"Pressefotograf des Jahres"

"Sucht nach dem nächsten Schuss"

Interview | Oliver Mark, 2. August 2011, 19:04
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    foto: apa/schedl

    In der Bildmitte: Heinz Stephan Tesarek, Gewinner des "Objektiv 2011" in den Kategorien Chronik und Fotoserien sowie Gesamtsieger.

    Die weiteren Preisträger: V.l.n.r.: Stephan Boroviczeny (Kategorie Wirtschaft), Andreas Reichart (Kategorie Sport), Roland Schlager (Kategorie Innen- und Außenpolitik) und Erich Reismann (Kategorie Kunst und Kultur).

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    foto: heinz tesarek

    Tesarek wurde für seine Serie über die Präsidentenwahl in Weißrussland mit dem "Objektiv 2011" ausgezeichnet.

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    foto: heinz tesarek
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    foto: heinz tesarek

Heinz Tesarek, Österreichs "Pressefotograf des Jahres", über fehlende Loyalität, Verletzungen als Berufsrisiko und eine Branche auf dem Weg zum Massenmarkt

Heinz Stephan Tesarek wurde in Weißrussland während eines Fotoeinsatzes an der Hand verletzt und musste drei Monate pausieren. "News" stellte daraufhin die Zusammenarbeit mit dem freien Fotografen ein. Oliver Mark sprach mit Tesarek über Verletzungen als Berufsrisiko, die sinkende Nachfrage nach "richtigen" Fotoreportagen, den technischen Fortschritt als größte "Gefahr" für den Berufsstand und ein Buchprojekt über "Vorahnungen, die quälen, wer zu viel zu sehen bekommt".

derStandard.at: Sie haben die "Objektiv"-Preisverleihung genützt, um Kritik am News-Verlag zu üben. Was sind Ihre Kritikpunkte?

Tesarek: Ich war irritiert von der Unbeschwertheit, mit der der Verlag die Zusammenarbeit mit mir eingestellt hat. In Folge einer für "News" fotografierten Arbeit, bei der ich verletzt wurde, und die schließlich als Beste des Jahres ausgezeichnet wurde. An sich habe ich immer gerne für "News" gearbeitet - auch weil ich mit einigen der Journalisten hervorragend zusammengearbeitet habe.

derStandard.at: Hat es Reaktionen - Zustimmung oder Kritik von KollegInnen oder Medien - nach Ihrer Rede gegeben?

Tesarek: Viele fotografierende Kollegen haben sich sichtlich mit mir gefreut. Auch eine Menge Schreibender. Jene aus dem Verlag sowieso, die haben ja mitbekommen, was da abgegangen ist. Wochen später kam dann noch der gut gemeinte Rat eines Kollegen zu mehr Besonnenheit. Nun ja. Daran arbeite ich.

derStandard.at: Sind Verletzungen ein Berufsrisiko, mit dem man in dem Metier leben muss?

Tesarek: Man kann - und sei man noch so vorsichtig - nie ausschließen, dass einem dasselbe widerfährt wie den Menschen, über die man berichtet. Das gilt vor allem für die Arbeit in Krisen- und Kriegsgebieten. Man kann natürlich auch nicht berichten. Diese essentielle Entscheidung gilt es zu treffen.

derStandard.at: Im Falle einer Verletzung, eines Dienstausfalls: Welche Absicherung für den Verdienstentgang müsste/kann es geben? Die einzigen Möglichkeiten sind eine fixe Anstellung beziehungsweise eine Privatversicherung, oder?

Tesarek: Wissend, dass sich immer jemand findet, der alles auch unversichert erledigt, habe ich da einen sehr pragmatischen Zugang. "Du fährst, machst die Bilder, wenn etwas passiert hast ohnehin du den Scherben auf, aber wir lassen dich nicht fallen". An sich sollte ein Gentlemen's-Agreement genügen. Dies setzt natürlich Gentlemen voraus. Angesichts horrender Prämien Krisengebiete abdeckender Privatversicherungen lässt sich das auch kaum anders regeln.

derStandard.at: Ist der österreichische Magazin- und Zeitungsmarkt zu klein, um als freier Fotograf mit ihrem Portfolio erfolgreich zu sein?

Tesarek: Es macht die Sache nicht leichter. Prinzipiell ist die größte Erschwernis jedoch die sinkende Nachfrage nach "richtigen" Fotoreportagen. Weitaus gefragter sind gestellte Bilder, arrangierte Klischees, digital geschönte Fantasiewelten. Dabei liegen die Geschichten, und damit die Bilder, auf der Straße. Aber die ist dreckig, und sie aufzulesen erfordert, sich das weiße Hemd zu schwärzen.

derStandard.at: Ist diese Freiheit, die Sie als freier Fotograf haben, so viel Wert, dass Sie nicht fix bei einem Medium arbeiten möchten?

Tesarek: Als Freier haben Sie das Problem, dass sie sich kaum in eine Redaktion einbringen können, da selbst leiseste Kritik dazu führen kann, dass man dort fortan eine andere Nummer wählt. Das verunmöglicht aber produktive Konzeption und Umsetzung von Geschichten. Als fixer Mitarbeiter gehen ihnen hingegen mit der Zeit die Außeneinflüsse verloren. Die sind aber unerlässlich, will man sich weiter entwickeln.

derStandard.at: Der Vertreter der Pressefotografen in der Wirtschaftskammer, Franz Neumayr, hat gesagt, es gibt in der Branche zu viele, "die jammern statt arbeiten". Ist diese Kritik an den Fotografen berechtigt?

Tesarek: Manche jammern. Andere arbeiten. Dritte arbeiten und jammern. Wir unterscheiden uns nicht von anderen Berufsständen.

derStandard.at: Es gibt alleine in Österreich 1.500 Pressefotografen auf Gewerbescheinbasis: Führt die Konkurrenzsituation zu Dumpingpreisen, die den Markt und die Qualität ruinieren?

Tesarek: Es ist vor allem der Überfluss an visuellen Reizen, der den Bedarf - und somit auch den Wert - von guten Bildern sinken lässt. Diese werden im permanenten Bilderrausch gar nicht mehr wahrgenommen. Wer heute mit Bildern Ziele verfolgt, sollte aber erkennen, dass der Mensch im Bild entweder emotionale Befriedigung oder irgendeine Form von Erkenntnis sucht. Nur für diese Informationen ist er auch bereit, einen Handel einzugehen.

derStandard.at: Gibt es Auswege aus der Situation? Wie könnten die aussehen?

Tesarek: Fotografen können vielleicht den Moment einfangen, nicht jedoch die Zeit aufhalten. Die größte "Gefahr" für unseren Berufsstand ist der technische Fortschritt. Meine Tochter macht heute mit Hilfe ihres Mobiltelefons - und den darauf vorprogrammierten Bildbearbeitungsalgorithmen - Fotografien, die vor zehn Jahren wochenlange Arbeit bedeutet hätten. Dieser Beruf wird ein Privileg jener werden, die mit Bildern Geschichten aus unikaler Perspektive erzählen können.

derStandard.at: Der Journalismus geht immer mehr in Richtung "alles aus einer Hand" (Schreiben, Fotografie, Video). Ist das eine Gefahr für Ihre Branche?

Tesarek: Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie schwer es ist, diese Ansprüche ohne nennenswerte Abstriche zu erfüllen. Und ebenso wie sich zwei Talente zur Kraft von vier potenzieren, sind sie aufeinander geeicht. Nichts schlägt ein eingespieltes Team aus Wort und Bild.

derStandard.at: Wie würden Sie die "Atmosphäre" in der Branche beschreiben? Ellenbogentechnik oder Kollegialität?

Tesarek: Es soll auch bei uns vorkommen, dass mal einer dem anderen ein Haxl stellt. Das ist aber die Ausnahme. Wir sind ein ziemlich wilder Haufen von Einzelkämpfern. Uns trennt manches Eigeninteresse, aber uns eint die Liebe zu diesem Beruf und die Sucht nach dem nächsten Schuss.

derStandard.at: Nachdem die Aufträge von "News" ausbleiben: Wie sieht ansonsten die Auftragslage aus?

Tesarek: Es ist Urlaubszeit, da war noch nie viel los. So auch heuer nicht. Das kommt nicht ungelegen, da ich endlich die Zeit finde, ein Buch zu beenden, an dem ich seit sechs Jahren arbeite. Es soll Ende September erscheinen. In einer eigens entwickelten fotografischen Kommunikationsform erzählt es von einer sich verkehrenden Welt. Und den Vorahnungen, die quälen, wer zu viel zu sehen bekommt. (om, derStandard.at, 2.8.2011)

Zur Person

Heinz Tesarek (Jahrgang 1976) wurde für die Fotoserie "Der Ruf des Diktators" mit dem "Objektiv 2011" ausgezeichnet. Weiters siegte er bei der Wahl zum "Pressefoto des Jahres" in den Kategorien Fotoserien und Chronik. Die Bilder, erschienen in "News", zeigten den Tag der weißrussischen Präsidentenwahl und die nächtliche Niederschlagung der weißrussischen Demokratiebewegung.

Nachlese

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25 Postings
robertzolles
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dem NEWS-verlag, der mit immer neuen knebelverträgen seine MITARBEITER (egal ob angestellt oder frei, journalist oder fotograf) rechtlich und finanziell drangsaliert, und im falle von verletzungen derselben mitarbeiter bei ausübung des NEWS-jobs keinerlei unterstützung gewährt, muss unehrenhaftes verhalten vorgeworfen werden.

und bei zurückhaltend geäusserter, mehr als berechtigter kritik mit kleinkarierten argumenten statt kehrtwende zu reagieren, zeugt von ignoranz.

dieselbe ignoranz wird den verlagsverantwortlichen entgegenschlagen, wenn es vielleicht um arbeitsrechtliche prozesse oder ähnliches geht. deutschland prozessiert gerade vor, was hoffentlich in österreich auch mal passieren wird.

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Wer klagt in Deutschland wen?

Ehrenhaftes, bzw unehrenhaftes Verhalten und ein sogenannter Ehrencodex, wie Herr Hinterleitner ihn weiter unten einfordert sind zumindest nicht einklagbar.
In diese Kritik müsste man nicht nur die News-Gruppe sondern eine ganze Menge anderer Verlage in Ö mit einschließen. Zahlt die Styria um so viel besser? Oder Mahnstein? Was zahlen diese kleinen aber feinen Magazine wie Fleisch oder Datum ihren Mitarbeitern? Sind die Konditionen hier besser? Darf man unter dem Deckmantel der Qualität seine Autoren und Fotografen ausbeuten? Welche Berufsausfall- oder Unfallversicherungen für Fotografen werden hier abgeschlossen?

robertzolles
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über den tellerrand

nachdem wir hier keine ahnung haben, mit wem wir hier eigentlich selbstverständliches diskutieren, ist es müssig alles zu erklären. aber in deutschland gibt es zu buyoutverträgen und haftungen der auftraggeber aktuelle, eindeutige gerichtsentscheide. und alle zuungunsten der verlage.

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Überhaupt nichts ist selbstverständlich, alles ist Verhandlungssache. Die Regeln ändern sich, weil die Zeiten sich ändern. Nicht nur Fotografen weht ein kältere Wind entgegen, auch Verlage und deren Verantwortlichen.

pix hier
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zu Ihrer Info

werter Posting:

Der News Verlag hab bis vor ca 5 Jahren eine Bündelversicherung gehabt die genau solche Fälle gedeckt hat.
Diese Versicherung ist auf Druck des Eigentümers gekündigt worden, und zwar ohne dass die Betroffenen das erfahren haben.
Auch wenn Sie Recht mit Ihrer Vermutung haben sollten dass die von Ihnen angesprochene Verlage auch keine bessere Konditionen bieten, so besteht doch ein wesentlicher Unterschied. Diese Blätter schicken ihre Mitarbeiter nicht in die Krisengebiete.

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Erstens ist Belarus ist kein Krisengebiet, es werden auch keine entsprechenden Reisewarnungen von Aussenministerien ausgesprochen. Zweitens kam die Idee da hinzufahren von Tesarek selbst.

robertzolles
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sinnlos

sinnlos, mit einem wahrscheinlich von news bezahlten ghostwriter fürs sozialmedia darüber zu diskutieren.

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10.8.2011, 11:43

Genau, ich mache das bezahlterweise mit Knebelvertrag.

Gerhard Hinterleitner
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Ausreden

Man kann sich mit fast allem herausreden, wenn man glaubt, im Recht zu sein. Tatsache ist, er war so schwer an der rechten Hand verletzt, dass er in seinem Job völlig arbeitsunfähig war. Monatelang. Nach Jahrzehnten der freien Arbeit für NEWS. Nach einem Job für NEWS. Nahezu fix gebunden an NEWS, keine anderen Unterstützer in Sicht. Und was das für einen österreichischen (vogel)freien Fotografen heißt, weiß wohl jeder aus der Branche. Das verstehen nur einige abgehobenen Chefs und RessortleiterInnen im NEWS nicht, die wohl selbst Gehälter nicht unter 5000 Euro pro Monat kriegen. Ich schlage dem Herrn Pelinka - der ja hoffentlich ein sozialer Demokrat ist - vor, die Sache mal zu hinterfragen. Ich kann nicht glauben, dass er die Details kennt

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10.8.2011, 11:53

Herr Hinterleitner, sie können mir trotz allen Argumenten, die ich angeführt habe, glauben, dass mir ihre persönliche Haltung in der Sache sehr gefällt. Wenn ich könnte, würde ich auch liebend gern zwischen beiden Partein schlichten. Nur geht das leider nicht. Ich weiss auch nicht ob ich taktisch klüger vorgegangen wäre als sie. Unternehmen lassen sich nunmal nicht gern in die Ecke treiben oder emotional erpressen. Viel wichtiger, als das was gesgat wird bei solchen Konflikten ist das, was nicht gesagt wird. Herrn Schönwandt hat das zB meisterlich gemacht in der medialen Nachbearbeitung seiner Kündigung. Über die man auch nur den Kopf schütteln kann. Aber so ist das bei Unternehmen, die nicht mehr eigentümergeführt sind.

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Again

Den Verlag in Geiseilhaft zu nehmen für entgangene Aufträge ist schlicht nicht fair.Es wurdem ihm nie weitere Aufträge verweigert, wieso auch, er ist ein Top-Fotograf. Er hat mit der verletzten Hand nicht arbeiten können. Trotzdem wurde ihm eine monatliche Pauschale gezahlt, auf die er als Freier Fotograf keinen Anspruch gehabt hätte. Er schildert die Geschichte nun zum wiederholten Male nur aus seiner Perspektive und das entspricht nicht den Tatsachen.

Gerhard Hinterleitner
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Monatliche Pauschale?

Liebe(r) AGAIN,

ich weiß leider nicht, wer Sie sind und ob Sie im NEWS-Verlag arbeiten, dass sie so genau wissen, was der Verlag beigetragen hat, während er nicht fotografieren konnte, weil er einen Trümmerbruch im rechten Zeigefinger hatte.

Ich nehme an, Sie meinen eine monatliche werkvertragliche Pauschale in den letzten Jahren, in denen er regelmäßig frei für den Verlag gearbeitet hat, also den üblichen Deal zur Bindung von freien Fotografen, damit man sie nicht anstellen muss.

Ich weiß jedenfalls nichts von einer monatlichen Pauschale während seines monatelangen Totalausfalls, geschweige denn von einer Unterstützung z.B. in Form eines Überbrückungsvorschusses auf zukünftige Aufträge. Da war er plötzlich vogelfrei.

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Dann fragen Sie mal nach ...

... denn so war es. Verträge, Versicherungen etc. sind ausserdem im vorhinein abzuschließen, nicht im nachhinein. Als erwachsener Mensch, vor allem mit Familie, sollte man sein Berufsrisiko finde ich auch selbst einschätzen können.

Gerhard Hinterleitner
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Bestätigung

Liebes Standard Posting aus dem NEWS-Verlag (ich habs jetzt kapiert, dass Sie nicht AGAIN heißen),

Sie wollen damit sagen, der Verlag habe ihm in der Zeit seines Ausfalls die Pauschale weiterbezahlt?
Ich habe da gegenteilige Information. Sogar schriftlich aus dem Verlag.

Was die andere Meinung betrifft, enthalte ich mich eines längeren Kommentars. Wenn ein freier Fotograf, der jahrzehntelang fixer Pauschalist des Verlags war, in einem Krisengebietseinsatz bei einem Auftrag des Verlags so schwer verletzt wird, dass er monatelang nicht arbeiten kann, ist es wohl eine Sache der Ehre, dass man ein Unterstützungsbudget aufstellt. Oder einen Vorschuss auf künftige Jobs. Egal, was der Fotograf versicherungstechnisch falsch gemacht haben könnte

Standard Posting
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Eine Frage der Ehre also

Das sehe ich ähnlich. Und auch im Verlag sahen das einige so und haben sich deshalb für ihn eingesetzt. Fragen sie einfach mal bei Heinz Tesarek nach. Die Pauschale hat den Berufsausfall nicht voll abgedeckt. Aber es gab sie und sie wurde von ihm abgewiesen bzw rücküberwiesen. Und das dies eine inoffizielle Geschichte ist, die bei Freien keine Schule machen soll, sollte auch klar sein. Denn: ein Verlag ist keine Versicherung und Verträge sind ... genau ... im vorhinein zu verhandeln.
Übrigens, raten Sie mal, von wem der Vorschlag kam da runter zu fahren?

Gerhard Hinterleitner
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Offene Karten

Bei der Preisverleihung des OBJEKTIV Preises hat sich Heinz Tesarek zu Kritik hinreissen lassen, weil ihm bereits vorher ein deutliches Schreiben über Unterstützungsentzug vorlag. Vermutlich ist Ihnen als Insider(in) auch bekannt, dass dieser Entzug ausgelöst wurde von meiner Unterstützungsaktion in einer kleinen Fotografengruppe auf Facebook, bei der eine Menge Kollegen für Ihn gespendet haben. Da ich mich auf Facebook zu einigen kritischen Äußerungen gegenüber den NEWS-Verantwortlichen hinreißen ließ, wurde sofort Heinz Tesarek persönlich attackiert, der weder auf Facebook noch in der Gruppe dabei war. Klärung von oberster Stelle wäre wohl endlich angesagt.

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Klärung von oberster Stelle ist grad a weng schwierig.
Ich glaub da wird noch etwas Wasser die Donau runter fließen müssen bis es wieder zu einer Annäherung kommt. Interviews, in der die Sache immer wieder aufgewärmt wird tun auch nicht sehr viel positives dazu beitragen. Aber da sitzt halt einem wieder der eitle Affe im Genick. Zu ihrer Aktion fällt mir nur der weise Satz ein, dass Gutgemeintes nur zu oft das Gegenteil von Gut bewirkt.

Gerhard Hinterleitner
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Der Sinn von Hilfsaktionen

Wer helfen will, fragt nicht nach den Folgen. Sie spenden wohl nie. Und darauf, dass der NEWS-Verlag ein völlig unethisches Verhalten nach unserer Hilfsaktion an den Tag gelegt hat und dafür zu Recht kritisiert wird, müssen Sie nicht stolz sein. Ich vermute, sie gehören zu jenen, die es sich nicht entgehen lassen konnten, Heinz für die kritischen Worte von Fotografenkollegen in einer nicht offenen Facebook-Gruppe(!) persönlich anzugreifen, nachdem sie monatelang zugesehen haben, wie der im NEWS-Einsatz schwer verletzte Fotograf am Hungertuch nagt. Große Leistung, auch von den Chefs! Einen Ehrenkodex gibt's in diesem Verlag wohl nicht mehr. Und dann lügen Sie uns hier noch an und faseln von Monatspauschen, die es nicht gab. Wer sind Sie?

Standard Posting
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Haben sie den Eindruck, dass ich hier irgendwen angreife oder angegriffen habe? Mir liegt das fern. Ich hab von dieser Geschichte erst nach den Artikeln hier begonnen zu hinterfragen. Aber wie man an ihrer Reaktion sieht, gilt auch für meine 'gutgemeinten' Tipps, dass sie genau das Gegenteil bewirken. Meine Identität in diesem Forum preisgeben: never ever, sorry.

Gerhard Hinterleitner
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Verbreitung von falschen Infos

Ihre Kommentare sind mit falschen Infos gespickt. Sowas macht mich ärgerlich. Es gab keine Monatspauschale, schon seit Jahren nicht mehr. Und NEWS tut so, als ob es erst wegen Tesareks Aussagen bei der OBJEKTIV Preisverleihung zur Verärgerung im Verlag gekommen wäre. Tatsächlich hat man ihn seit meiner Unterstützungsaktion schon Wochen vor der Preisverleihung so in die Enge getrieben, dass es bei der Preisverleihung aus ihm rausbrach. Obwohl er bis dahin NICHTS gegen NEWS gesagt hatte! Jeder halbwegs anständige Verlag hätte ihn in dieser Krisenzeit sofort unterstützt. Das ist wirklich unerträglich.

Standard Posting
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Die Info ist wasserdicht und betraf nicht einen Werkvertrag VOR, sondern eine Ausfallszahlung NACH dem Unfall. Diese wurde von ihm aber nicht angenommen.

Standard Posting
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Das ist nicht richtig

Ich habe nicht von einer Monatspauschale im Sinne eines Werkvertrags gesprochen, sondern von einer Pauschale, die die Fotored mit der Verlagsleitung für ihn ausgehandelt hat - und zwar NACH dem Unfall. Davon reden wir hier doch die ganze Zeit. Nicht von seinen Konditionen oder seinem Vertrag vorher. Diese Info ist so wasserfest wie noch was. So, ich werd moit diesem Posting schluss machen. Meine Meinung dazu ist, dass alle Beteiligten sich zusammensetzen sollten wenn erstmal etwas Gras über die Sache gewachsen ist.

Gerhard Hinterleitner
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Zitat Ihres ersten Postings

"Trotzdem wurde ihm eine monatliche Pauschale gezahlt, auf die er als Freier Fotograf keinen Anspruch gehabt hätte." Wenn Sie das nicht so meinen, dann bitte auch nicht öffentlich so schreiben. Der kleine Beitrag zur Kamerareparatur ist uns auch bekannt. Die Rückzahlung erfolgte ja vor allem, weil man es ihm ständig auch noch unter die Nase gerieben hat. Er hat übrigens auch die Überbrückungshilfe der KollegInnen längst zurücküberweisen. Er wollte nie Almosen! Er hat es von uns auch nur als Kredit angenommen. Und er hat einen großen Teil seines OBJEKTIV-Preisgelds denjenigen gespendet, deren Misere er fotografiert hat. Der Mann ist einfach zu gut für dieses Land.

Heinz Anderle
 
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"Vor zehn Jahren wochenlange Arbeit" - ...

... pardon, ein C-41 (= standardisiertes Kodacolor-Entwicklungsverfahren)-Farbnegativfilm wie Fujicolor Press 400 oder 800 war mit einer Durchlaufmaschine in einer Viertelstunde zum Negativ entwickelt und innerhalb von ein bis zwei Stunden zum fertigen Digitalbild eingescannt. Wenn die Kamera (z. B. Nikon F5 oder die leichtere F100) mit ihrer Mehrfeld-Matrix-Belichtungsmessung halbwegs richtig belichtete, mußte man auch mit Photoshop & Co nicht allzuviel "verbessern".

Die Fujicolor Press-Filme gab es im 20er-Pack. Wenn man mit zwei Gehäusen arbeitete, war man schon weitestgehend auf der sicheren Seite.

Dr. Heinz Anderle, als analoges Relikt Amateurfotograf und Freigeist

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mit Verlaub

aber Sie scheinen hier etwa gründlich missverstanden zu haben.
Auch wenn sich der Tesarek etwas unverständlich ausgedrückt hat

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