Hilfe?
vllt. politcomedy wie Misik.
Oder vielleicht einfach nur das Bild einer kleinen Katze posten und "Hey, ich hab euch lieb!" drunterschreiben.
Aber nein. Du regst dich über harmlose, pseudokreative Buchautoren auf...und machst genau das selbe wie sie.
Sinnlos&Arm
aber zumindest kann ich jetzt verstehn warum auf der standard startseite nicht Mitteilungsbedürftige sondern Mitteiungsbedürftige steht. ich glaub nicht dass das ein rechtschreibfehler ist, sondern da hat sich nur einer der vor sarkasmus sprüht einen scherz erlaubt.
.
das eigenartige ist für mich, dass so viele leute ständig den sinn des (bzw. ihres) lebens *suchen*, anstatt ihm einfach einen zu *geben*.
ich versteh' diese ganze sucherei nicht.
aber ich versteh' ja so vieles nicht - v.a. wenn's mit "spiritualität" oder sonstigem esoterisch-religiösen wirrsinn zu tun hat ...
Schau mal, die Sinnsucher nehmen das halt sehr ernst.
Wie kann man auch seinem Leben einen Sinn geben, wenn man nicht weiß, welches der richtige Sinn ist, so eine falsche Sinngebung kann Unheil nach sich ziehen bis ins Jenseits und Karmagläubige sogar bis in die nächsten Inkarnationen verfolgen, das ist eine heikle Sache! Noch dazu werden so viele verschiedene Sinne gepredigt, da kann sich ja keiner mehr auskennen, ein weiteres sinnloses Buch über den richtigen Sinn zu lesen kann da schon hilfreich sein.
Doch allen Sinnsuchern sei ins Stammbuch geschrieben:
Der Sinn, den du benennen kannst ist nicht der richtige Sinn!
So auch der Berufene - er übt Belehrung ohne Reden!
wie schon der alte Chinese zu sagen pflegte. ;)
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