Regierung entzog Polizei von Ciudad Juárez Gelder

30. Juli 2011, 16:25

Wegen Nichteinhaltung von Einsatzregeln

Mexiko-Stadt - In Folge des Konflikts zwischen örtlicher und Bundespolizei in der Grenzstadt Ciudad Juárez hat die mexikanische Regierung der städtischen Polizei eine finanzielle Unterstützung in Millionenhöhe entzogen. Die Hilfen in Höhe von umgerechnet 3,4 Millionen Euro würden wegen Nichteinhaltung der von der mexikanischen Regierung formulierten Einsatzregeln zurückgezogen, teilte das Nationale System für öffentliche Sicherheit, das dem Innenministerium untersteht, am Freitag (Ortszeit) in Mexiko-Stadt mit. Das Geld war für die Fortbildung städtischer Polizisten und Gehaltserhöhungen gedacht. Das Innenministerium warf der Stadt vor, von 2008 bis 2010 trotz der Bundeshilfen nur 145 von 2.200 Polizisten fortgebildet zu haben.

Der Entscheidung der Bundesbehörden war ein Streit mit dem städtischen Polizeichef, Julián Leyzaola, vorausgegangen. Er hatte der Bundespolizei vorgeworfen, am Montag sein gepanzertes Fahrzeug angegriffen zu haben. Leyzaola war damals im Rahmen des Einsatzes zur Beendigung der Kämpfe im städtischen Gefängnis unterwegs gewesen, bei denen 17 Menschen ums Leben kamen. Das Ministerium für öffentliche Sicherheit warf dem Polizeichef von Ciudad Juárez vor, er habe die Verfahrensregeln missachtet, indem er eine Absperrung der Bundespolizei durchbrochen habe.

Der Generalsekretär der Stadtverwaltung, Héctor Arcelus, erklärte, dies sei seit Jahresbeginn bereits der dritte Zwischenfall zwischen städtischer und Bundespolizei gewesen. Im Jänner war ein Leibwächter von Bürgermeister Héctor Murguía von den Bundespolizisten getötet worden, im Mai stoppten Bundespolizisten einen Konvoi des Bürgermeisters und bedrohten die Leibwächter mit Waffen.

Die an die USA grenz.ende Stadt Ciudad Juárez ist eine Hochburg des mexikanischen Drogenschmuggels. Seit drei Jahren liefern sich dort die Drogenkartelle Juárez und Sinaloa einen blutigen Kampf um die lukrativen Schmuggelrouten. Allein im vergangenen Jahr wurden im Zusammenhang mit dem Drogenkrieg 3.100 Menschen in Ciudad Juárez getötet. (APA)

party and terror
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30.7.2011, 21:12

sehr interessant. der letzte absatz wirkt allerdings etwas konstruiert. interessant wäre zu erfahren, um welche einsatzregeln es sich handelt

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