Auf jüdischen Spuren

Ansichtssache | 31. Juli 2011, 20:12

Eine Reise durch Mähren lässt die alte Blüte jüdischer Gemeinden wieder aufleben

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foto: tourismuszentrale südmähren

Südmähren ist hierzulande als nahes Ausflugsziel für Radtouren in unberührter Natur zwischen Flüssen und Weinbergen sehr beliebt. Die zahlreichen Schlösser, Burgen und Klöster laden ebenfalls zu Besichtigungstouren ein. Auch entlang der Böhmisch-Mährischen Höhe (tschech. Vysočina) mit ihrer hügeligen Landschaft gibt es von der UNESCO als Weltkulturerbe prämierte Städte und Kulturdenkmäler zu besichtigen. Wie die Wallfahrtskirche Zelená hora in Ždár nad Sázavou mit ihrer besonderen Architektur.

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14 Postings
Man hat mir dort einen Bauernhof geraubt

plus Vieh, Geraetschaft (ein damals hochmoderner Pflug) - ich hab eine Liste bekommen, auf der alles, was mir zusteht, genau verzeichnet wurde, bis hin zum Besteck ...

Unangenehm, Nik M,

aber mir haben dort solche Bauernhof-Besitzer Verwandte ob ihrer Religion denunziert.
Die haben nicht einmal ein Grab, aber Sie denken nur an Ihren "damals hochmodernen Pflug".

Tut mir sehr Leid fuer ihre Verwandten - nur "solche Bauernhofbesitzer" - die waren nicht alle gleich. MEINE Bauernhofbesitzer sinds nicht gewesen, und es war unrecht, ihnen ihren Bauernhof zu rauben.

Es ist eine Tatsache, Nik M,

daß sehr viele Unschuldige Opfer dieser deutschen Verbrecherpolitik wurden, auch viele Deutsche und zweifelsohne alle Kinder.
Aber gleichzeitig darf auch gefragt werden, wie denn R. Heydrich zu mehr 85% Wählerstimmen kam, u.zw. auch von solchen Bauernhofbesitzern.
Ich weiß, jeder, mit dem man spricht, erklärt, seine Familie war nicht "eine solche".
Möge die Geschichte für uns alle zu einer besseren Erkenntnis führen!

Nach jüdischer Tradition ist Grabpflege nicht vorgesehen

Das ist es, was ich immer gepostet habe, wenn es um die "Restaurierung" der schön verwachsenen Gräber am Wiener Zentralfriedhof geht.

Jetzt sind sie restauriert. Und der Flair ist wie in einem Supermarkt.

Die Behauptung, dass Grabpflege nicht vorgesehen sei stimmt einfach nicht. Es gibt im allgemeinen nicht so einen Grabkult, aber dort wo Gemeinden existieren werden die Friedhöfe sehr wohl gepflegt.

kann ich nur zustimmen

man darf auch nicht vergessen, daß Gräber nur einmal belegt werden, deshalb sind jüd. Friedhöfe für Historiker besonders wertvoll.

Nikolsburg

war vor Kurzem in Nikolsburg, sehr schön, ruhig und wirklich sehenswert und historisch für Österreich sehr bedeutend. Karl Renner und Adolf Schärf wurden dort geboren und auch der große josephinische Reformer Sonnenfels. Auf den Informationstafeln für Touristen werden die unangenehmen Punkte der Vergangenheit jedoch elegant weggelassen.

Leider ist Südmähren eine überaus beliebte Projektinsfläche deutschnationaler Phantasien :-/

Mähren ist einfach ein wunderschönes Land... und hat die deutschnationalen definitiv nicht verdient.

südmähren ist wunderschön, hat die deutschnationalen nicht verdient, wie extremer nationalismus kein anderes land auch nicht, gar keine frage. Es gibt aber auch eine sehr traurige geschichte von vertriebenen. Auch das muss aufgearbeitet werden und droht gerade wegen den deutschnationalen immer ins gleiche fahrwasser zu kommen. da muss man sehr aufpassen. aber ich denke tschechien, hat weniger berührigungsängste mit heiklen themen, siehe artikel, als man annimmt. und das überrascht mich die letzten jahre positiv.

ganz bei Ihnen.

Auch die Juden dort waren überwiegend Deutschmährer. Leider hat sie das vor dem rassistischen Wahn ihrer Mitbürger nicht beschützt.

Antisemitismus in Tschechien ist mittlerweile auch ein Thema,

das in Tschechien von HistorikerInnen aufgearbeitet wird. Es gab nicht nur antisemitische deutschsprachige Tschechen, sondern leider hatte Antisemitismus auch unter der tschechischen Bevölkerung eine lange Tradition.

Und...

die, die überlebt haben, wurden nach dem Krieg als Deutsche vertrieben. Na ja...

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