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Mit der Sperre von Pseudonym-Profilen auf Google+ und der Forderung von Facebooks Marketing-Chefin Randi Zuckerberg nach Echtnamen, ist die Diskussion um Anonymität im Internet neu entbrannt. Privacy-Aktivisten orten bei Echtnamenzwang eine Gefahr für politischen Aktivismus und eine Einschränkung der Redefreiheit. Betreiber von sozialen Netwerken, Foren und Chats befinden wiederum, dass die Gesprächskultur verbessert würde und es zu weniger Drohungen käme, wenn jeder Nutzer Meinungen nur mit seinem richtigen Namen veröffentlichen dürfte.
Echtnamen oder Pseudonyme?
Wie denken Sie darüber? Sollten User auf Facebook, Google+, Twitter oder auch hier im Forum auf derStandard.at nur mit ihrem richtigen oder mit selbst gewählten Namen posten dürfen? Was wären Ihrer Meinung nach die Vor- und Nachteile davon? Und wieweit sollten Website-Betreiber gehen? Reicht die Angabe des Namens oder sollte man weitere Identitätsnachweise fordern?
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Netzwerk schließt solche Dienste auch dann aus, wenn sie im Land der NutzerInnen legal sind
dafür aber die möglichkeit, dass ich user blockieren kann, deren postings ich nicht sehen will.
und schafft das bewertungssystem ab oder ersetzt es zumindest durch eines, in dem es keine negativen bewertungen gibt. die roten stricherl scheinen für trolle eher motivierende wirkung zu haben.
Wer nicht pensioniert ist oder von einer Erbschaft lebt, kann sich in einer vernetzten Welt nur dann eine eigene Meinung leisten, wenn die zufällig auch der des Arbeitgebers entspricht.
Ohne Pseudonym hat niemand die Möglichkeit auf Missstände im beruflichen oder politischen Umfeld hinzuweisen ohne seinen Job zu riskieren.
Die Abschaffung der Pseudonyme wäre im Ergebnis mit Zensur gleichzusetzen.
Ich poste mit meinen Namen, weil ich mit 56 Jahren diese Freiheit habe. Jungen Menschen würde ich davon abraten, weil alle Firmen ja genau im Internet nachschauen, ob sie dort Informationen ihrer zukünftigen MitarbeiterInnen finden und es kann beim posten schon einmal emotional hoch hergehen, sonst wäre es ja fad.
Deshalb ja zu Pseudonymen, insbesondere zu solchen wie: Vormund von Peter W1, Kräuterpfarrer Escobar, meischi@leistung.at, Der satanische Großinquisitor, Kaiser Gütinand der Fertige, Mirstetta Toni, und all den anderen, die mir immer wieder ein Lächeln ins Gesicht zaubern.
die bitte nicht verwenden..
Ich habe Nein gestimmt. Wenn es sich um öffentliche Medien handelt sollte jeder der in Ihnen veröffentlicht seine Aussagen auch unterschreiben. Es gewinnen Aussage lediglich an Qualität wenn im Prinzip möglich ist sich darauf namentlich zu beziehen. So kann man sagen: "So habe ich es bei Georg Seifert im Standard forum gelesen." ;-) , anstelle von "Das hat ein gewisser DonaldDuck im Standardforum geschrieben". Welchen Wert hat eine Aussage zu der ich nicht öffentlich stehe?
Anonymität ist zwar ein wichtiges demokratisches Prinzip aber sollte aber eher beschränkt bleiben (Wahlen etc.). Wenn es um Äußerungen zu anderen Personen oder öffentliche Themen geht sollte man Farbe bekennen. Außerdem würden sich die Beleidigungen zwischen einzelnen For
Messen Sie Ihre Aussage an der Realität. Haben die namentlichen Äußerungen der PolitikerInnen in der Öffentlichkeit tatsächlich mehr Gewicht?
... oder führt die namentliche Verantwortung dazu, dass Inhalte zunehmende einer wertlosen Aneinanderreihung von Worthülsen Platz gemacht haben?
Qualität schaffe ich nicht mit der Nennung eines Namen (ob das dann der echte ist sein dahin gestellt), sondern mit der Nennung der Quelle auf die ich mich beziehe!
Ich gebe Ihnen durchaus recht. Ihr letztes statement trifft für mich den Nagel auf den Kopf. Aber um die Quelle nennen zu können muss ich sie kennen. (Sorry für den den unbeabsichtigten Reim). Ihr erstes statement über Politiker möchte ich qualifizieren. Es ist für mich sehr wohl wichtig WELCHER Politiker eine Äußerung macht.
@ Quellen
Wenn ich die Quelle nicht kenne, sollte das auch dazu sagen:
"Ich bin der Meinung, ..." wie das ein berühmter Politiker häufig tat und damit den ZuhörerInnen half zwischen Fakten und persönlicher Meinung (die damit zur Diskussion steht) zu unterscheiden
@ PolitikerInnen
sind Personen des öffentlichen Interesses und damit per Definition für Ihre öffentlichen Aussagen verantwortlich.
Natürlich haben auch diese Menschen ein Recht auf eine Privatmeinung. Eine klare Unterscheidung ist aber nur möglich, wenn man wie Kreisky klar - also unmittelbar davor - die "Meinung" deklariert oder anonym als "Bumsti25" wie jede private BürgerIn postet.
Anonymität zieht hier eine klare Trennlinie, im Interesse aller!
http://goo.gl/1CwPr
Georg Seifert site:derstandard.at
Ungefähr 349 Ergebnisse (0,08 Sekunden)
Das klappt so vermutlich auch noch in 5 Jahren oder in 10....
Ich kannte den Trick zwar nicht (Danke!), entspricht aber genau dem was ich meine. Vielleicht ist mir manche meiner postings von vor 10 Jahren heute peinlich aber wäre es sooo schlimm gewesen hätte ich es vielleicht am besten gar nicht gepostet. Aber vielleicht bin ich in 5 oder zehn Jahren anderer Meinung.
Ich bekenne gerne Farbe.
Ich habe aber andere Gründe, warum ich im Internet nicht unter meinem wirklichen Namen auftreten will.
Bzw. nicht will, dass meine Postings zu 100% mir zuzuordnen sind.
Das ist übrigens ein weiteres Problem: Wenn "Susi Meier" postet, ist das dann immer die selbe Susi Meier, oder doch eine andere? Wer hat das Recht auf "Susi Meier, die erste" und ist das seitenübergreifend?
Wer beleidigende Äußerungen tätigt sollte sowieso gesperrt werden.
Was aber, wenn z.B. ein Eisenbahner sich kritisch (seinem Arbetgeber gegenüber) zu einem ÖBB-Bash auf der Standard äußert. Der bekäme sicher Probleme mit seinem Arbeitgeber. Bin zwar kein Eisenbahner, das war nur ein Beispiel, bin jedoch aus diesem Grund für Pseudonyme.
Das stimmt einerseits. Andererseits ist das eher die Ausnahme. Und gibt es gibt dafür eben Betriebsrat Gewerkschaft etc. Wenn ein gewisser DonaldDuck von sich behauptet ein Eisenbahner zu sein und deshalb seinem Frust über die ÖBB Ausdruck verleiht ist es eben überhaupt nicht klar ob das stimmt oder ob das populistisches Stilmittel ist. Siehe "Leserbriefe" in manchen Zeitungen. Vertrauen Sie dem Zusatz "Der Redaktion namentlich bekannt"?
Für einen 'Datensammler arbeiten'? Versteh ich jetzt eher nicht. No offense aber steht jeder der nicht Ihrer Meinung ist im Sold von irgendjemand?
Das einzige was ich eigentlich sagen will ist, daß man zu seinen öffentlichen Äußerungen besser auch stehen sollte. Wenn einem das zu gefährlich erscheint sollte man sichere Wege finden. Kann sein daß ich in punkto Betriebsrat etc. naiv bin.
Ich in kein Experte im Hacken aber ich kann mir vorstellen, daß die Anonymität eines Pseudonyms auch nur eine scheinbare ist. Wenn jemand wirklich daran interessiert ist kriegt er auch die entspr. Daten mit oder ohne nick.
... ist natürlich nur im Rahmen des Anbieters "gesichert". Die Polizei kann jederzeit über die IP und mit Hilfe des Providers den realen PC-Eigentümer ausfindig machen (ausg. Prepaid). Für Arbeitgeber oder anderen Unternehmen ist das aber nicht so einfach. Freilich gibt es keinen Schutz gegen korrupte Beamte.
Wir sprechen hier aber nicht von potentiellen Terroristen, sondern höchstens von Indiskretionen (Whistle Blower) die für die Öffentlichkeit interessant und wichtig sein können.
Was also spricht für die Abschaffung der Anonymität?
... Unternehmen die versuchen aus Äußerungen einer Person ein Personenprofil (Interessen, finanzieller, gesundheitlicher u. sozialer Status, politische u. religiöse Zugehörigkeit etc.) zu erstellen und diese Daten zu verkaufen. Die meisten kostenlos-Email-Dienste arbeiten z.B. auf dieser Grundlage.
Diese Daten können sich für die gescorten Personen bei der Arbeitssuche, Kreditaufnahme, bei Versicherungsabschlüssen, Online-Geschäften etc. negativ auswirken, auch weil die Angaben häufig unrichtig sind.
weil sonst jeder per Personensuchmaschine die politische Ausrichtung, die Meinung zu Arbeitsrechtlichem, private Details bzw. Einstellungen zur Familienplanung, Meinungen zu gewissen Konzernen, etc. etc. abrufen kann.
Mir ist es selbst passiert dass einmal ein Prozessgegner vor Gericht mir Aussagen auf derStandard.at vorgehalten hat (damals hatte ich noch einen Nick mit meinem vollen Namen...)
auch Echtnamen "falsche" sein könnten. Da könnte man doch einfach den Namen irgendeines x-beliebigen Menschen einsetzen. Dem dann die eigene Meinung unterzuschieben, wär doch noch viel fataler.
Oder wollt ihr integrierte Iris-Scanner?
Ausserdem: Es gibt hier sicher etliche, die über Infos verfügen (und sie auch schreiben), die das Licht der Öffentlichkeit sehen sollten, die aber grösste Schwierigkeiten kriegten, wenn sie das namentlich gekennzeichnet täten.
Man kann nicht von jedem verlangen, den grossen Helden zugunsten des Allgemeinwohls zu spielen.
Halbwegs intelligente LeserInnen kriegen doch eh mit, wenn was von einer Parteizentrale oder sonstwoher gesteuert wird und Stimmungsmache ansteht.
Und die paar Jenseitigen verkraften wir.
JA zum Pseudonym, es ersetzt online die im realen Leben gegebene räumliche und zeitliche Trennung von Gesprächsrunden und Umfeldern. Ob persönliches Gespräch im Freundeskreis, hitzige Diskussion am Vereinsstammtisch oder politisch unkorrekter Witz in feuchtfröhlicher Runde, das ist alles auf die jeweilige Runde beschränkt (solange kein Anwesender aktiv was weitererzählt).
Ein Echtnamenzwang macht im Extremfall jede Äußerung jedem zugänglich, ohne Kontrolle oder auch nur Information für den Betroffenen.
Der Nutzen wäre minimal, der Schaden für die Diskussionskultur durch Selbstzensur ungleich größer und das Missbrauchspotential gewaltig.
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