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Und er bewegt sich doch: Verteidigungsminister Norbert Darabos (SP) kann sich nach einem rund ein Jahr andauernden Streit mit Außenminister Michael Spindelegger (VP) vorstellen, österreichische Blauhelme in den Libanon zu schicken. Eine Logistik-Einheit soll es werden, die Truppen der "United Nations Interim Force in Lebanon" versorgt - eine schwere Geburt nach den wenig vergnüglichen Zeiten der gewiss nicht vom Minister selbst vorangetriebenen Bundesheer-Reform.
Damit ist die Frage beantwortet, ob Österreich im UN-System noch etwas wiegen will. Die Antwort lautet klar: ja. Man ist bereit, weiter in der von Wien erwarteten Größenordnung an Blauhelmmissionen beizutragen. Das ist gut für das Renommee des Landes, gut für den Uno-Sitz Wien und nicht zuletzt gut für das Bundesheer, das in solchen Auslandseinsätzen unbestreitbar seine Kompetenzen hat.
Andererseits wirft die Entscheidung im Gegensatz zu den Einsätzen auf dem Balkan und auf dem Golan eine nicht unwesentliche Frage auf: Wie gefährlich ist diese Mission eigentlich? Viele Militärs schätzen die Lage als explosiv ein. Im Libanon könne die Situation jederzeit eskalieren, österreichische Truppen zwischen Israelis und Kämpfer der Hisbollah geraten. Bereits einmal, 2006, hat ein österreichischer Offizier dabei sein Leben verloren.
Die politische Rechtfertigung lautet: Jede andere Mission wäre im noch gefährlicheren Afrika gelegen. (DER STANDARD, Printausgabe, 1.8.2011)
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"neulich im Kosovo nicht einmal zurecht kamen."
Lassen sie uns teilhaben an ihrem uneingeschränkten Wissen aus der Entfernung.
Wo ist das ÖBH den beim aktuellen Grenzkonflikt nicht zurecht gekommen, was hat es den ihrer allwissenden Meinung nach falsch genmacht? Erhellen sie uns!
ps.: Wer das USMC als militärisches Vorbild betrachtet, sollte sich ernsthaft fragen ob er von der Thematik genug versteht um mitreden zu können!
Die sind der Inbegriff dessen, was in Berufsarmeen nicht funktioniert!
Und die Behauptung, dass das ÖBH im Kosovo überfordert wäre zigt lediglich wie wenig Ahnung sie vom Thema haben!
Es ist eine gute Frage, "wieso, Sie müssen". Eine Erklärung könnte es sein, daß z.B. mir persönlich ein Teil an den Stock-Werken durch Österreich 1983 vorenthalten wurden, jedoch es war kein Einzelfall, es gab viele andere derartige Fälle, siehe z.B. Mautnner-Markhof-Fabriksgelände in Wien Landstraße oder z.B. Mineralölschürfrechte in Niederösterreich.
1.
bei den zu entsendenden soldaten handelt es sich ausschließlich (wie übrigens IMMER in so einem fall) um berufssoldaten.
diese haben sich zwar nicht ausschließlich, aber unter anderem eben auch für solche einsätze gemeldet.
daher sind alle beiträge wie "... unsere armen kinder, brüder ..." ein bisserl grenzwertig.
2.
gelebte solidarität ist so eine sache.
wir österreicher sind wahnsinnig solidarisch und sozial. am allermeisten dann wenns nix kostet. und wenns was kosten soll/muss dann eben nur geld.
persönlich für etwas einstehen ist uns schon seit langer zeit fremd.
das ist auch ein grund warum wir die litauer nicht verstehen ... diese dillos hätten sich halt auch mit den russen arrangieren können, so wie wir das machen.
2)Österreich ist, gemessen an seiner Einwohnerzahl, eines jener 10 Länder, die am meisten Flüchtlinge aufnimmt. Über das Spendenvolumen in Österreich brauchen wir wohl auch nicht viel diskutieren.
wenn sie soldaten nach afghanistan schicken würde - und natürlich ist auch keine friedenmission ganz ungefährlich, aber das liegt auch daran, dass sich die bedingungen allgemein bei solchen missionen geändert haben. dh man müsste schon ganz darauf verzichten, damit man nicht mit diesen bedingungen zu tun hat.
PS: Gerade diese Diskussion darüber, ob Berufssoldaten nicht selbst dran schuld sind, wenn sie am Ende der Welt getötet werden, zeigt wiedermal, dass nur die Wehrpflicht garantiert, dass auch mit Soldatenleben behutsam umgegangen wird.
Sondern, wie bei praktisch allen UN-Einsätzen mit Masse um Milizsoldaten.
Wenn es sich nur um Berufssoldaten handeln würde, wäre Österreich gar nicht in der Lage so viele Soldaten über einen so langen Zeitraum abzustellen!
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