"App-Store"-Streit: Amazon stoppt deutsche Android-EntwicklerInnen

31. Juli 2011, 15:46
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Dürfen vorerst keine Anwendungen mehr in den Anwendungsladen von Amazon stellen - Klage von Apple ist Auslöser

Der von Apple angestrengte Rechtsstreit rund um die Verwendung des Begriffs "App Store" durch andere Hersteller trägt wieder einmal neue Blüten. Wie Golem.de berichtet, können deutsche Android-EntwicklerInnen nicht länger eigene Apps in den Android-Anwendungsladen von Amazon hochladen.

Ausnahme

In einer Mail von Amazon heißt es dazu, dass man durch eine in Deutschland zusätzlich eingebrachte Klage von Apple zu diesem Schritt gezwungen werde. Weitere Details nennt man nicht, gibt aber der Hoffnung Ausdruck, diesen Schritt schon bald wieder rückgängig machen zu können - ohne jedoch einen konkreten Zeitrahmen zu nennen.

Spielchen

Nach dem  US-Start des Amazon "Appstore" im März 2011 hatte Apple umgehend Klage gegen den Konkurrenten eingebracht, da man dadurch die eigenen Markenrechte verletzt sieht. Apple hatte Anfang 2011 beim US-Patent- und -Markenamt einen Antrag auf die Sicherung des Begriffs "App Store" eingebracht. Microsoft hatte daraufhin rasch Widerspruch eingereicht. Wie Amazon auch, ist man davon überzeugt, dass "App Store" längst ein allgemeiner Bestandteil des Sprachgebrauchs geworden ist - ohne fixe Zuordnung zu einem Hersteller.

Argumente

Dabei beruft man sich unter anderem auf eine Rede von Apple-Boss Steve Jobs aus dem Oktober 2010, in der dieser den Begriff "App Store" allgemein und auch für den Mitbewerb verwendet. Erst vor kurzem musst Apple in dieser Causa eine erste Schlappe hinnehmen: Ein Antrag auf eine einstweilige Verfügung, die Amazon die Nutzung des Begriffs "Appstore" für sein Android-Angebot untersagt hätte, wurde vom Gericht abgelehnt. (red, derStandard.at, 31.07.11)

  • Streitpunkt: Die Verwendung des Begriffs "Appstore" durch Amazon.
    screenshot: redaktion

    Streitpunkt: Die Verwendung des Begriffs "Appstore" durch Amazon.

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