Bundesheer im Libanon: Gefährliche Mission

Kommentar | Christoph Prantner, 31. Juli 2011, 17:53

Nach einem rund ein Jahr andauernden Streit einigen sich Verteidigungsministerium und Außenministerium

Und er bewegt sich doch: Verteidigungsminister Norbert Darabos (SP) kann sich nach einem rund ein Jahr andauernden Streit mit Außenminister Michael Spindelegger (VP) vorstellen, österreichische Blauhelme in den Libanon zu schicken. Eine Logistik-Einheit soll es werden, die Truppen der "United Nations Interim Force in Lebanon" versorgt - eine schwere Geburt nach den wenig vergnüglichen Zeiten der gewiss nicht vom Minister selbst vorangetriebenen Bundesheer-Reform.

Damit ist die Frage beantwortet, ob Österreich im UN-System noch etwas wiegen will. Die Antwort lautet klar: ja. Man ist bereit, weiter in der von Wien erwarteten Größenordnung an Blauhelmmissionen beizutragen. Das ist gut für das Renommee des Landes, gut für den Uno-Sitz Wien und nicht zuletzt gut für das Bundesheer, das in solchen Auslandseinsätzen unbestreitbar seine Kompetenzen hat.

Andererseits wirft die Entscheidung im Gegensatz zu den Einsätzen auf dem Balkan und auf dem Golan eine nicht unwesentliche Frage auf: Wie gefährlich ist diese Mission eigentlich? Viele Militärs schätzen die Lage als explosiv ein. Im Libanon könne die Situation jederzeit eskalieren, österreichische Truppen zwischen Israelis und Kämpfer der Hisbollah geraten. Bereits einmal, 2006, hat ein österreichischer Offizier dabei sein Leben verloren.

Die politische Rechtfertigung lautet: Jede andere Mission wäre im noch gefährlicheren Afrika gelegen. (DER STANDARD, Printausgabe, 1.8.2011)

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Wozu?
Das Bundesheer ist nicht gerade das was einem Marines
nahekommt,und schon im Kosovo überfordert.

wo hast denn diesen

Bloedsinn her ?

Was Sie in Film und TV sehen

ist alles andere als die Wirklichkeit.

Oh bitte,mit der jüngsten Randalle neulich im Kosovo kamen sie nicht einmal zurecht.Also spielen sie hier nicht den Supersoldaten,wie es Typisch ist für den Größenwahn des BH.

Na komm, erzählen sie uns doch wo das Bundesheer angeblich

"neulich im Kosovo nicht einmal zurecht kamen."
Lassen sie uns teilhaben an ihrem uneingeschränkten Wissen aus der Entfernung.
Wo ist das ÖBH den beim aktuellen Grenzkonflikt nicht zurecht gekommen, was hat es den ihrer allwissenden Meinung nach falsch genmacht? Erhellen sie uns!

ps.: Wer das USMC als militärisches Vorbild betrachtet, sollte sich ernsthaft fragen ob er von der Thematik genug versteht um mitreden zu können!

Einem derart unterbelichteten Haufen wie den USMC sollte man auch besser nicht nacheifern.

Die sind der Inbegriff dessen, was in Berufsarmeen nicht funktioniert!
Und die Behauptung, dass das ÖBH im Kosovo überfordert wäre zigt lediglich wie wenig Ahnung sie vom Thema haben!

Ich weiß auch nicht, warum wir unsere Soldaten immer in Krisengebiete schicken müssen. Im Vatikan oder in der Schweiz wären sie viel sicherer.

Es ist eine gute Frage, "wieso, Sie müssen". Eine Erklärung könnte es sein, daß z.B. mir persönlich ein Teil an den Stock-Werken durch Österreich 1983 vorenthalten wurden, jedoch es war kein Einzelfall, es gab viele andere derartige Fälle, siehe z.B. Mautnner-Markhof-Fabriksgelände in Wien Landstraße oder z.B. Mineralölschürfrechte in Niederösterreich.

also

1.
bei den zu entsendenden soldaten handelt es sich ausschließlich (wie übrigens IMMER in so einem fall) um berufssoldaten.
diese haben sich zwar nicht ausschließlich, aber unter anderem eben auch für solche einsätze gemeldet.
daher sind alle beiträge wie "... unsere armen kinder, brüder ..." ein bisserl grenzwertig.

2.
gelebte solidarität ist so eine sache.
wir österreicher sind wahnsinnig solidarisch und sozial. am allermeisten dann wenns nix kostet. und wenns was kosten soll/muss dann eben nur geld.
persönlich für etwas einstehen ist uns schon seit langer zeit fremd.
das ist auch ein grund warum wir die litauer nicht verstehen ... diese dillos hätten sich halt auch mit den russen arrangieren können, so wie wir das machen.

zu 2/3

haben sie nicht recht, nur ca 1/3 sind berufssoldaten...

Auch Berufssoldaten sollten darauf vertrauen dürfen, dass unsere politische "Elite" sie nicht irgendwo, am anderen Ende der Welt verheizt, nur um außenpolitisch ein bisserl mitreden zu dürfen.

2)Österreich ist, gemessen an seiner Einwohnerzahl, eines jener 10 Länder, die am meisten Flüchtlinge aufnimmt. Über das Spendenvolumen in Österreich brauchen wir wohl auch nicht viel diskutieren.

doch, das ist

ihr Job seit alters her

Nein, dies ist in einer Demokratie eben NICHT der Job des Soldaten.

Nur weil er als solch ein Machtinstrument gerne missbraucht wird, muss das nicht so sein.

doch, ist

Sinn u. Zweck der Uebung

Nein, in einer Demokratie haben Soldaten für die Verteidigung des Volkes da zu sein und nicht zur Befriedigung der Machtfantasien alter Politiker.

Genau deshalb ist die Wehrpflicht ja so wertvoll.

jetzt wirds

fad, nein, haben sie nicht

die politische elite würde dann verheizen

wenn sie soldaten nach afghanistan schicken würde - und natürlich ist auch keine friedenmission ganz ungefährlich, aber das liegt auch daran, dass sich die bedingungen allgemein bei solchen missionen geändert haben. dh man müsste schon ganz darauf verzichten, damit man nicht mit diesen bedingungen zu tun hat.

Definieren Sie "Friedensmission"

PS: Gerade diese Diskussion darüber, ob Berufssoldaten nicht selbst dran schuld sind, wenn sie am Ende der Welt getötet werden, zeigt wiedermal, dass nur die Wehrpflicht garantiert, dass auch mit Soldatenleben behutsam umgegangen wird.

dich auch als fvGWD melden

Ich brauch mich nicht mehr als Grundwehrdiener melden. Ich war bereits 8 Monate Grundwehrdiener.

naja

dann kannst dich auch aus dem Reservestand heraus zu Auslandseinsaetzen melden. Jedenfalls war das in den 70er u. 80ern so

Bei den zu entsendenden Soldaten handelt es sich NICHT auschließlich um Berufssoldaten!!!!!

Sondern, wie bei praktisch allen UN-Einsätzen mit Masse um Milizsoldaten.
Wenn es sich nur um Berufssoldaten handeln würde, wäre Österreich gar nicht in der Lage so viele Soldaten über einen so langen Zeitraum abzustellen!

Ok dann "Vorübergehendhauptberuflicharbeitendeeigentlichmilizsoldaten"

Sorry

Das gibt es nicht. Es handelt sich um wehrpflichtige Grundwehrdiener, die sich für einen Auslandseinsatz verpflichten. Nur ein kleiner Teil ist Berufssoldat.

Praesenzdiener, und zwar ausserordentliche! Kummen'S ma net mit Grundwehrdiener, des is a Bledsinn! Kana fo de Buam/Diandln muas do obi, waun ea si net dazu gmoed hot!

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