LibreOffice 3.4.2: Freies Office jetzt auch für den Enterprise-Bereich

Andreas Proschofsky, 1. August 2011, 13:55

Neues Update für stabile Serie veröffentlicht - Mehr als 300 EntwicklerInnen an neuer Version beteiligt

Die Document Foundation hat nun ein neues Update für die aktuelle stabile Serie der eigenen freie Office-Suite zum Download freigegeben. LibreOffice 3.4.2 ist damit die dritte Release in der 3.4.x-Reihe, und insofern auch nicht weiter auffällig. Allerdings hat die Releases dieses mal durchaus symbolischen Wert.

Unternehmen

Empfiehlt man damit doch erstmals LibreOffice auch für den Einsatz im Enterprise-Bereich, frühere Releases hatten sich vornehmlich an die klassischen EndbenutzerInnen gerichtet. Die Document Foundation rät beim Unternehmenseinsatz zum Abschluss eines Supportvertrags mit einem der rund um LibreOffice aktiven Unternehmen.

Zahlen

Mit ein bisschen Statistik will man in der Release-Ankündigung auch unterstreichen, wie erfolgreich sich LibreOffice seit seiner Abspaltung von OpenOffice.org entwickelt hat. Gut ein Viertel aller Code-Beiträge kamen von openSUSE sowie - indirekt - von Oracle, rund ebenso viel aus der weiteren Community an LibreOffice-EntwicklerInnen. 20 Prozent stammen schlussendlich noch von Red Hat, der Rest verteilt sich auf Ubuntu-Hersteller Canonical und andere rund um das freie Office tätige Unternehmen wie Lanedo oder CodeThink. Mehr als 300 EntwicklerInnen waren so in Summe mit Code-Beiträgen an der aktuellen Version beteiligt.

Download

LibreOffice 3.4.2 steht ab sofort für Linux, Windows und Mac OS X zum Download, der aktuell Zeitplan sieht in den kommenden Versionen eine Reihe von weiteren Stabiltäts-Updates vor. Große neue Features soll es hingegen erst wieder im Februar 2012 mit der Freigabe von LibreOffice 3.5 geben. (apo, derStandard.at, 01.08.11)

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Sollte man von OpenOffice auf LibreOffice wechseln? Ja? Nein?
Ich meine, wenn mans nur braucht um Dokumente aufzumachen, nicht um damit zu arbeiten. Zu Hause bekomm ich eben auch ab und zu einmal Sachen als .doc geschickt oder sonst ein Format, das man halt mit MS-Produkten speichern kann.

wie wärs dann einfach mit der gratis Viewer-Reihe von MS?

Politikum

OpenOffice wurde von Oracle mitübernommen. Weil Oracle bezüglich OpenSource kein unbeschriebenes Blatt mehr ist, hat sich daraus die LibreOffice Entwicklung abgespalten.

Defacto ist die Funktionsvielfallt von OpenOffice auch unter LibreOffice gegeben.

Die Frage ist wohl, wie weit Oracle bei der Entwicklung von OpenOffice Einfluss hat und wie sehr das dem offenen Standard nützt bzw. schadet.

Leider noch nicht als portable Version verfügbar. Die ist noch bei 3.4.1.

leider keine

Update-Funktion!

wenn die kompatibilität mit dem MSschrott ned so ein kreuz wäre...

mal ein excel mit ein paar formeln in libre/open office öffnen ist ein wahres abenteuer. nix geht mehr. leider!

Probier das gleiche mit Office 2003 und Office 2010 :-)

Daran ist aber

eigentlich Microsoft schuld, die jahrzehntelang die Specs ihrer Dateiformate verheimlicht haben.
Und auch jetzt sind oft Dinge noch drinnen die dann so nicht auf anderen Plattformen umsetzbar sind (com binary dumps etc..) bzw. sogar zwischen den Microsoft Office Versionen haken.

Also Canonicals Codebeiträge sind geradezu lächerlich. Beschränken die sich nur auf die Anpassung an Unity???
http://www.tuxmachines.org/images/gi... people.png

Nein. Mit Björn Michaelsen wird ein arrivierter und alteingesessener OOo Mitarbeiter fulltime beschäftigt. Einige weitere Canonical engineers steuren weiteren Code bei.

Canonical steuert dabei wohl mehr bei als das alteingessessene Mandriva+Mageia+Mint+Arch+Slackware und wohl noch zig andere Distributionen zusammen.

Danke für die info!
Sieht halt im Vergleich zu den anderen Größen wenig aus

also mir kann sowohl OO als auch Lo gestohlen bleiben ...

... ich arbeite sowohl privat als auch in der firma weiterhin mit oo3.2.1. wo noch all diese primitiven dinge wie druckenfunktionieren ...

weiß jemand von euch, ob sich diese version jetzt druckereinstellungen merken kann oder nicht, sonst ist die version alpha und nicht enterprise tauglich.
habe in den release notes nichts dazu gefunden, also nehme ich an, dass das noch nicht der fall ist ...

Welche Druckereinstellungen?

also mir kann sowohl OO als auch LO länge mal breite gestohlen bleiben ... ich arbeite sowohl privat als auch in der firma weiterhin mit OO.3.2.1. wo noch all diese primitiven dinge wie simples drucken funktionieren ...

Auf dem Bild ist die Linux-Version zu sehen. Die Windows-Version sieht eh besser aus.

Bitte mehr Eyecandy!!

Ich arbeite täglich mit LibreOffice sowie OpenOffice und erfreue mich an dem mannigfaltigen Funktionsumfang.

Aber rein *optisch* (insbesondere die Icons) ist LibreOffice ein lebendes Fossil aus den 90er-Jahren. Ein bisschen Eyecandy täte der Office-Suite sehr gut und würde die Augen bei der Arbeit erfreuen.

Und nein, ich meine damit NICHT, dass Ribbons implementiert werden sollen!

Aber rein *optisch* (insbesondere die Icons) ist LibreOffice ein lebendes Fossil aus den 90er-Jahren.

Es ist ein OpenSource Programm. Also nicht raunzen, sondern selber die grafische Oberfläche verbessern!

Hier sind Coder und Programmierer am Werk, es geht schließlich um Workflow und nicht um ein Computerspiel!

Nicht alles muß sich dem Mainstream unterordnen, und das ist auch gut so!

???????

Zitat aus dem Artikel: "Empfiehlt man damit doch erstmals LibreOffice auch für den Einsatz im *Enterprise-Bereich*, frühere Releases hatten sich vornehmlich an die klassischen EndbenutzerInnen gerichtet."

1) Wer sich als Zielgruppe *Enterprise-Bereich* setzt, wird ein optisch ansprechendes Produkt anbieten müssen.

2) LO wird von potenten Unternehmen entwickelt, die neben der Office-Suite auch andere Produkte (Linux-Distris, etc.) vertreiben wollen. Ohne businesstauglicher Office-Suite auch keine businesstaugliche Linux-Distri.

3) Die Assoziation Open-Souce = "Hinterhof-Programmierer" ist ein wenig überholt.

4) Schön wenn Sie programmieren können. Mein Community-Beiträge sind Nutzung der Software, Mundpropaganda und Bugreporting.

also ich kenne genug software im *enterprise-bereich* mit schircher gui. gerade dort sollte das kein so grosses kriterium sein.

1) Wer sich als Zielgruppe *Enterprise-Bereich* setzt, wird ein optisch ansprechendes Produkt anbieten müssen.

Soweit haben wir es schon gebracht. Die Optik muss stimmen, der Inhalt ist schon egal.

Die Ressourcenverschwendung wird quasi begrüßt oder als problemlos abgetan.

Was ist überhaupt schon "optisch ansprechend"? Wieso haben in den letzten 15 Jahren überhaupt die Betriebe zu PC Software gegriffen, wenn die Optik so wichtig ist?

Oder befinden wir uns jetzt dank Windows 7 und OS X auf dem graphischen Overload?

Überlegen sie mal: Kaufen sie alles, nur weil es den optimalen Funktionsumfang besitzt oder weil es unter anderem auch optisch ansprechend ist?
Der Mensch ist und bleibt Großteils ein visueller Typ und MS legt bei seinen Officeprodukten ein für den Endverbraucher optisch ansprechendes Design vor. Dass dies nicht jedem gefällt ist logisch und recht machen kann man es auch niemanden. Nur wenn man merkt, dass speziell im Enterprise-Bereich dieses Design als neu und innovativ angenommen wird, sollten die alternativen Hersteller sich darüber Gedanken machen und nicht darauf hoffen, dass sie sich nur mit ihrem Funktionen "verkaufen" können..

Zitat: "Die Optik muss stimmen, der Inhalt ist schon egal."

Sorry, aber Ihr Posting richtet sich selbst. Ich habe in meinem ersten Posting geschrieben:
"Ich arbeite täglich mit LibreOffice sowie OpenOffice und erfreue mich an dem mannigfaltigen Funktionsumfang."

Ribbons wären aber ziemlich nice, erhöhen imho die Produktivität um ein vielfaches...

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