Microsoft ermöglicht Lokalisierung von Handys und PCs

30. Juli 2011, 14:16
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Anhand von WiFi-Verbindungen gesammelte Standortdaten nicht nur für genauere Suchergebnisse nutzbar

Microsoft ist in die Kritik von Datenschützerngeraten. Laut einem Bericht des Branchenportals Cnet ermögliche der Konzern über seinen Online-Dienst Live.com die Standortdaten von WiFi-tauglichen Geräten wie Handys und PCs ausfindig zu machen. Dabei habe man es verabsäumt, die gleichen Sicherheitsstandards einzurichten, mit denen Anbieter wie Google oder Skyhook ihre Kunden schützen.

Crowdsourcing

Microsoft hat diese Daten mit Hilfe von so genanntem Crowdsourcing über Street View-ähnliche Gefährte gesammelt, die WiFi-Daten auf offener Straße aufzeichnen. Darüber hinaus habe man diese Daten auch über Windows Phone 7-Geräte gesammelt, die sich über WiFi-Hotspots mit dem Internet vernetzten. Gedacht sei die Verwertung dieser Standardinformationen, um standortrelevante Suchergebnisse ausgeben zu können.

Lokalisierbar

Das Problem: Stanford-Forscher Elie Bursztein will einen Weg gefunden haben, um basierend auf diesen Daten jedes dieser erfassten WLAN-Geräte lokalisieren zu können. Seine detaillierten Ergebnisse wolle der Wissenschaftler auf der kommenden Black Hat-Konferenz in Las Vegas vorstellen. Unterdessen rät er Microsoft dazu, die gleichen Limitierungen bei der Standortabfrage einzurichten, die bereits Google seit einem Monat im Einsatz hat. Auch hier besserte der Hersteller nach Kritik aus Branchenkreisen nach. (zw)

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Cnet

  • WiFi-Geräte über Microsoft-Daten lokalisierbar
    foto: derstandard.at/screenshot

    WiFi-Geräte über Microsoft-Daten lokalisierbar

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